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Archivorganisation September 2009

Archiv 1 = hier unten: archivierte Beiträge aus "Im Blickpunkt" in Erscheinungsreihenfolge

Archiv 2 = nächste archivierte Nachrichten > oben anklicken: Spezials oder Editorials vom September 2009
Archiv 2 = nächste archivierte Nachrichten
> oben anklicken: Messen und Märkte, Veranstaltungen

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Mob26_09.2009_Alternative Energien: Windenergie – was ist darunter zu verstehen? (Im Blickpunkt rechts)
Mob25_09.2009_Alternative Energien:
Weltgrößter Offshore-Windpark geht ans Netz (Im Blickpunkt links)
Mob24_09.2009_Öffentlicher Verkehr:
Mehrheit für Gratisbenutzung des Öffentlichen Verkehrs? (Im Blickpunkt 0)
Mob23_09.2009_Strassenverkehr:
Alkohol: Null-Toleranz-Politik bringt null (Im Blickpunkt 2)
Mob22_09.2009_Alternative Energien:
Wasserstoff ist sauber und auch sicher (Im Blickpunkt 3)
Mob21_09.2009_Strassenverkehr:
Verkehrsprognosen für den Herbst 2009
(Im Blickpunkt 4)
Mob20_09.2009_Strassenverkehr:
TCS-Winterreifentest 2009: Acht von 34 Reifen «nicht empfehlenswert» (Im Blickpunkt 5)

Mob19_09.2009_Alternative Antriebe:
Biotreibstoffe fördern fossile Abhängigkeit (Im Blickpunkt 0)
Mob18_09.2009_
Automobiltechnik: Volvos führende Sicherheitserfindung wurde 50 (Im Blickpunkt SpezNews)
Mob17_09.2009_Automobilgeschichte
: Kennen Sie die Geschichte von Volvo? (Im Blickpunkt rechts)
Mob16_09.2009_Nutzfahrzeugtechnik
: Lkw-Unfälle könnten der Vergangenheit angehören (Im Blickpunkt links)
Mob15_09.2009_Automobilwirtschaft:
Automobilmarken im Krisenjahr: Schadensbilanz oder Erfolgsstory (Im Blickpunkt 2)
Mob14_09.2009_
Automobilwirtschaft: Auto-Exporte: Indien überholt China(Im Blickpunkt 3)
Mob13_09.2009_
Strassentransport: LKW-Zulieferer Cargobull streicht jede zehnte Stelle (Im Blickpunkt 4)
Mob12_09.2009_Fahrzeugetechnik: Neue BMWs mit verbesserter Spracherkennung (Im Blickpunkt 5)
Mob11_09.2009_Luftverkehr:
Gulf Air will Airbus- und Boeing-Aufträge stornieren (Im Blickpunkt 5)
Mob10_09.2009_Arbeitswelt:
August 2009: Die Lage auf dem Arbeitsmarkt (Im Blickpunkt 4)
Mob09_09.2009_Arbeitswelt:
August 2009: Lehrstellensituation stabil (Im Blickpunkt 4)
Mob08_09.2009_Automobiltechnik:
BMW-Prototyp erzeugt Strom aus Abgasen (Im Blickpunkt 3)
Mob07_09.2009_
Telekommunikation: Handynutzung gibt Aufschluss über Freundeskreis (Im Blickpunkt 2)
Mob06_09.2009_: (Im Blickpunkt 0)
Mob05_09.2009_:
(Im Blickpunkt 0)
Mob04_09.2009_Schiffsverkehr:
Was sind eigentlich Tanker? (Im Blickpunkt rechts)
Mob03_09.2009_Schiffsverkehr: Raue See: Tanker kämpfen mit wenig Ölnachfrage (Im Blickpunkt links)
Mob02_09.2009_Messen und Tagungen: CARAVAN SALON DÜSSELDORF 2009 (Archiv 1 + 2 - Nachschauen)
Mob01_09.2009_Messen und Tagungen:
Die EUROBIKE 2009 glänzt mit Superlativen
(Archiv 1 + 2 - Nachschauen)

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Windenergie – was ist darunter zu verstehen?
(Im Blickpunkt rechts)
Bei der Windenergie handelt es sich um die kinetische Energie der bewegten Luftmassen der Athmosphäre. Sie ist eine indirekte Form der Sonnenenergie und zählt deshalb zu den erneuerbaren Energien. Die Windenergie-Nutzung ist eine seit dem Altertum bekannte Möglichkeit, um Energie aus der Umwelt zu schöpfen.
Stromerzeugung

Windenergieanlage, Windpark
Windenergieanlagen können in allen Klimazonen, auf See und in allen Landformen (Küste, Binnenland, Gebirge) zur
Gewinnung elektrischen Stroms eingesetzt werden. Aufgrund der Unstetigkeit des Windes kann die mit Windenergieanlagen gewonnene elektrische Energie nur im Verbund mit anderen Energiequellen oder Speichern für eine kontinuierliche Energiebereitstellung genutzt werden. Durch Prognose der Einspeisung und Austausch in und zwischen den deutschen Übertragungsnetzen (Regelzonen) kann die schwankende Stromerzeugung im Zusammenspiel mit anderen Kraftwerken wie die normalen Verbrauchsschwankungen ausgeglichen werden. Die Verknüpfung der Regelzonen und die Gesamtreserve dauerverfügbarer Energiequellen definieren daher zukünftig den Gesamtanteil der Windenergie an der Stromerzeugung. Für Deutschland geht man derzeit von 20 bis 25% maximalem Anteil aus. Eine andere Möglichkeit, die Schwankungen auszugleichen, besteht in der Nutzung von Pumpspeicherkraftwerken, Druckluftspeicherkraftwerken, Wasserstoffelektrolyse- und Verbrennung und Schwunggradspeichern (siehe norwegisches Modellprojekt auf der Insel Utsira). Die Kombination dieser Techniken mit dem sogenannten Demand Side Management, also der zeitweiligen Abschaltung oder dem verzögerten Betrieb nicht zwingend notwendiger Verbraucher, ist ebenfalls eine Möglichkeit, die Schwankungen bei der Windenergieerzeugung auszugleichen.

Andererseits weht der Wind aufgrund der Sonneneinstrahlung tagsüber meist stärker als nachts und passt sich somit auf natürliche Weise dem am Tag höheren Energiebedarf an. In ähnlicher Weise ist oft die Erzeugung im Winter größer als im Sommer, was ebenfalls günstig ist.

Die Höhe der vorzuhaltenden Reserveleistung (Regelenergie) hängt auch erheblich von der Vorhersagegenauigkeit des Windes, der Regelungsfähigkeit des Netzes sowie dem zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs ab. Eine deutliche Verminderung des Bedarfs an Regelenergie entsteht durch Kombination von Windenergieanlagen an verschiedenen Standorten, da sich die Schwankungen der dortigen Windgeschwindigkeiten teilweise gegenseitig ausmitteln.

Ältere drehzahlstarre Windenergieanlagen mit Asynchrongeneratoren haben z. T. Eigenschaften, die bei einem starken Ausbau Probleme im Netzbetrieb bereiten können; dies betrifft vor allem den sogenannten Blindstrom. Dem kann durch Blindstromkompensation abgeholfen werden; moderne drehzahlvariable Anlagen mit elektronischem Stromumrichter können den Blindstromanteil ohnehin nach den Anforderungen des Netzes beliebig einstellen und auch Spannungsschwankungen entgegenwirken, so dass sie sogar zur Netzstabilisierung beitragen können.

Umweltschützer argumentieren, Windenergie sei, wenn alle externen Kosten der Energieerzeugung (auch die Umweltschäden durch z. B. Schadstoffausstoß) einbezogen werden, neben der Wasserkraft eine der billigsten Energiequellen. (Beispiel sie 1)Da die Messung externer Kosten und Nutzen jedoch nicht eindeutig möglich ist, kommen andere Studien zu anderen Ergebnissen (Beispiel sie 2) Moderne Windenergieanlagen besitzen eine kurze energetische Amortisationszeit von nur wenigen Monaten (siehe 3).

Als lukrativ gelten Winde mit einer mittleren Geschwindigkeit von wenigstens 6,9 m/s in einer Höhe von 80 Metern über dem Erdboden. Sie werden als Winde der Klasse drei bezeichnet und sind an der Nordsee, der Südspitze Südamerikas, der australischen Insel Tasmanien und an den Großen Seen im Norden der USA üblich.

International
International gehört Deutschland vor Spanien, den USA und Indien zu den größten Nutzern von Windenergie zur Erzeugung von elektrischem Strom. Österreich lag Ende 2006 auf Platz 14.Dänemark verzeichnet mit etwa 20 Prozent weltweit den größten Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung. In einigen Regionen Deutschlands und Dänemarks liegt der Anteil allerdings noch wesentlich höher. Nach Informationen der IHK Emden betrug die Stromerzeugung aus Windenergie im Kammerbezirk Ostfriesland-Papenburg im Jahre 2005 im Durchschnitt 71% des Verbrauchs.

In Deutschland, Dänemark und Spanien gab es über Jahre eine durch den politischen Willen getragene gleichmäßige Entwicklung der Windenergie. Dies hat zur Entwicklung eines neuen Industriezweiges in diesen drei Ländern geführt. Deutsche Technologien (neben dänischen und spanischen Entwicklungen) wurden daher in den letzten Jahren auch verstärkt in anderen Märkten eingesetzt. Dadurch ist der Exportanteil deutscher Hersteller im Steigen begriffen.

Obwohl die restlichen Länder jeweils weniger als 100 MW installiert haben, findet man hier viele Länder, die erst in den letzten Jahren die Windenergie für sich entdeckt haben und denen in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum prognostiziert wird, wie zum Beispiel Brasilien. 2006 wurden 14.900 MW neu installiert, davon 2.454 MW in den Vereinigten Staaten, 2.233 MW in Deutschland, 1.840 MW in Indien, 1.587 MW in Spanien und 1.374 MW in China. Insgesamt sind damit weltweit 73.904 MW installiert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass durch das unterschiedliche und jährlich schwankende Windpotential die Windstromerzeugung in den verschiedenen Ländern andere Relationen haben kann, als die insgesamt installierte Leistung der Windenergieanlagen.

Die bereits eingetretenen Steigerungen der internationalen Windkrafterzeugung sind weitaus höher als z. B. noch 1998 im World Energy Outlook der IEA (Internationale Energieagentur) prognostiziert.

Quelle und Bilder: wikipedia und Siemens

Neuste Informationen zum Thema "Windenergie" > hier

Mob26_09.2009
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Bild: 91 Turbinen verrichten ab heute 30 Kilometer vor der Küste ihren Dienst
(Foto: Dong Energy)


Weltgrößter Offshore-Windpark geht ans Netz
(Im Blickpunkt links)

Rund 30 Kilometer vor der dänischen Küste ist dieser Tage, der bis dato weltgrößte Offshore-Windpark ans Netz gegangen. 91 Siemens-Turbinen
www.siemens.com erzeugen auf einer Fläche von 35 Quadratkilometern Strom aus Windkraft. Die Anlage namens "Horn Rev 2" hat eine Kapazität von 209 Megawatt und soll jährlich mehr als 800 Gigawattstunden Elektrizität produzieren - genug, um 200.000 Haushalte zu versorgen. Die gesamten Baukosten betragen rund eine Milliarde Dollar.

Anders Eldrup, Chef beim Betreiber der Anlage, Dong Energy www.dongenergy.com bezeichnet die Anlage als historisches Projekt. "Es wird für einige Zeit die größte Anlage auf der Welt bleiben", sagt er. Anderthalb Jahre betrug die Bauzeit. Windparks sind nicht nur umweltfreundlich, sie schaffen auch Arbeit. "Schon heute schafft Windenergie 90.000 Arbeitsplätze bei deutschen Zulieferern. Bis 2020 rechnen wir damit, dass zwischen 200.000 und 250.000 Menschen in dieser Branche tätig sind", sagt Ulf Gerder, Sprecher des Windenergie-Bundesverbands www.wind-energie.de, im Gespräch. Derzeit arbeiten allein bei Siemens 5.300 Menschen in dieser Sparte - die Mitarbeiterzahl hatte sich in den letzten fünf Jahren versiebenfacht.


Auf technischer Seite liefern die Siemens-Turbinen 2,3 Megawatt Leistung pro Stück. Der zentrale Punkt der Windräder liegt 68 Meter über der Wasseroberfläche und der Durchmesser beträgt 93 Meter. "Das durchschnittliche Gewicht solcher Turbinen beträgt 100 Tonnen", sagt Siemens-Sprecher Alfons Benzinger. Am höchsten Punkt ragen die Windräder 114,5 Meter über das Meer, zusätzliche 30 bis 40 Meter des Stehers sind unter Wasser. Jeder Windturm ist mit einer eigenen IP-Adresse ausgestattet, die es den Wartungsmannschaften gestattet, die Geräte einzeln anzusteuern. Der Zusammenbau der einzelnen Türme erfolgte noch an Land, im dänischen Esbjerg, von wo aus die Turbinen an ihren Bestimmungsort gebracht und dort aufgerichtet wurden.

"Offshore-Windparks sind ingenieurstechnisches Neuland", so Gerder. In der Vergangenheit kämpften Betreiber von Offshore-Windparks häufig mit der Korrosion, die durch die widrigen Bedingungen auf offener See sehr viel stärker auf die Windräder einwirkt als an Land. "Auch die logistischen Herausforderungen beim Bau von Offshore-Anlagen sind andere", so Benzinger. Deshalb sind Offshore-Anlagen sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt teurer als herkömmliche Windparks an Land. In Industriekreisen heißt es, Offshore-Anlagen können doppelt so teuer wie landgebundene sein. "Westeuropa ist dicht bevölkert, deshalb wird es immer schwieriger, die Erlaubnis für Windparks an Land zu bekommen", sagt Eldrup. Deshalb zieht es den Stromversorger auf die offene See, was allerdings ein Mehr an Wartung und Überwachung erfordert.

Um die ständige Überwachung des Windparks zu gewährleisten, hat man sich bei Dong für einen bislang einmaligen Schritt entschieden. Neben den Windrädern wurde auch eine Unterkunftsplattform errichtet, um Wartungsmannschaften die Möglichkeit zu geben, direkt im Windpark zu übernachten. Bis zu 24 Personen können auf der Herberge im Ozean nächtigen und die Riesenanlage überwachen. "Ähnliche Lösungen strebt man auch bei deutschen Windparks an. Es ist sinnvoller, wenn die Wartungsmannschaften vor Ort sind und nicht bei rauer See erst etliche Kilometer rausfahren müssen, um ihre Arbeit zu erledigen", sagt Gerder. Der erste große deutsche Windpark, BARD Offshore I www.bard-offshore.de , der derzeit errichtet wird, könnte also ebenfalls mit Unterkünften aufwarten. Generell, so Benzinger, wird momentan nur ein Bruchteil des Potenzials für Offshore-Windparks genutzt. "Allein in der EU hat Offshore Potenzial für 70 bis 80 Gigawatt Leistung. Davon werden derzeit erst 1,5 Prozent ausgenutzt", rechnet er vor.

Quelle: pte, Kopenhagen
Mob25_09.2009
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Mehrheit für Gratisbenutzung des Öffentlichen Verkehrs? (Im Blickpunkt 0)
Je kleiner die Gemeinde, desto grösser der Wunsch nach kostenloser Benutzung von Bus, Tram, Bahn und Schiff - repräsentative Umfrage für Reader's Digest Schweiz

Die Mehrheit der Schweizer will für die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel keine Billette oder Abonnements mehr lösen. Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic hat im Auftrag von Reader's Digest Schweiz einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung die Frage gestellt: "Sind Sie dafür oder dagegen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in der Schweiz durch Steuergelder finanziert und somit für die Benutzung gratis sind?" Das überraschende Ergebnis: In der deutschsprachigen Schweiz sind 51 Prozent der Befragten "sehr oder
eher dafür", im französischsprachigen Landesteil plädierten sogar 57 Prozent für die Gratisbenutzung des Öffentlichen Verkehrs.

Die Redaktion von Reader's Digest Schweiz wollte es genau wissen. Trifft die weit verbreitete Vermutung wirklich zu, dass ausser notorischen Schwarzfahrern wohl kaum jemand der Ansicht sein könnte, Bus, Tram, Bahn und Schiff sollen für alle kostenlos zu benutzen
sein? Wer von einer Leistung profitiert, soll auch dafür bezahlen - könnte man meinen.

Anderseits stammt von den weit über 13 Milliarden Franken, die der öffentliche Verkehr in der Schweiz jedes Jahr kostet, nur gut ein Drittel direkt von den Passagieren. Den Rest machen Beiträge von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie diverse Steuern und
Güterverkehrserträge aus. "Da kann doch die öffentliche Hand gleich alles berappen", meinen Befürworter der Gratislösung. "Wenn man nur bedenkt, was all die Billettautomaten und Kontrolleure kosten!"

Die Fraktion der Befürworter einer kostenlosen Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel in der Bevölkerung scheint grösser zu sein als häufig angenommen wird. Dabei spielt offenbar die Grösse des Wohnorts der Befragten eine Rolle, während sich bei den Geschlechtern
keine nennenswerten Unterschiede zeigen.

Rund 60 Prozent der Bewohner von Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern wollen gratis fahren, wogegen es in Städten mit über 10'000 Einwohnern noch 55 Prozent und in Städten mit mehr als 100'000 Einwohnern nur noch 48 Prozent sind. In den Alpen und Voralpen fand die Idee des Gratisverkehrs 47 Prozent Befürworter, im östlichen Mittelland 51 und im westlichen Mittelland sogar 54 Prozent.

"Die Reichen zahlen, die Armen profitieren", schimpfen die Gutsituierten und stellen mit 26 Prozent radikal Ablehnenden den Hauptharst der Gegner. Doch auch von den Gutsituierten sind 50 Prozent "sehr oder eher für" die Gratisbenutzung öffentlicher Verkehrsmittel, leicht mehr als der obere Mittelstand; beim unteren Mittelstand sind es bereits 55 Prozent, bei den wenig Bemittelten rund 70 Prozent.

Wenn die Zukunft den Jungen gehört, ist der Wegfall des Billettlösens nur noch eine Frage der Zeit: Mehr als 60 Prozent der unter 34-Jährigen wollen gratis fahren - gegenüber 44 Prozent der über 55-Jährigen.

Zur Methode der Umfrage
Zwischen 22. Mai und 12. Juni 2009 hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut ISOPUBLIC im Auftrag von Reader's Digest Schweiz landesweit repräsentativ 1000 Menschen befragt.

Mehr zum Thema: Die Oktober-Ausgabe von Reader's Digest Schweiz ist ab 24. September an zentralen Kiosken erhältlich.

Quelle: ots, Zürich
Mob24_09.2009
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Alkohol: Null-Toleranz-Politik bringt null

Großuntersuchung von Verkehrsunfällen bestätigt Sinnlosigkeit. Derzeit diskutieren College Administratoren, Sozialforscher und Gesetzgeber über die Frage, ob das Alkoholschutzalter in den USA von 21 Jahren wieder auf ein niedrigeres Altersniveau gesenkt werden sollte. Wirtschaftsexperte Darren Grant von der Sam Houston State University www.shsu.edu ist zum Schluss gekommen, dass die Diskussion in Verbindung mit der Null-Toleranz-Politik im Straßenverkehr praktisch sinnlos sei. Im Wirtschaftsmagazin Economic Inquiry analysierte der Wissenschaftler Daten von 30.000 Verkehrstoten unter 21 Jahren im nächtlichen Straßenverkehr im Rahmen einer Studie.


"Die Studie hat gezeigt, dass die Null-Toleranz Politik sowohl auf die Anzahl der Unfälle als auch auf die Blutalkoholwerte der Fahrer bei diesen Unfällen ohne jeglichen Effekt war. Andere Faktoren spielten zwar eine Rolle, dieses Gesetz hingegen nicht", so Grant. In den 1990er Jahren hatte der US-Kongress jenen Staaten, die das Schutzalter für den Alkoholkonsum nicht auf 21 Jahre anhoben und Übertretungen kompromisslos sanktionieren, damit gedroht, den Bundesstraßenausbau nicht weiter zu finanzieren. So wurden letztlich alle Bundesstaaten genötigt, sich den Vorstellungen des Kongresses zu beugen." Selbst minimale Alkoholmengen bei unter-21-Jährigen führten nun zu Verurteilungen für betrunkenes Autofahren", so der Forscher. Weil es nach einem Glas Alkohol bereits gleichgültig ist, ob man noch mehr Alkohol trinkt, trinken viele, wenn sie etwas getrunken haben, einfach weiter.

"Zero-Tolerance im Rechtssystem bedeutet Unverhältnismäßigkeit und Intoleranz und das ist im Rahmen einer freiheitlichen demokratischen Rechtsordnung nicht tolerierbar", meint Alfred Uhl, Koordinator des Bereich Suchtpräventionsdokumentation im Anton Proksch Institut www.antonprokschinstitut.at im Gespräch. "Sanktionen müssen verhältnismäßig zum Delikt sein. Sowohl die Frage nach dem Alkoholschutzalter als auch die Frage nach der Kompromisslosigkeit der Strafen ist dabei primär eine ethisch-politische und erst in zweiter Linie eine wissenschaftliche Frage", so der Experte. Ob etwas wirke und ob man es tun darf bzw. tun muss, seien zwei völlig unterschiedliche Fragen. Es sei lächerlich Alkohol bis zum Alter von 21 Jahren zu verbieten, während man gleichzeitig bereits mit 16 oder 17 Jahren Auto fahren oder zur Wahl gehen darf. "In den USA werden 18jährige in den Krieg geschickt, wo sie die Rolle eines Erwachsenen erfüllen müssen und wohl auch dessen Rechte haben sollten. Es ist unverständlich, dass Studenten, die an ihrem 20. Geburtstag ein Bier trinken, riskieren, vom College verwiesen zu werden", erklärt Uhl.

Die Ergebnisse der US-Studie von Grant belegen unter den betroffenen Autofahrern ein relativ ausgewogenes Verhältnis zwischen schweren Trinkern, leichten Trinkern und Antialkoholikern. Und das habe sich durch die strengeren gesetzlichen Maßnahmen nicht verändert. Ein Vergleich der Statistiken durch Grant vor und nach der Einführung der 21-Jahresgrenze bzw. der Null-Toleranz-Regel ergab, dass die Blutalkoholwerte von Unfallfahrern zwei Jahre vor der Einführung des Gesetzes und zwei Jahre danach nahezu identisch waren. Das sei ein Zeichen dafür, dass die Bestimmungen ineffektiv seien. "Wenn diese Maßnahmen die Menge des konsumierten Alkohols tatsächlich beeinflussen könnten, müssten die Ergebnisse anders aussehen."

Quelle: pte, Huntsville/Wien
Mob23_09.2009
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Wasserstoff ist sauber und auch sicher

Internationale Konferenz zur Sicherheit von Wasserstoff beendet. Wasserstoff ist nicht nur sicher und nachhaltig, er kann auch von der Allgemeinheit sicher verwendet werden. Diese Erkenntnis ist nicht ganz neu, wird aber von experimentellen und theoretischen Forschern und auch von Entwicklern und in Feldversuchen immer wieder bestätigt.

Mehr als 200 Experten auf dem Gebiet Wasserstoff-Sicherheit aus 25 Ländern trafen sich vergangene Woche in Ajaccio (Frankreich) zur 3. International Conference on Hydrogen Safety (ICHS). Veranstalter war HySafe, der in Brüssel ansässige Internationale Verband für Wasserstoff-Sicherheit; dieses Mal arbeitete er mit der International Energy Agency IEA zusammen. Die korsische Regionalregierung sowie auch die französische Regierung und die Stadt Ajaccio demonstrierten mit ansehnlicher finanzieller Unterstützung ihr Interesse an moderner, dezentraler Energieversorgung und den dazu gehörenden wissenschaftlichen Arbeiten.

Geprägt war diese Konferenz von dem Abschluss des von der EU geförderten Exzellenz-Netzwerks „HySafe“ (Vorläufer des gleichnamigen Verbandes). Anfang dieses Jahres nach fünfjähriger Tätigkeit. Die Arbeiten des Netzwerks sind abgeschlossen, und eine ganze Reihe von Abschlussberichten wurden auf der Konferenz vorgetragen. Es ist bedeutender Fortschritt erreicht worden, viele Fragen konnten beantwortet werden, und die noch bestehenden Wissenslücken sind jetzt klarer definiert worden, so dass zukünftige Arbeiten zielgerichtet in Erfolg versprechende Richtungen geleitet werden können.

Die Internationalität des Bestrebens, Wasserstoff als Energieträger einzuführen, zeigte sich auch in verschiedenen Veranstaltungen am Rande der Konferenz; eine davon war eine Sommerschule zur Sicherheit von Wasserstoff mit mehr als 80 Studenten, ein anderes die Generalversammlung von HySafe. So wie bei den vergangenen Konferenzen 2005 in Pisa (Italíen) und 2007 in San Sebastian (Spanien) hielt die International Partnership for Hydrogen Economy (IPHE) auch dieses Mal ihren Workshop über Regelwerke und Normen im Zusammenhang mit der Konferenz ab.

Die nächste ICHS soll im September 2011 in den USA stattfinden, wie der HySafe-Vorsitzende Manfred Wilms abschließend in Ajaccio mitteilte.

Nähere Informationen über HySafe finden Sie im Internet unter www.hysafe.info.

Quelle: Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV)
Mob22_09.2009
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Verkehrsprognosen für den Herbst 2009
(Im Blickpunkt 4)
Während den Herbstferien in einigen Kantonen und Nachbarländern kann es bis gegen Anfang November lokal zu regem Verkehr auf den Schweizer Strassen kommen, dies vor allem an den Wochenenden.

Auf folgenden Autobahnabschnitten erwarten wir Behinderungen: 

Autobahnen: Richtung Süden
- A1 St. Margrethen-Genf: zwischen Zürich und Bern, zwischen der Verzweigung Wankdorf und Neufeld (Baustelle), zwischen Crissier und Morges (Baustelle)
- A2/E35 Basel-Chiasso-Mailand: vor dem Grenzübergang Basel-Weil, zwischen dem Belchen-Tunnel und der Verzweigung Härkingen, zwischen Wassen und dem Gotthard-Nordportal, vor der Zollstation Chiasso-Brogeda und bei der Zahlstelle Como/Grandate
- A3 Basel-Sargans: zwischen dem Grenzübergang Basel-St-Louis und der Verzweigung Wiese, zwischen Lachen und Weesen (Baustelle)
- A6/A8 Bern-Interlaken: zwischen Thun und Interlaken
- A9 Vevey-Martigny: zwischen Bex und Martigny (Baustelle)
- A13 Sargans-Bellinzona: zwischen Nufenen und Hinterrhein (Baustelle) und vor dem Nordportal des San Bernardino-Tunnels
- Auf den Umfahrungen von Bern (A1/A6), Lausanne (A1/A9) und Zürich (A1/A3)

Zeiten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen:
Freitag: 16.00-20.00 Uhr; Samstag: 8.00-14.00 Uhr 

Autobahnen: Richtung Norden
- A1 Genf-St. Margrethen: zwischen Morges und der Verzweigung Ecublens (Baustelle), zwischen Neufeld und der Verzweigung Wankdorf und zwischen Bern und Zürich
- E35/A2 Mailand-Chiasso-Basel: bei der Zahlstelle Como-Grandate, vor der Zollstation Chiasso-Brogeda, zwischen Quinto und dem Gotthard-Südportal, zwischen Reiden und der Verzweigung Wiggertal, vor dem Grenzübergang Basel-Weil
- A3 Sargans -Basel: Zwischen AS Weesen und Lachen und vor dem Grenzübergang Basel-St-Louis
- A4a Zug-Sihlbrugg: zwischen Baar und dem Autobahnende in Sihlbrugg
- A8/A6: Interlaken-Thun: zwischen Interlaken und Spiez
- A8: Sarnen-Hergiswil: zwischen Alpnachstad und der Verzweigung Lopper
- A9 Martigny-Lausanne: zwischen Aigle und dem Glion-Tunnel
- A13 Bellinzona-Chur: zwischen Pian San Giacomo und dem San Bernardino-Südportal und zwischen Hinterrhein und Nufenen (Baustelle)
- Auf den Umfahrungen von Bern (A1/A6), Lausanne (A1/A9) und Zürich (A1/A3)

Zeiten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen:
Freitag: 16.00-20.00 Uhr; Sonntag: 13.00-20.00 Uhr.
Samstag: 11.00 - 20.00 Uhr

Gotthard-Strassentunnel: Richtung Süden
Vor dem Nordportal kann es an folgenden Tagen zu stockendem Verkehr oder Stau kommen:
25. und 26. September; 2. und 3. Oktober und 9. und 10. Oktober.

Zeiten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen:
Freitag: 16.00-20.00 Uhr; Samstag: 8.00-14.00 Uhr

Gotthard-Strassentunnel: Richtung Norden
Vor dem Südportal kann es an folgenden Tagen zu stockendem Verkehr oder Stau kommen:
19. und 20. September, 26. und 27. September; 2.,3. und 4. Oktober; 9.,10. und 11. Oktober, 16.,17. und 18. Oktober.

Zeiten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen:
Freitag: 16.00-20.00 Uhr; Samstag: 11.00-18.00 Uhr; Sonntag: 13.00-20.00 Uhr.

Hauptstrassen und Grenzübergänge:
Reger Verkehr ist auch auf den folgenden Strecken möglich: Spiez-Kandersteg, Gampel-Goppenstein (Rückreise), Bellinzona-Locarno, Wädenswil-Hirzel-Sihlbrugg, im Sihltal (Zug-Zürich), auf der Axenstrasse (Brunnen-Flüelen) sowie auf diversen Pass- und Hauptstrassen im Alpenraum. An den Grenzübergängen Au, Koblenz, St. Margrethen und Thayngen sind Wartezeiten möglich.

Weitere Informationen
Sprachgesteuerter Telefondienst von Viasuisse: Nummer 163 (50 Rappen pro Anruf und pro Minute); die nationalen Radiosender DRS, RSR und RSI; Internetseiten: www.tcs.ch, www.sbb.ch, www.teletext.ch (Schienenverkehr Seiten 486/487; Strassenverkehr 491-498); und www.bls.ch.

Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Mob21_09.2009
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TCS-Winterreifentest 2009: Acht von 34 Reifen «nicht empfehlenswert»
(Im Blickpunkt 5)
TCS rät von Billigreifen ab: Sie schneiden in den sicherheitsrelevanten Kriterien schlecht ab. Der Touring Club Schweiz testete 34 Winterreifen in zwei unterschiedlichen Dimensionen (185/60 R 14 T und 205/55 R 16 H). Testkriterien waren Bremsen, Aquaplaning, Handling, Treibstoffverbrauch, Verschleiss und Schnelllauf. Elf Reifen erzielten die Bestnote, zwölf erhielten die Note «empfehlenswert». Acht Reifen erhielten die Note «nicht empfehlenswert». Darunter die sechs Billigreifen, die in den sicherheitsrelevanten Kriterien versagten. Der TCS empfiehlt, in etwas teurere Reifen und damit auch in mehr Sicherheit zu investieren.

In der Dimension 185/60 R 14 T erreichten sechs der 16 Produkte die TCS-Bestnote «sehr empfehlenswert» (Vredestein Snowtrac 3, Fulda Kristall Montero 3, Continental WinterContact TCS 800, Bridgestone Blizzak LM-30, Goodyear UltraGrip 7+, Dunlop SP Winter Response). Dabei können der Goodyear UltraGrip 7+ und der Dunlop SP Winter Response das ausgezeichnete Resultat von 2008 ebenso bestätigen, wie der ContiWinterContact TS 800 von Continental und der Snowtrac 3 von Vredestein. Neu in der Spitzengruppe vertreten sind der Fulda Kristall Montero 3 und der Bridgestone Blizzak LM-30. Die sechs getesteten Produkte leisten sich keine Schwächen in den sicherheitsrelevanten und wirtschaftlichen Kriterien Treibstoffverbrauch und Verschleiss.

Drei Reifen wurden mit der Note «empfehlenswert» (Kleber Krisalp HP2, Semperit Master-Grip, Uniroyal MS plus 6) bewertet. Alle Produkte zeigten leichte Schwächen auf Eis, zudem überzeugte der Kleber auf Schnee nicht und der Uniroyal - „the rain tyre“ - erbrachte erstaunlicherweise auf nasser Fahrbahn nicht die geforderte Leistung.

Mit der Note «bedingt empfehlenswert» wurden die Reifen Kumho I’Zen KW23 und Lassa Snoways Era bewertet. Während der Kumho auf Schnee seine Schwachstelle hat, fällt der Lassa auf nasser Fahrbahn durch. Insgesamt fünf Produkte werden vom TCS als «nicht empfehlenswert» eingestuft. Es sind dies folgende Reifen: Firestone Winterhawk 2, Pneumant PN 150 Wintec, Marangoni 4 Winter, Sava Eskimo S3 und Federal Himalaya WS-1. Der Firestone und der Pneumant konnten auf Schnee nicht überzeugen. Zudem zeigte der TCS-Winterreifentest 2009 deutlich auf, dass wiederum die Billigreifen in den sicherheitsrelevanten Kriterien versagen. So zeigen der Marangoni 4 Winter, Sava Eskimo S3 und der Federal Himalaya WS-1 eklatante Schwächen auf nasser und trockener Fahrbahn. Sie wurden aber hauptsächlich wegen des langen Bremsweges auf Nässe abgewertet.

Neuer Verschleisstest
Für die Dimension 185/60 R 14 T wurde der Verschleisstest auf dem Prüfstand weiterentwickelt. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen dieses Verfahrens kann nun auch das genaue Abriebsbild des Strassenversuchs abgebildet werden. Notwendige Überprüfungen können auf der Referenzstrecke nachgefahren werden.

In der Dimension 205/55 R 16 H erreichten fünf von 18 Produkten die Note «sehr empfehlenswert» (Continental WinterContact TS 830, Goodyear UltraGrip 7+, ESA-Tecar Super Grip 7, Dunlop SP Winter Sport 3D, Hankook Icebear 440). Alle fünf Reifen zeichnen sich durch gute Leistungen in der Sicherheit oder den wirtschaftlichen Kriterien Treibstoffverbrauch und Verschleiss aus. Gar neun Reifen erhielten die Note «empfehlenswert» (Michelin Primacy Alpin PA3, Maloya Davos, Vredestein Snowtrac 3, Yokohama W.drive, Semperit Speed-Grip, Uniroyal MS plus 66, Nokian WR G2, Kumho I’Zen KW23 und Pirelli Winter 210 Sottozero 2).

Die Schwächen dieser Reifen gegenüber der Siegergruppe liegen vor allem bei den sicherheitsrelevanten Kriterien und beim Verschleiss. Der Michelin Primacy Alpin PA3 punktet zwar im Verschleiss, könnte aber bessere Wintereigenschaften aufweisen. Der neue Maloya Davos überzeugt in allen sicherheitsrelevanten Kriterien, mit seinem höheren Verschleiss eignet er sich allerdings nur für "Wenigfahrer". Der Konzernbruder Vredestein Snowtrac 3, der dem Maloya optisch sehr ähnlich sieht, verpasste den Einzug in die Spitzengruppe nur knapp und scheiterte an der Nässehürde. Der Semperit Speed-Grip und Nokian WR G2 scheitern ebenfalls an der Nässehürde. Der Yokohama W.drive zeigt wie im Vorjahr die gleichen leichten Schwächen bei Nässe und auf Schnee. Ebenso der Uniroyal, der wie bereits im Vorjahr, aufgrund der schwachen Fahrleistung auf Eis abgewertet wurde. Der Kumho I'Zen KW23 zeigt zu den Schwächen auf nasser Fahrbahn im Vorjahr zusätzlich Schwächen auf Schnee und im Verschleiss. Der Pirelli W210 Sottozero 2 wurde aufgrund zu schwacher Leistungen auf trockener, nasser und vereister Fahrbahn abgewertet.

Der Reifen Avon Ice-Touring ST hat zwar auf nasser Fahrbahn gut abgeschnitten, weist aber Schwächen auf verschneiter Fahrbahn auf. Folglich erhielt er die Bewertung «bedingt empfehlenswert».

Auch in dieser Dimension schneiden die beiden Reifen (Goodride SW 602 und Kenda Polar Trax) aus dem Billigsegment erwartungsgemäss schlecht ab und werden mit einem «nicht empfehlenswert» bewertet. Grund für die Abwertung ist in beiden Fällen die sehr schwache Fahrleistung auf nasser Fahrbahn. Beim Goodride bemängeln die Testfahrer ausserdem die schwache Fahrleistung auf trockener Fahrbahn. Der dritte «nicht empfehlenswerte» Reifen ist überraschenderweise der Firestone Winterhawk 2, dessen Leistungen sich auf verschneiter Fahrbahn unter dem Niveau eines Winterreifens bewegten.

Neuerungen beim Test auf Eis
Die Eistests beider Dimensionen wurden dieses Jahr in die Eis-Arena Wolfsburg verlegt. Aufgrund modernerer und effizienterer technischer Ausstattungen schwankt dort die Eistemperatur weniger und die Eisqualitäten bleiben länger konstant. Dieser Umstand erlaubt es die Testzeiten zu erhöhen, da weniger häufig präpariert werden muss.

Hinweise und Tipps

Augen auf beim Reifenkauf: Wer sich nach Reifentests erkundigt oder Offerten einholen will, muss die vollständige Reifendimension kennen (z.B. 205/55 R 16 H). Kaufen Sie keine «Rabattsätze», sondern mindestens «empfehlenswerte» Reifen zu einem angemessenen Preis inkl. Nebenkosten und Dienstleistungen.

Reifendruck: Der Reifen ist das wichtigste Bindeglied zwischen Fahrzeug und Fahrbahn. Die regelmässige Kontrolle des Reifendrucks hilft nicht nur Treibstoff zu sparen, sondern erhöht auch die Sicherheit. Ein falscher Reifendruck verändert das Fahrverhalten und verkürzt die Reifenlebensdauer.

TCS-Ratgeber «Winterreifen 2009»: Die vollständigen Testergebnisse sowie viele nützliche Tipps enthält der TCS-Ratgeber «Winterreifen 2009». Der Ratgeber wurde mit der Unterstützung vom Reifen-Verband der Schweiz (RVS) erstellt. Er ist für TCS-Mitglieder kostenlos in allen TCS-Geschäftsstellen ab Ende September 2009 erhältlich (Preis für Nichtmitglieder CHF 10.00). Neu ist der Ratgeber auch im Internet unter www.reifen.tcs.ch abrufbar.

Quelle: TCS Bern/Emmen
Mob20_09.2009
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Biotreibstoffe fördern fossile Abhängigkeit
(Im Blickpunkt 0)
Hohe Erzeugungskosten sorgen für schlechte Energiebilanz. Für die Herstellung von Treibstoffen aus Getreide wird mehr fossile Energie benötigt als das Endprodukt liefert. Das besagt eine Untersuchung der New Yorker Cornell University www.cornell.edu, die im Journal Human Ecology veröffentlicht wurde. "Biotreibstoffe sind nicht nur ineffizient, sondern auch ökonomisch und ökologisch teuer und weit nicht so produktiv wie früher angenommen", so der Studienleiter David Piomentel. Laut seinen Berechnungen lassen Biotreibstoffe die Abhängigkeit der USA von fossilen Brennstoffen steigen statt diese zu senken. In Verbindung auch mit den ethischen Bedenken, Nahrungsmittel zu Zeiten der Unterernährung einer Mehrheit der Menschheit für Treibstoffe zu verwenden, sei die Erzeugung von Biotreibstoffen langfristig abzulehnen, so das Plädoyer des Forschers.



Dass die Umwandlung einer Reihe von Getreidesorten in Energie mehr kostet als sie liefern kann, geht laut Piomentels Berechnungen auf die fehlende Effizienz der Biotreibstoffe zurück. Demnach liefert Ethanol aus Mais eine Energierückführung von 46 Prozent, Schilf 50 Prozent, Biodiesel aus Sojabohnen 63 Prozent und der Raps 58 Prozent. Problematisch seien außerdem die bei der Erzeugung auftretende Wasserverschmutzung durch Düngemittel und Pestizide, der Beitrag zur globalen Erwärmung, die stärkere Erosion des Bodens und die Luftverschmutzung. Biotreibstoffe würden die Öl-Abhängigkeit der USA ironischerweise noch steigern anstatt sie zu senken, was ihrer Grundabsicht entgegenstehe. Denn in den meisten Fällen werde mehr fossile Energie für die Erzeugung einer Einheit Biotreibstoffe aufgewendet als sie selbst erbringe. "Das führt dazu, dass die USA mehr Öl und Gas importiert, um Biotreibstoffe zu erzeugen", so der US-Forscher.

Ronny Winkelmann von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe www.fnr.de verteidigt im pressetext-Interview die Energiebilanz der Biotreibstoffe. "Sie ist grundsätzlich positiv und hängt von der Art des erzeugten Kraftstoffes ab." Er betont, dass die USA und die EU unterschiedliche Ziele für ihre Biotreibstoffe verfolgen. "Die USA fördert Biotreibstoffe unter dem Aspekt der Versorgungssicherheit, in Europa steht hingegen der Umweltaspekt durch die erhoffte Verminderung der Treibhausgas-Emissionen im Vordergrund." Derzeit beträgt der Anteil der Biotreibstoffe an den mineralischen Kraftstoffen sechs Prozent. Sie werden vor allem im Fahrzeugbereich, zur Stromerzeugung und als Pflanzenöl eingesetzt oder beigemischt.

Ein EU-Vorschlag für Richtlinien zur Nachhaltigkeit in der Biotreibstoff-Erzeugung liegt vor www.iscc-project.org und soll noch im Laufe des Jahres 2009 verabschiedet werden. "Künftig sollen nur noch die Biotreibstoffe erlaubt sein, die über ein Zertifikat verfügen. Ausschlaggebend für dessen Verleihung werden vor allem ökologische Kriterien sein wie die CO2-Bilanz, das benötigte Wasser oder der Einsatz von Dünger", so Winkelmann. Es werde noch diskutiert, inwiefern auch soziale Gesichtspunkte bei der Herstellung wie die Einhaltung von Mindestlöhnen oder das Verbot der Zwangsarbeit in das Zertifikat eingehen sollen, so Winkelmann abschließend.

Quelle: pte, New York/Gülzow
Mob19_09.2009
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Volvos führende Sicherheitserfindung wurde 50
(Im Blickpunkt SpezNews)

Volvo Trucks ist langjähriger Branchenführer im Bereich passive Sicherheit, d. h. von Technologie, die zum Schutz derer beiträgt, die in einen Zusammenstoss verwickelt sind. Dieses Jahr ist es 50 Jahre her, dass Volvo den Dreipunkt-Sicherheitsgurt einführte, eine Erfindung, die im Verkehr mehr Leben gerettet hat als jedes andere technische Merkmal. „Wir gestatteten sämtlichen Herstellern sofort die kostenlose Nutzung unseres Patents und heute ist der Sicherheitsgurt eine selbstverständliche Ausstattung in nahezu sämtlichen Lkw und Pkw. Wir können deshalb sagen, dass in jedem Fahrzeug auf der Strasse ein wenig Volvo steckt - unabhängig von Marke und Modell“, so der Leiter Verkehrs- und Produktsicherheit von Volvo Trucks, Carl Johan Almqvist.

Zwar gibt es den Dreipunkt-Sicherheitsgurt schon ein halbes Jahrhundert, doch wird er von Lkw-Fahrern in einigen Ländern erschreckend wenig verwendet. Auf schwedischen Strassen verwenden nur vier von 10 Lkw-Fahrer den Gurt, während in Frankreich wegen sehr strenger Gesetze die Verwendung des Sicherheitsgurts auf 80 % hochgeschnellt ist.















Die Folgen der Nichtverwendung von Gurten sind durch eigene Unfalluntersuchungen von Volvo Trucks bestens dokumentiert. Von 15 in den letzten drei Jahren getöteten Lkw-Fahrern auf schwedischen Strassen trug beispielsweise nur einer einen Sicherheitsgurt.

„Der Mensch hat keinen eingebauten Tachometer, daher empfinden wir Geschwindigkeit nicht als gefährlich, insbesondere, wenn wir hoch oben in einem grossen Fahrzeug sitzen. Weltweit stirbt jedes Jahr eine grosse Anzahl von Fahrern, weil sie keinen Sicherheitsgurt trugen. Ihr Leben hätte durch das selbstverständlichste Sicherheitsmerkmal eines Lkw gerettet werden können. Das ist etwas, was wir ändern müssen, eine Herausforderung, die so gross wie die Entwicklung neuer Technologien zur Vermeidung von Unfällen ist“, so Carl-Johan Almqvist. Er zieht dieses Fazit: „Wir haben Sicherheitsgurtwarner in unseren Lkw, doch letztendlich sind es die Fahrer selbst, die die Risiken erkennen müssen, die sie eingehen, wenn sie ohne Anlegen des Sicherheitsgurts fahren. Nahezu unser gesamter systematischer Sicherheitsansatz wird ausgehebelt, wenn der Gurt nicht die Chance erhält, den Sitzenden bei einem Unfall sicher am Platz zu halten. Dies gilt auch, wenn der Fahrer im Fahrerhaus umher geschleudert oder aus dem Fahrerhaus geworfen wird, wenn sich der Lkw überschlägt.“

Das weltweit erste Fahrzeug mit einem Dreipunkt-Sicherheitsgurt als Standard – ein Volvo PV544 - wurde am 13. August 1959 in Karlstad, Schweden, ausgeliefert.

Quelle: Volvo Trucks (Schweiz) AG
Mob18_09.2009
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Kennen Sie die Geschichte von Volvo?
(Im Blickpunkt rechts)
Volvo (lat.: ich rolle) ist ein schwedischer Fahrzeugkonzern. Der Konzern wurde 1927 als Pkw-Hersteller gegründet, verkaufte den Geschäftsbereich Volvo Car Corporation jedoch 1999 an Ford.

Heute produziert die Volvo Group Busse (Volvo Buses) und Lastkraftwagen der Marken Volvo (Volvo Trucks), Renault, Mack und Nissan, sowie Baumaschinen.

Zur Volvo Group gehört auch die Firma Volvo Penta, die vor allem Boots-, Schiffs- und Industriemotoren fertigt. Außerdem Volvo Construction Equipment, die Baumaschinensparte von Volvo, Volvo Aero (früher Volvo Flygmotor) - Fertigung von Flugzeug- und Raumschiffantrieben und die Finanzsparte Volvo Financial. Alle sind 100%ige Töchter der Volvo Group (AB Volvo). Volvo Financial ist die einzig übrig gebliebene Volvo-Sparte außerhalb des Fahrzeugsegments.

Bis 1973 war Volvo ein reiner Fahrzeugkonzern. Danach jedoch folgten viele Beteiligungen und Übernahmen in anderen Segmenten. Der damalige Vorstandsvorsitzende Pehr G. Gyllenhammar entwickelte Volvo im Laufe der Jahre zu einem Multikonzern. Auf der Aktionärsversammlung im April 1994 stellte der damalige Vorstandsvorsitzende Sören Gyll das Ende der Diversifikation vor. Volvo konzentrierte sich fortan wieder fast vollständig auf das Kerngeschäft und verkaufte nach und nach - mit Ausnahme der genannten Volvo Financial - alle anderen ehemaligen Volvo-Töchter außerhalb des Fahrzeugsegments.

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Quelle: Wikipedia
Mob17_09.2009
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Lkw-Unfälle könnten der Vergangenheit angehören
(Im Blickpunkt links)
Laut jüngstem Bericht des Verbands der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) sterben jedes Jahr 40.000 Menschen auf Europas Strassen, also über 100 pro Tag. Trotz einer Verdreifachung des Verkehrs in den letzten 30 Jahren hat sich jedoch in Europa die Anzahl der Todesopfer im gleichen Zeitraum halbiert. Dies ist in weiten Teilen technologischen Entwicklungen zu verdanken.

„Wir haben in den letzten Jahren einen erheblichen technologischen Fortschritt gemacht. Längerfristig ist es realistisch möglich, Todesopfer bei Unfällen, in die Lkw verwickelt sind, völlig zu vermeiden“, so Carl Johan Almqvist, neuer Leiter Verkehrs- und Produktsicherheit bei Volvo Trucks.

Volvo Trucks ist seit langem Branchenführer bei passiver Sicherheit, d. h. Technologie, die Lkw-Insassen bei einem Unfall schützt. In den letzten Jahren hat das Unternehmen auch eine führende Position bei aktiver Sicherheit eingenommen, die den Fahrer bei der Vermeidung von Unfällen unterstützt. 2008 führte Volvo Trucks Sicherheitssysteme ein, die in der Branche einzigartig sind und zwei der häufigsten Unfallursachen verhindern: Schläfrigkeit und Unaufmerksamkeit.









Bilder (obere Reihe v.l.n.r):
1. Abbiegelicht; 2. und 3. Abstandsregelung; 4. Alcoloc

Bilder (untere Reihe v.l.n.r): 1. ESP;
2. EuroFOT-Kamera; 3. Spurwechselunterstützung


Volvo Trucks mischt auch bei Assistenzsystemen, also Systemen, durch die der Fahrer in schwierigen Fahrsituationen die Kontrolle über den Lkw behält, ganz vorne mit. Dies ist ein ganz wichtiger Bereich, weil Unfälle mit einzelnen Fahrzeugen, bei denen sich der Lkw überschlägt oder von der Strasse abkommt, die Hälfte sämtlicher Unfälle ausmachen, die Todesopfer oder schwere Verletzungen verursachen. Volvo Trucks ist der einzige Hersteller mit einem System, das Fahrgestelle mit einem oder mehreren Anhängern stabilisiert.

Das Unternehmen ist auch der einzige Hersteller der Branche mit einer ins Fahrzeug integrierten Alkoholsperre (Alco-Lock), die verhindert, dass der Lkw angelassen werden kann, bevor der Fahrer eine Atemanalyse durchgeführt hat, indem er in den Stutzen des Instruments bläst und den Test besteht.

„Wenn wir die aktiven und passiven Systeme kombinieren, besteht kein Zweifel, dass wir die sichersten heutzutage erhältlichen Lkw anbieten können,“ so Carl-Johan Almqvist.

Nullvision
Der nächste Schritt bei der technologischen Entwicklung sind Systeme, die die Fahrzeuge noch intelligenter machen, indem sie beispielsweise miteinander und mit dem Verkehr um sie herum kommunizieren. Längerfristig können diese V2V (Vehicle to Vehicle, Fahrzeug-Fahrzeug)- und V2I (Vehicle to Infrastructure, Fahrzeug-Infrastruktur)-Systeme den Weg für Technologie bahnen, bei der sich aufeinander zu bewegende Fahrzeuge einen „Dialog führen“ und einen Frontalzusammenstoss vermeiden können, wenn die Fahrer nicht rechtzeitig reagieren.

„Wir haben enorm in Forschung investiert und befinden uns bei der Entwicklung dieser Art von Systemen an vorderster Front. Um jedoch weitere Fortschritte in Richtung null Verkehrsunfälle zu machen, müssen Fahrzeughersteller und die Gesellschaft zusammenwirken“, erläutert Carl-Johan Almqvist.

Im Rahmen dieses Ansatzes beteiligt sich Volvo Trucks an einem europaweiten Forschungsprojekt namens Safespot, das untersucht, wie Pkw und Lkw miteinander und mit der Infrastruktur in einer Form, die als kooperatives System bezeichnet wird, kommunizieren können.

„Die Idee dabei ist, dem Fahrer auf Basis von Daten über Position und Geschwindigkeit anderer Fahrzeuge, Strassenverhältnisse und sich möglicherweise auf der Strecke befindliche Hindernisse erweiterte wichtige Informationen über das Geschehen auf der Strasse zu vermitteln. Damit dies sicher funktioniert, muss zuverlässige und schnelle Kommunikation in einem lokalen Netzwerk stattfinden“, berichtet Carl-Johan Almqvist und fügt hinzu:

„Diese Art von Technologie muss äusserst zuverlässig sein und erfordert offene, konstruktive Zusammenarbeit zwischen Fahrzeugherstellern und der Gesellschaft. Eine der grössten Herausforderungen besteht in der Ermittlung einer standardisierten „Sprache“ für die Kommunikation mit der Fahrzeug-Infrastruktur“, so Almqvist.

Digitaler Copilot
Im Rahmen eines EU Projekts namens HAVEit (Highly Automated Vehicles for Intelligent Transport, Hoch automatisierte Fahrzeuge zum intelligenten Transport) nimmt Volvo Trucks an der Entwicklung eines digitalen Copiloten für Lkw teil. Es handelt sich dabei um einen virtuellen Schutzengel, der die Strasse und den umgebenden Verkehr aufmerksam überwacht und Hilfe anbietet oder einschreitet, wenn der Fahrer die Kontrolle verliert.

„Unsere wichtigste Aufgabe besteht darin, den Fahrer so weit wie möglich zu unterstützen und seinen Job hinter dem Lenkrad zu erleichtern. Aber auch wenn wir uns der Nullvision nähern, kann Technologie niemals die Verantwortung für das Fahren des Lkw übernehmen. Diese Rolle nimmt jetzt und in Zukunft der professionelle und qualifizierte Fahrer ein“, so Carl Johan Almqvist.

Fakten zu Volvo-Sicherheitssystemen
Driver Alert Support (Fahrerwarnsystem) merkt, wenn der Fahrer schläfrig ist, indem es die Position des Lkw zwischen Fahrbahnmarkierungen überwacht. Das System warnt den Fahrer, wenn es erkennt, dass die Fahrzeugbewegung auf der Fahrbahn nicht normal ist.

Das Stabilitätssystem von Volvo, ESP (Electronic Stability Program, elektronisches Stabilitätsprogramm) wird von einem Computer gesteuert, der Informationen über eine Vielzahl von Quellen empfängt, einschliesslich Radsensoren der ABS-Bremsen, dem Lenkungssystem und einem Gyroskop. Indem der Bordcomputer diese Informationen als Grundlage verwendet, kann er sofort feststellen, ob der Lkw sich zu überschlagen oder zu rutschen droht. ESP reagiert sofort durch individuelles Abbremsen von einem oder mehreren Rädern an Lkw und Anhänger/Auflieger. Wenn nötig, kann das System auch die Motordrehzahl verringern.

Lane Changing Support (Spurwechselunterstützung) ist ein aufmerksames zusätzliches „Auge“, das Radarsensoren verwendet, damit der Lkw-Fahrer andere Fahrzeuge im rückwärtigen toten Winkel auf der Beifahrerseite erkennen kann. Der Fahrer wird durch ein visuelles Signal in der A-Säule sowie einen Warnton gewarnt.

Quelle: pts, Nürnberg
Mob16_09.2009
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Automobilmarken im Krisenjahr: Schadensbilanz oder Erfolgsstory
(Im Blickpunkt 2)
Welche Automarken haben in der Krise Schaden erlitten, wer sind die Gewinner? Wie haben sich Abwrackprämie, verändertes Werbeverhalten, Übernahmemeldungen und Insolvenzspekulationen auf die Weiterempfehlungsbereitschaft und somit auf die Attraktivität der Automobilmarken in den vergangenen 12 Monaten in Deutschland ausgewirkt? Antworten und Rückschlüsse auf die Zukunftsfähigkeit der Marken liefert die von der Markenstrategie-Beratung Brand:Trust in Auftrag gegebene Studie "Marken von morgen", die erstmals und ganz aktuell die Situation der Automobilbranche vor der Krise im August 2008 und im August 2009 gegenüberstellt.

Weiterempfehlungsbereitschaft als Zukunftsindikator
Entgegen der weithin üblichen Praxis, die Stärke von Marken primär auf Basis ihrer Bekanntheit zu begründen, haben die Markenstrategie-Experten von Brand:Trust für ihre Marktanalyse eine zweite Komponente ergänzt: die Attraktivität. Im Brand:Trust Performance Monitor werden die ungestützte Bekanntheit und als wichtigstes Attraktivitätskriterium die Weiterempfehlungsbereitschaft in Bezug zu einander gesetzt. Dieser Systematik liegt der wissenschaftlich begründete Zusammenhang zwischen dem Höchstmaß an Kundenloyalität, nämlich der Bereitschaft eine Marke weiterzuempfehlen, und dem profitablen Wachstum eines Unternehmens zugrunde (F. Reichheld, Harvard Business Review 2003). Das Ergebnis visualisiert die Entwicklung der Werte Bekanntheit und Attraktivität (Weiterempfehlungsbereitschaft) und gibt darüber hinaus Aufschluss über die Zukunftsfähigkeit der jeweiligen Marken. (Befragung erfolgte durch GfK).

Exzellenz an allen Markenkontaktpunkten wird belohnt
Der beste Performer 2009 ist Audi. Die führende Position aus 2008 konnte die Marke weiter ausbauen. Und damit lässt Audi sogar die starke Mutter VW hinter sich. "Audi erntet die Früchte der langjährigen und konsequenten Markenarbeit," bewertet Jürgen Gietl, Leiter des Competence Centers Automotive und Managing Partner bei Brand:Trust. "Audi hat erkannt, dass Markenattraktivität entsteht, wenn das, wofür die Marke Audi steht, in allen Markenkontaktpunkten erfahrbar wird," so Gietl weiter. Nach seiner Einschätzung gehören bei Audi hierzu die eindeutige und durchgängige Markenstilistik, die sofortige Wiedererkennung gewährleistet, ebenso wie das Automobildesign, das den Massengeschmack trifft und gleichzeitig klar vom Wettbewerb differenziert, aber auch die Architektur der Autohäuser sowie deren Servicequalität.

In dem von Audi angeführten Top-Segment mit den höchsten Bekanntheits- und Weiterempfehlungswerten, also den "Star Brands" und somit den "Marken von heute" folgen mit einigem Abstand die starken Marken VW, BMW und erst dann Mercedes. VW blieb auf annähernd ähnlichem Attraktivitätsniveau wie im Vorjahr mit leicht gesteigerter Bekanntheit. Die Ursachen hierfür dürften die Einführung des Markenzugpferdes Golf sowie die immense Medienpräsenz im Zuge der Porsche Übernahme sein. BMW hingegen hat insbesondere bei der Weiterempfehlungsqualität leichte Verluste zu verzeichnen. Den auffälligsten Rückschlag in diesem Segment muss Mercedes verkraften. Können die Kooperationspläne zwischen den Erzrivalen BMW und Mercedes ein Grund für diesen Attraktivitätsverlust sein? Das Weiterempfehlungsniveau von Mercedes entspricht aktuell dem der Marke Volvo. Die Schweden rangieren mit einem verhältnismäßig geringem Bekanntheitsgrad und hoher Weiterempfehlungsquote im Bereich der "In Brands", die aufgrund der ausbaufähigen ungestützten Bekanntheit auf hohem Weiterempfehlungsniveau als "Marken von morgen" gelten können.

Die Verlierer: Leistung vs. Illusionsmarketing
Mit schriller Werbung oder der substanzlosen Besetzung eines gerade aktuellen Themas lässt sich nicht punkten. Diese Schlussfolgerung liegt nahe, wenn man sich die Entwicklung der französischen Automobilmarken ansieht. Renault hatte als "Créateur d´automobiles" seinen Kunden mit Hilfe platzender Weißwürste in der Werbung kreativ vermitteln wollen, Leader in Sachen Sicherheit zu sein. Doch diese Position wird seit Jahrzehnten nach wie vor Volvo zugeschrieben. Peugeot verzeichnet den größten Absturz. Auch bei Renault ist eine Abwärtsbewegung bei der Weiterempfehlungsbereitschaft deutlich erkennbar. Citroen, bereits 2008 im Bereich mit niedrigen Werten rangierend, blieb in diesem Kellersegment. Diesen Anbietern, allesamt mit einem diffusen Markenbild, ist es offensichtlich nicht gelungen, einen möglichen technologischen Vorsprung glaubhaft zu vermitteln. Nicht nur bei den französischen, sondern auch bei den amerikanischen Marken rächt sich das jahrelange Missmanagement. Ford und Chrysler verloren bei beiden Werten.

Unter den Verlierern muss auch Porsche gelistet werden. Die Marke nahm eine interessante Entwicklung. 2009 stieg die Bekanntheit erheblich, doch dies ging mit einem drastischen Absturz in Sachen Weiterempfehlung einher. Die gescheiterte VW-Übernahme, die Ausweitung der Modellpalette und wenig Antworten auf die Nachhaltigkeitsdiskussion dürften nur einige der zahlreichen Ursachen sein.

Die Betrachtung der asiatischen Anbieter zeigt keine Marke mit einer Bekanntheit oder Attraktivität, die nur annähernd an die der deutschen Star Brands heranreicht. Und das gilt auch für Toyota - trotz des Erfolges mit dem Hybrid Fahrzeug Prius. Der Transfer von der Produkt- zur Dachmarke ist hier offensichtlich noch nicht gelungen.

Negative Presse schädigt Markenattraktivität
Auch wenn die Schlagzeilen der Insolvenz- oder Übernahmekandidaten meist im Wirtschaftsteil der Medien stattfanden, haben diese offensichtlich Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Marken generell. Die permanente Präsenz in der Presse sorgt bei Opel, Chrysler und Porsche zwar für eine höhere Bekanntheit. Doch dies ist kein Grund zur Freude, denn gleichzeitig sank die Attraktivität dieser Marken. Ford trifft es doppelt hart: hier sank auch noch die Bekanntheit.

"Kurzfristige Verkaufserfolge, wie aktuell durch die Abwrackprämie stimuliert, dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Marken nur nachhaltig profitabel sein können, wenn sie ebenso nachhaltig mit den höchsten Weiterempfehlungswerten aufwarten können", resümiert Jürgen Gietll und ergänzt: "Wirtschaftlich erfolgreich und somit zukunftsfähig werden die "Marken von Morgen" sein, die bereits heute einen Plan haben, ihr Zukunftspotential zu nutzen und die "Marken von heute", die Antworten parat haben auf die Frage, wie sie ihre Marken unter veränderten Umfeldbedingungen zukünftig attraktiv halten können".

Studiendesign:

Befragungszeitraum: 1. Welle August 2008, 2. Welle August 2009
Befragt wurden: 2008 1.013 und 2009 1.008 Männer und Frauen ab 14 Jahre
Befragung: computergestützte telefonische Interviews (CATI)
Durchführung: GfK, Nürnberg

Quelle: pts, Nürnberg
Mob15_09.2009

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Auto-Exporte: Indien überholt China
(Im Blickpunkt 3)
Analysten sehen Indien bei Kleinwagen 2016 gleichauf mit Japan. Indien, dessen Automarkt lediglich 19 Prozent des chinesischen Marktes entspricht, hat das Reich der Mitte in puncto Auto-Exporte überholt. Grund hierfür ist das steigende Engagement von Suzuki, Hyundai und Nissan, die Indien zu einer Art Drehscheibe für den Export von kompakten Autos machen wollen. Das Land tritt durch das wachsende Interesse durch die Autoindustrie auch zunehmend in Konkurrenz zu Thailand und Südkorea, den bisher wichtigsten Autoproduktionszentren in Asien. "Weltweit ist der Trend hin zu sparsamen Kompaktwagen zu beobachten", sagt Jayesh Shroff, Autoanalyst bei SBI Asset Management in Mumbai. "Das bietet großes Potenzial für Indien und es könnte sich sogar als führende Kraft im Kleinwagen-Segment positionieren", fügt er hinzu. Helmut Becker, Automobilexperte und Leiter des Instituts für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation www.iwk-muenchen.de, sieht das ähnlich. "Indien bietet von sich aus schon das Angebot, das der Weltmarkt der Zukunft braucht", sagt der Experte im Interview. Indien habe nicht zuletzt mit dem Tata Nano bewiesen, dass man auf diesem Gebiet Potenzial habe. Dabei gehe die Entwicklung kaum zulasten europäischer Zulieferer. "70 Prozent des Nano-Innenlebens besteht aus europäischen Zuliefer-Teilen und Technologie", weiß er.



Die Exporte der eingangs erwähnten Hersteller erleben einen regelrechten Boom. Maruti Suzuki www.marutisuzuki.com etwa konnte seine Exporte aus Indien in diesem Jahr mit 79.860 Fahrzeugen mehr als verdoppeln. Bis März will man die Exporte sogar noch einmal auf 130.000 Fahrzeuge steigern, was einem Plus von 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Allein im August konnte der Autobauer 14.847 in Indien produzierte Fahrzeuge exportieren. Von Januar bis Juli stieg der gesamt-indische Export bei Kompaktwagen um 44 Prozent auf 201.138 Stück, heißt es vonseiten der Society of Indian Automobile Manufacturers www.siamindia.com. Insgesamt - inklusive Vans, SUVs und Lastwagen - setzte die indische Autobranche 229.809 Fahrzeuge im Ausland ab - ein Plus von 18 Prozent. China hat im Vergleichszeitraum einen Exportrückgang von 60 Prozent auf 164.800 Autos hinnehmen müssen und auch Thailand - wenngleich noch vor Indien - kämpft mit einem Minus. Die Exporte schrumpften um 43 Prozent auf 263.768 Fahrzeuge. Südkorea musste mit 1,12 Mio. Fahrzeugen ein Minus von 31 Prozent wegstecken, Japan behält mit 1,77 Mio. ausgeführten Fahrzeugen vorerst den ersten Platz, erlebte jedoch ebenfalls Verluste.

Indien als Exportstandort ist für ausländische Autobauer im Gegensatz zu China deshalb besonders interessant, weil China ausländische Konzerne dazu zwingt, Joint-Ventures mit inländischen Firmen zu bilden. "In Indien ist der Geschäftskodex ein ganz anderer. Er wurde gewissermaßen vom britischen Empire übernommen. China ist in puncto Geschäftsethik eine ganz andere Welt", sagt Becker. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Indien seien transparenter und stabiler. Außerdem sind die Personalkosten in Indien um bis zu 90 Prozent geringer als in den USA oder der EU und auch die Materialkosten sind um durchschnittlich elf Prozent niedriger.

Besonders Kleinwagen aus Indien erweisen sich als Exportschlager. Bis 2015 rechnet Analyst Tim Armstrong von IHS mit einem Kleinwagen-Anteil von 95 Prozent an den 690.000 Fahrzeugen, die Indien 2015 voraussichtlich exportieren wird. "Das erscheint mir realistisch. Ich biete sogar 100 Prozent, weil größere Fahrzeuge in Indien ausschließlich für den Inlandsmarkt und nicht für den Export produziert werden", sagt Becker. Für 2016 erwartet Armstrong ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Japan um die Pole-Position im Kleinwagen-Segment. Becker zeigt sich skeptischer. "Das kann sein, die Prognose eines bestimmten Jahres ist aber fahrlässig. Der Export aus Japan nimmt ab, der aus Indien nimmt zu - das stimmt. Aber eine genaue Prognose für einen so weit entfernten Zeitpunkt ist Kaffeesatzleserei", sagt er.

Autobauer aus der ganzen Welt zeigen jedenfalls großes Interesse am Standort Indien. Toyota und General Motors erweitern derzeit bestehende Fabriken in Indien und planen den Export von Kleinwagen. Hyundai, Südkoreas größter Autohersteller, plant für dieses Jahr den Export von 300.000 Autos - mehr als der Hersteller am lokalen Markt, den er mit seiner vor rund zehn Jahren in Betrieb gegangenen indischen Fabrik beliefert, verkauft. Auch Nissan plant große Investitionen in den Standort Indien. Eine erste Fabrik dürfte bis Mai 2010 fertiggestellt werden. Dort sollen Kleinwagen für Europa gefertigt werden. Der Standort Indien kann für Nissan Einsparungen von mindestens fünf Prozent bringen. "Diese Einsparungen sind sehr bedeutsam. Das ist ein enormer Geldbetrag für uns", sagt Colin Dodge, stellvertretender Geschäftsführer bei Nissan. "Das ist ein strategisch guter Schritt. Damit würde Nissan das für den EU-Markt produzieren, was Partner Renault nicht im Angebot hat. Nissan verschärft damit den Wettbewerb und treibt den Ausleseprozess unter den Herstellern voran", lobt Becker die Pläne.

Quelle: pte, Mumbai
Mob14_09.2009
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LKW-Zulieferer Cargobull streicht jede zehnte Stelle (Im Blickpunkt 4)
Mitarbeiterabbau lässt sich nicht mehr länger hinauszögern. Schon seit Monaten spürt der LKW-Zulieferer Schmitz Cargobull www.cargobull.com ebenso wie die gesamte Branche die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Nachdem der LKW-Spezialist bereits rund 350 Zeitverträge nicht verlängern konnte, ist ein Stellenabbau bei der Stammbelegschaft nun unausweichlich. 411 Arbeitnehmer, rund zehn Prozent der deutschlandweit 4.000 Beschäftigten, sollen nun entlassen werden. "Wir haben diesen Schritt über die Sommermonate verzögert. Aber es ist keine Wende zu erkennen", sagt Cargobull-Sprecher Gerd Rohrsen. Betroffen sind vor allem der Stammsitz Horstmar und der Standort Altenberge. Der Standort Vreden bleibt wegen verhältnismäßig guter Auslastung derzeit unberührt. Dort soll Kurzarbeit dem Unternehmen eine Galgenfrist verschaffen. In Gotha, wo bereits ein Mitarbeiterabbau stattgefunden hat, sind Prognosen derzeit schwierig. Die IG Metall spricht bezüglich der Entlassungen von einer "großen Katastrophe für die betroffenen Menschen und die ganze Region".

Der Auftragseingang blieb nach wie vor deutlich unter den Erwartungen zurück und lag in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 nochmals unter den gegenüber dem Vorjahr ohnehin schon reduzierten Planwerten. Das Unternehmen sprach von einem "massiven Rückgang des Umsatzes". Besonders die Sattelauflieger-Branche, in der Cargobull in Deutschland die Marktführerschaft inne hat, leidet unter der Krise. Gegenüber dem Vorjahr ging die Inlandsproduktion um 90 Prozent zurück, wie der von der Krise gebeutelte LKW-Zulieferer unter Berufung auf Fachverbandszahlen erklärt. Der nächste Schritt im Mitarbeiterabbau sei nun, eine Einigung mit den Interessensvertretern zu erzielen. "Wir beraten uns mit den Betriebsräten in den Bereichen Abfindungen und Sozialplan, um die unschöne Maßnahme so sozial verträglich wie möglich zu machen", sagt Rohrsen. Die Betriebsräte würden ebenso wie die Gewerkschaften Verständnis für die Maßnahmen zeigen. Zwar hatten sich die Betriebsräte für eine Weiternutzung der Kurzarbeit ausgesprochen. "Diese Maßnahme hätte bei Nichtanspringen der Konjunktur jedoch bei weitem nicht gereicht", so der Sprecher.

Freilich leidet nicht nur Schmitz Cargobull unter der Krise, sondern die gesamte LKW-Branche. Die weltweit schwache Konjunktur sorgte dafür, dass nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie VDA www.vda.de die Zahl der deutschen Neuzulassungen auf 17.520 Lastwägen gesunken ist. Ein Minus von einem Drittel seit Jahresbeginn. Ähnlich schwach zeigt sich die Auftragslage bei Exporten. Nur 10.730 LKWs, Busse und Transporter wurden im vergangenen Monat ausgeführt. Ein Minus von 64 Prozent seit Januar und im Vergleich zum August des Vorjahres immer noch ein Rückgang von 59 Prozent. Die Talsohle habe man aber hoffentlich bald erreicht, deutet VDA-Präsident Matthias Wissman an und verweist auf ein Plus von zwei Prozent bei der LKW-Auftragslage im August. Eine Erholung sei dies aber noch nicht. Generell, so Rohrsen, müsse man auch aufgrund der verschiedenen Transportsparten differenzieren, wie stark ein LKW-Zulieferer betroffen ist. Während Spezialfahrzeuge, etwa Tanker, wenig unter der Krise leiden, ist die Auftragslage für General-Cargo-Fahrzeuge stark an das Konsumklima und die Konjunktur geknüpft. "Teilweise verzeichnet die Branche Umsatzrückgänge von 90 Prozent. Das hängt auch davon ab, welche Sparten ein Hersteller betreut", sagt er.

Wegen der derzeit schwachen Absatzzahlen - sowohl im In- wie auch im Ausland - drosseln die LKW-Hersteller ihre Produktion jedenfalls weiter. Im August rollten nur 16.000 Fahrzeuge vom Band. Ein Jahr zuvor waren es noch 60 Prozent mehr. Während die Nachfrage nach PKWs durch staatliche Hilfen wie die Abwrackprämie künstlich animiert wurde, brachten solche Anreize LKW-Herstellern höchstens bei kleinen Transportern ein Nachfrage-Plus. Mittlerweile ist die Prämie aufgebraucht und Experten rechnen damit, dass auch die PKW-Zulassungen im nächsten Jahr wieder sinken werden. "Klarheit, wie es mit der Transportindustrie weitergeht, wird hoffentlich der Herbst bringen", hofft Rohrsen.

Quelle: pte, Horstmar
Mob13_09.2009
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Neue BMWs mit verbesserter Spracherkennung
(Im Blickpunkt 5)
Nach Ford und Microsoft kooperieren nun BMW und Nuance. Der bayrische Automobilriese BMW www.bmw.com ist eine Kooperation mit dem Spracherkennungsspezialisten Nuance www.nuance.de/automotive eingegangen, um die Technologien "One-Shot Destination Entry" und "Music Search" in die für 2010 geplanten Modelle zu integrieren. Zwar wurde auch bislang schon die Möglichkeit geboten, etwa das Navigationssystem durch Spracheingabe zu steuern, dies erwies sich aber als aufwändig und wenig komfortabel. Durch die neuen Nuance-Spracherkennungslösungen soll es nun möglich sein, die Bordelektronik mit einem natürlicheren Sprachfluss zu bedienen.


Stand früher ein langer Dialog mit dem Navigationssystem an, wenn der Fahrer einen Zielort eingeben wollte, reicht nun beispielsweise ein kurzes "München, Prinzregentenstraße neun", um den gewünschten Zielpunkt in das Navi einzugeben. Auch die Möglichkeit zur Suche in der Bord-Musiksammlung wird eingeräumt. "Spracherkennung im Auto wird immer wichtiger. In Japan ist es beispielsweise gesetzlich verboten, während der Fahrt Ziele ins Navi zu programmieren und es ist davon auszugehen, dass diese Diskussion auch nach Europa kommt", sagt Daniel Schmidt, Experte für Fahrassistenzsysteme bei BMW, im Gespräch. Bei BMW betrachte man Spracherkennung als zentralen Bestandteil des Bedienkonzepts.

Die Technologien werden in BMWs iDrive-Controller integriert, der alle serienmäßigen oder optionalen Unterhaltungs-, Kommunikations- und Navigationssysteme kontrolliert. "Uns ist wichtig, dass das Interface weiterhin von BMW kommt, damit das Gesamtpaket stimmig ist. Bei den zugrundeliegenden Algorithmen vertrauen wir aber gern auf die Erfahrung von Experten wie Nuance, das ist für BMW die beste Lösung", so Schmidt. Beide Bedienmöglichkeiten - Spracherkennung und manuelle Eingabe - können parallel genutzt werden. Der BMW-Fahrer kann beispielsweise gleichzeitig manuell eine Destination in das Navigationssystem einprogrammieren und simultan per Sprache ein Lied für die Musikanlage auswählen. "Die Sprachtechnologie wird sich zur zentralen Bedienerschnittstelle in Automobilen entwickeln und die Fahrer können sich bei der Bedienung der On-Board-Geräte weiterhin auf die Straße konzentrieren", sagt Nuance-Automotive-Manager Arnd Weil. Tatsächlich setzen viele Hersteller bei der Implementierung von Spracherkennungstechnologien auf die Zusammenarbeit mit Spezialisten, so hat beispielsweise auch Ford bei seiner Spracherkennung auf eine Kooperation mit Microsoft gebaut.

"One Shot Destination Entry", die Technologie zur Zieleingabe in das Navigationssystem soll in BMWs neues Navigationssystem "Professional" integriert werden und die vollständige Zieladresse in einem einzigen Schritt aufnehmen können. Bisher waren hier mehrere Dialogschritte für Stadt, Straße und Hausnummer fällig. "Music Search" bietet dem Lenker die Möglichkeit, während der Fahrt seine gespeicherte Musik zu durchsuchen. Dabei kann er mit einem einzelnen Befehl die Audioquelle, das Genre, den Künstler oder den Titel auswählen. Das System erkennt mehrere Sprachen gleichzeitig, um dem Verständnisproblem Herr zu werden, das fremdsprachige Titel à la "Champs Élysées" oder "Yellow Submarine" sonst bei rein deutschen Spracherkennungssystemen verursachen würden.

Aktuelle Nuance-Studien zeigen dem Unternehmen zufolge, dass die Sprachsteuerung eine der vielversprechendsten Lösungen sei, die Konzentration des Fahrers aufrecht zu erhalten. Im Vergleich zur manuellen Eingabe reduziert die Verwendung von Spracherkennung die Reaktionszeiten des Fahrers um bis zu 47 Prozent. Eine Verbraucherzufriedenheitsstudie soll zudem gezeigt haben, dass sich 70 Prozent der Kunden natürliche und kurze Dialoge mit der Bordelektronik wünschen, wie sie bei BMW nun durch die Verwendung der beiden Nuance-Technologien eingeführt werden. "Die Technologie ist ab sofort in alle BMWs mit dem Professional-Navigationssystem integriert", so Schmidt. Die verbesserte Spracherkennung wird auch in einigen Ausstellungsfahrzeugen auf der am 17. September beginnenden IAA zu sehen sein.

Quelle: pte, München
Mob12_09.2009
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Gulf Air will Airbus- und Boeing-Aufträge stornieren
(Im Blickpunkt 5)
Die wegen der globalen Rezession in die roten Zahlen geratene bahrainische Fluggesellschaft Gulf Air www.gulfair.com erwägt Neuverhandlungen über bereits bestellte 35 Airbus- und 24 Boeing-Maschinen. Wie die Airline des Inselstaats im Persischen Golf heute, Montag, bekannt gab, werden sowohl Anzahl als auch Größe der Flugzeuge auf den Prüfstand gestellt. Der Chef der in Staatsbesitz befindlichen Gulf Air Samer Majali kündigte an, mit aller Macht aus der Verlustzone kommen zu wollen. Insider bewerten den Schritt Gulf Airs in Zeiten wie diesen zwar als konsequent. Für die EADS-Tochter und ihren Erzrivalen könnte dies hingegen mit Blick auf die Auftrags- und auch Beschäftigungssituation negative Auswirkungen haben.



"Gulf Air wird nicht die einzige Fluggesellschaft sein, die in diesen Tagen über Bestellungen bei Airbus und Boeing verhandelt und Stornierungen sowie Aufschiebungen durchsetzt", so Airline-Analyst Bernd Maurer von der Raiffeisen Centrobank im Gespräch. Laut dem Branchenkenner haben vor allem auch die europäischen Carrier im Zuge der Unterauslastungen teils massiv die eigenen Überkapazitäten reduziert. "Vor diesem Hintergrund wird es noch einige Zeit dauern, bis Neubestellungen eingehen werden", erläutert Maurer. Schließlich müssen erst einmal die geparkten Flugzeuge im Zuge eines Aufschwungs Verwendung finden.

Der ehemalige Royal-Yordanian-Vorstandsvorsitzende lässt zudem überprüfen, ob schwach frequentierte Strecken sowie Personal eingespart werden kann. Sogar Fusionsgespräche will der Gulf-Air-Chef gegenwärtig nicht ausschließen. Der aktuell radikale Einsparkurs kommt für Beobachter aber nicht unerwartet. Schließlich galten vor allem die Fluggesellschaften in der Golfregion - darunter auch Emirates sowie Qatar Airways - lange Zeit als diejenigen mit den international stärksten Wachstumszahlen. Gulf Air leidet unter unternehmensspezifischen Problemen, die sich besonders in der mangelnden Auslastung der Strecken zeigen. Dies hatte vor Jahren dazu geführt, dass man Verluste schrieb und die aktuelle Krise nun ihr Übriges tat.

Neben dem Streichen von Routen, die keine volle Auslastung bringen, will Majali aber auch Verbindungen wie in die irakische Hauptstadt Bagdad anbieten. An dieser Entscheidung soll trotz Überkapazitäten festgehalten werden, ließ der Manager wissen. Obwohl Boeings sowie Airbus' Auftragslage dadurch zurückgehen würde, bleiben die Auftragsbücher prall gefüllt. Allein die EADS-Tochter Airbus hatte zur Jahresmitte Bestellungen für neue Maschinen im Wert von 343 Mrd. Euro vorliegen. Auch schreiben der europäische Luft- und Raumfahrtriese wie auch sein US-amerikanisches Pendant trotz Krise Gewinne. Trotzdem sind Stornierungen ärgerlich für beide Konzerne. Hinzu kommen bei beiden Neubauentwicklungsverzögerungen.

Peinliche Verspätungen von Testflügen lasten bereits seit den vergangenen Monaten auf den Images beider Unternehmen. Bei den Amerikanern ist es das Modell 787 Dreamliner. Airbus hat dagegen Probleme mit dem Militärflugzeug A400M. Finanzielle Auswirkungen aus den Pannen und Strafzahlungen durch die erwartete vierjährige Verspätung sind jedoch noch nicht absehbar.

Quelle: pte, Manama/Wien
Mob11_09.2009
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August 2009: Die Lage auf dem Arbeitsmarkt
(Im Blickpunkt 4)
Arbeitslosigkeit im August 2009. Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende August 2009 150'831 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5'467 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,7% im Juli 2009 auf 3,8% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 56'792 Personen (+60,4%).

Jugendarbeitslosigkeit im August 2009
Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 3'605 Personen (+14,0%) auf 29'298. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um 12'533 Personen (+74,8%).

Stellensuchende im August 2009
Insgesamt wurden 208'568 Stellensuchende registriert, 4'431 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 65'019 Personen (+45,3%).

Gemeldete offene Stellen im August 2009
Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 1'017 auf 13'353 Stellen.

Abgerechnete Kurzarbeit im Juni 2009
Im Juni 2009 waren 58'749 Personen von Kurzarbeit betroffen, 1'165 Personen weniger (-1,9%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 29 Einheiten (+0,9%) auf 3'371. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 19'323 (-0,6%) auf 3'152'900 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Juni 2008) waren 46'530 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 566 Personen in 55 Betrieben verteilt hatten.

Aussteuerungen im Juni 2009
Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats Juni 2009 ausgeschöpft hatten, auf 1'488 Personen.

Neuerscheinung
Arbeitslosigkeit in der Schweiz 2008, 120 Seiten, Fr. 16.-
Bestell-Nr. 126-0800, Bestellungen unter Tel. 032 713 60 60

Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft Seco, Bern
Mob10_09.2009
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August 2009: Lehrstellensituation stabil
(Im Blickpunkt 4)
Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen ist die Lehrstellensituation im August 2009 mit der Vorjahresperiode vergleichbar. Trotz angespannter Wirtschaftslage präsentiert sich der Lehrstellenmarkt zum Lehrbeginn 2009 weit gehend stabil.

Für die ausgeglichene Situation auf dem Lehrstellenmarkt sind drei Faktoren massgebend verantwortlich:

- Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist gegenüber den Vorjahren rückläufig.

- Durch den Einsatz wirkungsvoller Instrumente zur Erhaltung und Schaffung von Lehrstellen seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist die Zahl der Ausbildungsplätze stabil geblieben.

- Der Lehrstellenmarkt reagiert mit Verzögerung auf wirtschaftliche Veränderungen.

Die am Stichtag 15. August 2009 durchgeführte Umfrage bei den Kantonen bestätigt, dass insbesondere Jugendliche mit sozialen und schulischen Defiziten nach wir vor Mühe haben, einen Ausbildungsplatz zu finden. Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, laufen in vielen Kantonen Projekte zur Förderung von zweijährigen Grundbildungen (Attest-Lehrstellen). Zwischen 2005 und 2009 wurden 23 zweijährige Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest neu geschaffen. Bis 2012 folgen weitere 18 Angebote. Für Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die auf Lehrbeginn 2009 keine Lösung gefunden haben, stehen in allen Kantonen Brückenangebote bereit. Diese dienen je nach Bedarf dazu, schulische Lücken zu schliessen, die Berufswelt kennen zu lernen oder sich gezielt auf eine berufliche Grundbildung oder weiterführende Schule vorzubereiten.

Permanente Beobachtung des Lehrstellenmarktes
Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mit verschiedenen Instrumenten. Die Kantone melden von Februar bis August die Tendenzen zur Lehrstellensituation. Hinzu kommt das Lehrstellenbarometer: Mit repräsentativen Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen wird jeweils im April und August die Situation auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Das nächste Barometer erscheint Ende Oktober 2009. Die genaue Zahl der unterzeichneten Lehrverträge 2009 publiziert das Bundesamt für Statistik (BFS) im Frühling 2010.

Quelle: Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
Mob09_09.2009
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------BMW-Prototyp erzeugt Strom aus Abgasen (Im Blickpunkt 3)
Forscher des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) www.dlr.de haben den Prototypen eines Autos entwickelt, das Strom aus Abgasen gewinnt. Nachdem bereits seit längerem an der Nutzung thermoelektrischer Generatoren zur Gewinnung von Strom aus gearbeitet wird, rückt die Technologie durch das BMW-Versuchsfahrzeug der praktischen Verwendung einen entscheidenden Schritt näher. Der Öffentlichkeit vorgestellt wird der Prototyp am 20. September, dem Tag der Luft- und Raumfahrt, in Köln.

Derzeit verpuffen zwei Drittel der von Verbrennungsmotoren erzeugten Energie als Abwärme. Hier kommen thermoelektrische Generatoren ins Spiel. Zukünftig sollen sie in den Abgasstrang von Autos integriert werden, wo sie die Abwärme in Strom für die Bordelektronik umwandeln. Bei einer Geschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde erzeugt das mit insgesamt 24 thermoelektrischen Modulen ausgestattete Versuchsfahrzeug derzeit 200 Watt elektrische Leistung - Elektrizität, die sonst unter Verwendung der Antriebsenergie von der Lichtmaschine erzeugt werden müsste.

Eine Steigerung scheint noch möglich, liegt doch der Wirkungsgrad derzeit bei nur rund 14 Prozent. Angepeilt sind bis zu zwanzig. Das zukünftige Spritsparpotenzial durch thermoelektrische Generatoren in Fahrzeugen schätzen Experten auf fünf bis zehn Prozent, wodurch sich der Kohlendioxidausstoß im Straßenverkehr um Mio. Tonnen reduzieren ließe. Verwendung könnten thermoelektrische Generatoren zudem auch in Hybridfahrzeugen finden, wo sie beim Laden des Akkus hilfreich wären.

Den Grundstein für die Stromgewinnung mit thermoelektrischen Generatoren legte der deutsche Physiker Thomas Johann Seebeck bereits im 19. Jahrhundert. Er entdeckte, dass sich zwischen zwei Punkten unterschiedlicher Stromleiter bei Temperaturunterschieden eine elektrische Spannung aufbaut. Dieses Prinzip machen sich thermoelektrische Generatoren zunutze, wobei eine größere Temperaturdifferenz auch die Produktion von mehr Strom ermöglicht. Sie werden derzeit beispielsweise in der Raumfahrt eingesetzt, wo sie aus der Kälte des Weltraums in Kombination mit einem Heizelement zuverlässig Strom für Sonden erzeugen. Wann sie tatsächlich in Serienfahrzeugen eingesetzt werden, ist noch unklar.

Quelle: pte, Köln
Mob08_09.2009
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Handynutzung gibt Aufschluss über Freundeskreis (Im Blickpunkt 2)
Anhand seiner Gesprächs- und Umgebungsdaten können Rückschlüsse auf den Freundeskreis eines Mobiltelefonnutzers gezogen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die am Santa Fe Institute www.santafe.edu durchgeführt und im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde. Die Forscher haben dafür 94 Mobiltelefone in den USA mit einer speziellen Aufzeichnungssoftware ausgestattet, die es ihnen erlaubt hat, ein breites Datenspektrum über die Mobilfunkaktivitäten der Nutzer zu sammeln.

"Die Software ist unsichtbar für den Nutzer, aber sie zeichnet alles auf: Die Kommunikation, die Orte, an denen er sich aufhält sowie Daten zu seiner Umgebung, die über Bluetooth generiert werden", erklärt Nathan Eagle, der Lead-Autor der Studie, gegenüber BBC News. Diese Daten wurden in der Folge mit Fragebögen, die die Probanden ausfüllen mussten, verglichen - mit bemerkenswerten Unterschieden, wie Eagle berichtet: "Wir fanden heraus, dass die Antworten der Befragten äußerst ungenau waren. Die, die eine andere Person als Freund bezeichneten, überschätzten die Zeitdauer, die sie mit ihr verbrachten, maßlos. Personen, zwischen denen keine Freundschaft bestand, haben die Zeitdauer, die sie miteinander verbrachten, wiederum stark unterschätzt." Mithilfe der Daten, die die "Über-Spyware" geliefert hat, haben Eagle und sein Team mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit feststellen können, welches Personenpaar eine Freundschaft verbindet und welches nicht.

Die gesammelten Umgebungsdaten wurden danach auch noch mit jenen Befragten, die sehr zufrieden mit ihrer beruflichen Tätigkeit waren, verknüpft. Heraus kam, dass jene Personen, deren Freunde sich in der Nähe ihres Arbeitsplatzes befanden, glücklicher waren als solche, die am Arbeitsplatz mit Freunden telefonierten. Somit wäre der Schluss zulässig, dass persönliche Kommunikation im Vergleich zur Kommunikation übers Mobiltelefon glücklicher macht.

Trotzdem ist bei der Deutung der Ergebnisse Vorsicht angebracht, schließlich ist für die Studie nur ein kleines Sample von nicht einmal 100 Probanden verwendet worden. Aus diesem Grund hat man auch bereits eine größere Studie mit 1.000 Teilnehmern in Finnland durchgeführt, allerdings noch nicht veröffentlicht, erläutert Eagle. Der Forscher sieht in der Verknüpfung der Daten aus der Sozialwissenschaft mit jenen aus dem Mobilfunk großes Potenzial: "Mobilfunkdaten sind fantastische Ergänzungen für die in der Sozialforschung ohnehin schon sehr tief gehenden Erkenntnisse in Bezug auf Befragungen."

Eagle sieht einige Möglichkeiten, um sich Informationen aus dem mobilen Bereich zu Nutze zu machen. Denkbar wären zum Beispiel die Darstellung von der Verbreitung einer Krankheit innerhalb eines Gebiets oder auch Hilfestellungen für Städteplaner. "Wir haben gerade aufgezeichnet, als die Red Sox zum ersten Mal die Meisterschaft gewonnen haben. Plötzlich wurde das Verhalten aller überwachten Subjekte unvorsehbar. Alle strömten zu einer Zusammenkunft ins Stadtzentrum Bostons", schildert Eagle. Städteplaner hätten sich in der Folge sehr an dieser Aufzeichnung interessiert gezeigt, da sie wissen wollten, wie die Menschen die urbane Infrastruktur nutzten. "Wir können ihnen echte Einblicke geben, um dereinst eine bessere Stadt zu bauen, eine, die den tatsächlichen Verhaltensweisen der Einwohner entspricht", so der Wissenschafter abschließend.

Quelle: pte, Santa Fe
Mob07_09.2009
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Was sind eigentlich Tanker? (Im Blickpunkt rechts)

Ein Tanker ist ein Schiff zum Transport von flüssigen Stoffen, wie Wasser, Rohöl, Ölen, Kraftstoffen, Flüssiggas oder petrochemischen Erzeugnissen.


Bild: Der Öltanker „Abqaiq“ beim Beladen (Foto: Wikipedia)

Die Silhouette eines Tankers ist leicht von der anderer Schiffe zu unterscheiden. Er besitzt ein flaches Deck, das außer der Brücke kaum Aufbauten trägt. Er benötigt kein Ladegeschirr (auf Deck montierte Kräne), bis auf den mittschiffs auf allen Tankschiffen montierten so genannten Manifoldkran, mit dem Schläuche von Land an Bord gehoben werden können, um sie mit dem Leitungssystem des Schiffes zu verbinden. Diese Anschlüsse (auch Manifold genannt) sind aus der Entfernung ebenfalls gut zu erkennen.

Tanker haben Pumpen zum Löschen (seemännisch für „entladen“) der Ladung an Bord. Überwacht werden auch bei Tankern, wie mittlerweile bei fast allen Schiffen, alle Lade- und Löschoperationen mit einem Ladungsrechner, mit dem sich alle Kräfte, die auf das Schiff einwirken, vorhersagen lassen.

Hauptbestandteile der Schiffstechnik sind Hauptmaschine mit Nebenaggregaten, Kesselanlage, Hilfsdiesel mit Generatoren für die Stromerzeugung, Inertgasanlage, Tankwascheinrichtungen sowie die Ladepumpen mit einer Einzelleistung von über 10.000 t pro Stunde.

Bei entflammbaren Tankladungen werden heutzutage Schiffsbrände und -explosionen durch Befüllen der Leerräume der Tanks durch den Einsatz eines Inertgases vermieden. Das Inertgas ersetzt die vorherige, sauerstoffhaltige Tankatmosphäre durch fast sauerstofffreies Gas, um so zu garantieren, dass die Ladungsgase sich nicht entzünden können. Das Inertgas kann ein speziell aufbereitetes, auf dem Schiff hergestelltes Verbrennungsgas sein; es kann aber auch jedes andere, mit der jeweiligen Ladung kein brennbares Gemisch bildendes Gas als Inertgas verwendet werden.

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Quelle: Wikipedia
Mob04_09.2009

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Bild: Öltanker kämpfen derzeit mit einer schwachen Auftragslage (Foto: photobucket)


Raue See: Tanker kämpfen mit wenig Ölnachfrage


Öltanker-Reedereien kämpfen derzeit mit einer schwachen Auftragslage. Aufgrund der nach wie vor geringen Ölnachfrage transportieren viele Tanker ihre Ladung gerade noch kostendeckend. In manchen Fällen wird durch den Transport auch Verlust geschrieben oder gar nicht mehr transportiert. "Im Grunde warten alle, was nun passiert", kommentiert Maxim-Group-Analyst Charles Rupinski die Lage. Die Tankerunternehmen hoffen darauf, dass sich die Nachfrage nach dem schwarzen Gold wieder erhöht und die Lager sich leeren.


Zudem ist derzeit eine Welle neuer doppelwandiger Öltanker in Produktion, die im Laufe der nächsten drei Jahre vom Stapel laufen soll und einerseits alte, einwandige Schiffe ersetzen, andererseits die bestehende Flotte ergänzen sollen. "Hier steht die Tankerbranche vor einem Problem. Die Schiffe wurden während wirtschaftlich guter Zeiten in Auftrag gegeben und sind nun in Produktion, obwohl sie derzeit gar nicht gebraucht werden. Mittlerweile ist die Auftragslage für Öltransporte so gering, dass die Finanzierung der neuen Tanker Schwierigkeiten macht", sagt Sintje Diek, Öl-Analystin bei der HSH Nordbank im Gespräch.

Allein im Juli fielen die Öltanker-Frachtsätze um 25 Prozent. Im Vergleich zur Vorjahresperiode, als der Ölpreis mit 140 Dollar je Barrel einen Höchststand erreichte, entspricht der Rückgang 73 Prozent. Besonders schwer betroffen sind Reedereien im Persischen Golf, da die besonders auf den Transport durch Tanker angewiesene OPEC aufgrund der schwachen Nachfrage ihre Förderraten reduziert hat. Auch die schwache Nachfrage in Asien und die Produktionsrückgänge in Nigeria, Afrikas Top-Ölexporteur, verändern die Auftragslage für Tanker zum Negativen. "Derzeit sind die Öl-Lagerbestände weltweit sehr hoch. In der OECD reicht das eingelagerte Öl derzeit für 62 Tage - ein Wert, der die letzten Jahre nie erreicht wurde. Das wirkt sich auch auf das Geschäft mit den Öltankern negativ aus", sagt die Expertin.

Lief das vergangene Jahr noch gut für Tankerfirmen, schlägt die schlechte Auftragslage nun auf die Aktienkurse durch. So sank der Aktienwert der in Bermuda ansässigen Öltransportfirma Frontline www.frontline.bm binnen eines Jahres von 71 Dollar auf nun nur mehr rund 24 Dollar. "Wir glauben, 2009 wird auch weiterhin ein schwieriges Jahr für die Tankerindustrie. Das Wachstum des weltweiten Ölbedarfs verlangsamt sich und zusätzlich kommen neue Schiffe in die Flotten", sagt Natasha Boyden, Analystin bei Cantor Fitzgerald in New York. Nach derzeitigem Stand könne sie bei den von ihr beobachteten Firmen überhaupt nur die Aktien des griechischen Tankerunternehmens Tsakos Energy Navigation www.tsakoshellas.com zum Kauf empfehlen.

Die Tatsache, dass der Ölpreis derzeit niedrig ist und freie Kapazitäten der Tanker günstig in Anspruch genommen werden können, eröffnet Spekulanten Möglichkeiten. Manche Händler lagerten ihr Öl in den vergangenen Wochen in Tankern, um es dann zu verkaufen, wenn sich der Ölpreis wieder stabilisiert. "Das Problem mit Contango, also der Lagerhaltung auf See, ist mittlerweile nicht mehr so schlimm. Die Ölpreise sind in letzter Zeit wieder etwas angezogen", sagt Diek. Mit einer wirklichen Steigerung der Ölnachfrage rechnet die Analystin aber erst für 2010. Die Ölnachfrage soll dann einhergehend mit einer allgemeinen konjunkturellen Erholung wieder wachsen.

Bild: Öltanker kämpfen derzeit mit einer schwachen Auftragslage (Foto: photobucket)

Quelle: pte, Hamburg/Houston
Mob03_09.2009

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CARAVAN SALON DÜSSELDORF 2009
(Archiv 1 + 2 - Nachschauen)
(Abschluss-Pressemitteilung)

Caravaning-Branche beim diesjährigen CARAVAN SALON DÜSSELDORF bekommen. Die weltweit größte Messe für mobile Freizeit, die am Sonntag in Düsseldorf zu Ende ging, setzte mit einer gestiegenen Besucherzahl und guten Verkaufszahlen ein deutliches Zeichen gegen die Krise. Für die Caravaning-Branche bestärkt sich damit die Erwartung, dass nach einem schwierigen ersten Halbjahr die Talsohle durchschritten ist und die Branchenkonjunktur wieder anzieht.

„161.200 Besucher aus 37 Ländern beim diesjährigen CARAVAN SALON (2008: 158.000) haben unsere Erwartungen von 150.000 Besuchern deutlich übertroffen. Zudem ist es bei der derzeitigen Marktsituation in Europa besonders erfreulich, dass rund 18.200 Besucher aus dem Ausland den Weg nach Düsseldorf gefunden haben“, freute sich Wilhelm Niedergöker, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH. „Der CARAVAN SALON DÜSSELDORF trägt als wichtigste Messe traditionell mit etwa 10 Prozent zum Jahresumsatz der Branche bei. In diesem Jahr geht vom CARAVAN SALON ein besonders wichtiger Impuls aus. 49 Prozent der Besucher kamen mit Kaufabsichten zum CARAVAN SALON“, so Niedergöker weiter.

„Die Besucherzahl aber auch die Zahl der Verkaufsabschlüsse, die beide deutlich über unseren Erwartungen liegen, haben das Engagement der Aussteller auf dem CARAVAN SALON 2009 belohnt. Damit macht sich auch die Entwicklungsarbeit der Freizeitfahrzeughersteller für leichtere, sparsamere und preisgünstige Einstiegsfahrzeuge bezahlt“, bilanziert Klaus Förtsch, Präsident des Caravaning Industrie Verbands CIVD, den CARAVAN SALON 2009. „Der CARAVAN SALON 2009 untermauert die Erholungstendenzen in der Caravaningbranche, die seit Beginn des zweiten Halbjahres 2009 spürbar sind. Das stärkt die Zuversicht der Branche auf eine Rückkehr zum Wachstum im Jahr 2010.“

Caravaningurlaub erlebbar zu machen ist der Anspruch des CARAVAN SALON DÜSSELDORF. Dafür steht das breite Angebot der 580 Aussteller aus 25 Ländern, die Reisemobile und Caravans sowie Zubehör und Destinationen präsentierten, aber auch das Unterhaltungsprogramm rund um die mobile Freizeit, das bei den Besuchern großen Anklang fand. Insgesamt 4.400 Besucher sahen sich im Caravaning Show Center die Multivisionsshows von außergewöhnlichen Caravaningreisen entlang der Seidenstraße, auf der Panamericana und in Sibirien an. 1.600 Besucher nahmen am Caravaning Wiiathlon teil.

Hochzufrieden äußerten sich auch die Aussteller des CARAVAN SALON, deren Erwartungen durchweg übertroffen wurden. „Die Messe zeigt, dass das Interesse am Caravaning da ist“, erklärte Dr. Holger Siebert, Geschäftsführer der Eura Mobil GmbH. „Wir hatten in diesem Jahr mehr Erstbesucher, andererseits aber auch viele Besucher, die schon ein Fahrzeug von uns hatten, ganz gezielt hier her gekommen sind und genau wussten, was sie wollten.“ Eine Tendenz zu qualitativ besseren Kundengesprächen mit sehr gut informierten und gezielt fragenden Besuchern beobachtete auch Giovanni Marcon, Vorsitzender der Geschäftsführung der Knaus Tabbert GmbH. Gleichzeitig sei eine gewisse Verschiebung vom Reisemobil zum Caravan sowie ein Trend zu Kastenwagen und leichten Fahrzeugen zu beobachten. „Die Kunden achten bei Caravans inzwischen genauso aufs Gewicht wie bei Reisemobilen. Das liegt unter anderem daran, dass die Zugfahrzeuge teilweise geringer motorisiert sind als es früher der Fall“, so Marcon.

Besonders hervorgehoben wurde die positive Stimmung auf der Messe. Hermann Pfaff, Vorstand der HYMER AG, erklärte: „Diese positive Stimmung an den Ständen und bei den Händlern ist ganz wichtig, weil die Händler sie auch ins Nachmessegeschäft mitnehmen. Insgesamt ist die Resonanz sehr gut, wir sind auf einem guten Weg das Vorjahresergebnis und damit das gesteckte Ziel zu erreichen.“ Auch Reinhard Löhner, Geschäftsführer der Concorde Reisemobile GmbH, freute sich über den neu aufkeimenden Optimismus der Branche und gute Verkäufe. Lebhaft sei auch die Nachfrage aus dem Ausland gewesen: „Wir haben hier schon seit Jahren extrem viele Kunden aus Belgien und aus Frankreich. Jetzt haben wir verstärkt auch Käufer aus den Niederlanden“, so Löhner.

Nach einem schwierigen Jahr blicken auch die Zulieferer wieder optimistisch in die Zukunft: „Wir erwarten keine V-Konjunkturkurve, aber wir haben kein Signal, dass es noch einmal zurück geht. Im Gegenteil, wir haben hier von unseren europäischen Kunden viel Ermutigung erfahren und glauben, dass es wieder bergauf geht, vor allem ab Januar/Februar“, erklärte Joachim Kinscher, Executive Vice Präsident des Dometic-Konzerns und Vorstand der im Caravaning Industrie Verband organisierten Zulieferfirmen. „Zudem ist etwa ein Drittel der Messebesucher interessiert daran, ein Bestandsfahrzeug aufzurüsten oder umzurüsten, das ist für uns sehr wichtig. Wir haben sehr viele qualifizierte Anfragen in diese Richtung“, so Kinscher weiter. „Das Gesamtpaket stimmt uns vorsichtig optimistisch, so dass wir aus Düsseldorf deutlich besser gelaunt nach Hause fahren, als wir her gekommen sind.“ Ein wichtiges Thema waren die ersten Dieselpartikelfilter zum Nachrüsten, die beim diesjährigen CARAVAN SALON präsentiert wurden. „Das Interesse der Besucher an der Filterberatung des CIVD war sehr groß. Hauptsächlich wollten Besucher, die schon ein Fahrzeug haben, wissen, ob es eine Nachrüstmöglichkeit gibt, was sie kostet und welche Plakette das Fahrzeug danach bekommt. Es haben sich aber auch Besucher erkundigt, die vor der Entscheidung stehen, ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen“, erklärt Ralph Binder, Pressesprecher des CIVD.

Weiterhin sehr gute Übernachtungszahlen kann der deutsche Campingtourismus erwarten: „Die Nachfrage hier beim CARAVAN SALON bestätigt die guten Branchenzahlen aus dem ersten Halbjahr und lässt erwarten, dass wir auch einen guten Herbst haben werden. Die Besucher kommen mit ganz konkreten Urlaubsplänen und fragen auch nach speziellen Angeboten für die Herbstferien. Insgesamt war die Nachfrage in diesem Jahr deutlich größer als in den Vorjahren“, erklärte Daniela Leipelt, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD).

Der nächste CARAVAN SALON DÜSSELDORF findet vom 27. August (Fachbesucher- und Medientag) bis zum 5. September 2010 statt.

Quelle: Messe Düsseldorf
Mob02_09.2009

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Die EUROBIKE 2009 glänzt mit Superlativen (Archiv 1 + 2 - Nachschauen)
(05.09.2009 | Schlussbericht EUROBIKE 2009)
Friedrichshafen - Das Fahrrad rauscht buchstäblich durch alle Medien. Das Thema fasziniert die Fachwelt und begeistert die Radfans - und die Fahrradbranche freut sich, dass ihr Produkt so gefragt ist, wie noch nie: Egal ob E-Bike oder Cityrad, ob Mountainbike oder Tourenrad. "Das Rad haben wir nicht neu erfunden", formulierte es ein Hersteller ganz pfiffig, "aber das Radfahren." Mit 39.152 Fachbesuchern aus 75 Ländern (Steigerung sechs Prozent), 21.000 zahlenden Fahrradfans an einem Publikumstag (2008: 18:000) und 1.556 Journalisten aus 36 Ländern ging am Samstag die Internationale Fahrradmesse zu Ende.

Die EUROBIKE sorgte fünf Tage für das Thema Nummer eins in der weltweiten Fahrradbranche und beherrschte die Schlagzeilen: Allein mehr als 300 Weltpremieren und Neuheiten aus der faszinierenden Welt der Bikebranche standen im Rampenlicht. Die Leitmesse der Fahrradbranche glänzte mit einer hohen Qualität des Angebots. Messechef Klaus Wellmann brachte es zum Finale auf den Punkt: "Das war die beste EUROBIKE aller Zeiten." Die gute Zusammenarbeit von Polizei, Stadt und Messe beim Thema Verkehrslenkung und Parkierung bezeichnete Klaus Wellmann schlichtweg "als Quantensprung."

Keine Frage: Die 18. EUROBIKE war schon von Beginn an die "Größte aller Zeiten". 1.028 Aussteller aus 42 Nationen (internationaler Anteil 68 Prozent) sorgten für einen neuen Rekord und für einen Zuwachs von rund zehn Prozent im Vergleich mit der EUROBIKE 2008. Auch die Ausstellungsfläche erreichte mit 100.000 qm in 14 Messehallen und in den Freigeländen West und Ost neue Dimensionen und sorgte für einen Flächen-Zuwachs von 15 Prozent. Auf dem größeren Gelände waren auch mehr Fachbesucher unterwegs: Mit 39.152 steht in der Messe-Bilanz ein Plus von sechs Prozent. Die neue Tagefolge der EUROBIKE, die erstmals von Mittwoch bis Samstag geöffnet und damit drei Wochentage als Fachtage ausgewiesen hatte, brachte nach Aussage von Projektleiter Stefan Reisinger ein weiteres Qualitäts-Plus: "Durch diese Veränderung haben wir die Fachhandels-Kompetenz nochmals deutlich steigern können." 

"Der Messestandort Friedrichshafen bindet die Fahrradbranche nicht nur wegen der Atmosphäre an die EUROBIKE, sondern auch wegen der wirtschaftlich harten Fakten. Damit bestätigt sie sich als die einzig relevante Fachmesse sowohl für die Alltagsmobilität wie auch für die sportlichen Räder", erklärt Rolf Lemberg, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV).

Starkes Medieninteresse 
Einen deutlichen Zuwachs gab es auch bei den Medienvertretern: Die internationalen Fach- und Tagesmedien, Fernseh- und Rundfunkanstalten transportieren das Thema Fahrrad und die EUROBIKE in alle Welt: Insgesamt 1.556 Journalisten aus 36 Ländern (2008: 1.430 aus 32 Ländern) besuchten die Internationale Fahrradmesse und sorgten damit für eine Steigerung um acht Prozent. Jeder zweite Journalist kommt aus dem Ausland. Die Länder in Europa stehen an erster Stelle, aber auch immer mehr Medienvertreter aus Asien, Amerika und Australien berichten über die EUROBIKE.  

Demo Day in Argenbühl 
Bei strahlendem Sonnenschein bot die dritte Auflage des EUROBIKE Demo Day Fachbesuchern und Medienvertretern erneut beste Bedingungen, um die Neuheiten der kommenden Bike-Saison einem ersten Härtetest zu unterziehen. 92 Aussteller und 109 vertretene Marken präsentierten sich zum Auftakt in Argenbühl einem internationalen Fachpublikum. Auf fünf verschiedenen Rad-Strecken testeten 1.680 Bikefans und 630 Medienvertreter die neuesten Entwicklungen bei Rennrädern, E-Bikes, Liege- und Falträdern oder Mountainbikes. 

Weitere Informationen unter: www.eurobike-show.de

Quelle: Messe Friedrichshafen
Mob01_09.2009