| Archivorganisation März 2008
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Inhaltsverzeichnis gesondert archivierte Spezials (die vollständigen Beiträge finden Sie nachfolgend)
2. Mobiles RFID-System mit Braillezeile
1. Highspeed-Web: Kunststoff löst Glasfaser ab
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Tag It Guide: Wird um Braillezeile erweitert (Foto: dlinfo.de)
Mobiles RFID-System mit Braillezeile
Die Firma Dräger & Lienert Informationsmanagement www.dlinfo.de hat ein mobiles RFID-System für Blinde mit integrierter Braillezeile entwickelt. Durch die Erweiterung des Systems "Tag It Guide" um eine Blindenschrift-Zeile ist es besser für laute Umgebungen geeignet. "Wir möchten etwa Supermärkte für Blinde zugänglich machen", meint Geschäftsführer Hansjörg Lienert. Auch für Bildungszwecke bringt die Braillezeile Vorteile. Vorgestellt wird das System vom 13. bis 15. März bei der Hilfsmittelausstellung im Rahmen der Center on Disabilities Conference der California State University Northridge www.csun.edu/cod/conf.
Der kabellose RFID-Reader des Tag It Guide liest Informationen aus RFID-Chips. In Verbindung mit mobilen Geräten wie PDAs, bestimmten Mobiltelefonen oder dem speziell für Blinde entwickelten Organizer Pronto der Firma Baum www.baum.at gibt das System nicht nur Audioinformationen aus, sondern zeigt die Daten im erweiterten System jetzt auch auf der Braillezeile an. In Umgebungen mit hohem Geräuschpegel wie etwa Supermärkten ist das von Vorteil, betont Lienert. Audioinformationen sind hier nicht unbedingt exakt zu hören und können mit dem verbesserten System einfach nachgelesen werden.
Auch für Bildungszwecke ist das System geeignet, etwa E-Learning oder die Erschließung taktiler Objekte in Museen. Sind diese mit RFID-Chips ausgestattet, kann der Tag It Guide deren Informationen abrufen. Auch hier ist die integrierte Braillezeile eine wichtige Erweiterung. "Wenn es um Wissen geht, macht es einen deutlichen Unterschied, die exakte Schreibweise eines Wortes nachlesen zu können", betont Lienert. Um den Tag It Guide weiter zu verbessern, ist ab Mai dieses Jahres eine Unterstützung von Daisy XML geplant.
Dieses strukturierte Dateiformat für Audiotexte nutzt der Konverter Max der DaisyMaker, dessen Version 2.0 ebenfalls bei der Hilfmittelausstellung vorgestellt wird. "Das Programm interpretiert impliziete Strukturen", erklärt Lienert. Damit werden etwa Kapitelstrukturen in PDF- oder Word-Dokumenten in vergleichbare Strukturen in Daisy XML konvertiert. Außerdem werden schriftliche Texte von Sprechrobotern in Audio umgewandelt. Im resultierenden Hörtext kann dann entsprechend den Dokumentstrukturen navigiert werden. Das Daisy-XML-Format ist auch für Hörbücher geeignet und wird aufgrund seiner Vorteile vermehrt von Verlagen angenommen, freut sich Lienert. "Auch für Sehende ist es gut, kapitelweise springen zu können", sieht er die Erklärung dafür.
Quelle: pte, Marburg
Mob16_03.2008
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Bild: Kunststoff soll Highspeed-Verkabelung mit
Lichtwelleleiter günstiger machen (Foto: pixelio.de)
1. Highspeed-Web: Kunststoff löst Glasfaser ab
Kostengünstige Lichtwellenleiter erlauben unkomplizierte Installation
Die auf Glasfasertechnik spezialisierte Luceat SpA www.luceat.it mit Sitz in Dello bei Brescia hat einen aus Kunststoff gefertigten Lichtwellenleiter für die Datenübertragung im häuslichen Nahbereich entwickelt. Im Vergleich zu den aus Siliziumdioxid hergestellten Glasfaserkabeln zeichnet sich diese Technologie durch zahlreiche technische und wirtschaftliche Vorzüge aus. "Unser Lichtwellenreiter ist nicht nur kostengünstig und platzsparend, sondern auch vibrations- und stoßfest," erklärt Firmenchef Alessandro Nocivelli.
Ein weiterer Vorteil der neuen Kabeltechnik ist deren Gewicht und Flexibilität. Die extrem leichten Kabel - sie wiegen lediglich sechs Kilogramm pro Kilometer - können auf einfache Weise miteinander verbunden und sogar parallel zu vorhandenen Stromleitungen geschaltet werden. Damit käme auch eine Installation in älteren Gebäuden in Betracht. Zudem seien keine spezifischen Fachkenntnisse erforderlich, heißt es vonseiten des Unternehmens. "Jeder kann die unkomplizierten Lichtwellenleiter aus Kunststoff installieren. Bei Großaufträgen kommt die schnelle Plastikvariante sogar billiger als die bislang verwendeten Kupferkabel", streicht Nocivelli die Vorteile der Kunststoffkabel heraus.
Außerdem gebe es kaum klimatische Einschränkungen. "Die Kabel sind bei Temperaturen bis minus 40 und plus 85 Grad Celsius funktionsfähig," so der Ingenieur. "Die Verwendung von hochmolekularem Polyäthylen macht sie nicht nur gegen elektromagnetische Felder, sondern auch gegen Feuchtigkeit und Salzeinwirkung resistent. Deshalb sind bei uns Garantiezeiten von zwanzig Jahren üblich."
In die Entwicklung des innovativen Glasfaserkabels hat Nocivelli zusammen mit dem Gründungspartner Metallurgica Bresciana SpA zwei Mio. Euro gesteckt. Dabei stammt eine Mio. Euro aus Mitteln des sechsten und siebenten EU-Rahmenforschungsprogramms. In Dello steht das europaweit einzige Werk, in dem statt des herkömmlichen Quarzglases aus organischem Glas bestehende Lichtwellenleiter hergestellt werden. Zwei Drittel der Produktion gehen in die Domotik und Kameraüberwachung. Wegen der vorzüglichen physikalischen Eigenschaften sind die Produkte außerdem als Hintergrundbeleuchtung von Tastaturen, LCDs und Autoarmaturen sowie für Systeme des Home Networking geeignet.
Quelle: pte, Brescia
Mob10_03.2008 |