|
Archivorganisation August 2010
Archiv 1 = hier unten: archivierte Beiträge aus "Im Blickpunkt" in Erscheinungsreihenfolge
Archiv 2 = nächste archivierte Nachrichten > oben anklicken: Spezials oder Editorials vom August 2010
Archiv 3 = nächste archivierte Nachrichten: Messen und Märkte, Veranstaltungen August 2010
--------------------------------------------------
Mob02_08.2010_L: E
Mob02_08.2010_Alternative Energien:Windenergie – was ist darunter zu verstehen?
Mob08_08.2010_Alternative Energien: Windrad ohne Getriebe: Komplexität reduziert (Im Blickpunkt links)
Mob07_08.2010_L: E
Mob06_08.2010_Wirklich kein Scherz: Absurde Pressemitteilung (Im Blickpunkt 0)
Mob05_08.2010_Alternative Energien:Wasserstoffenergie: sauber und auch sicher (Im Blickpunkt 3)
Mob04_08.2010_Wirtschaft: Neues zielgruppenspezifisches Informationsangebot für Unternehmen (Im Blickpunkt 3)
Mob03_08.2010_Automobilsport: „Truck Battle Russia–Smolensk 2010“ - Russlandpremiere (Im Blickpunkt 4)
Mob02_08.2010_Luftverkehr: Erste Anzeichen einer Erholung trotz leichtem Verkehrsrückgang (Im Blickpunkt 5)
Mob01_08.2010_Automobilsport: NEU: Truck Trail EM-Lauf 2010 am Nürburgring (üb.110 Bilder seit > Bildergalerie)
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Windenergie – was ist darunter zu verstehen?
Bei der Windenergie handelt es sich um die kinetische Energie der bewegten Luftmassen der Athmosphäre. Sie ist eine indirekte Form der Sonnenenergie und zählt deshalb zu den erneuerbaren Energien. Die Windenergie-Nutzung ist eine seit dem Altertum bekannte Möglichkeit, um Energie aus der Umwelt zu schöpfen.
Stromerzeugung
Windenergieanlage, Windpark
Windenergieanlagen können in allen Klimazonen, auf See und in allen Landformen (Küste, Binnenland, Gebirge) zur
Gewinnung elektrischen Stroms eingesetzt werden. Aufgrund der Unstetigkeit des Windes kann die mit Windenergieanlagen gewonnene elektrische Energie nur im Verbund mit anderen Energiequellen oder Speichern für eine kontinuierliche Energiebereitstellung genutzt werden. Durch Prognose der Einspeisung und Austausch in und zwischen den deutschen Übertragungsnetzen (Regelzonen) kann die schwankende Stromerzeugung im Zusammenspiel mit anderen Kraftwerken wie die normalen Verbrauchsschwankungen ausgeglichen werden. Die Verknüpfung der Regelzonen und die Gesamtreserve dauerverfügbarer Energiequellen definieren daher zukünftig den Gesamtanteil der Windenergie an der Stromerzeugung. Für Deutschland geht man derzeit von 20 bis 25% maximalem Anteil aus. Eine andere Möglichkeit, die Schwankungen auszugleichen, besteht in der Nutzung von Pumpspeicherkraftwerken, Druckluftspeicherkraftwerken, Wasserstoffelektrolyse- und Verbrennung und Schwunggradspeichern (siehe norwegisches Modellprojekt auf der Insel Utsira). Die Kombination dieser Techniken mit dem sogenannten Demand Side Management, also der zeitweiligen Abschaltung oder dem verzögerten Betrieb nicht zwingend notwendiger Verbraucher, ist ebenfalls eine Möglichkeit, die Schwankungen bei der Windenergieerzeugung auszugleichen.
Andererseits weht der Wind aufgrund der Sonneneinstrahlung tagsüber meist stärker als nachts und passt sich somit auf natürliche Weise dem am Tag höheren Energiebedarf an. In ähnlicher Weise ist oft die Erzeugung im Winter größer als im Sommer, was ebenfalls günstig ist.
Die Höhe der vorzuhaltenden Reserveleistung (Regelenergie) hängt auch erheblich von der Vorhersagegenauigkeit des Windes, der Regelungsfähigkeit des Netzes sowie dem zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs ab. Eine deutliche Verminderung des Bedarfs an Regelenergie entsteht durch Kombination von Windenergieanlagen an verschiedenen Standorten, da sich die Schwankungen der dortigen Windgeschwindigkeiten teilweise gegenseitig ausmitteln.
Ältere drehzahlstarre Windenergieanlagen mit Asynchrongeneratoren haben z. T. Eigenschaften, die bei einem starken Ausbau Probleme im Netzbetrieb bereiten können; dies betrifft vor allem den sogenannten Blindstrom. Dem kann durch Blindstromkompensation abgeholfen werden; moderne drehzahlvariable Anlagen mit elektronischem Stromumrichter können den Blindstromanteil ohnehin nach den Anforderungen des Netzes beliebig einstellen und auch Spannungsschwankungen entgegenwirken, so dass sie sogar zur Netzstabilisierung beitragen können.
Umweltschützer argumentieren, Windenergie sei, wenn alle externen Kosten der Energieerzeugung (auch die Umweltschäden durch z. B. Schadstoffausstoß) einbezogen werden, neben der Wasserkraft eine der billigsten Energiequellen. (Beispiel sie 1)Da die Messung externer Kosten und Nutzen jedoch nicht eindeutig möglich ist, kommen andere Studien zu anderen Ergebnissen (Beispiel sie 2) Moderne Windenergieanlagen besitzen eine kurze energetische Amortisationszeit von nur wenigen Monaten (siehe 3).
Als lukrativ gelten Winde mit einer mittleren Geschwindigkeit von wenigstens 6,9 m/s in einer Höhe von 80 Metern über dem Erdboden. Sie werden als Winde der Klasse drei bezeichnet und sind an der Nordsee, der Südspitze Südamerikas, der australischen Insel Tasmanien und an den Großen Seen im Norden der USA üblich.
International
International gehört Deutschland vor Spanien, den USA und Indien zu den größten Nutzern von Windenergie zur Erzeugung von elektrischem Strom. Österreich lag Ende 2006 auf Platz 14.Dänemark verzeichnet mit etwa 20 Prozent weltweit den größten Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung. In einigen Regionen Deutschlands und Dänemarks liegt der Anteil allerdings noch wesentlich höher. Nach Informationen der IHK Emden betrug die Stromerzeugung aus Windenergie im Kammerbezirk Ostfriesland-Papenburg im Jahre 2005 im Durchschnitt 71% des Verbrauchs.
In Deutschland, Dänemark und Spanien gab es über Jahre eine durch den politischen Willen getragene gleichmäßige Entwicklung der Windenergie. Dies hat zur Entwicklung eines neuen Industriezweiges in diesen drei Ländern geführt. Deutsche Technologien (neben dänischen und spanischen Entwicklungen) wurden daher in den letzten Jahren auch verstärkt in anderen Märkten eingesetzt. Dadurch ist der Exportanteil deutscher Hersteller im Steigen begriffen.
Obwohl die restlichen Länder jeweils weniger als 100 MW installiert haben, findet man hier viele Länder, die erst in den letzten Jahren die Windenergie für sich entdeckt haben und denen in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum prognostiziert wird, wie zum Beispiel Brasilien. 2006 wurden 14.900 MW neu installiert, davon 2.454 MW in den Vereinigten Staaten, 2.233 MW in Deutschland, 1.840 MW in Indien, 1.587 MW in Spanien und 1.374 MW in China. Insgesamt sind damit weltweit 73.904 MW installiert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass durch das unterschiedliche und jährlich schwankende Windpotential die Windstromerzeugung in den verschiedenen Ländern andere Relationen haben kann, als die insgesamt installierte Leistung der Windenergieanlagen.
Die bereits eingetretenen Steigerungen der internationalen Windkrafterzeugung sind weitaus höher als z. B. noch 1998 im World Energy Outlook der IEA (Internationale Energieagentur) prognostiziert.
Quelle und Bilder: wikipedia und Siemens
Neuste Informationen zum Thema "Windenergie" > hier
Mob09_08.2010
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 Windrad ohne Getriebe: Komplexität reduziert
Windturbinen ohne Getriebe können Windenergieanlagen auf hoher See noch zuverlässiger machen. Siemens hat jetzt eine Drei-Megawatt-Turbine mit einem Rotordurchmesser von 101 Metern auf den Markt gebracht, die im Vergleich zu einer herkömmlichen Getriebe-Windturbine mit der Hälfte der Teile auskommt. Dieses einfachere Design senkt den Wartungsaufwand und steigert die Verfügbarkeit. Vor allem auf hoher See ist das ein Vorteil, weil Wartungs- und Serviceeinsätze an den Anlagen sofort hohe Kosten verursachen.
Bild oben und rechts: SWT-3.0-101 DD
Die SWT-3.0-101 genannte Windenergieanlage hat eine neue Antriebseinheit mit einem kompakten Synchrongenerator, der mit Permanentmagneten erregt wird. Den Generator des ersten Prototyps, der 2009 in Dänemark installiert wurde, entwickelten die Experten für große Antriebe des Siemens-Sektors Industry. Normalerweise übersetzt ein Getriebe die niedrige Drehzahl des Windrotors in die hohe Drehzahl zur Stromerzeugung. In der getriebelosen Anlage übersetzt der Synchrongenerator die Rotorbewegung direkt in elektrische Energie. Diese Generatoren zählen zu den größten Permanentmagnet-Maschinen, die jemals gebaut wurden. Ihr Vorteil ist die einfache und zugleich robuste Bauweise, die weder elektrische Leistung für die Erregung noch die dazugehörige Regeltechnik oder Schleifringe benötigt. Das bedeutet, dass der Generator bereits bei schwächerem Wind eine hohe Effizienz besitzt. 
 Bild rechts: Intelligentes und unkompliziertes Design. Im Vergleich zu einer Standard-Windturbine mit Getriebe konnte die Anzahl der Komponenten bei der neuen SWT-3.0-101 DD um die Hälfte reduziert werden. Hier im Bild rechts die Gondel beim Verladen.
Ein weiterer Vorteil ist die geringe Größe: Der Transport des Maschinenhauses kann mit Standardfahrzeugen erfolgen. Das Maschinenhaus ist 6,8 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,2 Metern. Es wiegt nur 73 Tonnen, das ist weniger als das Maschinenhaus der 2,3-Megawatt-Anlage von Siemens. Dabei wurden von den fünf Komponenten einer Windenergieanlage – Rotor, Rotornabe, Maschinenhaus, Turm und Steuereinheit – bis auf das Maschinenhaus alle Einheiten aus den bestehenden Produkten übernommen. Die minimiert das Ausfallrisiko, das immer besteht, wenn solch innovative Produkte auf den Markt kommen. 
In diesem Jahr werden weitere Testanlagen aufgestellt. Die Serienproduktion ist für 2011 vorgesehen. Windenergie ist ein zentraler Bestandteil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 23 Milliarden Euro erzielte.
Quelle: Siemens (IN 2010.07.6)
Mob08_08.2010
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Absurde Pressemitteilung
In das Kapitel absurde, wenn nicht verachtende, Pressemitteilung machte am 25. Juni dieses Jahres die Runde. Die Version der nackten Zahlen oder die totale Überordnung des Geldes!
Nur eine Stunde des Welt-Ölverbrauchs lief bislang im Golf von Mexico aus.
Wie lässt sich eine Katastrophe abbilden? Nach Tränen, Wut, Verzweiflung jener Menschen, die davon tragisch betroffen sind, der Anzahl verendeter Tiere, des Ausmaßes zerstörter Natur? Auf jeden Fall. Und dann gibt es da auch die Version der nackten Zahlen, nüchtern und grausam.
Das Börsenportal börsennews.de hat nun ausgerechnet, wie viel Öl bislang aus dem Ölbohrloch der gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon ausgetreten ist: Gerade einmal eine Stunde des weltweiten Verbrauchs könnte man mit dem seit dem 22. April 2010 ausgelaufenen Öl decken - statistisch gesehen 61 Minuten.
Basis hierfür sind Schätzwerte des Ölaustritts von zehn angesehenen nationalen und internationalen Medien, wonach täglich zwischen 30.000 und 100.000 Barrel auslaufen. Der Mittelwert liegt bei durchschnittlich 59.333 Barrel pro Tag. 63 Tage Öl im Golf. 63 Tage furchtbare Bilder. Und doch ist es ein Wimpernschlag im gigantischen Energiebedarf dieser Welt. Ein Wimpernschlag der zur medialen Lawine wurde. Zeigt doch das Öl vom Golf, wie verletzbar die Menschheit, wie verletzbar Konzern-Giganten sind, wie British Petrol.
Quelle: ots, Leipzig
Mob06_2010
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wasserstoffenergie: sauber und auch sicher
Die öffentliche Wahrnehmung von Wasserstoff als Speicher- und Transportmittel für erneuerbare Energien entwickelt sich weiter zum Positiven. „Schon aus biologischen Gründen gibt es immer weniger Menschen, die beim Stichwort Wasserstoff in erster Linie an den Brand der Hindenburg denken“, konstatiert Ulrich Schmidtchen, Pressesprecher des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbandes und Fachmann für Sicherheitstechnik.
Wenig hilfreich bei der seriösen Öffentlichkeitsarbeit und wohl in erster Linie der Saure-Gurken-Zeit geschuldet erscheinen dagegen sensationelle Meldungen, Wasserstoff würde zur Versprödung bestimmter Werkstoffe beitragen, und Fahrzeuge mit diesem Treibstoff wären darum die reinsten „Selbstzerstörer“.
In der Tat, bestimmte Metalle neigen unter dem Einfluss von Wasserstoff unter geeigneten Randbedingungen zur Versprödung, aber diese Erkenntnis ist wahrhaftig nicht neu. Spätestens seit der berühmte Werkstoffwissenschaftler Adolf Martens einen Unfall im Jahre 1894 auf dem Tempelhofer Feld (damals noch bei Berlin) untersuchte, ist dieses Phänomen gut bekannt. Seit Jahrzehnten haben Ingenieure es im Griff und wissen genau, was sie welchem Werkstoff unter welchen Bedingungen zumuten können. Es gibt reichlich Fachliteratur darüber, und offene Fragen können anerkannte Forschungsinstitute wie die BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung, Berlin) oder die MPA Stuttgart jederzeit klären.
Zur Entmythologisierung des öffentlichen Bildes vom Wasserstoff als Energieträger hat auch der reibungslose Betrieb zahlreicher Fahrzeuge mit Wasserstoff als Kraftstoff auf unseren Straßen beigetragen.
Im Rahmen der Projekte CUTE und HyFLEET:CUTE legten 36 Stadtbusse vom Typ Mercedes-Benz Citaro in zwölf Städten auf drei Kontinenten in 140.000 km Betriebsstunden mehr als 2,5 Millionen km zurück und transportierten mehr als 8,5 Millionen Passagiere. Diese waren sehr angetan von den Fahrzeugen, sofern sie überhaupt einen Unterschied merkten.
Auf einem ähnlichen Niveau bewegen sich die Erfahrungen mit Wasserstoff-PKW, an denen nahezu alle Autohersteller arbeiten. Praktisch alle, die mit einem solchen Auto schon gefahren sind, stimmen darin überein: das Spektakuläre daran ist, dass es so unspektakulär ist. Abgesehen von der sehr geringen Geräuschentwicklung und der besseren Beschleunigung ist die Handhabung genau so, wie man es von anderen Autos kennt.
Im Übrigen geht die chemische Industrie seit einem Jahrhundert sehr erfolgreich und sicher mit riesigen Mengen von Wasserstoff um, und auch unser früheres Stadtgas bestand etwa zur Hälfte daraus. Spektakuläre Effekte sind bisher nicht bekannt.
Natürlich haben viele Mythen ein zähes Leben. Das liegt in ihrer Natur. Nach wie vor hört man ziemlich regelmäßig, Wasserstoff sei explosiv (ist er nicht, nur geeignete Gemische mit Luft sind es), sei selbstentzündlich (was er nicht ist und nie war) oder hätte ein derartiges Diffusionsvermögen, dass er sich selbst aus einer Stahlflasche in kurzer Zeit verflüchtigen würde (in solchen Behältern kann man ihn über Jahrzehnte aufbewahren).
Aussterben werden die Mythen also wohl nie. Aber das ist eine Erfahrung, die man auf anderen Gebieten ebenso macht. Der Redaktion des DWV wird vermutlich auch in Zukunft die Arbeit nicht ausgehen.
Quelle: Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband
Mob05_2010
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Neues zielgruppenspezifisches Informationsangebot für Unternehmen
Das Bundesamt für Statistik (BFS) bietet für Unternehmen seit Juli 2010 unter www.unternehmen.bfs.admin.ch ein speziell zusammengestelltes Informationsangebot im Bereich Unternehmens- und Wirtschaftsstatistik. Es erschliesst Interessierten statistische Informationen ebenso wie praktische Hintergrundinformationen zu den statistischen Erhebungen.
Ganze Medienmitteilung als pdf-Datei verfügbar > hier
Quelle: BFS Bundesamt für Statistik
Mob04_2010
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Russlandpremiere mit gemischten Gefühlen
„Truck Battle Russia – Smolensk 2010“ stand auf den Fahrzeugen des Konvois, auf dem Weg zur Truckracing-Premiere auf dem russischen Smolenskring. Eine Schlacht war es zwar nicht, aber sicherlich recht abenteuerlich, auch für das Schweizer Bösiger Truckracing Team aus Langenthal. Schon bei der ersten Inaugenscheinnahme fiel Markus Bösiger die ungewöhnlich enge Streckenführung auf. Und nach den ersten Runden bemerkte der Schweizer Rennfahrer: „Die Strecke ist sehr langsam, aber dennoch insbesondere für den Truck sehr anspruchsvoll. Auf kurze Vollgaspassagen folgt direkt wieder eine Vollbremsung. Das ist enorm Material verschleißend.“
An allen Tagen waren die Temperaturen beinahe unerträglich, 40 Grad und mehr waren an der Tagesordnung, die Asphalttemperatur lag bei knapp 50 Grad. Am Samstag erreichte Bösiger mit seinem MKR-Renault in der SuperPole der Top-Ten den 5. Startplatz. Im anschließenden Rennen drückte Lokalmatador Alex Lvov mit seinem gelben MAN den Renault des Schweizers aber schon in der zweiten Kurve von der Piste. Hinter dem Russen lag er lange Zeit auf dem 8. Platz. „Die Strecke“, so Bösiger später, „bietet kaum Überholmöglichkeiten.“ Und so dauerte es lange, bis der eindeutig schnellere Langenthaler endlich am Russen vorbeiziehen konnte. Das übrige Feld war mittlerweile so weit enteilt, dass am Ende für Bösiger nur der 7. Platz blieb. Die Podiumsplätze gingen an die beiden MAN-Piloten Antonio Albacete (ESP) und Jochen Hahn (GER) sowie an den Tschechen David Vrsecky (Freightliner).
Ins zweite Rennen startete Bösiger aus der ersten Startreihe direkt neben Polesetter Lvov. Als der Schweizer gerade ansetzte, die Führung zu übernehmen, donnerte ihm Vrsecky etwas ungestüm auf den Truck. Dabei wurde ein Luftschlauch beschädigt. Bösiger „parkte“ seinen Renault kurzfristig am Rand, bis wieder etwas Druck aufgebaut war, und fuhr dann mit stark eingeschränkter Bremskraft dem Feld hinterher. Am Ende sprang wenigstens noch der 10. und letzte Punkteplatz sowie mit Teamkollegen Markus Oestreich der Sieg in der Teamwertung heraus. Der Deutsche hatte sich hinter den beiden MANlern Jochen Hahn (GER) und Adam Lacko (CZE) den dritten Platz auf dem Treppchen sichern können.
„Das war ein Tag zum Abhaken“, meinte der Langenthaler Unternehmer am Abend, „eigentlich kann es nur noch besser werden.“ Und es wurde besser, wenn auch nicht gerade zufrieden stellend. Mit 1:51,577 Min. markierte Bösiger die Bestzeit im Zeittraining, in der anschließenden Superpole waren Vrsecky und Hahn allerdings etwas mehr als 1 Zehntel schneller. Im Rennen fuhr Bösiger schon in der dritten Kurve gehörig der Schreck in die Glieder, sein Truck wurde ins Kiesbett geschoben, und dort hing der Renault fest. Rennabbruch und Neustart. Und diesmal klappte es besser. Nach rundenlangem Kampf mit Lacko kam Bösiger endlich am Tschechen vorbei und fuhr hinter Hahn und Vrsecky auf den dritten Podiumsplatz.
Ins Abschlussrennen ging der Schweizer dann vom 6. Startplatz aus. Wieder einmal entwickelte sich das 2. Tagesrennen, indem die acht Erstplatzierten in umgekehrter Reihenfolge starten, zu einer regelrechten Schlacht. Auch der Renault des Schweizers war am Ende stark in Mitleidenschaft gezogen. Doch trotz einer von Vrseckys Kotflügel zertrümmerten Windschutzscheibe schaffte es der Langenthaler am Ende – ganz knapp hinter Lacko – noch auf den 5.Platz. Das Podium ging an Albacete, Oestreich und Hahn.
In der Teamwertung holte sich Bösiger zusammen mit Oestreich einen ersten und einen zweiten Platz, im Europa-Championat liegt der Schweizer mit 176 Punkten hinter Albacete (225) und Hahn (195) auf dem 3. Platz.
Der 6. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship findet am 28. und 29. August in Most / Tschechien statt.
Quelle: Pneu Bösiger Truck Racing
Mob03_08.2010
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Erste Anzeichen einer Erholung trotz leichtem Verkehrsrückgang
Im ersten Halbjahr 2010 kontrollierte skyguide 555 603 zivile Flüge, das sind 1,0 Prozent weniger als in der gleichen Vorjahresperiode. Im Juni 2010 sind deutliche Anzeichen einer Erholung sichtbar. Der Verkehr hat sich über die ersten sechs Monate nicht in allen Bereichen des Luftraums gleich entwickelt, weshalb trotz des allgemeinen Verkehrsrückgangs gegenüber 2009 eine Einbusse bei der Pünktlichkeit zu verzeichnen ist.
Verkehrsentwicklung im ersten Halbjahr
Nach dem anhaltenden Verkehrsrückgang im Januar und Februar 2010 konnte im März bereits eine erste Verkehrszunahme von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Im April und Mai 2010 führte der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull in Island zu einem spürbaren Verkehrseinbruch. Insgesamt wurden wegen der Aschewolke rund 16 400 Instrumentenflüge[1] um den Schweizer Luftraum umgeleitet oder annulliert. Im Juni verzeichnete skyguide einen Verkehrszuwachs von insgesamt 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was darauf schliessen lässt, dass langsam eine Erholung einsetzt.
Die Instrumentenflüge im ersten Semester 2010:
|
|
Januar-Juni 2010 |
Januar-Juni 2009 |
09 / 10 |
Instrumentenflüge |
|
555 603 |
561 379 |
- 1.0% |
davon Transitverkehr |
|
333 653 |
342 008 |
- 2.4% |
Der Transitverkehr im von skyguide kontrollierten Luftraum ging im ersten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,4 Prozent zurück. Dies ist hauptsächlich auf schlechte Wetterverhältnisse, Streiks und den Vulkanausbruch zurückzuführen. Bei der An- und Abflugkontrolle hingegen verzeichnete skyguide im ersten Semester 2010 einen Zuwachs von 1,2 Prozent.
Der bisherige Spitzentag in diesem Jahr war der 25. Juni mit 3 854 kontrollierten Flügen, das sind deutlich mehr als am Spitzentag des ersten Halbjahres 2009 (mit 3 737 Flügen am 29. Mai 2009).
Grössere Nachfrage in Spitzenzeiten
Die Verkehrsentwicklung in den einzelnen Bereichen des von skyguide kontrollierten Luftraumes verlief nicht linear. In einzelnen Luftraum-Einheiten überstieg die Nachfrage in Spitzenzeiten teilweise die verfügbare Kapazität, was Einbussen bei der Pünktlichkeit zur Folge hatte[2]. Insgesamt wurden gegenüber dem ersten Semester des Vorjahres 19,3 Prozent mehr verspätete Flüge verzeichnet. Diese Entwicklung wurde begünstigt durch die überdurchschnittlich schlechten Wetterverhältnisse, die zeitweise Kapazitätseinschränkungen bedingten, sowie die Einführung der Neuorganisation des oberen Luftraumes im östlichen Teil der Schweiz im Juni 2010. Wie bei grösseren Umstellungen im Flugsicherungsbetrieb üblich, wurde die Kapazität aus Sicherheitsgründen anfangs reduziert und erst nach und nach wieder erhöht. Mittelfristig wird skyguide jedoch dank der neuen Strukturierung im oberen Luftraum mehr Kapazität anbieten und somit den zukünftigen Verkehrszuwachs ohne Verspätungen abwickeln können. Erste positive Effekte sind bereits spürbar.
Anmerkungen
[1] Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR) finden im kontrollierten Luftraum statt und beanspruchen die Dienste der Flugsicherung für ihren sicheren und effizienten Ablauf.
[2] Um eine sichere Verkehrsabwicklung zu gewährleisten, ist für jede Luftraum-Einheit (sog. Sektoren) eine maximale Anzahl Flüge pro Stunde definiert. Übersteigt die Anzahl erwarteter Flüge die vorgegebene Kapazität, dann wird der Zeitpunkt des Abfluges einzelner Flüge in Absprache mit der europäischen Verkehrsflusssteuerung zeitlich nach hinten verlegt. Dies führt dann jeweils zu Verspätungen.
Wer ist Skyguide
Skyguide ist verantwortlich für die Flugsicherung in der Schweiz und in einem Teil des angrenzenden ausländischen Luftraumes. Skyguide führt täglich rund 3150 und jährlich 1,15 Millionen zivile und militärische Flugzeuge durch einen der komplexesten und am dichtest beflogenen Lufträume Europas. Sie ist eine nicht gewinnorientierte AG im Mehrheitsbesitz des Bundes mit Hauptsitz in Genf. Skyguide erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von über 362 Millionen Franken und beschäftigt 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 14 Standorten in der Schweiz. Zusammen mit den Flugsicherungsorganisationen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden ist skyguide Mitglied der FABEC-Initiative zur Schaffung eines gemeinsamen Luftraumblocks. Die Initiative hat zum Ziel, das Flugsicherungssystem in Zentraleuropa effizienter zu gestalten.
Quelle: skyguide > swiss air navigation services ltd
Mob02_08.2010 |