| Archivorganisation Mai 2010
Archiv 1 = hier unten: archivierte Beiträge aus "Im Blickpunkt" in Erscheinungsreihenfolge
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Archiv 3 = nächste archivierte Nachrichten: Messen und Märkte, Veranstaltungen Mai 2010
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Mob22_05.2010_Fachmessen+Veranstaltungen: Schlussbericht: TUNING WORLD BODENSEE 2010 (Veranstaltungen + Archiv 1 + 2)
Mob21_05.2010_Fachmessen+Veranstaltungen: MY CAR: Das Auswärtsspiel der Messe Friedrichshafen (Veranstaltungen + Archiv 1 + 2)
Mob20_05.2010_Fachmessen+Veranstaltungen: Schlussbericht: CAR+SOUND 2010 (Veranstaltungen + Archiv 1 + 2)
Mob19_05.2010_Rennsport: Truck-Racing > Erstes Rennen – erster SIEG! (Im Blickpunkt links)
Mob18_05.2010_Rennsport: Wie funktioniert eigentlich
Truckracing? (Im Blickpunkt rechts)
Mob17_05.2010_Spezial NEWS: 21 neue Combino-Strassenbahnen für Bern (Im Blickpunkt Editorial / Spezial NEWS)
Mob16_05.2010_Sachen gibt's...: "2012" - Katastrophenfilm löst Massenpanik aus (Im Blickpunkt 0)
Mob15_05.2010_Schienenverkehr: Vorschlag eines neuen Trassenpreissystems - Vorkonsultation (Im Blickpunkt 2)
Mob14_05.2010_Schienenverkehr: Finanzierung der Bahninfrastruktur 2011/2012: Anhörung bei den Kantonen (Im Blickpunkt 3)
Mob13_05.2010_Luftverkehr: Neues Gespräch der Arbeitsgruppe Schweiz-Deutschland zum Flughafen Zürich (Im Blickpunkt 4)
Mob12_05.2010_Internet: Über 50 Online-Services mit SuisseID (Im Blickpunkt 5)
Mob11_05.2010_Veranstaltungen: bauma 2010 markiert eine Trendwende (Archiv 1 + 2)
Mob10_05.2010_Veranstaltungen: HANNOVER MESSE 2010: Neuer Schub für die Konjunktur (Archiv 1 + 2)
Mob09_05.2010_Veranstaltungen Marktreife für Elektromobilität durch staatliche Prämien? (Veranstaltungen + Archiv 1 + 2)
Mob08_05.2010_Strassenverkehr: Qualitative Verbesserung der Strassenverkehrsunfallstatistik (Im Blickpunkt 5)
Mob07_05.2010_Staatsbetriebe: Bundesnahe Unternehmen: Zielvorgaben 2009 insgesamt erreicht (Im Blickpunkt 4)
Mob06_05.2010_Strassenverkehr: Frühlingsputz für das Auto (Im Blickpunkt 3)
Mob05_05.2010_Strassentransport: 10'000 Fähigkeitsausweise in sechs Monaten (Im Blickpunkt 2)
Mob04_05.2010_Sachen gibt's: EU warnt vor unseriösen Elektronik-Onlineshops (Im Blickpunkt 0)
Mob03_05.2010_Spezial News: -----
Mob02_05.2010_Forschung+Entwicklung: Effizienter Verkehr mit Car2Car-Kommunikation (Im Blickpunkt rechts)
Mob01_05.2010_Forschung+Entwicklung: Digitales Gewusel: simulierter Personenstrom (Im Blickpunkt links)
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Schlussbericht: TUNING WORLD BODENSEE 2010
Friedrichshafen - Auf der Überholspur: Die TUNING WORLD BODENSEE 2010. Die stetig wachsende Begeisterung der individuellen Mobilität zeigte sich auch in diesem Jahr zur TUNING WORLD BODENSEE. 104.800 Besucher strömten vom 13. bis 16. Mai 2010 zum internationalen Branchen-Treffpunkt in Friedrichshafen. 27 Premieren, 152 Clubs, ein einzigartiges Rahmenprogramm und die starke Präsenz der Automobil- und Reifenindustrie setzten einen neuen Maßstab.
"Wer die TUNING WORLD BODENSEE besucht, spürt sofort die Faszination, welche individualisierte Automobile bei unserem bunt gemischten Publikum auslösen. Die Begeisterung scheint keine Grenzen zu kennen", beschreibt Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann den anhaltenden Erfolg der TUNING WORLD BODENSEE. An den vier Veranstaltungstagen informierten sich 104.800 Tuningfans und Automobil-Liebhaber aus ganz Europa über die neuesten Entwicklungen für sportliches Fahrvergnügen.
Das Thema Individualität rückt auch zunehmend bei der Automobil-Industrie in den Vordergrund. Erstmals zeigte der Premium-Hersteller BMW auf der TUNING WORLD BODENSEE mit seinem BMW Performance Zubehör Präsenz. "Mit solch einer positiven Resonanz bei unserem ersten Auftritt haben wir nicht gerechnet", bilanziert Jens Reichert, Aftersales Marketing, das BMW-Engagement am Bodensee. "Wir hatten erstaunlich viele Kontakte mit Premiumkunden." Die im Vorjahr fest in das Messe-Konzept initiierte "Premium Car Area" in Halle B5 wurde von Industrie und Veredlern gleichermaßen sehr positiv bewertet. Neben BMW waren die Hersteller und Automarken Fiat/Abarth, Chrysler, Dodge, Jeep, Mazda, Nissan und Škoda in Friedrichshafen vor Ort.
In zahlreichen Gesprächen betonten die Branchenvertreter aus Tuning-, Reifen- und Zubehörindustrie, dass sie gute Geschäfte machen konnten. "Die Messe-Konzeption ist einmal mehr aufgegangen. Trotz wichtiger Parallelveranstaltungen im Motorsport- und Tuningbereich haben sich wieder über 100.000 Besucher für die TUNING WORLD BODENSEE entschieden", fasst Harald Schmidtke, Geschäftsführer Verband Deutscher Automobil Tuner (VDAT), den gelungenen Messeverlauf zusammen.
Das aktionsreiche Rahmenprogramm, wie die Škoda Fun Area, die Wahl zur MISS TUNING, Drift- und Lowrider-Shows, Award-Verleihungen und drei Abendpartys unterstrichen erneut, dass die TUNING WORLD BODENSEE weit mehr als eine Messe ist: "Bei uns steht der gelungene Mix aus Information, Kauferlebnis und Unterhaltung im Mittelpunkt", erklärt Projektleiter Dirk Kreidenweiß. "Die Besucher erfahren bei uns Tuning-Begeisterung mit allen Sinnen."
Der Erfolg der achten TUNING WORLD BODENSEE wird auch durch die Ergebnisse einer Besucherbefragung bestätigt: Die Gäste kamen aus einem erweiterten Einzugsgebiet nach Friedrichshafen und betonten das verbesserte Angebot der Aussteller. 91 Prozent bewerteten dies mit den Noten "sehr gut" und "gut". Ein Drittel der Besucher gab an, dass sie keine weiteren Tuning-Messen besuchen, ihre Visite für das kommende Jahr kündigten bereits 89 Prozent der Gäste an. Gute Vorzeichen also für die nächste TUNING WORLD BODENSEE, die vom 6. bis 8. Mai 2011 in Friedrichshafen stattfindet.
Eine gelungene Premiere am Bodensee feierte auch die Leitmesse CAR+SOUND in den Hallen A3 und A4. "Gemeinsam mit den 235 Ausstellern der TUNING WORLD BODENSEE, den rund 1.100 Fahrzeugen in den Messehallen und einem Rahmenprogramm das keine Wünsche offen lässt, erlebten die Messebesucher sicherlich Europas größten Branchen- und Szenetreff", erklärt Andreas Wittur, Prokurist der Messe Sinsheim. "Das Interesse bei Konsumenten und Fachbesuchern war gleichermaßen groß, wir sind sehr zufrieden."
Quelle: Messe Friedrichshafen
Mob22_05.2010
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MY CAR: Das Auswärtsspiel der Messe Friedrichshafen
Die Messe Friedrichshafen schaltet im laufenden Jahr noch einen Gang höher und die Macher der TUNING WORLD BODENSEE veranstalten vom 11. bis 14. November 2010 die internationale Tuning & Sportwagen Show MY CAR in der Messe Westfalenhallen Dortmund. "Das MY CAR-Konzept hat uns absolut überzeugt. Schon jetzt freuen wir uns auf das Messe-Event in Dortmund", sagt Alexander Sperr, Leitung Marketing Rieger Kfz-Kunststoffteile, Design und Tuning GmbH.
Weitere Informationen zu den Messe-Events mit Fotos, Videos und Podcasts gibt es im Internet unter: www.tuningworldbodensee.de und www.mycar-show.de.
Quelle: Messe Friedrichshafen
Mob21_05.2010
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Schlussbericht: CAR+SOUND 2010
Erfolgreiche Premiere am Bodensee! Internationale Leitmesse für InCar-Elektronik 2010. Die internationale Leitmesse für mobiles Info- und Entertainment lockte mit vielen Neuheiten, demonstrierte einen Überblick der gesamten Branchen- und Produktpalette und vermittelte den Besuchern die Welt der „InCar-Electronic“. Rund 105.000 Messebesucher informierten sich vom 13.-16. Mai 2010 auf der 17. CAR+SOUND über die Messethemen Car-Audio, Car-Speakers, Car-Navigation und Car-Vision.
Nächster Messetermin:
CAR+SOUND + TUNING WORLD BODENSEE: 6. bis 8. Mai 2011, Messe Friedrichshafen
Quelle: Messe Friedrichshafen
Mob20_05.2010
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Erstes Rennen – erster SIEG!
Am vergangenen Wochenende fand das erste Rennen der FIA European Truck Racing Championship 2010 in Misano/Italien statt. Der Saisonauftakt für das MKR Technology Truck Racing Team verlief sehr erfolgreich.
Nach dem Zeittraining am Samstag wurde erstmals die neu im Reglement verankerte „Superpole“ ausgefahren. In der Superpole kämpfen die schnellsten zehn Fahrer aus dem Zeittraining erneut um die Startaufstellung für das folgende erste Rennen. Markus Bösiger (Renault) und sein Teamkollege Markus Oestreich (Renault) holten für MKR Platz zwei und drei. Schnellster und damit Polesetter war Jochen Hahn (MAN). Neben Markus Oestreich in der zweiten Startreihe stand David Vrsecky (Freightliner). Somit war die Ausgangsposition für das erste Rennen sehr gut. Vom Start weg heftete sich Bösiger an die Fersen von Hahn und verfolgte diesen hartnäckig. Oestreich gelang es am Start seine Verfolger in Schach zu halten und folgte dem Startduo Hahn und Bösiger. Zwei Runden später nutzte Bösiger die Chance und ging an Hahn vorbei auf Platz eins. Die noch ausstehenden Runden bis zu Zielflagge hing Hahn ihm am Heck und ließ nicht locker. Doch der Schweizer blieb ruhig und verteidigte seine Position, wenn auch hauchdünn bis zur Zielflagge! Sein Teamkollege Oestreich konnte sich letztendlich gegen Albacete (MAN) nicht bis zuletzt erwehren und fuhr auf Platz vier ins Ziel. Somit wurde ein Traum für die Mannschaft um Mario Kress wahr. Erstes Rennen – erster Sieg! Die ganze Anspannung der letzten Monate wich und das Team lag sich überglücklich in den Armen und feierte seinen ersten Sieg der Saison! Im anschließenden zweiten Rennen des Tages werden die ersten acht Platzierten aus Rennen 1 in umgekehrter Reihenfolge in das Rennen geschickt. Dies bedeutet Bösiger aus Position acht, Hahn aus sieben und so weiter. Doch bereits in der ersten Runde war das Rennen schon vorbei. Nachdem Oestreich und Albacete aneinander geraten waren und Albacete auch noch hart auf Vrsecky auffuhr erfolgte der Rennabbruch. Aus Albacetes MAN liefen literweise Diesel und Öl auf die Strecke. Der Rennleiter und die verantwortlichen Stewards in Absprache mit der FIA entschieden das Rennen zu annullieren und auch nicht mehr neu zu
starten. Die Säuberung der Strecke hätte mehrere Stunden in Anspruch genommen und damit wäre ein Rennen bei Tageslicht nicht mehr möglich gewesen. Damit endete ein erster erfolgreicher Tag für das MKR Team. Doch die Arbeit ließ nicht auf sich warten. Bis spät in die Nach wurde auch Ostreichs Renault wieder rennfit gemacht.
Der Sonntag startete für das Team wieder vielversprechend. In der Superpole holte sich diesmal Bösiger vor Vrsecky und Hahn die Spitzenposition. Markus Oestreich sicherte sich Startplatz vier vor Albacete und Levett (MAN). Im anschließenden Rennen konnte sich Vrsecky an Bösiger vorbeischieben und übernahm die Führung. Bösiger folgte, doch Hahn klebte dem Schweizer wieder an der Stoßstange. Während Vrsecky seinen Vorsprung ausbauen konnte, kämpften Bösiger und Hahn um Rang zwei. Teamkollege Ostreich hatte auch alle Hände voll zu tun sich Antonio Albacete vom Hals zu halten, letztendlich fuhr er den vierten Platz ins Ziel um wenig später doch auf dem Podium zu stehen. David Vrsecky erhielt wegen „Overspreed“ eine 10-Sekunden Strafe und landete auf Platz vier. Wieder wurde ein Traum wahr. Beide Fahrer von MKR standen nun gemeinsam auf dem Podium. Platz eins für Bösiger, zwei für Hahn und glücklicher Dritter Markus Oestreich. Das Team feierte selbstverständlich lautstark seine Fahrer bei der Siegerehrung. In der Teamwertung die nach jedem Rennen ebenfalls geehrt wird stand wieder Mario Kress ganz oben und hielt den Preis für seine Arbeit in Händen. Im letzten Rennen des Tages hieß es wieder Platz acht aus Rennen 3 erhält die Pole etc. Vom Start weg versuchten die MKR-Piloten druck zu
machen. Jetzt waren es Albacete, Vrsecky und Hahn die das Feld nach kurzer Zeit beherrschten. Markus Bösiger, der trotz einer Fraktur am Mittelhandknochen die Zähne zusammen biss und sein Teamkollege Markus Oestreich kämpften um jeden Meter. Sie erreichten im letzten Rennen des Tages Platz sieben und acht. In der Gesamtwertung der Fahrer führt Markus Bösiger (Renault) mit 44 Punkten vor Jochen Hahn (MAN) 38 Punkte und Antonio Albacete (MAN) 30 Punkte. David Vrsecky (Freightliner) belegt Rang vier gefolgt von dem zweiten MKR-Piloten Markus Oestreich (Renault) auf Rang fünf mit 25 Punkten. In der Teamwertung für MKR mit 75 Punkten vor Hahn Oxxo mit 61 Punkten und Bernau mit 51 Punkten.
Auf nachfrage bei Mario Kress über den sehr erfolgreichen Auftakt sagte er : „Ich kann es selbst kaum glauben, beim Saisonauftakt auf Anhieb Rennen zu gewinnen und als Führender der Meisterschaft zum nächsten Rennen zu fahren – das habe ich selbst nicht erwartet! Auch Renault hat fantastische Arbeit geleistet. Doch wir haben noch viel Arbeit vor uns und die Saison ist noch lang! Ich danke meinem Team, meinen Partnern und Sponsoren für Ihren Einsatz und das Vertrauen in uns!“
Nächstes Rennen: Albacete/Spanien 05./06. Juni 2010
Quelle: MKR Technology s.r.o
Mob19_05.2010
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Wie funktioniert eigentlich
Truckracing?
 Truckracing, gigantisch, faszinierend, beeindruckend
5 Tonnen Eisen und Stahl, rund 1500 PS, mehr als 5000 NM Drehmoment, in knapp über 5 Sekunden zur abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, mehr als 1 Liter Diesel pro Kilometer, das sind die Kurzdaten für einen SuperRaceTruck.
Beinahe jeder kennt den Truck Grand Prix am Nürburgring. Kaum aber jemand weiss, dass dies nur eines der zehn Rennen zum FIA European Truck Racing Cup ist. Nach der Formel 1 die populärste Motorsportserie in Europa. Allein bis zu 240’000 Fans pilgern Mitte Juli Jahr für Jahr in die Eifel, fast 800’000 Zuschauer zieht dieses gigantische Spektakel europaweit an. Wahrlich imposant und gigantisch ist auch das, was die Renntrucks bieten.
Knapp über 5 Sekunden benötigt ein SuperRaceTruck bis zu seiner automatisch abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, und ebenso schnell wird der Koloss aus 5 Tonnen Stahl und Eisen wieder auf Null heruntergebremst, bis die Bremsen glühen. Welch brachialen Kräfte dazu nötig sind, kann man nur erahnen. Was die Maschinen ganz genau leisten, damit will zwar niemand so recht herausrücken, doch die aktuellen SuperRaceTrucks liegen bei etwa 1500 PS, wobei sie die unvorstellbare Kraft von weit mehr als 5000 NM entfalten. Ein Formel1-Renner erreicht nicht einmal ein Zehntel dessen.
Wie diese filigranen, windkanaloptimierten Gebilde ist auch solch ein SuperRaceTruck ein echtes High-Tech-Produkt. Ausser der Silhouette haben diese Rennmaschinen nicht mehr viel mit dem gemeinsam, was der normale Trucker so tagtäglich über die Straßen bewegt. Nicht von der Technik her, und erst recht nicht, was das Feeling betrifft, das einen überkommt, wenn man in einem solchen Ungetüm über die Pisten rast.
Historie
Der FIA European Truck Racing Cup wird in zwei Klassen ausgefahren, mit den SuperRaceTrucks, letztendlich reine Rennfahrzeuge, und den seriennäheren RaceTrucks.
Begonnen hatte all das Anfang der 80er mit ganz normalen Strassen-LKWs. Und wie so oft bei solchen Verrücktheiten hatte auch hier die Idee ihren Ursprung in den USA. Während der Woche reine Transportvehikel, sollten die Giganten der Strasse an den Wochenenden dann einmal zeigen, was wirklich in ihnen steckt, ohne die Zwänge der Strassenverkehrsordnung
und 30 Tonnen Ballast im Rücken.
Zuerst hatten sich in Europa die Franzosen und Engländer vom Truckracing-Bazillus infizieren lassen, bald gab es solche Rennen auch auf der iberischen Halbinsel, und bereits 1986 den ersten Truck GP am Nürburgring. Mehr als 100’000 TruckRace-Verrückte waren es schon damals. Gestartet wurde in drei Klassen, nach Hubraum getrennt, bis knapp 12 Liter, bis etwas über 14 Liter und in der "Königsklasse" hatten die Motoren gar 18,5 Liter, bei einem Mindestgewicht zwischen 5 und 6 Tonnen.
Schnell erkannten die Verantwortlichen, welch riesiges Potential hier lag, und das in jeder Hinsicht. Aus den Alltagstrucks wurden Hochleistungs-Rennfahrzeugen, einzelne Teams erhielten schon bald Werksunterstützung, und auch die FIA wurde auf die überaus populäre Motorsportart aufmerksam. So gab es denn ab 1989 eine offizielle Europameisterschaft. Profipiloten aus dem Tourenwagenserien, vom Motorradrennsport oder gar aus der Formel 1 verdrängten die rennfahrenden Trucker aus den Cockpits der Spitzenfahrzeuge. Die Truckrace-Etats von Mercedes-Benz und MAN erreichten höhere Millionenbeträge. Die Industrie hatte das Truckracing als exzellentes Test- und Betätigungsfeld für Neuentwicklungen entdeckt. Die Kluft zwischen den Werkteams und den restlichen Teilnehmern wurde immer größer. Eine neue Klasseneinteilung - nicht nur mehr nach Hubraum - war unumgänglich. So gab es denn ab der Saison 1994 die "kleine" Klasse der RaceTrucks, die auf Serienfahrzeugen beruhten. Der Hubraum unterlag keiner Einschränkung, allerdings gab es einen Luftmengenbegrenzer. Die Trucks hatten mindestens 5800 KG auf die Waage zu bringen, waren sie mit Trommelbremsen ausgestattet, lag das Mindestgewicht bei 5500 KG. In der "großen" Klasse der SuperRaceTrucks durfte man mit maximal 12 Liter großen Maschinen an den Start gehen, die Fahrzeuge mussten mindestens 5000 KG wiegen. Ansonsten war diese Klasse relativ frei von weiteren Auflagen. Die Innovationsbestrebungen nicht nur der LKW-Hersteller selbst, sondern auch der Zulieferer nahmen ungeheure Ausmasse an.
Mit DAF griff ein weiterer europäischer Grosskonzern ins Geschehen ein, und man erwartete bald auch das Engagement von Volvo, Scania, Renault, Iveco usw. Die Rennen um den FIA European Truck Racing Cup erreichten eine ungeheure Popularität, regelmässige TV-Berichte auf Eurosport trugen kräftig dazu bei. Einzig in Deutschland war von diesen spektakulären Ereignis in den Medien so gut wie nichts zu sehen. Dennoch wurde der Truck GP neben dem Formel 1-Event das Nürburgring-Ereignis schlechthin. Fast eine viertel Million Zuschauer kamen in die Eifel. Zu volkstümlichen Preisen erlebten sie im frei zugänglichen Fahrerlager nicht nur Motorsport zum Anfassen, sondern um die Rennen herum wurde ihnen auch noch einiges an Show, Musik und Vergnügungen unterschiedlichster Art geboten. Der Truck GP war hier ein echter Trendsetter.
Zum Ende der Saison 1999 auf dem Höhepunkt eigener Erfolge erklärte DAF seinen Rückzug aus dem Truckracing, da allein für die Weiterentwicklung der Racetrucks Entwicklungspotential in nicht mehr zu verantwortender Grössenordnung gebunden sei. Tatsächlich hatten die Kosten ungeahnte Höhen erreicht. 2001 änderte Mercedes-Benz sein Konzept der Werksunterstützung grundlegend, überließ die Verantwortung nun vornehmlich den einzelnen Teams, nachdem sich der Stuttgarter Autobauer in den Jahren zuvor mit grösster Akribie um jede Kleinigkeit gekümmert hatte. Als dann zum Saisonende MAN, zuvor hatte man alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, den Rückzug aus der SuperRaceTruck-Klasse verkündete, meinte man auch in der Konzernzentrale von DaimlerChrysler, es sei sinnlos, als einzig verbliebener Gross-Hersteller möglicherweise nur noch gegen sich selbst anzutreten. Die wirtschaftliche Situation auf dem Nutzfahrzeugsektor hatte sich dramatisch verschlechtert, so dass kaum Aussicht auf einen Truckracing-Einstieg anderer Hersteller bestand.
Neuanfang: Die "Kleinen" werden immer grösser
Sowohl Mercedes als auch MAN beorderten ihre Werksfahrzeuge zurück, und so gab es eigentlich nur noch einen wettbewerbsfähigen SuperRaceTruck, den Caterpillar des englischen TRD-Teams mit dem Finnen Harri Luostarinen am Steuer. Der Buggyra des neuen tschechischen Teams von Martin Koloc mit "Mr. Truckracing" Gerd Körber im Cockpit hatte nicht ein einziges Mal die Zielflagge gesehen, dem Tatra von Stan Matejovsky fehlte es an Leistung, alle anderen Teams waren ohne Fahrzeug. Da gewann plötzlich die in den Augen der meisten Truckracing-Fans eh stark vernachlässigte RaceTruck-Klasse an Bedeutung. Einzelne Teams wechselten von der "grossen" in die "kleine" Klasse, und auch MAN versprach, sich hier weiter zu engagieren. Schon immer gab es in dieser Gruppe die grössten Starterfelder, die spektakulärsten Starts und die spannendsten Rennen.
Und je mehr Fahrzeuge am Start, desto größer das Spektakel. Wenn die riesigen Renntrucks nach dem fliegenden Start in breiter Phalanx auf die erste Kurve zuschossen, riss es seit jeher die Zuschauer von den Sitzen, denn jedermann wusste, in dieser Formation passen die dort nicht durch. Nur selten kamen die Trucks unbehelligt aus der ersten Runde zurück. Manöver, die in anderen Motorsportserien Entsetzen hervorgerufen und unweigerlich die Eliminierung der Beteiligten zur Folge hätten, weil die Fahrzeuge sich in den Fangzäunen jenseits der Leitplanken wiederfinden würden, entfachen im Truckracing Begeisterungsstürme der Zuschauer. Denn hier weiss der Fan, es passiert nichts. Antitschen und Anklopfen gehört dazu. Zerbersten dabei Karosserieteile, sieht das zwar spektakulär und gefährlich aus, beeinträchtigt aber nicht unbedingt die Trucks an ihrer Weiterfahrt. Nicht selten standen die Truckracer mit den lädiertesten Karossen auf den obersten Stufen des Sieger-Treppchens.
Trotz der oft wesentlich spektakuläreren Rennverläufe in der kleinen Klasse, behielten die SuperRaceTrucks gerade auch in den Augen vieler Zuschauer weiterhin den Status der Könige. Und obwohl Anfang 2002 die Serie der Grossen vielfach für tot erklärt wurde, lieferten sich anschliessend fünf Privatteams mit insgesamt gerade mal 7 SuperRaceTrucks die wohl spannendste Saison der letzten Jahre, als Gerd Körber noch im letzten Rennen am Lausitzring Harri Luostarinen den sicher geglaubten Titel entriss. 2003 waren es dann nur noch vier Teams, die mit 6 Trucks in einer nicht weniger spannenden Saison um die Podiumsplätze kämpften. 2004 könnte also durchaus das letzte Jahr der SuperTrucks im FIA European Truck Racing Cup werden, obwohl es Peter Müller und seinem Deutsche Post World Net Team gelungen ist, mit Volkswagen endlich mal wieder einen Grosshersteller ins Truckracing-Boot zu ziehen.
SuperRaceTrucks und RaceTrucks
Seit 1994 gibt es diese Unterscheidung. Die SRT müssen im Gegensatz zu den RT nicht auf einem Serienfahrzeug basieren. Man kann also solch einen Renntruck letztendlich die jeweils besten Teile nutzend zusammenbauen oder auch entsprechend den FIA-Vorgaben völlig neu konstruieren. Eigentlich so, wie ein F1-Renner auch gebaut wird. Im Laufe der Jahre wurden die technischen Regeln im Detail immer mal wieder modifiziert, im Prinzip haben aber die meisten 5 Tonnen wiegenden SRT seit Jahren um die 1500 PS, das Drehmoment ist mittlerweile auf weit über 5000 NM gestiegen. Alle fahren das gleiche ZF-Automatikgetriebe.
Die RaceTrucks hingegen entsprechen eher den Tourenwagen. Die Seriennähe muss gewahrt bleiben, die Vorgaben der FIA sind recht eng. Doch auch hier erreichen die Motoren, die wegen der besseren Gewichtsverteilung in die Mitte gewandert sind, mittlerweile bis zu 1100 PS und 5000 NM. Geschaltet wird hier noch per Hand, meistens ein ZF 16 Gang Getriebe, wovon allerdings eigentlich nur die obersten Gänge auch genutzt werden. Das Mindestgewicht liegt bei 5.800 KG, RaceTrucks mit Trommelbremsen dürfen 300 KG leichter sein.
Obwohl sämtliche Renntrucks einen unglaublichen Durst entwickeln, etwa 1 Liter Diesel pro Kilometer, haben sie ausgesprochen kleine Tanks, Die Renndistanzen im Cuprennen liegen nämlich auch gerade mal bei rund 50 KM, das QualiRace ist noch kürzer. Stattdessen haben die Renntrucks einen außerordentlich großen Wasservorrat dabei. Die ständig an der Grenze zur Überbelastung stehenden Bremsen, werden nämlich durch einen permanenten Wasserstrahl gekühlt. Funktioniert diese Kühlung nicht so recht, sind die Bremsen im Nu rotglühend.
Die SuperRaceTrucks fahren mittlerweile nur noch zwei Rennen an einem Wochenende, das QualiRace und das Cuprennen, für das der Sieger die doppelte Punktzahl für das Championat einstreichen kann.
Die RaceTrucks haben die alte Ordnung beibehalten und tragen sowohl samstags als auch sonntags das volle Programm aus, mit jeweils einem QualiRace und einem Cuprennen.
Kuriosa mehr >
Aktuellste News aus der Szene mehr >
Quelle: www.truckracing.de
Mob18_05.2010
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21 neue Combino-Strassenbahnen für Bern (Im Blickpunkt Editorial / Spezial NEWS)
Die Berner Verkehrsbetriebe Bernmobil hatten bei Siemens Schweiz, Transportation Systems 21 Combino-Strassenbahnen der neusten Generation bestellt. Das neue Modell des Typs Combino Classic ist eine Weiterentwicklung der bereits in Bern im Einsatz stehenden 15 Siemens-Trams, die vor einigen Monaten vollumfänglich saniert worden sind. Die 21 neuen Strassenbahnen werden bis Ende 2010 ausgeliefert. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 100 Mio. Schweizer Franken.
Anlieferung per LKW
Wir von Mobilität haben eine Combino-Auslieferung, um 00.15 Uhr ab der Berner Kantonsgrenze, mitverfolgt.
  
  
Das deutsche Speditionsunternehmen Kübler transportiert die neuen Combinos von Wien nach Bern. Ab der Schweizergrenze, bzw. ab Rheinfelden, wird „Kübler“ vom Schweizer Spezialisten, der Firma Schwerlastlogistik aus Lenzburg, jeweils in verschiedenen Belangen, u.a Bewilligungen, Routenwahl, Begleitung, Abladen und Rückbau des Transportaufliegers, unterstützt. Der Transport von Wien nach Bern, der Schweizer Bundeshauptstadt, dauert rund eine Woche. Der letzte Teil des Transportes erfolgt in der Nacht, weil die Fahrzeuge in Bern erst nach Betriebsschluss des Strassenbahnbetriebes, also nach ein Uhr, direkt auf die Schienen abgeladen werden können. Nachdem die Neuankömmlinge auf den Schienenfahrweg gesetzt sind, werden sie ins nahe Depot gestossen. Dort werden sie in den folgenden Tagen von Spezialisten für ihren Fahrdienst vorbereitet. Facts zum Combino Transport: 52 m lang (Transportfahrzeug), 3m breit, 4.30m hoch und 109 Tonnen schwer! Mehr Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie >hier
Combino Classic
Der neue Combino Classic ist ein 100prozentiges Niederflurfahrzeug, 2,3 m breit und mit 42
Metern um einiges länger als der bestehende 31 Meter lange Combino Advanced von Bernmobil. Die neuen 7-teiligen Fahrzeuge haben somit eine bedeutend höhere Fahrgastkapazität. Der Combino Classic wird mit einigen Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell versehen. Neben den konstruktiven Verbesserungen am Wagenkasten und an den Fahrwerken, die im Rahmen der Combino-Sanierung erarbeitet wurden, verfügt das neue Fahrzeug u.a. über einen klimatisierten Fahrgastraum (Kühlung), Bildschirme für die Fahrgastinformation (innen und aussen) sowie eine manuelle Rollstuhlrampe und zwei Rollstuhlplätze. Zudem werden Anpassungen beim Innen- und Aussendesign vorgenommen. So wird zum Beispiel das Kopfmodul überarbeitet - die neue Kopfform verbindet einen verbesserten Fussgänger- und Wagenführerschutz mit einem eleganten Design.
Weitere Neuerungen sind die optimierte Sitz-Anordnung im Bereich der Fahrwerksmodule sowie die verbesserte Haltestangenanordnung. Zur Überwachung des sicheren Ein- und Ausstiegs der Fahrgäste werden zusätzlich zu den Rückspiegeln Videokameras eingesetzt.
Die 21 neuen Fahrzeuge werden in den Jahren 2009 und 2010 ausgeliefert und sind für die
Erschliessung des neuen Stadtteils Westside Brünnen im Rahmen des Projekts Tram Bern West und für den Betrieb der Linie 9 vorgesehen.
Quelle: Siemens und Schwerlastlogistik
Bilder: Rolf Grob, Mobilität, Winterthur
Bilder vom Transport auf dem letzten Teilstück und vom Abladevorgang, finden Sie in unserer Bildergalerie >hier
Mob17_05.2010
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"2012" - Katastrophenfilm löst Massenpanik aus (Im Blickpunkt 0)
NASA beantwortet zigtausende Anfragen zu Weltuntergangstheorie. Mit dem Katastrophenfilm "2012" www.whowillsurvive2012.com des deutschen Hollywood-Regisseurs Roland Emmerich ist vor einiger Zeit ein neuer Mega-Blockbuster in die Kinos gestartet. Der mit Special Effects gespickte Streifen, der auf einer vom Maya-Kalender abgeleiteten Weltuntergangstheorie basiert, soll für das Produktionsstudio Sony Pictures kräftig die Kassen klingen lassen. Hierfür wurde im Web ein Marketing-Hype inszeniert, der so stark ist, dass die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mittlerweile Überstunden leisten muss, um besorgten Menschen zu erklären, dass die Welt auch nach 2012 weiter existieren wird.

"Durch diesen Film machen sich die Leute ernsthaft Sorgen über ein bevorstehendes Ende der Welt", stellt David Morrison, Senior Scientist am Astrobiology Institute des NASA Ames Research Center http://www.arc.nasa.gov in Moffett Field Kalifornien, gegenüber dem Guardian fest. Die von Sony im Netz verbreitete Marketingkampagne, die bewusst versucht hat, eine Art Weltuntergangshysterie auszulösen, sei offenbar sehr erfolgreich gewesen. "Wir bekommen täglich zigtausende Anfragen aus der ganzen Welt und werden gefragt, ob man die Menschheit nicht irgendwie retten könnte", schildert Morrison.
"Weltuntergang lenkt von Alltagsproblemen ab"
"Solche Weltuntergangstheorien sind für die Menschen im Grunde genommen immer eine Möglichkeit, sich von den aktuellen Problemen ihres Alltags abzulenken", stellt Peter Vitouch, Medienpsychologe und Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien www.univie.ac.at/Publizistik, fest. Im Internetzeitalter könnten sich derartige Thesen wesentlich stärker und schneller verbreiten als noch vor einigen Jahren.
"Die meiste Aufmerksamkeit kann heute sicherlich im Web erregt werden", betont Vitouch. Dass es angesichts des neuen Kinofilms gleich zu einer derartigen Massenhysterie kommt, sei allerdings ungewöhnlich. "Solche Weltuntergangstheorien sind nicht neu. Zu Nestroys Zeiten hatten die Menschen Angst vor Kometen, zur Jahrtausendwende befürchteten sie den Zusammensturz der Computersysteme und jetzt wird der Maya-Kalender als brauchbares Motiv für das Ende der Welt herangezogen", so Vitouch.
225 Mio. Dollar Einnahmen am ersten Wochenende
Obwohl "2012" bei den Kritikern bislang eher nur bescheidene Wertungen abräumen konnte, scheint die stark online-fokussierte Marketingstrategie Sonys aufzugehen. So berichtet etwa das US-Branchenblatt Variety, dass der Katastrophenfilm allein am Eröffnungswochenende insgesamt 225 Mio. Dollar (65 Mio. in den USA und 165 Mio. international) an Einnahmen generiert haben soll. Sein Produktionsbudget von 200 Mio. Dollar hat der Streifen damit bereits wenige Tage nach dem offiziellen Kinostart wieder eingespielt.
Quelle: pte, Hollywood
Mob16_05.2010
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Vorschlag eines neuen Trassenpreissystems - Vorkonsultation der direkt betroffenen Kreise
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) unterbreitet im Rahmen einer Vorkonsultation den direkt betroffenen Kreisen einen Vorschlag, nach welchen Prinzipien die Trassenpreise künftig berechnet werden sollen, und erläutert ihn an Informationsveranstaltungen. Die Eisenbahnunternehmen, Verbände der verladenden Wirtschaft und die Kantone sind nun zu einer ersten Stellungnahme eingeladen.
Das BAV hat die Vorbereitungen des dritten Teilpakets der Bahnreform 2 zum Anlass genommen, einen Vorschlag für die Revision des Trassenpreissystems zu entwickeln. Der Trassenpreis ist das Entgelt, welches Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) für die Benützung der Schieneninfrastruktur in der Schweiz bezahlen müssen.
Der Vorschlag führt neue Instrumente mit Lenkungswirkung ein. Dabei geht es namentlich um die optimale Nutzung der bestehenden Kapazitäten im Schienennetz. Zudem sollen die Kosten auf die einzelnen Züge verursachergerecht verteilt werden. So werden die Trassenpreise nach Kapazität und Anlagenintensität der Strecken sowie nach Trassenqualität der Zugsgattungen differenziert. Damit wird typischerweise ein Zug auf belasteten Strecken in der Hauptverkehrszeit wesentlich mehr pro Trassenkilometer zahlen als ein Zug auf Nebenstrecken. Zudem werden mit dem Vorschlag die schweren Züge zu Lasten der leichteren Züge günstiger. Längerfristig setzt das System Anreize - einerseits für die EVU in Bezug auf Trassen- und Fahrzeugwahl, planerisch bezüglich Angebotsgestaltung (z.B. neue Haltestellen) und infrastrukturseitig in Form eines optimierten Unterhalts.
Die betroffenen Kreise können sich bis Ende Mai im Rahmen der Vorkonsultation zu den vorgeschlagenen Prinzipien äussern. Zur Diskussion stehen auch stärkere Preisdifferenzierungen bezüglich Lärm, Verschleiss und Qualität. Das Konzept wird anschliessend im Hinblick auf die Vernehmlassungsvorlage des dritten Teilpakets der Bahnreform 2 bearbeitet.
Hintergrundinformation aktuelles System:
Der Trassenpreis (TP) wurde 1999 mit der (ersten) Bahnreform in der Schweiz eingeführt, um die Infrastrukturbetreiberinnen (ISB) für ihre Leistungen an die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) zu entschädigen.
Das seither geltende Trassenpreissystem (TPS) hat sich im Grossen und Ganzen bewährt. Es ist einfach, transparent und basiert im Einklang mit der massgebenden EU-Richtlinie 2001/14 auf Normgrenzkosten. Damit sollen die Kosten, welche die Züge jeweils unmittelbar an der Infrastruktur verursachen, gedeckt werden. Den Rest übernehmen grundsätzlich Subventionen der öffentlichen Hand.
Aktuell setzt sich der Trassenpreis aus den Preisen für Grund -, Zusatz - und Serviceleistungen zusammen. Diese sind kaum differenziert (Ausnahme: Zuschlag von 2 Fr. pro Zugkilometer im Lötschberg-Basistunnel).
Quelle: Bundesamt für Verkehr BAV
Mob15_05.2010
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Finanzierung der Bahninfrastruktur 2011/2012: Anhörung bei den Kantonen (Im Blickpunkt 3)
Das Bundesamt für Verkehr BAV schlägt vor, für die Jahre 2011/12 die Finanzmittel für den Betrieb, Unterhalt und Erhalt der Bahninfrastruktur zu erhöhen. Dies als Folge der von der SBB geltend gemachten, höheren Kosten für den Substanzerhalt des Bahnnetzes. Die zusätzlichen Gelder sollen wie vom Bundesrat gefordert durch geringere Einlagen in den FinöV-Fonds kompensiert werden.
Bis Mitte Mai 2010 können die Kantone im Rahmen einer Anhörung zum Entwurf der Botschaft über die Finanzierung der schweizerischen Eisenbahninfrastruktur (SBB und Privatbahnen) und die Leistungsvereinbarung Bund - SBB für die Jahre 2011-12 Stellung nehmen.
Der Botschaftsentwurf sieht vor, dass der Bund für die Bahninfrastruktur in den Jahren 2011/2012 insgesamt 4,425 Milliarden Franken in Form von Betriebs- und Investitionsbeiträgen zur Verfügung stellt: 1,133 Milliarden für die Infrastruktur der Privatbahnen und 3,292 Milliarden für die SBB Infrastruktur.
Der beantragte Zahlungsrahmen für die SBB Infrastruktur übersteigt die gemäss der korrigierten Finanzplanung des Bundes zur Verfügung stehenden Mittel um 332 Millionen Franken. Um die Vorgaben des Konsolidierungsprogramms 2011-2013 einzuhalten, muss diese Summe gemäss Bundesratsentscheid vom 16. Dezember 2009 kompensiert werden. Die Aufstockung der Substanzerhaltungsmittel für die SBB wird durch eine temporäre Reduktion der LSVA-Einlagen in den FinöV-Fonds ausgeglichen.
Sofern sich die Kürzung der FinöV-Fonds-Einnahmen auf die Jahre 2011 und 2012 beschränkt, ist aus heutiger Sicht keine Anpassung des Bauprogramms der aktuell aus dem Fonds finanzierten Projekte nötig: Die NEAT, die Anschlüsse ans europäische Hochgeschwindigkeitsnetz in der Ost- und Westschweiz sowie die Lärmsanierung können nach Auffassung des BAV wie geplant realisiert werden. Für den Fall, dass der FinöV-Fonds auch ab 2013 auf entsprechende Erträge verzichten müsste, könnten unter Umständen Steuerungsmassnahmen (z.B. Verschiebung von ZEB-Projekten) erforderlich werden.
Die Erhöhung des Zahlungsrahmens ermöglicht der SBB Infrastruktur, die Substanzerhaltung 2011/2012 schrittweise zu intensivieren. Lösungsmöglichkeiten für die mittel- und langfristige Finanzierung der Substanzerhaltung und des Ausbaus des Schienennetzes werden derzeit durch eine vom BAV geleitete verwaltungsinterne Arbeitsgruppe ,Finanzierung Bahninfrastruktur" erarbeitet. Die Ergebnisse werden im Herbst/Winter 2010 vorliegen. Sie fliessen in die Vernehmlassungsvorlage Bahn 2030 ein und werden in der übernächsten Leistungsvereinbarung für die Jahre 2013-2016 berücksichtigt.
Nach Auswertung der Anhörung wird das Bundesamt für Verkehr die Botschaft überarbeiten und die Verhandlungen mit der SBB zur LV 11-12 abschliessen. Voraussichtlich im Juni 2010 wird der Bundesrat die Botschaft ans Parlament überweisen, so dass sie in der Herbst- und der Wintersession 2010 von beiden Räten behandelt werden kann.
Die Dokumente der Anhörung sind auf der Internetseite des BAV unter www.bav.admin.ch
abrufbar.
Quelle: Bundesamt für Verkehr BAV
Mob14_05.2010
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Neues Gespräch der Arbeitsgruppe Schweiz-Deutschland zum Flughafen Zürich (Im Blickpunkt 4)
Die von den Verkehrsministern der Schweiz und Deutschlands eingesetzte Arbeitsgruppe zur Regelung der Lärmfrage im Zusammenhang mit dem Flughafen Zürich hat erneut getagt.
Die Verkehrsminister der Schweiz und Deutschlands, Moritz Leuenberger und Peter Ramsauer, haben Mitte März der gemischten Arbeitsgruppe den Auftrag erteilt, Gespräche zu führen mit dem Ziel, Ansätze für eine dauerhafte und einvernehmliche Regelung zur Benutzung des süddeutschen Luftraums für Anflüge auf den Flughafen Zürich zu finden. Eine Basis dafür bildet die gemeinsam durchgeführte Lärmbelastunganalyse, deren Resultate seit vergangenem Oktober vorliegen.
Die Arbeitsgruppe unter der Leitung des Direktors des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), Peter Müller, und des Leiters der Abteilung Luft- und Raumfahrt im deutschen Verkehrsministerium, Gerold Reichle, hat sich in Zürich zu einem Gespräch getroffen. Der Schweizer Delegation gehörten im Weiteren die Zürcher Regierungsrätin Rita Fuhrer und der CEO der Flughafen Zürich AG, Thomas Kern, an, auf deutscher Seite waren auch der Waldshuter Landrat Tilmann Bollacher und das Bundesland Baden-Württemberg durch Manfred Dahlheimer vertreten. Die Schweiz hat erste Vorstellungen für eine mögliche Lösung präsentiert. Diese Überlegungen sollen in weiteren Gesprächen erörtert werden.
Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL
Mob13_05.2010
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Über 50 Online-Services mit SuisseID (Im Blickpunkt 5)
Unübersichtlich viele Benutzernamen und Passwörter gehören ab sofort der Vergangenheit an. Bei über 50 Online-Services kann man sich mit der SuisseID ab heute oder in den nächsten Monaten sicher und einfach anmelden sowie Dokumente rechtsverbindlich elektronisch unterschreiben. Insgesamt haben sich 150 Unternehmen und Organisationen für eine Teilnahme als Pionierprojekt beworben. Die SuisseID ist der erste standardisierte elektronische Identitätsnachweis der Schweiz.
Mit der SuisseID lanciert der Bund ein wichtiges Instrument, um dem elektronischen Geschäftsverkehr in der Schweiz zum Durchbruch zu verhelfen. Dazu Staatssekretär und Direktor des SECO Jean-Daniel Gerber: ,Der elektronische Geschäfts- und Behördenverkehr weist in der Schweiz ein immenses Potenzial auf. Das müssen wir zum Wohl des Wirtschaftsstandorts Schweiz noch besser nutzen. Die SuisseID bietet eine elementare Grundlage für eine effiziente Anwendung von E-Economy und E-Government. Aufgrund der hohen Transaktionssicherheit, der rechtsgültigen elektronischen Abwicklung und der damit verbundenen wertvollen Zeitersparnis hat sie einen grossen Nutzen für alle Beteiligten." Erste Berechnungen zum volkswirtschaftlichen Nutzen gehen davon aus, dass einmalige Einsparungen von mehreren 100 Millionen Franken entstehen, wenn 10'000 Unternehmen, Institutionen und Personen die SuisseID für den gegenseitigen elektronischen Geschäftsverkehr einsetzen.
Breite Nutzungsmöglichkeiten der SuisseID
Bei über 50 Online-Services kann man die SuisseID bereits jetzt oder in den nächsten Monaten anwenden. Bis Ende April haben sich gegen 150 Unternehmen und Organisationen beworben, um als Pionierprojekt teilzunehmen. ,Dieses grosse Interesse hat die Erwartungen deutlich übertroffen und wir sind überzeugt, dass die Einsatzmöglichkeiten für SuisseID-Inhaber bis Ende dieses Jahres stark anwachsen werden", so Staatssekretär Jean-Daniel Gerber.
Unter den Nutzungsanbietern befinden sich sowohl öffentliche Verwaltungsstellen als auch Unternehmen: So lassen sich künftig mit Hilfe der SuisseID Geschäfte über das Portal der Eidgenössischen Steuerverwaltung elektronisch abwickeln. Auf dieser Basis werden ab Mitte 2011 Dienstleistungen der Mehrwertsteuer schrittweise elektronisch angeboten, darunter auch die Mehrwertsteuerabrechnung.
Zudem bietet die Innovative Web AG 350 Gemeinden aus 22 Kantonen die SuisseID für ihre elektronische Abwicklung von Verwaltungsprozessen an. Damit wird ein Potenzial von rund zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern erschlossen. Bürger, Politiker, Vereine, Firmen und Verwaltungsangestellte können in Zukunft ihre Geschäfte digital mit der SuisseID abwickeln.
Weitere prominente Beispiele von Nutzungsanbietern sind das Bundesamt für Justiz, wo Bürger ihren Strafregisterauszug online bestellen können und ein persönliches Erscheinen am Schalter nicht mehr nötig ist, die Schweizerische Post, die Eidgenössischen Zollverwaltung oder Buch.ch. Bei Buch.ch ermöglicht die SuisseID einen sicheren und einfachen Online-Einkauf sowie die Authentifizierung von Kunden und die Altersprüfung beim Kauf von Filmen oder Videogames.
Ab jetzt erhältlich
Ab sofort kann die SuisseID in Form einer Chipkarte oder eines USB-Sticks online bei der Schweizerischen Post/SwissSign AG oder bei QuoVadis Trustlink Schweiz AG beantragt werden. Abzüglich der 65 Franken, die der Bund bis Ende 2010 pro SuisseID beisteuert, kostet das Standardpaket für eine drei Jahre gültige SuisseID 99 Franken, das heisst 33 Franken pro Jahr. Damit ist die SuisseID hinsichtlich Kosten vergleichbar mit einer EC-Karte. Nachdem man den Antrag online ausgestellt und ausgedruckt hat und sich einmalig an einer Identifikationsstelle ausgewiesen hat, erhält man die SuisseID per Post zugestellt. Die Post und QuoVadis bieten verschiedene Möglichkeiten, die erstmalige Identifikation unkompliziert durchzuführen. Aus Sicherheitsüberlegungen beschränkt sich die SuisseID auf eine maximale Gültigkeit von drei Jahren. Danach muss sie neu beantragt werden.
Weiter wird die SuisseID vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) den Kunden von Bund und Kanton und von der Swisscom ihren Grosskunden (Business to Business) angeboten.
Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Mob12_05.2010
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bauma 2010 markiert eine Trendwende (Archiv 1 + 2)
> Gute Besucherqualität trotz fehlender Besucher aus Übersee nach temporärem Flugverbot in Europa
> Rekordmarken bei Fläche und Ausstellerzahl
> Über 415.000 Besucher aus mehr als 200 Ländern
Die bauma 2010 markiert eine Trendwende für die internationale Baumaschinenindustrie und führt zum erhofften Stimmungsumschwung trotz des Flugverbots, das die ersten Tage das Messegeschehen beeinflusste.
„Die Stimmung zeigt, dass der Konjunktur-Tiefpunkt in Europa überwunden ist. Es gibt wieder viel Zuversicht. Natürlich fehlten den Ausstellern anfangs viele Kunden aus Asien und Amerika – in der zweiten Hälfte der Messelaufzeit wurde dies aber deutlich besser. Hervorragendes Krisenmanagement der Messe München in den Vulkanasche-Tagen“, so resümiert Ralf Wezel, Secretary General von CECE, Europäisches Baumaschinen-Komitee, den Verlauf der bauma 2010. Er bestätigt damit auch die Erwartungen der Branche, die Dr. Christof Kemmann, Vorsitzender des Fachverbandes Baumaschinen- und Baustoffmaschinen im Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e.V. bei der Hauptpressekonferenz zur bauma 2010 am ersten Messetag skizziert hatte.
Obwohl das Flugverbot über Europa die Anreise von Besuchern und letztendlich rund 50 Ausstellern aus Übersee verhinderte, war die Stimmung bei den rund 3.150 angemeldeten Ausstellern aus 53 Ländern auf dem Messegelände zum Abschluss der Messe gut. Bereits zur Halbzeit vermeldeten einige Aussteller mehr Verkaufsabschlüsse als geplant. „Die guten alten Zeiten kommen zurück: Unsere Verkaufszahlen auf der Messe übertreffen die Erwartungen bei weitem. Nach unserer Einschätzung werden wir an das Volumen der Rekord-bauma 2007 anknüpfen können. Das ist ein deutliches Signal, dass sich Zeppelin-Cat nach dem schwierigen Jahr 2009 wieder im Aufwärtstrend befindet“, bestätigt Michael Heidemann, Geschäftsführer Zeppelin und Vorsitzender der Geschäftsführung Zeppelin Baumaschinen GmbH, Deutschland. Michikazu Okada, Vizepräsident von Hitachi Sumitomo Heavy Industries Construction Crane Co., Ltd., Japan: ”Wir hatten viele neue Geschäftskontakte, von denen einige zu unerwarteten Vertragsabschlüssen führten.“
Auch die repräsentative Befragung der Aussteller von TNS-Infratest zeigt, dass die bauma 2010 als Weltleitmesse die Stimmungswende nach einem Krisenjahr 2009 markiert, das mit wenigen Ausnahmen viele internationale Märkte erfasst hatte. Nahezu die Hälfte der Aussteller erwartet eine Verbesserung der Entwicklung der wirtschaftlichen Situation in der Zukunft.
Bereits im Vorfeld der Messe hatte sich gezeigt, dass die Hoffnungen der Branche weltweit auf der Leitmesse in München liegen: mit 555.000 Quadratmetern Gesamtfläche, die komplett ausgebucht waren, und einem internationalen Ausstelleranteil von 60 Prozent, konnten neue Höchstmarken bei der Gesamtausstellerzahl, der internationalen Beteiligung und der Flächenbelegung gesetzt werden. Gerade aus China, Indien und der Türkei hatten sich die Ausstellerzahlen im Vergleich zur Vorveranstaltung stark erhöht. „Die bauma ist das Mekka für die Baumaschinenindustrie. Obwohl die Vulkanasche über Europa lag, ist es faszinierend zu sehen wie viele Besucher aus aller Welt man hier trifft“, so Cuneyt Divris, Präsident des türkischen Verbandes Imder, Construction Equipment Distributors & Manufacturers Association of Turkey.
Dennoch schlagen sich in der absoluten Besucherzahl die konjunkturelle Lage im Vorfeld der bauma und das unerwartete Flugverbot zu Messebeginn nieder: Über 415.000 Besucher aus mehr als 200 Ländern kamen zur bauma 2010. Das sind im Vergleich zur Vorveranstaltung in 2007 17 Prozent weniger. 65 Prozent der Besucher stammten aus Deutschland, 35 Prozent reisten aus Ländern außerhalb Deutschlands an. „Trotz der vielfältigen Sofortmaßnahmen, die die Messe München in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in München und den internationalen Vertriebs- und Verbandspartnern ergriffen hat, konnten in der besucherstärkeren zweiten Hälfte der Laufzeit nicht mehr alle erwarteten Besucher aus Asien, Indien und Amerika zur Weltleitmesse bauma nach München kommen. Wir blicken jedoch angesichts der Trendwende, welche die bauma 2010 für die Branche weltweit eingeläutet hat, sehr optimistisch auf die bereits ausgebuchte bauma China 2010 in Shanghai. Auch das Interesse an der neuen Veranstaltung bC India 2011 in Mumbai hat dazu geführt, dass die ursprünglich geplante Fläche deutlich erweitert wird. Diese Veranstaltungen werden vielen Key Playern, die auf der Weltleitmesse bauma vertreten waren, internationale Plattformen in den beiden Wachstumsmärkten China und Indien bieten und somit auch die Fachbesucher, die dieses Mal nicht nach München kommen konnten, ansprechen“, sagt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Messe München GmbH.
Die bauma 2010 ist ihrer Rolle als Weltleitmesse einmal mehr gerecht geworden durch die Fülle an Innovationen: „Nie waren mehr Innovationen ausgestellt, alle in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Schutz der Umwelt und der Menschen. Die bauma ist trotz Krise und Aschewolke unangefochten die Nummer eins“, bestätigt Dr. Reinhold Festge, Geschäftsführender Gesellschafter, Haver & Boecker, Deutschland.
Die Veranstaltungen im bauma Forum, die gerade in den ersten beiden Messetagen der bauma 2010 viele Specials über das Partnerland Indien vorgesehen hatten, mussten teilweise abgesagt oder personell umbesetzt werden. 44 Vorträge und Veranstaltungen konnten ab dem dritten Messetag planmäßig stattfinden. Die Länderspecials im bauma Forum werden in Zusammenarbeit mit dem VDMA e.V., dem ideellen Träger der bauma, organisiert.
Die 30. bauma, Internationale Fachmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte, wird turnusmäßig wieder in drei Jahren vom 15. bis 21. April 2013 in München stattfinden.
Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Auslandsbeteiligungsgesellschaften in Europa und Asien sowie 64 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 messerelevante Länder der Welt betreuen, verfügt die MMI über ein weltweites Netzwerk. Als global tätiges Unternehmen leistet die Messe München International bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit einen wesentlichen Beitrag.
Weitere Informationen unter www.messe-muenchen.de
Quelle: Deutsche Messe
Mob11_05.2010
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HANNOVER MESSE 2010: Neuer Schub für die Konjunktur (Archiv 1 + 2)
Die HANNOVER MESSE 2010 hat den Konjunkturaufschwung verstärkt - davon wird in den nächsten Monaten auch die Industrie profitieren. Die Aussteller blicken optimistisch in die Zukunft. "Weil die Stimmung auf der HANNOVER MESSE ein Konjunkturbarometer ist, können wir jetzt sagen: Es geht wieder bergauf", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Messe AG, Dr. Wolfram von Fritsch, zum Abschluss der HANNOVER MESSE am Freitag in Hannover. "Zwar hat uns das internationale Flugchaos in den ersten Tagen getroffen, aber die Messe legte einen eindrucksvollen Schlussspurt hin."
Von Fritsch sagte: "Aussteller berichten von sehr konkreten Projekten, Investitionsvorhaben und Abschlüssen, die in den nächsten Wochen und Monaten zu einer weiter steigenden Auslastung der Industrie beitragen werden. Im vergangenen Jahr suchten die Besucher Orientierung, in diesem Jahr machten sie Geschäft. Die HANNOVER MESSE konnte in dieser Phase ihre Stärken ausspielen und für eine zusätzliche Dynamik sorgen. Einige Aussteller haben sogar das Niveau des Boomjahres 2008 erreicht."
Die massiven Behinderungen im internationalen Luftverkehr zeigten Folgen bei Ausstellern und Besuchern. Die Deutsche Messe reagierte mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel auf die Situation. Mehrere hundert Aussteller wurden aus ganz Europa mit Bussen nach Hannover geholt. Aus der Türkei nahmen beispielsweise 150 Personen eine mehr als 50-stündige Busfahrt auf sich, um in Hannover ausstellen zu können. Aus Neuseeland war eine Ausstellerin 134 Stunden nach Hannover unterwegs. "Viele hundert Unternehmer haben uns eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft und welche Bedeutung die HANNOVER MESSE für sie hat", sagte von Fritsch. Auf Grund der Flugverbote war es allerdings für rund 300 Aussteller unmöglich, ihre Stände noch rechtzeitig zu besetzen. Vor allem Aussteller aus Asien und Amerika konnten nicht nach Hannover reisen.
Das weltweite Flugchaos über Europa wirkte sich auch auf die Besucherzahlen aus. "Die Sperrung des Luftverkehrs und ein tagelanges Hin und Her haben wir am Montag, Dienstag und Mittwoch massiv zu spüren bekommen. Dies konnte bis zum Ende der Messe nicht mehr ausgeglichen werden", stellte von Fritsch fest. Die Zahl der Besucher aus dem Ausland ist deshalb um etwa die Hälfte gesunken. Insgesamt ging die Zahl der Besucher um rund 20 Prozent auf 150 000 zurück. Deutlich spürbar waren die Rückgänge bei den Besuchern aus Übersee, hier insbesondere aus Asien und Nordamerika.
Von den ausländischen Besuchern kamen die meisten angesichts der Luftraumsperrung erwartungsgemäß aus den Nachbarländern Deutschlands. Aus den Niederlanden kamen sogar deutlich mehr Besucher als 2008. Danach folgten Dänemark, Österreich, Frankreich, die Schweiz und Polen.
"Der Erfolg der HANNOVER MESSE lässt sich in diesem Jahr nicht an der Besucherzahl messen. Diese Veranstaltung wird als Vulkan-Messe in unsere Unternehmensgeschichte eingehen", sagte von Fritsch.
Auch der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel, zog eine positive Bilanz: "Die Asche-Wolke hat den internationalen Flugverkehr lahmgelegt - aber nicht die HANNOVER MESSE. Ganz im Gegenteil. Die Aussteller und in besonderer Weise auch die Deutsche Messe haben alles daran gesetzt, diese HANNOVER MESSE zu einem Erfolg zu führen. Das ist gerade in der aktuellen Phase des aufkeimenden Aufschwungs von besonderer Bedeutung. Die Unternehmen und Branchen, die in Hannover vertreten waren, haben allen widrigen Umständen zum Trotz Kraft für eine nachhaltige Erholung der Konjunktur geschöpft."
Die starken Säulen der HANNOVER MESSE 2010 waren Industrieautomation, Energietechnologien sowie industrielle Zulieferung und Dienstleistungen. Insgesamt wurden weit mehr als 4 000 Innovationen auf dem Gelände präsentiert. In der Forschungshalle 2 fanden sich marktfähige Forschungsergebnisse für die industrielle Anwendung.
Zur HANNOVER MESSE, die in diesem Jahr unter dem Motto "Effizienter - Innovativer - Nachhaltiger" stand, hatten sich mehr als 4 800 Aussteller aus 64 Ländern angemeldet - das Niveau des Boomjahres 2008.
Die Energiemessen der HANNOVER MESSE belegten rund ein Viertel der Ausstellungsfläche. Mehr als 1 100 Unternehmen präsentierten mit konventionellen wie erneuerbaren Energieträgern den Energiemix der Zukunft und zeigten die gesamte energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette von der Erzeugung, Lieferung, Übertragung, Verteilung bis hin zu Transformation und Speicherung.
Als Publikumsmagnet entpuppte sich die neue Leitmesse MobiliTec in Halle 27. Dort befanden sich auch der Gemeinschaftsstand Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie der Ausstellungsschwerpunkt Renewables. Mit der MobiliTec besetzte die Deutsche Messe das Thema Elektromobilität. Ein Zukunftsthema, an dem rund ein Drittel aller Messebesucher Interesse zeigte. Sie informierten sich über hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien. Rund 100 Aussteller präsentierten auf einer Gesamtfläche von mehr als 4 000 Quadratmetern Technologien und Lösungsansätze für die Mobilität von morgen. "Die neue Leitmesse MobiliTec war ein durchschlagender Erfolg", sagte von Fritsch. "Unser Konzept, das Zusammenwirken aller beteiligten Branchen und Technologien aufzuzeigen, ist aufgegangen. Wir präsentieren die Elektromobilität mit allen Aspekten - von den Komponenten, Antriebs- und Speichertechnologien, Batterien bis hin zu ganzheitlichen Systemen und ihren Anwendungen inklusive der Infrastruktur und der Netzintegration."
Mit der CoilTechnica feierte 2010 eine weitere Messe Premiere. In Halle 6 präsentierten rund 70 Aussteller Technologien für die Fertigung von Transformatoren, Generatoren, Spulen und Elektromotoren. Bereits während der HANNOVER MESSE hat sich die Branche auf eine CoilTechnica im Jahre 2011 verständigt. "Die Bedeutung der industriellen Zulieferung innerhalb der HANNOVER MESSE hat damit weiter zugenommen. Mit der CoilTechnica haben wir eine Branche gewonnen, die hervorragend in das Portfolio der HANNOVER MESSE passt. Die Aussteller waren mit dem Messeverlauf sehr zufrieden und werden im nächsten Jahr erneut in Hannover ausstellen", berichtete von Fritsch.
Hohe Aufmerksamkeit besaßen erneut die Themen der Industrial Automation. Von besonderem Interesse waren die Efficiency Days, die vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sowie der Deutschen Messe organisiert wurden. An fünf Messetagen präsentierten Unternehmen mit Vorträgen, Diskussionen und Vorführungen ihr Know-how in Sachen Energieeffizienz in industriellen Prozessen.
Von Fritsch bedankte sich für einen herausragenden Auftritt des diesjährigen Partnerlandes. "Italien hat alle Chancen genutzt, um sich als exportstarke Industrienation mit großer Innovationskraft zu präsentieren. Die italienischen Aussteller waren ebenso flexibel wie ihr Wirtschaftsminister Claudio Scajola, der mit dem Auto aus Italien zur Eröffnung anreiste. Das ist ein beeindruckendes Zeichen für die enge Partnerschaft zu Italien."
Die Nachwuchsinitiative TectoYou war auch in diesem Jahr ein Erfolg. Mehrere tausend Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet kamen nach Hannover und waren begeistert von den Technologien und Innovationen der Aussteller.
In mehr als 1 000 Kongressen, Foren und Workshops konnten sich die Besucher über aktuelle Themen und Trends der HANNOVER MESSE informieren.
Am Messefreitag richtet die Deutsche Messe bereits zum siebenten Mal den Fachkongress WoMenPower aus. Dort stehen Karrierefragen, Erfolgsstrategien im Beruf sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Mittelpunkt. Die Deutsche Messe erwartet mehr als 800 Teilnehmer.
Die HANNOVER MESSE 2011 wird vom 4. bis 8. April mit 13 Leitmessen das Messegelände komplett belegen. Zusätzlich zu den neun Leitmessen dieses Jahres - Industrial Automation, Energy, Power Plant Technology, MobiliTec, Digital Factory, Industrial Supply, CoilTechnica, MicroNanoTec sowie Research & Technology - werden erneut die Motion, Drive & Automation, die Wind, die SurfaceTechnology und die ComVac im Programm sein.
Die HANNOVER MESSE 2011 wird die industrielle Wertschöpfungskette von der industriellen Automation über die Antriebs- und Fluidtechnik, Drucklufttechnik, Oberflächentechnik, Mikro- und Nanotechnologien, Energietechnologien, Kraftwerksbau, Elektromobilität bis hin zur Zulieferung und zu Software-Anwendungen für die Industrie zeigen.
Quelle: Deutsche Messe
Mob10_05.2010
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Marktreife für Elektromobilität durch staatliche Prämien? (Veranstaltungen + Archiv 1 + 2)
„Wir haben mittlerweile rund 150 Einzelprojekte in acht Modellregionen genehmigt“, stellte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer zu den Chancen der Elektromobilität im Interview mit dem Spiegel vom 12. April 2010 fest. Die Bundesregierung halte an dem Ziel fest, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen. Staatliche Kaufprämien für Elektroautos lehnte Ramsauer allerdings ab. Die Elektromobilität befände sich noch in einer Testphase und die besten Technologien müssten erst gefunden werden. Ramsauer stellte sich damit gegen Forderungen der Grünen und der Automobilindustrie, die Markteinführung für Elektroautos durch Prämien zu beschleunigen. Mit der seit Februar 2010 installierten „Gemeinsamen Geschäftstelle Elektromobilität“ (GGE) wollen das Bundesverkehrsministerium und das Bundeswirtschaftsministerium die Pläne zu Elektromobilität gemeinsam vorantreiben.
Auf der 4. EUROFORUM-Jahrestagung „Elektromobilität und ihre Auswirkungen auf die Energiewirtschaft“ (20. und 21. Mai 2010, Hamburg) stellt MinDir Werner Ressing (Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Technologie) die Ziele der GGE vor und betont die strategische Bedeutung der Elektromobilität für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Experten aus der Automobil- und Energiewirtschaft stellen ihre aktuellen Projekte zur Entwicklung von leistungsfähigen Batterien, elektrischen Antrieben sowie für den Infrastrukturausbau vor. Über die Marktpotenziale von Elektrofahrzeugen und ihren Beitrag zum Klimaschutz diskutieren unter anderen Dr. Michael Weinhold (Siemens AG), Prof. Dr. Martin Wietschel (Fraunhofer ISI) und Wolfgang Lohbeck (Greenpeace e.V.).
Im Juni 2009 startete das Pilotprojekt „MINI E Berlin powered by Vattenfall“. 50 Elektro-Minis wurden ein halbes Jahr unter Alltagsbedingungen getestet und an Autostrom-Stationen von Vattenfall im Berliner Stadtgebiet aufgeladen. Vattenfall stellte für das Projekt regenerativ erzeugten und zertifizierten Strom zur Verfügung. Die Ergebnisse des Projektes präsentieren Vertreter der beteiligten Konsortialpartner BMW, Vattenfall und Technische Universität Chemnitz auf der etablierten Jahrestagung. Über die Erfahrungen mit den ersten Rollout-Regionen in Japan und Dänemark des Ladesystem-Anbieters Better Place spricht Rolf Schumann (Better Place). Er geht auch auf den landesweiten Feldversuch mit auswechselbaren Batterien in Israel ein. Wie der Energieversorger RWE die Elektromobilität vorantreibt und welche Vertriebs- und Dienstleistungschancen sich für Energieversorger ergeben, zeigt Carolin Reichert (RWE Effizienz GmbH).
Das vollständige Programm finden Sie unter:
www.elektromobilitaet-energie.de
Quelle: EUROFORUM Deutschland SE, Düsseldorf
Mob09_05.2010
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Qualitative Verbesserung der Strassenverkehrsunfallstatistik (Im Blickpunkt 5)
Die Strassenverkehrsunfallstatistik soll in der Schweiz künftig bessere Hinweise auf die Unfallursachen liefern. Dank einem neuen Unfallregister können polizeiliche Unfalldaten ab 2011 mit anderen Faktoren verknüpft werden, die einen Einfluss auf das Verkehrsgeschehen haben können. Der Bundesrat hat heute eine entsprechende Verordnung verabschiedet. Damit sollen die Grundlagen für gezielte Massnahmen zur Vermeidung von Unfällen geschaffen werden.
Bis jetzt betreut das Bundesamt für Statistik (BFS) die Daten der Strassenverkehrsunfälle. Heute Mittwoch hat der Bundesrat die Verordnung über das Strassenverkehrsunfall-Register (SURV) verabschiedet. Er hat damit die rechtliche Grundlage geschaffen, dass ab 2011 das Bundesamt für Strassen (ASTRA) für die Statistik zuständig ist.
Damit wird die Möglichkeit geschaffen, dass die Unfalldaten mit anderen ASTRA-Registern verknüpft werden können, insbesondere mit dem Register der Administrativmassnahmen (ADMAS), dem Fahrberechtigungsregister (FABER), mit dem Fahrzeug- und Halterdatenregister (MOFIS) sowie mit dem Infrastrukturverzeichnis (MISTRA). Bei der Auswertung der Daten ist kein Rückschluss auf Personen möglich.
Mit diesen Verknüpfungen lässt sich quantifizieren, welchen Einfluss menschliches Verhalten auf das Unfallgeschehen hat, wie sich die Fahrzeugart auswirkt und welche Rolle die Strasseninfrastruktur spielt. Konkret kann zum Beispiel angegeben werden, ob Autos mit stärkeren Motoren häufiger in Unfälle verwickelt sind als andere. Oder es lässt sich herausfinden, ob Automobilisten, die schon einmal den Führerausweis abgeben mussten, überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt sind. Und schliesslich kann zum Beispiel gesagt werden, ob auf einem gewissen Fahrbahnbelag mehr Unfälle passieren als auf einem anderen.
Daraus lassen sich wirksame und gezielte Massnahmen zur künftigen Verhinderung von Unfällen ableiten.
Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Mob07_05.2010
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Bundesnahe Unternehmen: Zielvorgaben 2009 des Bundesrats insgesamt erreicht (Im Blickpunkt 4)
Der Bundesrat hat gestern den Bericht über die Leistungen der bundesnahen Unternehmen SBB, Post und Swisscom an die zuständigen parlamentarischen Kommissionen verabschiedet. Darin hält er fest, dass Post und Swisscom die vom Bundesrat gesetzten strategischen Ziele gut erreicht haben. Bei der SBB belastete die schwierige Situation von SBB Cargo die gute Leistungsbilanz der übrigen Geschäftsbereiche. Alle drei Unternehmen stehen vor weiteren strategischen und operativen Herausforderungen.
Der Bundesrat hat an die Leistungen von SBB, Post und Swisscom bilanziert und seinen Bericht über die Zielerreichung der Unternehmen an die Geschäftsprüfungs- und Finanzkommissionen der eidgenössischen Räte verabschiedet. Die Beurteilung der skyguide erfolgt jeweils separat, nämlich gemeinsam durch das UVEK und das VBS.
Im Einzelnen haben SBB, Post, Swisscom und skyguide ihre Ziele folgendermassen erreicht:
SBB: Güterverkehr belastet gute Gesamtbilanz
Die SBB hat die Ziele des Bundesrats teilweise erfüllt. Die schwierige Situation von SBB Cargo belastete die gute Leistungsbilanz der Geschäftsbereiche Personenverkehr, Infrastruktur und Immobilien. Die Wirtschaftskrise führte zu einem starken Abschwung des Gütertransportgeschäfts. Trotz frühzeitig eingeleiteter Gegensteuerungsmassnahmen stieg das Defizit von SBB Cargo. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zwingen SBB Cargo zu weiteren Sanierungsmassnahmen, um das angestrebte ausgeglichene Ergebnis zu erreichen. Der anstehende Entscheid zur weiteren Umsetzung der strategischen Stossrichtung soll die finanzielle und unternehmerische Position von SBB Cargo weiter stärken.
Der Konzerngewinn der SBB wurde wesentlich getragen durch die positiven Ergebnisse im Personenverkehr und bei den Immobilien. Im Fern- und Regionalverkehr konnte die Verkehrsleistung, wenn auch leicht abgeschwächt, weiter gesteigert werden. Im internationalen Personenverkehr hingegen sank die Verkehrsleistung um 15,7% vor allem wegen den Problemen mit den Cisalpino-Zügen zwischen der Schweiz und Italien. Auf Ende 2009 haben Trenitalia und die SBB die Firma Cisalpino aufgelöst und deren operative Tätigkeit eingestellt. Die Kunden sind insgesamt zufrieden und die Pünktlichkeit der Züge im Kernnetz während den Hauptverkehrszeiten hat sich verbessert. Bei der Infrastruktur wurden Vorgaben des Bundes zur Produktivität und Subventionseffizienz erreicht. Es zeichnet sich allerdings ab, dass für Erneuerung und Unterhalt des Netzes künftig erheblich mehr Mittel erforderlich sein werden. Die personellen Ziele sind erfüllt. Die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhte sich auf ein zufrieden stellendes Niveau.
Post: Gute Qualität der Dienstleistungen
Die Post hat die vom Bundesrat gesetzten Ziele insgesamt erreicht. Sie hat die Grundversorgung (Dienstleistungen des Post- und Zahlungsverkehrs) in guter Qualität und zu angemessenen Preisen erbracht. Die Laufzeitvorgaben der A- und B-Briefpost wurden eingehalten. Die Zufriedenheit der Geschäfts- und Privatkunden befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Ebenso gelang es der Post, ihre Marktanteile im Kerngeschäft (Briefe, Pakete, Zahlungsverkehr und Postautodienste) zu halten, teilweise sogar auszudehnen. Die Post ist eine attraktive Arbeitgeberin mit einer fortschrittlichen Personalpolitik. Das Vertrauen des Personals litt im vergangenen Jahr jedoch unter den Turbulenzen an der Unternehmensspitze. Der Deckungsgrad der Pensionskasse konnte auf 95,5% erhöht werden. Mit 728 Mio. CHF fällt der Konzerngewinn geringer aus als im Vorjahr (825 Mio. CHF). Der Universaldienst konnte auch 2009 eigenwirtschaftlich erbracht werden. Nach wie vor ungenügend sind die Renditen der Konzerngesellschaften.
Der Bundesrat hat beschlossen, eine Gewinnausschüttung an den Bund im Umfang von 200 Mio. CHF vorzunehmen. Im Weiteren wird der Gewinn für die Sanierung der Pensionskasse Post sowie den Aufbau von Eigenkapital verwendet.
Swisscom: Solides Ergebnis
Die Swisscom AG hat die Erwartungen des Bundesrats erfüllt. Das Unternehmen konnte seine führende Stellung auf dem heimischen Markt festigen und trotz Wirtschaftskrise und anhaltender Preiserosion den Umsatz und das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr annähernd stabil halten. Bezüglich Kundenzufriedenheit rangiert Swisscom nach wie vor an der Spitze der Branche und hält bezüglich Rentabilität mit den besten Telekom-Unternehmen Europas Schritt. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist hoch. Swisscom stellt die Grundversorgung in der Schweiz gemäss den Qualitätskriterien des Fernmelderechts sicher und setzt die Entbündelung der letzten Meile und den schnellen Bitstrom-Zugang zügig um. In Italien gewann Fastweb erneut Kunden und Marktanteile hinzu. Der Aktienkurs von Swisscom stieg - nach einem Einbruch von 23% im Vorjahr - um 16,5%. Der Reingewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,9% auf 1,93 Mrd. CHF. Es wird eine Dividende von 20 CHF ausgeschüttet. Die schweizerische Eidgenossenschaft, die rund 57% des Aktienkapitals von Swisscom hält, bezieht Dividenden von rund 590 Mio. CHF. Nicht ausgeschüttete freie Mittel werden zum Schuldenabbau verwendet.
Skyguide: Gute Leistung trotz schwierigem Umfeld
Skyguide hat die Ziele des Bundesrats insgesamt erfüllt. Die Sicherheit war auf hohem Niveau gewährleistet. Beeinflusst durch die markante Verkehrsabnahme konnte die Pünktlichkeit der abgefertigten Flüge auf einen neuen Bestwert gesteigert werden. Die Zusammenarbeit mit der Luftwaffe funktionierte gut. Der Umzug des Betriebszentrums Zürich von Kloten nach Dübendorf wurde reibungslos durchgeführt. Skyguide ist das produktivste Flugsicherungsunternehmen in Europa. Dass ihre Gebühren im internationalen Vergleich nach wie vor zu den höchsten zählen, ist auf strukturelle und währungsbedingte Faktoren zurückzuführen. Auf den Rückgang der Gebühreneinnahmen reagierte skyguide mit einem ambitiösen Kostensenkungsprogramm. Zwar gelang es nicht, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, doch fiel der operative Fehlbetrag dank der zusätzlichen Einsparungen, an denen sich auch das Personal und die Zulieferer beteiligten, mit -9,1 Mio. CHF deutlich geringer aus als budgetiert. Skyguide arbeitet aktiv an der Schaffung eines einheitlichen Luftraums in Europa («Single European Sky») und an der Errichtung eines funktionalen Luftraumblocks über Deutschland, Frankreich, den Benelux-Staaten und der Schweiz (FABEC) mit. Derzeit prüft skyguide zusammen mit ihren deutschen und französischen Partnern die Option eines gemeinsam betriebenen Zentrums im Grossraum Basel.
Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK
Mob06_05.2010
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Frühlingsputz für das Auto (Im Blickpunkt 3)
Der Frühling weckt die Lebensgeister. Es ist die richtige Zeit, ihr Auto einer gründlichen Frühlingskur zu unterziehen. Also ab in die Waschanlage. TCS-Spezialisten raten auch zu einer gründlichen Innenreinigung und zum Frühlingscheck bei einem der 18 Technischen Zentren des TCS oder bei ihrem Garagisten.
Wenn der Frühling dem Winter endgültig den Garaus machte, ist die Zeit reif, das Auto auf Vordermann zu bringen. Es lohnt sich, folgende Ratschläge des TCS zu beherzigen. Übrigens: Wer sein Auto gut in Schuss hält, trägt zu dessen Werterhaltung bei.
Gründliche Aussenwäsche
Den gröbsten Schmutz und die Winterreste lässt man am besten in einer Waschstrasse
entfernen. Lackschäden sind nicht zu befürchten, da die Reinigungswalzen keinen Schaden
anrichten. Wer gerne selber Hand anlegen will, für den ist die Waschbox eine günstige
Alternative.
Wie häufig eine Autowäsche erfolgen soll, ist jedem Fahrzeughalter zu überlassen.
Tipp des TCS-Experten, Jürg Thrier: „Das Auto nach den Wintermonaten einer
Unterbodenwäsche durch den Fachmann unterziehen, damit die Salzreste restlos entfernt
werden können. Insektenreste, Harz und Vogelkot immer sofort entfernen, da es sonst zu
Schäden am Lack kommen kann“.
Innenreinigung
Zur gründlichen Innenreinigung gehört das Entfernen und Ausklopfen der Teppiche. Ein
prüfender Blick unter die Fahrzeugteppiche vorne und hinten gibt Aufschluss über eventuelles Stauwasser oder Feuchtigkeit. Um Haare (auch Tierhaare) und Textilfusseln von den Sitzpolstern zu entfernen, bedient man sich am besten eines Gummihandschuhs, mit dem man in Faserrichtung über die Polster streicht. Der Restschmutz wird vom Staubsauger erledigt, nicht zu vergessen sind auch der Kofferraum und die Ablage.
Armaturenbrett, Türabdeckungen und Kunststoffteile werden mit einem Staubtuch oder einem feuchten Tuch gereinigt und mit einem handelsüblichen Cockpit-Reiniger wieder auf
Vordermann gebracht. Für klare Sicht nach den Wintermonaten sorgt eine gründliche Reinigung aller Scheibeninnenflächen mit Hilfe eines Glasreinigers.
TCS-Tipp: Seitenscheiben vor dem Reinigen etwas senken, damit man den in den
Dichtungslippen sitzenden Scheibenteil innen und aussen ebenfalls sauber kriegt.
Die wichtigsten Tipps im Überblick
- Auto innen und aussen gründlich reinigen
-
Bodenmatten auslüften und trocknen
- Scheiben innen und aussen reinigen
- Salzreste entfernen durch gründliche Autoreinigung, inklusive Unterboden
- Beschädigten Unterbodenschutz durch Fachmann ausbessern lassen
- Gummielemente reinigen und pflegen
- Kofferraum entrümpeln: Schneebesen, Eiskratzer, Sandsack etc. gehören in den Lagerraum
- Falls notwendig Scheibenwischerblätter ersetzen
Reifenwechsel
Bei den nun herrschenden milden Temperaturen ist die Zeit gekommen, beim Garagisten einen Termin für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen reservieren zu lassen. Aber aufgepasst: Der April ist für seine Wetterkapriolen bekannt und somit ist in höher gelegenen Gebieten mit gelegentlichen Wintereinbrüchen zu rechnen. Tipp vom TCS-Experten, Jürg Thrier: „Wer in den Voralpen und in Berggebieten wohnt, tut gut daran, die Winterreifen erst im Mai zu wechseln. Apropos Profiltiefe: Weisen die Winterreifen ein Profil von weniger als 4 mm auf, sind sie für die nächste Wintersaison nicht mehr geeignet. Bei der Lagerung erleichtern Komplettreifen (auf Felgen montierte Reifen) die Handhabung und der Reifenwechsel wird zum Kinderspiel.“
Soll man Winterreifen im Sommer ausfahren?
Nein. Winterreifen sind für kalte Temperaturen ausgelegt. TCS Tests haben aufgezeigt, dass mit Winterreifen auf trockener und nasser Fahrbahn deutlich längere Bremswege in Kauf
genommen werden müssen.
Mindestprofiltiefe
Der TCS empfiehlt aus Sicherheitsgründen bei Sommerreifen eine Mindestprofiltiefe von 3
Millimetern.
Lagerung
Noch funktionstüchtige Reifen sind kühl und trocken zu lagern. Auf Felgen montierte Reifen
sollten flach gestapelt oder einzeln aufgehängt werden. Die Reifen und Felgen vor dem
Einlagern reinigen. Wer im Einstellplatz oder in seiner Garage keinen Platz für das Einlagern der Reifen findet, wendet sich an seinen Garagisten, der die Reifenlagerung übernimmt.
Luftdruck
Reifendruck regelmässig bei jedem zweiten Tankstellenhalt überprüfen lassen.
Zu geringer Reifendruck führt zur Verschlechterung der Fahreigenschaften und zu einem
erhöhten Treibstoffverbrauch von bis zu 0.3 Liter/100 km.
TCS-Tipps zum Reifendruck
Die Betriebsanleitung gibt Auskunft über den notwendigen Reifendruck. Bei vielen Fahrzeugmodellen ist ein Kleber mit den vorgeschriebenen Reifendruck-Angaben an der Tankklappe, der Fahrzeugtüre oder im Handschuhfach angebracht.
- Regelmässig den Reifendruck an den kalten Reifen überprüfen.
- Bei grosser Zuladung oder längeren Autobahnfahrten Luftdruck um ca. 0.2. bar erhöhen (siehe auch Betriebsanleitung)
- Ein erhöhter Reifendruck um bis zu 0.5 bar über der Herstellerangabe verbessert das
Fahrverhalten, reduziert aber geringfügig den Fahrkomfort.
Frühlingscheck bei einem Technischen Zentren des TCS oder dem Garagisten
Folgende Punkte sind vom Fachmann zu überprüfen:
- Ölstand und Bremsen
- Scheibenwaschanlage
- Ladezustand der Batterie
- Funktionsweise der Beleuchtungsanlage
- Bremsen und Stossdämpfer
... und ausserdem:
- Scheibenwaschflüssigkeit durch „Sommerqualität“ ersetzen lassen.
- Skiträger abmontieren. Vorteil: Geringerer Treibstoffverbrauch infolge Reduktion des
Luftwiderstandes.
- Kofferraum entrümpeln
- Kleber für die Abgaskontrolle konsultieren
- Serviceheft checken und falls notwendig beim Garagisten Service-Termin verlangen
Quelle: TCS Touring Club Schweiz
Mob05_05.2010
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10'000 Fähigkeitsausweise in sechs Monaten (Im Blickpunkt 2)
Über 10'000 Schweizer Lastwagen- und Busfahrer/innen besitzen bereits den Fähigkeitsausweis, der ab 2013 für den Personen- und ab 2014 für den Gütertransport in allen Staaten der EU und in der Schweiz obligatorisch ist. Gemäss der am 1. September 2009 in Kraft getretenen Chauffeurzulassungsverordnung (CZV) erhalten alle Fahrer/innen, die vor dem 1.9.09 die Führerprüfung absolviert oder das Gesuch für einen Lehrfahrausweis eingereicht hatten, den Fähigkeitsausweis prüfungsfrei. Neue Fahrer/innen der Kategorien C/C1 und D/D1 müssen zusätzlich zur Führerprüfung eine anspruchsvolle Prüfung absolvieren. Der Fähigkeitsausweis ist fünf Jahre gültig und wird nur erneuert, wenn fünf Weiterbildungstage absolviert worden sind. In der Schweiz müssen ungefähr 60’000 Lastwagen- und Busfahrer/innen diese neuen Anforderungen erfüllen. Die Massnahmen dienen der Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Aufwertung des Chauffeurberufs und der Förderung einer umweltverträglichen und energieeffizienten Verwendung des Fahrzeugs.
Der wie der Führerausweis im Kreditkartenformat erhältliche Fähigkeitsausweis kann über die von der Vereinigung der Strassenverkehrsämter asa betriebene Website www.cambus.ch bestellt und mit Visa-, Master- oder Postcard bezahlt werden. Er kostet 20 Franken und wird in wenigen Tagen per Post ausgeliefert. Im Februar 2010 wurde bereits der 10’000. Ausweis versandt. Ebenfalls im Februar haben erste Fahrer/innen die CZV-Prüfung erfolgreich absolviert. Auf www.cambus.ch sind alle Informationen zum Fähigkeitsausweis und zur CZV zu finden.
Quelle: asa Vereinigung der Strassenverkehrsämter (Schweiz)
Mob05_05.2010
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EU warnt vor unseriösen Elektronik-Onlineshops (Im Blickpunkt 0)
Zwei Drittel der Angebote trügerisch - Kommission will Käuferrechte stärken. Der Kauf von Elektronikartikeln in Online-Shops ist beim überwiegenden Großteil der Angebote problematisch. Wie die Europäische Kommission aufzeigt, arbeiten zwei Drittel der Betreiber unseriös. Verbraucher könnten aufgrund mangelnder Informationen etwa über den Preis von MP3- wie auch DVD-Playern, Konsolen, Kameras oder Mobiltelefonen auf Probleme stoßen, obwohl die Kommission die Rechte der Konsumenten beim Internet-Einkauf bereits im Vorjahr weiter stärken wollte. Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva bekräftigt nunmehr den Bedarf einer EU-weiten Lösung und gesamteuropäischer Käuferrechte. Unseriösen Online-Shops droht neben möglichen Bußgeldern sogar die Schließung ihres Angebots.

"In der Tat sind Online-Händler in Europa vor sehr hohe Anforderungen gestellt. In Sachen Verbraucherschutz hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Allerdings kann den Händlern keine pauschale Unseriosität unterstellt werden", entgegnet Olaf Roik, E-Commerce-Experte beim Hauptverband des Deutschen Einzelhandels www.einzelhandel.de, im Gespräch. Dem Fachmann zufolge könne den Anbietern nicht generell vorgeworfen werden, die Informationspflicht gegenüber den Konsumenten zu vernachlässigen. Alleine der stete Anstieg des Verbrauchervertrauens in den vergangen Jahren beweise das Gegenteil. "Das zeigt die weiterhin dynamische Entwicklung bei den Händlern", meint Roik. Vonseiten der EU müsse stärker differenziert und dürfe nicht pauschalisiert werden.
Neben unzureichenden Informationen über die Rechte von Verbrauchern und tatsächliche Produktpreise bemängelt die EU-Kommission häufig unvollständige Kontaktdaten auf den Seiten der Elektronik-Onlineshops. "Wir haben herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Händler, die Elektroartikel im Internet verkaufen, ihre Kunden hinters Licht führen", wird Kuneva von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung zitiert. Hierzulande waren die Verbraucherinformationen sogar auf 21 von 29 Händlerseiten mangelhaft. Positiv fielen hingegen die bulgarischen Händler auf. Die Seiten der zwölf verschiedenen Anbieter seien zu 100 Prozent einwandfrei. Mit den vorgeblich EU-weit vorhandenen unseriösen Shops sollen sich nunmehr die Behörden der einzelnen Länder beschäftigen. Ändert sich an deren Verhalten nichts, drohen weitere Konsequenzen bis hin zur Sperre.
Quelle: pte, Brüssel
Mob04_05.2010
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Effizienter Verkehr mit Car2Car-Kommunikation (Im Blickpunkt rechts)
Mit einer besseren Vernetzung von Autos untereinander und mit Ampelanlagen oder Hinweisschildern soll der Straßenverkehr effizienter werden. Der Austausch von Daten über Verkehrsdichte, Straßenzustand oder Ampelschaltzeiten macht den Verkehr flüssiger und auch sicherer. Für das optimale Energiemanagement von Elektroautos sind diese Informationen besonders wichtig. Bei der so genannten Car2X-Kommunikation verständigen sich Fahrzeuge entweder mit anderen Fahrzeugen (Car2Car) oder mit der Verkehrsinfrastruktur (Car2Infrastructure).
Eine mögliche Kommunikationsform ist unter anderem eine neue, auf WLAN basierende Funktechnologie. Feldversuche laufen bereits in Europa und den USA. Im Rahmen einer Konferenz in Palm Desert im US-Staat Kalifornien haben Siemens und das BMW Group Technology Office Palo Alto ein System vorgestellt, das Daten zwischen Ampel und Fahrzeug übermittelt, um die Motor-Start-Stopp-Automatik zu optimieren und bei der Ampelanfahrt die Bremsenergierückgewinnung ideal anzusteuern. 
In heutigen Fahrzeugen sammeln Sensoren ständig Informationen – zum Beispiel über die Geschwindigkeit, die Umgebung oder den vorausfahrenden Verkehr. Vernetzt man die Autos, so können sie nachfolgende Fahrzeuge vor Glatteis, Staus oder ähnlichen Situationen warnen. Kreuzungen oder mehrspurige Straßen werden sicherer, wenn die Fahrzeuge sich gegenseitig „im Auge“ behalten. Auch die Energieeffizienz verbessert sich: Wenn die Motor-Start-Stopp-Automatik von BMW EfficientDynamics die Ampelschaltzeiten kennt, kann der Treibstoffverbrauch noch weiter gesenkt werden. Bisher stellt die Funktion den Motor eigenständig ab, sobald das Auto steht und der Fahrer auskuppelt. Sie startet wieder, wenn die Kupplung gedrückt wird. Liegen zwischen Stopp und Start nur wenige Sekunden, ist es aber energetisch günstiger, den Motor laufen zu lassen. Mit der Car2X-Kommunikation werden Autos außerdem zu mobilen Sensoren für Verkehrsleitsysteme, weil sie aktuelle Daten über die Verkehrslage liefern. 
Siemens Corporate Technology (CT) entwickelt unter anderem effiziente Kommunikationsprotokolle, mit denen die Daten innerhalb weniger Millisekunden an alle Partner in der Umgebung übermittelt werden. Im Rahmen des Car2Car Communication Consortiums erarbeitet das Unternehmen auch Standards, die sicherstellen, dass alle Autofabrikate und Infrastrukturen reibungslos miteinander „sprechen“ können. Zusätzlich entwickelt Siemens Prototypen der Kommunikationseinheiten. Siemens ist derzeit das einzige Unternehmen, das integrierte Lösungen sowohl für Fahrzeuge als auch für Verkehrsinfrastrukturen anbieten kann. (RN 2010.03.5)
Quelle, Bild: Siemens
Mob02_05.2010
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Digitales Gewusel: simulierter Personenstrom (Im Blickpunkt links)
Zur Optimierung von Fluchtwegen aus Gebäuden oder Stadien forscht Siemens Corporate Technology an Techniken, die das Gehverhalten von Menschenmengen schneller berechnen, als sie in der Realität stattfinden. Mit diesem Simulator können zum Beispiel Evakuierungsszenarien getestet werden. Das System berechnet das Verhalten einiger tausend Fußgänger zehnmal so schnell wie in Echtzeit. Mit realen Informationen aus Kameras gekoppelt, kann die Bewegung von Menschenmassen vorhergesagt werden. So lassen sich kritische Situationen vermeiden, weil die Einsatzkräfte mehr Zeit zum Eingreifen haben.
Fährunglücke, Unfälle in Fußballstadien, aber auch die Sorge vor Anschlägen haben die Notwendigkeit aufgezeigt, das Verhalten von Menschenmassen besser vorhersagen zu können, was letztlich bedeutet, die Bewegung einzelner Personen zu simulieren. Aber auch Fragestellungen, bei denen es nicht unmittelbar um Gefahrensituationen geht, profitieren von den Forschungen – wie das schnellstmögliche Umsteigen bei vollbesetzten Zügen. 
Die Berechnung einer großen Anzahl von Personen ist komplex. Menschen gehen unterschiedlich schnell oder halten weniger Abstand zu Begleitern als zu Unbekannten. Meistens streben sie in verschiedene Richtungen – zum Beispiel zu Parkplatz, U-Bahn oder Fahrradständern. Betrachtet man jede einzelne Person und ihre Interaktion mit allen anderen, sprengt man schnell die Rechenkapazität der Computer. Um dieses Problem zu umgehen, unterteilen die Siemens-Forscher den Raum in Zellen, deren Größe dem Platzbedarf eines Menschen entspricht. Das Verhalten der leeren und besetzten Zellen untereinander beschreiben sie durch eine Art Kraftfeld oder Potenzial. Gegenstände wie Säulen wirken zum Beispiel abstoßend und auch Menschen stoßen Fremde stärker ab als die eigene Gruppe. Mit diesem Kniff lässt sich das Verhalten von tausenden Personen sehr schnell berechnen. 
Außerdem bezieht das Modell die Topographie mit ein, indem es etwa Treppen je nach Gehrichtung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten belegt. Derzeit koppeln die Forscher den Simulator mit Daten wie Personenzahl und Gehrichtung, die sie aus Kamerabildern auslesen, um Kurzzeitprognosen für die nächsten Minuten zu erstellen. Damit könnte etwa die Leitstelle in einem übervollen Bahnhof entscheiden, ob ein einfahrender Zug auf einen weniger bevölkerten Bahnsteig umgeleitet werden sollte. 
Siemens erforscht diese Simulationstechniken unter anderem im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts Repka. Dort entsteht ein Trainingssimulator, der das Gehverhalten von 50.000 Personen in Echtzeit berechnen soll. Mit dem System sollen Einsatzleiter verschiedene Rettungseinsätze bei Fußballspielen durchspielen können.
(RN 2010.04.3)
 
Bilderhinweis: Zur Optimierung von Fluchtwegen aus Gebäuden oder Stadien forscht Siemens Corporate Technology an Techniken, die das Gehverhalten von Menschenmengen schneller berechnen, als sie in der Realität stattfinden. Mit diesem Simulator können zum Beispiel Evakuierungsszenarien getestet werden. Das System berechnet das Verhalten einiger tausend Fußgänger zehnmal so schnell wie in Echtzeit. Mit realen Informationen aus Kameras gekoppelt, kann die Bewegung von Menschenmassen vorhergesagt werden. So lassen sich kritische Situationen vermeiden, weil die Einsatzkräfte mehr Zeit zum Eingreifen haben.
Quelle: Siemens
Mob01_05.2010 |