| Archivorganisation März 2008
Archiv 1 = hier unten: archivierte Beiträge aus "Im Blickpunkt" in Erscheinungsreihenfolge
Archiv 2 = nächste archivierte Nachrichten > oben anklicken: Spezials oder Editorials vom März 2008
Archiv 3 = nächste archivierte Nachrichten: Messen und Märkte, Veranstaltungen
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Mob35_03.2008 - Karftwerkbau: High-tech-Schicht schützt Turbinen vor Höllenhitze
Mob34_03.2008 - Strassenverkehr: HD Traffic - TomTom startet Verkehrsfunk in der Schweiz
Mob33_03.2008 - Bautechnik: Geotechniker stellen Tricks des unterirdischen Bauens vor
Mob32_03.2008 - Industrie + Wirtschaft: Europa leichte Beute für Führung in Peking
Mob31_03.2008 - Schienenverkehr: SBB-Chef Andreas Meyer: Lohn und einmalige Entschädigungen 2007
Mob30_03.2008 - Die Zeit: Die Zeit schon umgestellt?
Mob29_03.2008 - Die Zeit: Schon eine Stunde Zeitverschiebung bringt Körper durcheinander
Mob28_03.2008 - Die Zeit: Was ist eigentlich „Zeit“?
Mob27_03.2008 - Die Zeit: Die Sommer- und Winterzeit – ein Buch mit sieben Siegeln?
Mob26_03.2008 - Technologien: Für Online-Betrüger werden die Zeiten schwerer
Mob25_03.2008 - Schienenverkehr: Was ist eigentlich eine Magnetschwebebahn und wie funktioniert sie?
Mob24_03.2008 - Schienenverkehr: Transrapid-Technologie vor Ausverkauf nach China?
Mob23_03.2008 - Alternative Antriebe und Energien: 2011: Wind und Sonne als Energiequelle für Mobilfunkstationen
Mob22_03.2008 - Energien: In Deutschland wird der Strom knapp
Mob21_03.2008 - Luftverkehr: Keine Vergabe der Fluglinie Lugano-Bern
Mob20_03.2008 - Schienenverkehr: GV: eine europäische Vision von Service
Mob19_03.2008 - Strassenverkehr: Anzahl der Ausweisentzüge 2007 leicht gesunken
Mob18_03.2008 - Alternative Antriebe und Energien: Was versteht man unter dem Wort "Hybrid"?
Mob17_03.2008 - Alternative Antriebe und Energien: Serienreife Lithium-Ionen-Batterie für Hybridautos
Mob16_03.2008 - Mensch + Technik: Mobiles RFID-System mit Braillezeile
Mob15_03.2008 - Alternative Energien: Wasserstoffgewinnung aus Biomüll
Mob14_03.2008 - Umweltschutz: "Schutzengel": Der einfache Weg zur Einsparung von CO2
Mob13_03.2008 - Luftverkehr: Fraport expandiert nach Saudi Arabien und China
Mob12_03.2008 - Strassenverkehr: Koordinierte Verkehrslenkung am Gotthard
Mob11_03.2008 - Alternative Antriebe und Energien: Solarthermische Kraftwerke finden wieder Zuspruch
Mob10_03.2008 - Technologien: Highspeed-Web: Kunststoff löst Glasfaser ab
Mob09_03.2008 - transport logistic München: High-Tech im HUB - System Alliance setzt auf digitales Videosystem
Mob08_03.2008 - Strassenverkehr: SecurPneus: Höhere Fahrsicherheit durch optimiertes Gasgemisch
Mob07_03.2008 - Tourismus: Tourismus und Klima: Schaden überwiegt Nutzen
Mob06_03.2008 - Sicherheit: Industriespionage verursacht 30 Mrd. Euro Schaden
Mob05_03.2008 - Sicherheit: Kamera erspäht Objekte durch die Kleidung
Mob04_03.2008 - Alternative Antriebe und Energien: Serienreife Lithium-Ionen-Batterie für Hybridautos vorgestellt
Mob03_03.2008 - Wasserstoff: Neues von der Wasserstofffront ( „Wasserstoff-Spiegel“ Nr. 1/08 des DWV)
Mob02_03.2008 - Navigation: Navigationsgerät hört aufs Wort
Mob01_03.2008 - Vorbild Natur: Mikroflugzeug nach Mauersegler-Vorbild gebaut
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High-tech-Schicht schützt Turbinen vor Höllenhitze
Neue Werkstoffe sind zur Steigerung der Energieeffizienz bei konventionellen Kraftwerken ein Schlüssel zum Erfolg. Mikrometerdünne Schichten, entwickelt von Siemens-Experten in Mühlheim und in München, erhöhen die Hitzebeständigkeit und Lebensdauer dieser High-tech-Schaufeln. Höhere Brenntemperaturen bedeuten einen höheren Wirkungsgrad. Die Schutzschichten sind auch in der weltweit größten Gasturbine im Einsatz, die derzeit in Irsching bei Ingolstadt getestet wird. In Kombination mit einer Dampfturbine wird ein Wirkungsgrad von mehr als 60 Prozent angestrebt. Das spart gegenüber der bisher effizientesten Anlage rund 40.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Super-Gasturbine verdankt ihre Beständigkeit einem Zweischichtsystem: Eine Keramikschicht als Wärmedämmung macht sie gegen Brenntemperaturen mehr als 1.400 Grad Celsius immun. Eine darunterliegende Haftungsschicht zwischen dem Metall der Turbinenschaufel und der Keramikbeschichtung sorgt für eine lange Lebensdauer und schützt das Metall vor Oxidation. Siemens-Experten geben der Haftungsschicht, die bisher aus einer Mischung von Kobalt, Nickel, Chrom, Aluminium und Yttrium bestand, neuerdings ein bis zwei Prozent Rhenium bei. Das verbessert die mechanischen Eigenschaften und bringt insgesamt eine Lebensdauer von 25.000 Stunden – sechsmal länger, als das reine Metall im heißen Strom der Verbrennungsgase überstehen würde.
Eine spezielle Prüftechnik garantiert die absolute Fehlerfreiheit der Turbinenschaufel, damit sie den Extrembelastungen im Betrieb auch tatsächlich standhalten kann: Ein von Siemens Corporate Technology entwickeltes optisches Triangulationsverfahren erstellt ein vollständiges dreidimensionales Bild der Oberfläche, das auch den kleinsten Haarriss oder eine Unebenheit entdecken kann. Aus der Information lässt sich unter anderem die thermische Belastung ablesen. Ergänzt man das Messsystem noch mit UV-Beleuchtung, so kann der Prüfer sogar Auskunft über die Position und Abmessung von sonst unsichtbaren Rissen geben. Mit den hier gesammelten und auswertbaren Daten können sogar Design und Herstellung künftiger Turbinenschaufeln verbessert werden. (IN 2008.03.6)
Quelle: Siemens
Mob35_03.2008
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HD Traffic - TomTom startet Verkehrsfunk in der Schweiz
Informationen zu Straßenverhältnissen liefern Mobilfunkdaten der Swisscom
Der Navigationsspezialist TomTom www.tomtom.com/?Lid=20 hat angekündigt, seinen Verkehrsinformationsdienst HD Traffic noch im laufenden Jahr in der Schweiz zu starten. Mithilfe des Services soll die Navigation mit einem TomTom-Gerät deutlich exakter werden. HD Traffic greift dazu auf anonymisierte Daten von Mobilfunknetzen zurück, um die Lage auf den Schweizer Straßen zu errechnen. Eine entsprechende Kooperation wurde mit der Swisscom AG http://de.swisscom.ch geschlossen.
Die Daten des Handybetreibers geben dem HD-Traffic-System Auskunft darüber, wie schnell und in welche Richtung sich die im Netz eingebuchten und in den Autos befindlichen Mobiltelefone bewegen. Diese Daten kombiniert TomTom mit Verkehrsinformationen aus weiteren Quellen, darunter Daten von Verkehrsämtern und Straßenbetreibern. Somit sei es möglich, den TomTom-Nutzern präzise Ankunftszeiten anzuzeigen, die konstant mit der aktuellen Verkehrssituation abgeglichen werden, heißt es in einer Aussendung des holländischen Unternehmens.
HD Traffic wurde von TomTom selbst entwickelt und ist seit November 2007 in den Niederlanden im Betrieb. Für Großbritannien wie auch für Deutschland wurde der Service bereits angekündigt und soll ebenfalls noch 2008 starten. "Unser Ziel ist es, bis Ende des Jahres 50 Prozent unserer europäischen Kunden mit HD Traffic zu versorgen", sagt TomTom-Sprecherin Sarah Schweiger auf Anfrage. Konkrete Angaben, welche Länder hierbei noch auf der Liste stehen, macht man bei TomTom derzeit nicht.
"Intelligente Navigation ist mehr als Autofahrer von A nach B zu bringen", sagt Harold Goddijn, CEO von TomTom. "Indem wir Nutzer durch HD Traffic mit aktuellen Routeninformationen versorgen, erhalten Fahrer schnellere, genauere und vollständigere Verkehrsinformationen als es bislang möglich war. Damit können sie unnötige Verspätungen vermeiden und haben ihre tägliche Routenplanung wieder voll unter Kontrolle", ist Goddijn überzeugt. Um den Dienst zu nutzen, ist ein entsprechend ausgestattetes Navigationsgerät nötig. Das derzeit erhältliche "TomTom One XL HD Traffic" hat ein GPRS-Modul samt SIM-Karte integriert und empfängt die Verkehrsupdates automatisch im Drei-Minuten-Intervall. Für die Nutzung von HD Traffic müssen holländische Kunden rund zehn Euro pro Monat zahlen, Preise für Deutschland und die Schweiz stehen noch nicht fest.
Quelle: pte, Bern/Amsterdam
Mob34_03.2008
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Geotechniker stellen Tricks des unterirdischen Bauens vor
Neue Projekte stellen Wissenschaftler vor neue Herausforderungen. Im Rahmen des 23. Christian-Veder-Kolloquiums in Graz www.cvk.tugraz.at/cvk diskutieren rund 400 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zum Stand der Technik bei unterirdischen Baumaßnahmen.
Der Raum in Großstädten wird immer enger, deshalb sind Geotechniker gefragt, dazu beizutragen, dass Bauvorhaben im Untergrund sicher ablaufen und das städtische Leben nicht stören. "Verbesserungen der Infrastruktur in dicht bebauten Gebieten stellen für die Geotechnik besonders große Herausforderungen dar. Insbesondere unterirdische Bauwerke wie Unterführungen oder U-Bahnstationen können bestehende Gebäude gefährden", so Helmut Schweiger vom Institut für Bodenmechanik und Grundbau der Technischen Universität Graz im Gespräch.
Gemeinsam mit seinen Kollegen der geotechnischen Institute in Graz organisiert Schweiger die Tagung, die sich mit besonderen Maßnahmen bei innerstädtischen Infrastrukturprojekten beschäftigt. Eines der vorgestellten Projekte ist die Überbauung des Bahnhofs Wien-Mitte. "Hier kommt das Düsenstrahlverfahren zum Einsatz", so Schweiger. "Der Boden in einem Bohrloch wird mit einem Hochdruckstrahl aufgeschnitten und gleichzeitig wird Zementsuspension eingebracht. Dabei entstehen Betonsäulen, die ein Gebäude tragen können."
Beim Bau des City-Tunnels in Leipzig komme ein anderes Verfahren zum Einsatz, so Schweiger. "Beim Vereisen wird das Wasser in den Poren des Bodens gefroren. Zunächst bilden sich Frostzylinder, dann wächst eine Eiswand, die schließlich einen festen Körper bildet, die die Stabilität im Bauzustand gewährleistet." Dass das Eis danach wieder taut beziehungsweise aufgetaut wird, stelle kein Problem dar. "Die größte Schwierigkeit liegt in der Zeit während des Bauens. Danach sichern Betonauskleidungen die Stabilität", erklärt Schweiger.
Die Verfahren gäbe es zwar schon seit Jahren, neue Projekt stellten die Wissenschaft jedoch immer wieder vor neue Herausforderungen. "Die Technik wird ständig verbessert", so Schweiger. Das bedeute jedoch nicht, dass ältere Gebäude deshalb unsicher seien. "Heute wird allerdings viel näher an Bauwerke herangebaut. Die verbesserten Verfahren sind notwendig um zu gewährleisten, dass an bestehenden Gebäuden kein Schaden entsteht", so der Geotechniker abschließend.
Quelle: pte, Graz
Mob33_03.2008
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Europa leichte Beute für Führung in Peking
Billiglohn-Manie gefährlich für Wettbewerbsfähigkeit des Westens. Nach Analysen des Schweizer Sinologen Professor Harro von Senger www.36strategeme.ch sind die Reaktionen des Westens auf die Tibet-Krise von Naivität und Unwissen geprägt. "Aus Pekinger Sicht blickt wegen der Menschenrechte oder der Tibet-Frage nicht 'die Welt', sondern nur ein recht kleiner Teil der Welt, nämlich die - global gesehen - wenigen westlichen Länder nach China.
Mit Boykottmaßnahmen kann man gegen die Bastion der Länder des Südens, die in der Regel auf der Seite der Volksrepublik China stehen, nichts ausrichten", so von Senger. Sein Buch "Supraplanung" (Hanser Verlag) www.hanser.de ist gerade erschienen und dürfte sich besonders für westliche Politiker als nützliche Nachhilfe-Lektüre im Umgang mit dem Reich der Mitte eignen. "Welche Rolle das Gesetzesrecht in der Volksrepublik China spielt und welchen Stellenwert es in diesem Land hat, stelle ich in 'Supraplanung' deutlich dar. Wenn man die Verfassungsartikel zur Kenntnis nehmen und in ihrer vollen Tragweite begreifen würde, dann würde vieles, was in der politischen Tagespraxis geschieht, durchschaubar und leicht vorhersehbar werden."

Leider würden offizielle Dokumente der Volksrepublik China im Westen regelrecht boykottiert und planmäßig nicht gelesen oder abgetan, kritisiert von Senger. "In Europa scheint man zu meinen, Hintergrundwissen über die Volksrepublik China sei überflüssig, es genüge, von Fall zu Fall die Tagesereignisse zu verfolgen und mit westlichem Alltagswissen ad hoc zu reagieren", so der Chinaexperte. Er verweist auf seine Schrift "Einführung in das chinesische Recht" von 1994 (C.H. Beck Verlag). "Hier erwähne ich die bis auf den heutigen Tag in Kraft befindliche Verfassung der Volksrepublik China vom 4. Dezember 1982, die auch im Zusammenhang mit Tibet wichtig ist. Im Artikel 1 bekennt man sich in Peking ganz offiziell und offen zu der Tatsache, eine Diktatur zu sein. Nach Artikel 54 sind die Bürger der Volksrepublik China verpflichtet, 'die Einheit und die Geschlossenheit all seiner Nationalitäten zu sichern'. Natürlich ist diese Verfassungsnorm durch entsprechende Paragraphen im chinesischen Strafgesetzbuch abgesichert", erläutert der Sinologie-Professor der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität.
In Anlehnung an Gottfried Wilhelm Leibniz plädiert von Senger dafür, dass die europäische Belehrungsgesellschaft sich in eine Lerngesellschaft im Verhältnis zu China wandeln sollte. Das Abendland müsse den tief verwurzelten Kulturhochmut ablegen und sich darum bemühen, das amtliche Denken in der Volksrepublik China, insbesondere das Bezugssystem der Kommunistischen Partei Chinas von innen heraus besser zu verstehen. "Die Passagiere des Luxusdampfers Europa kommen wohl nicht darum herum, sehr vieles, nicht zuletzt die chinesische Sprache, zu erlernen, wollen sie verstehen, was im Reich der Mitte vor sich geht", schreibt von Senger. Europa sei nach der chinesischen Strategemkunde eine leichte Beute und eine optimale Spielwiese für die Anwendung des Strategems Nummer 33: Das Strategem des Zwietrachtsäens. Als Beispiel führt von Senger den Dalai-Lama-Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel an, der dazu führte, dass Chinas Führer reihenweise Termine mit Deutschen absagten. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wurde demgegenüber höchst freundlich empfangen und mit Aufträgen in Höhe von 20 Milliarden Euro überschüttet.
Die Listenblindheit im Umgang mit China ist nach Erfahrungen des Düsseldorfer Emerging-Market-Experten Jörg Peisert www.joerg-peisert.de auch bei europäischen Managern und Wissenschaftlern sehr ausgeprägt. "Wir betrachten China nur als Billiglohn-Land und wollen die schnelle Rendite erwirtschaften. Das ist für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Westens sehr gefährlich. Der Technologieimport ist für China nur ein Instrument für Neuschöpfungen, um autark zu werden. Aus Importen werden langfristig Exporte angestrebt. Wir machen es der Kommunistischen Partei in China zu einfach, uns an die Wand zu drücken", warnt Peisert.
Quelle: pte, Freiburg/Berlin
Mob32_03.2008
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SBB-Chef Andreas Meyer: Lohn und einmalige Entschädigungen 2007
Laut Meldungen in der Sonntagspresse erhielt SBB-Chef Andreas Meyer 2007 einen „Rekordlohn von 1,3 Millionen“. Diese Behauptung trifft nicht zu. Vielmehr bezog Meyer einen Jahreslohn von 700'000 Franken. Das sind 100'000 Franken mehr als sein Vorgänger im Jahr zuvor. Hinzu kommen allerdings einmalige Leistungen von 450'000 Franken. Die im „Sonntag“ von heute präsentierten Finanzzahlen zum Geschäftsjahr 2007 der SBB sind teilweise falsch.
Bereits bei der Anstellung Meyers als CEO der SBB hatte der Verwaltungsrat entschieden, Meyers Lohn gegenüber dem Lohn seines Vorgängers um 100'000 Franken anzuheben. Der Maximallohn wurde auf 700'000 Franken festgelegt. Dieses Salär setzt sich zusammen aus einem fixen Grundsalär von 500'000 Franken und einem variablen Lohnbestandteil von 200'000 Franken für das Jahr 2007. Hinzu kam eine Spesenpauschale von 25'000 Franken. Beim Vorgänger hatte diese 24'000 Franken betragen. Zudem wurde eine Einlage in die Pensionskasse von 60'000
Franken (Vorgänger: 25'000 Franken) entrichtet.
Zu diesem Lohn kamen im ersten Jahr Meyers als CEO der SBB zusätzliche einmalige Leistungen in der Höhe von 450'000 Franken.
- ein einmaliger „Sign-on-Bonus“ von CHF 200'000 zur Abgeltung des durch den Arbeitgeberwechsel erlittenen Bonusverlusts beim vormaligen Arbeitgeber
- eine ausserordentliche einmalige Einlage von CHF 250'000 (Vorgänger 100'000 Franken) in die Pensionskasse. Dadurch wurde die durch die langjährige Tätigkeit Meyers im Ausland entstandene, im Vergleich zum Bundesgesetz
über die berufliche Vorsorge (BVG) unbefriedigende Vorsorgesituation an die schweizerischen Gegebenheiten angepasst. Meyer kam ohne Freizügigkeitsguthaben aus Deutschland in die Schweiz zurück.
- Der Verkauf des erst zweijährigen Hauses Meyers bei Frankfurt am Main wird von SBB Immobilien abgewickelt. Diese übernahm die Liegenschaft zu den Gestehungskosten, um Meyer einen raschen und reibungslosen Wechsel in
die Schweiz zu ermöglichen.
In seiner früheren Funktion bei der Deutschen Bahn hatte Meyer Entschädigungen von über 400'000 Euro (d.h. über 640'000 Franken) bezogen. Bei den einmaligen Leistungen handelt es sich um übliche Transaktionskosten bei der Besetzung von Topkader-Positionen zum Ausgleich von Nachteilen durch den Stellenwechsel.
Falsche Zahlen
Die in der heutigen Ausgabe des „Sonntag“ publizierten Finanzzahlen zum Geschäftsjahr 2007 sind teilweise falsch. Die SBB wird im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz vom kommenden Mittwoch über das Geschäftsjahr 2007 berichten und die Finanz- und Leistungszahlen publizieren.
Quelle: SBB
Mob31_03.2008
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Bild: DB AG Deutsche Bundesbahn: Max Maulwurf
Die Zeit schon umgestellt?
Kürzere Nacht: Sommerzeit ist da. Ab heute Sonntag, 30. März gilt wieder die Sommerzeit. Um 2 Uhr wurden die Zeiger der Uhren um eine Stunde vorwärts geschoben. Die Sonne ab nun am Morgen wieder eine Stunde später aufgehen. Dafür bleibt es aber am Abend entsprechend länger hell.
Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) gilt in der Schweiz für rund sieben Monate. Am Sonntag, den 26. Oktober, werden die Zeiger wieder auf die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) zurückgestellt, wie das Bundesamt für Metrologie (METAS) am Dienstag mitteilte.
Zum ersten Mal wurden die Uhren in der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges umgestellt: In den Jahren 1941 und 1942 galt von Anfang Mai bis Anfang Oktober die Sommerzeit (englisch Daylight Saving Time). Der Hauptgrund war das Energiesparen.
Das Zeitgesetz von 1980 ermächtigte den Bundesrat, den jeweiligen Umstellungszeitpunkt in Übereinstimmung mit den umliegenden Ländern festzulegen. Die entsprechende Verordnung bestimmt, dass die Sommerzeit in der Schweiz für den gleichen Zeitraum gilt wie in der EU. Damit ist sichergestellt, dass die Uhren in der Schweiz die gleiche Zeit wie ihre Nachbarstaaten anzeigen.
Die USA beschlossen 2005, die Sommerzeit ab 2007 um drei Wochen auf den zweiten Sonntag im März vorzuziehen. Enden tut sie eine Woche später als bisher, nämlich am ersten Sonntag im November. Von dieser Massnahme erwartet der US-Kongress, dass Energie gespart und ein Beitrag zum Schutz des Weltklimas erbracht wird.
Mob30_03.20078
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Schon eine Stunde Zeitverschiebung bringt Körper durcheinander
Fast ein Viertel der Weltbevölkerung stellt zwei Mal im Jahr die Uhren um eine Stunde um. Die Auswirkungen auf den Organismus sind bisher nicht eindeutig geklärt. Ein Forscherteam der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München www.lmu.de hat nun gezeigt, dass diese Umstellungen drastischere Auswirkungen haben als bislang vermutet. Die innere Uhr der Menschen lässt bestimmte Verhaltensweisen und viele Prozesse im Körper in Zyklen ablaufen, berichten die Forscher um Till Toenneberg und Thomas Kantermann in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Current Biology.
"Die Frage, inwieweit sich die künstliche Zeitverschiebung auswirkt, ist subjektiv", so Kantermann vom Zentrum für Chronobiologie am Institut für Medizinische Psychologie der LMU www.imp-muenchen.de/?chronobiology. "Die Zeitumstellung unterbricht abrupt die Anpassung der inneren Uhr an die jahreszeitlich bedingte Varianz des Tag-Nacht-Wechsels und erlaubt ihr im Herbst erst viel zu spät diese wieder aufzunehmen", so der Experte. Das Problem sei insbesondere beim Wechsel der Winter- auf die Sommerzeit deutlich spürbar. "Die innere Uhr passt sich mit Hilfe des Tageslichts an den 24-Stunden-Rhythmus der Umwelt an", so Kantermann. "Dieses so genannte Entrainment ist ausserordentlich exakt." Besonders wichtig ist dabei die Dämmerung, also der Wechsel von Tag und Nacht.
Wie sensibel die Menschen auf das Sonnenlicht reagieren, zeigte sich in einer Untersuchung in Deutschland an rund 55’000 Menschen. Die Forscher haben festgestellt, dass die Sonne in Deutschland am östlichsten Punkt des Landes um 35 Minuten früher aufgeht, als am westlichsten Punkt. "Das Interessante daran war, dass die Schlafzeiten sehr genau nach diesem nur geringen Zeitunterschied organisiert werden", erklärt der Wissenschaftler. Das Sonnenlicht bleibe einfach der wichtigste "Zeitgeber". Das Argument, bei der Zeitumstellung handle es sich "nur" um eine Stunde, trüge, meint auch Roenneberg. "Wir waren selbst überrascht, wie stark die Effekte sind." Die innere Uhr passe sich aber auch genau an die saisonalen Veränderungen der Morgendämmerung an. "Im Winter ist sie auf spät, im Sommer auf früh gestellt. Diese minutiöse Anpassung wird jedoch durch die Zeitumstellung empfindlich gestört", argumentiert Kantermann. Umgekehrt blieben nämlich soziale Zeiten - wie Arbeitsbeginn etc. das ganze Jahr über gleich.
"Besonders dramatisch wirkt sich die Zeitumstellung auf die späten Chronotypen - das sind jene Menschen, die eher spät zu Bett gehen und dafür morgens länger schlafen - aus", erklärt Kantermann. Im Gegensatz zu diesen Eulen-Typen schlafen die so genannten Lerchen früh und stehen früh wieder auf. "Die Unterschiede zwischen den Chronotypen spiegeln sich exakt im Timing der Aktivitätsphasen im Laufe eines Tages wider", betont der Forscher. Wie schlecht sich die innere Uhr an die Zeitveränderung anpasse, sieht man besonders deutlich an späten Chronotypen, wenn im Frühjahr auf die Sommerzeit umgestellt wird. "Das biologische Timing bleibt einfach auf Normalzeit, während all ihre sozialen Aktivitäten um eine Stunde vorgestellt werden." Die Untersuchungen hätten aber auch gezeigt, dass sich die innere Uhr bei frühen Chronotypen am Beginn der Sommerzeit nicht vollständig umstelle.
"Weil die abrupte Veränderung der Uhrzeit nicht den tatsächlichen Zeiten der Dämmerung entspricht, hat selbst die eine Stunde der Zeitumstellung weitreichende Konsequenzen." Die Forscher vergleichen dies mit einer "zwangsweisen" Verschiebung der gesamten Bevölkerung Deutschlands im Frühjahr nach Marokko. "Im Herbst werden alle wieder - ohne Zeitzone und Klima zurückzulassen - zurückgebracht", so Kantermann.
Noch wisse man wenig über die Langzeiteffekte solcher Zeitumstellungen. In allen industrialisierten Ländern lasse sich aber ein Verlust an "Saisonalität" beobachten, also einem geringer werden Einfluss der Jahreszeiten auf die menschliche Physiologie. "Möglicherweise ist dieses Phänomen zum Teil auf die Einführung der Zeitumstellung zurückzuführen. Das wäre dann ein weiteres Beispiel für harmlos scheinende Ursachen mit dramatischer Wirkung", schreiben die Forscher.
Mob29_03.20078
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Was ist eigentlich „Zeit“?
Die Zeit ist ein Phänomen, welches uns alle fest im Griff zu haben scheint. Sie bestimmt mit ihrer Messbarkeit unser Leben, beispielsweise durch Uhrzeiten, Termine, Fahrpläne, Pausen, Arbeits- und Freizeit. Die Zeit begegnet uns während des ganzen Lebens, 24 Stunden am Tag, gewissermassen rund um die Uhr. Die nächsten Sekunden sind jetzt noch Zukunft. Während Sie weiterlesen, werden diese Sekunden für einen einzigen Augenblick Gegenwart sein. Der Wechsel von einem Augenblick zum andern ist gleichbedeutend mit dem Übertritt von der Gegenwart in die Vergangenheit. Nun, was ist eigentlich Zeit? Eine schwierige Frage, wenn man sie befriedigend beantworten soll.
Es gibt Leute, die behaupten, die Zeit existiere in Wirklichkeit gar nicht. Sie sei eine Erfindung unseres Verstandes. Dieser sei wie ein Gefängnis, aus dem wir uns befreien könnten. Ein spannender Gedanke. Zeit ist ein wesentlicher Faktor unseres Lebens. Nicht umsonst spricht man von der Lebenszeit. Die persönliche Zeit ist der Raum zwischen Geburt und Tod. Zeit ist aber auch ein Ordnungssystem, welches vom menschlichen Geist entdeckt und definiert wurde. Wir unterscheiden heute von vagen und klar definierten Zeiträumen. Gesprochen wird von der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, dem Jahr dem Monat, der Woche, dem Tag, der Stunde, der Minute und der Sekunde oder Bruchteilen davon. Zeit ist also nichts als eine Idee, eine ordnende Konstruktion in unseren Köpfen, der wir uns vollständig unterordnen. Es ist unmöglich, sie anzufassen oder ihrer habhaft zu werden.
Wir bestimmen selbst, welchen Wert die Zeit in unserem Leben einnimmt. Wir wollen ständig Zeit planen, sparen und gewinnen. Das ist ein unmögliches Unterfangen. Zeit wird subjektiv, das heisst, sehr unterschiedlich erlebt und ist schliesslich auch eine Frage der Lebensqualität. Je besser und wohler wir uns fühlen, desto schneller vergeht die Zeit. Natürlich gibt es ebenso das Gegenteil. Nun liegt es an Ihnen, ob Sie sich und auch Ihren Mitmenschen mehr Zeit schenken wollen oder nicht!
Das wär’s für den Moment. Schön, dass Sie soweit gelesen haben!
Rolf Grob
Verleger und Redaktor
Noch mehr z um Thema „Zeit“ mehr >
Mob28_03.20078
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Bild: DB AG/Kirsche, Bahnsteiguhr in Köln Hauptbahnhof
Die Sommer- und Winterzeit – ein Buch mit sieben Siegeln?
Die Sommerzeit ist die im Sommerhalbjahr meist um eine Stunde vorgestellte Uhrzeit einer Zeitzone. Die Kurzbezeichnung hierfür in Mitteleuropa ist MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit), auf englisch CEST (Central European Summer Time). Der offizielle Ausdruck für die umgangssprachliche Winterzeit ist Normalzeit. Denn nur die Sommerzeit stellt mit ihrer Verschiebung zur „normalen Zeit“ eine Besonderheit dar und wird deshalb als solche bezeichnet, auch wenn sie inzwischen den grösseren Anteil des Kalenderjahres einnimmt.
Vertiefen Sie sich in das Thema der Zeitumstellung! Folgende Links bieten Ihnen dazu die Möglichkeit:
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Zeitumstellung und die Regeln dazu hier >
-
Schon eine Stunde Zeitverschiebung bringt Körper durcheinander hier >
- Zeitumstellung und die Geschichte, Sommerzeitregelungen, Liste aller Staaten mit Sommerzeit, Pro und Kontra, Probleme bei der Umstellung, Letzte und nächste Umstellungen und Sonstiges hier >
Mob27_03.2007
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Für Online-Betrüger werden die Zeiten schwerer
Siemens hat mit einem Partnerunternehmen einen scheckkartengroßen Internetausweis entwickelt, mit dem sich Nutzer vor einer Überweisung mit einem Fingerabdruck und einem integrierten Schlüssel bei der Bank authentifizieren. Der Ausweis benötigt keine zusätzliche Soft- oder Hardware, ist somit vor Angriffen geschützt und lässt sich an jedem Computer nutzen. Frühestens im Sommer 2008 soll die Lösung auf den Markt kommen.
Hacker gelangen unter anderem mit gefälschten Internetseiten an zahlreiche Kontodaten und verursachten nach Angaben des Bundeskriminalamtes allein im vergangenen Jahr in Deutschland einen Schaden von mindestens 14 Millionen Euro. Mit dem Internetausweis von Siemens IT Solutions and Services und der Schweizer Firma AXSionics sollen solche Betrugsfälle der Vergangenheit angehören. Der Ausweis ist mit einem Fingerabdruck-Scanner und sechs optischen Sensoren ausgestattet. Zunächst identifiziert sich der Anwender mittels Fingerabdruck. Dann sendet die Internetseite der Bank einen so genannten Flickercode, den die Sensoren des Ausweises erfassen und entschlüsseln. Dabei zeigt der Monitor sechs Felder, die im schnellen Wechsel schwarz oder weiß flimmern.
Der Flickercode enthält die vorher eingegebenen Überweisungsdaten und die dazugehörige Nummer zur Transaktionsfreigabe (TAN). Mit einem integrierten kryptographischen Schlüssel dechiffriert der Ausweis den Code und zeigt die entschlüsselten Informationen auf seinem kleinen Display an. Der Nutzer prüft, ob die Transaktionsdaten vollständig sind und bestätigt die Überweisung schließlich durch die Eingabe der aktuell angezeigten TAN. Weder Soft- oder Hardware sind für den Internetausweis erforderlich. Der Internetuser kann seine Bankgeschäfte so weltweit sicher ohne separate TAN-Liste erledigen.
Um den Ausweis zu personalisieren, scannt der Kunde mehrere Finger auf dem Internetausweis ein, die er später zur Identifikation nutzt. Dabei wählt er auch einen sogenannten Notfallfinger: Wird der Kunde etwa gewaltsam gezwungen, einen Geldbetrag zu überweisen, löst er mit dem Scan dieses Fingers in der Bank einen Alarm aus. Auf dem Computermonitor wird die Transaktion zur Täuschung des Täters zwar getätigt, jedoch führt die Bank den Auftrag nicht aus.
Online-Banking ist jedoch nur eine von vielen Nutzungsmöglichkeiten. Ob Auktionshaus oder Musikdownload: Der Ausweis verfügt über insgesamt 128 Schlüssel und kann theoretisch für diese Zahl verschiedener Onlineanbieter genutzt werden. (IN 2007.03.5)
Quelle: Siemens
Mob26_03.2008
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Was ist eigentlich eine Magnetschwebebahn und wie funktioniert sie?
Magnetschwebebahnen sind spurgeführte Landverkehrsmittel, die durch magnetische Anziehung oder Abstossung in der Schwebe gehalten werden. Räder sind dabei entweder gar nicht oder nur bei niedrigen Geschwindigkeiten notwendig.
In englischer Sprache ist für Magnetschwebebahnen das Kunstwort Maglev üblich, das in den 1960er Jahren durch den amerikanischen Physiker Howard T. Coffey aus dem Ausdruck „Magnetic Levitation“ abgeleitet wurde.
   
Informations- und Bildquelle: www.transrapid.de
Umfangreiche Informationen, gemäss nachfolgendem Inhaltsverzeichnis, finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetschwebebahn
Inhaltsverzeichnis
1 Magnetisches Schweben
2 Antriebsarten
3 Vorteile der Magnetschwebebahn
4 Nachteile herkömmlicher Magnetschwebebahnen
5 Geschichte
5.1 Deutsches Reich
5.2 Bundesrepublik Deutschland
5.3 Schweiz
5.4 Japan
5.5 China
5.5.1 Projekte
6 Die Entwicklung der Geschwindigkeitsrekorde bei Versuchsfahrten
7 Entwicklung
8 Ausgeführte Anlagen
Informationen zu einem Rekord-Angebot: 100 Millionen Euro für den ersten Spatenstich hier >
Mob25_03.2008
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Transrapid in Shanghai (Foto: thyssenkrupp.com)
Transrapid-Technologie vor Ausverkauf nach China?
Lizenzvergabe als Ausweg - ThyssenKrupp dementiert! Das Aus für das Transrapid-Projekt www.transrapid.de in München könnte die Technologie rund um die Magnetschwebebahn nun zum Exportartikel werden lassen. Die beteiligten Unternehmen wollen das Projekt weiterführen und setzen ihre Hoffnungen vor allem auf den Transrapid-Betrieb in Shanghai. ThyssenKrupp, Entwickler des Antriebssystems für den Transrapid, überlegt nun scheinbar auch den Verkauf der Technologie nach China. Wie die Welt Online unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, will das Unternehmen schon in den kommenden Wochen direkte Verhandlungen über den Komplettverkauf oder eine Lizenzvergabe mit der chinesischen Regierung starten. Auf Nachfrage von pte weist Anja Gerber, Pressesprecherin von ThyssenKrupp Technologies, den Bericht jedoch zurück.

Das Aus für das Projekt in München werde zudem unmittelbar keine Auswirkungen auf Mitarbeiter haben, da dieses erst 2010 beschäftigungswirksam geworden wäre, so Gerber. Zu künftigen Entwicklungen könne derzeit noch nichts gesagt werden. Laut dem Welt-Online-Bericht geht ThyssenKrupp davon aus, durch eine Lizenzvergabe einen hohen zweistelligen oder niedrigen dreistelligen Mio.-Betrag zu erhalten. Zudem werde der Verkauf der Lizenz gegenüber dem Komplettverkauf bevorzugt - nicht zuletzt um die rund 220 betroffenen Arbeitsplätze in Deutschland erhalten zu können, aber auch um von einem möglichen Erfolg in China profitieren zu können. Im Shanghai ist seit 2004 das weltweit bislang einzige kommerziell genutzte Magnetschnellbahnsystem im Einsatz. Während China bereits über eine Lizenz für die Fahrwagen verfügt, besitzt Deutschland weiterhin die Rechte am Antriebs- und Steuerungssystem. Der Ankauf weiterer Technologie würde China den eigenen Bau der Bahn sowie deren Vermarktung ermöglichen.
Nach Angaben von Siemens-Chef Peter Löscher zeigen neben China unter anderem auch Katar und die USA Interesse an der Magnetschwebebahn. "Derzeit konzentrieren wir uns auf den Ausbau der Strecke in Shanghai", erläutert Gerber. Weitere Projekte gebe es zwar auch in anderen Ländern, diese würden sich jedoch in unterschiedlichen Phasen befinden. Rund 2,4 Mrd. Euro wurden laut Medienberichten von Bund und Wirtschaft in den vergangenen Jahren in die Forschung und Entwicklung rund um den Transrapid investiert. Schon in den Jahren 2000 und 2003 scheiterten zwei Transrapid-Projekte aufgrund fehlender Finanzierung und Wirtschaftlichkeit, die Hamburg und Berlin bzw. mehrere Städte des Ruhrgebietes verbinden hätten sollen. Gestern, Donnerstag, verkündete Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee schließlich auch das Scheitern des Transrapid-Projektes in München, wo die geplante Strecke als Flughafenzubringer eingesetzt werden sollte.
Begründet wurde das Aus mit dem erheblichen Anstieg der Projektkosten, die sich laut Expertengutachten von ursprünglich 1,85 Mrd. Euro auf bis zu 3,4 Mrd. Euro erhöhen würden. Welt Online berichtet sogar von einem Betrag von bis zu 3,8 Mrd. Euro. Die Beteiligten schieben sich die Schuld an der Kostenexplosion gegenseitig zu. ThyssenKrupp und Siemens betonen, die gemeinsam veranschlagten Kosten von einer Mrd. Euro nicht erhöht zu haben. Bemängelt wird dagegen die Kostenberechnung des Baukonzerns Hochtief, der für den Bau der Trasse verantwortlich gewesen wäre. Dieser sieht sich zu unrecht beschuldigt, da man an der ursprünglichen Kostenschätzung von 2004 nicht beteiligt gewesen sei. Erst jetzt haben man einen Überblick über die Kostensituation und dadurch erkannt, dass die zuerst eingeplanten Investitionen von 1,85 Mrd. Euro nicht haltbar wären.
Quelle: pte, München
Mob24_03.2008
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2011: Wind und Sonne als Energiequelle für Mobilfunkstationen
Dieselgeneratoren bei autonom versorgten Basisstationen haben ausgedient. Der Telekomausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) www.nokiasiemensnetworks.com hat bekannt gegeben, dass seine Mobilfunkbasisstationen bis 2011 als Hauptstromquelle erneuerbare Energieformen nutzen werden. Diese Strategie ist nicht nur vom Energiegedanken getrieben, sondern basiert auch auf praktischen Überlegungen. Die Wachstumsmärkte in dem Sektor zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die nötige Infrastruktur oftmals nicht ausreichend ausgebaut ist, heißt es in einer aktuellen Aussendung des Unternehmens. Somit sollten die Basisstationen energieautonom ausgelegt sein und durch alternative Stromquellen versorgt werden.
Üblicherweise wird der Energiebedarf von abgelegenen Funkmasten mithilfe von Dieselgeneratoren abgedeckt. Diese Stromversorgung generiert nicht nur CO2, sondern erfordert weitere Maßnahmen wie das Betanken sowie die Wartung, wodurch wiederum Transport von Material und Menschen notwendig ist, heißt es von Seiten des Telekom-Joint-Ventures. Diesel sei zudem teuer und der Preis werde künftig weiter stiegen. Daher sei die einzige und nachhaltige Möglichkeit, Energie aus Wind- oder Solarkraft zu beziehen. "2011 werden Solar- und Windenergie die erste Wahl für unsere Mobilfunkstationen sein", verspricht Anne Larilahti, Verantwortliche für Nachhaltige Entwicklung bei NSN.
"Die Methoden der Stromgewinnung durch Wind und Sonne sind ausgereift, die Systeme haben eine lange Lebensdauer, die Betriebskosten sind gering und auch das nötige Kapital zur Anschaffung sinkt laufend", so Larilahti. Diese Faktoren seien zusammen mit steigenden Ölpreisen ein starkes Argument, um die Nutzung erneuerbarer Energie voran zu treiben. Die Ausstattung der Basisstationen soll individuell nach dem Standort geplant und die optimale Konfiguration bzw. ein Mix aus Energiequellen gefunden werden.
Neben der Wahl der Stromquellen steht jedoch auch die Reduktion des Energiebedarfs insgesamt auf der Agenda des Joint Ventures. Da die Basisstationen die energiehungrigsten Komponenten eines Mobilfunknetzes sind, müssen diese optimiert werden. Künftige Produktgenerationen und Installationen sollen laut NSN 70 Prozent weniger Strom verbrauchen. Dazu wird einerseits die Zahl der Standorte verringert, andererseits die Technik optimiert, wodurch weniger Kühlung und damit Energie nötig sei.
Quelle: pte, Espoo
Mob23_03.2008
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In Deutschland wird der Strom knapp
Importe aus dem Ausland stellen keine Alternative dar. Die bundeseigene Deutsche Energie-Agentur (Dena) www.dena.de warnt in einer Kurzanalyse der Kraftwerks- und Netzplanung am deutschen Energiemarkt vor einem drohenden Strommangel ab 2012. Kritiker widersprechen, dass es sich in dieser Warnung um Panikmache der Atomlobby und eine unseriöse politische Kampagne im Namen der Stromkonzerne handelt, da "ein Weiterbetrieb bestehender Kraftwerke über die bisher geplanten Laufzeiten", gefordert wird. Dies sei "notwendig, um eine Stromlücke zu vermeiden und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten", heißt es von der Dena. Ab 2012 soll Dena-Angaben zufolge nicht mehr genügend gesicherte Kraftwerksleistung zur Verfügung stehen, um die Jahreshöchstlast zu decken.
Strom künftig aus dem Ausland zu importieren ist für die Dena kein gangbarer Weg. "Zur Deckung der Jahreshöchstlast stellen auch Stromimporte aus dem Ausland keine Alternative dar", so die Dena. Die vorhandenen und geplanten europäischen Kraftwerkskapazitäten würden ab 2015 nicht mehr ausreichen, um eine verstärkte Nachfrage in Deutschland zu decken. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage von Energie lässt die Preise weiterhin rapide steigen. Ab 2012 werden durch den prognostizierten Mangel zusätzliche Kostensteigerungen befürchtet. "Bei der 2020 zu erwartenden Stromnachfrage wird die Jahreshöchstlast mit Kraftwerkskapazitäten am Standort Deutschland nicht mehr vollständig gedeckt", so die Dena.
Um dieses Szenario abwenden zu können, sei der zügige Ausbau von neuen Kraftwerken auch auf Kohlebasis erforderlich. Bis 2020 wachse der Mangel an Energie auf rund 11.700 Megawatt, was einer Kapazität von 15 Großkraftwerken entspricht. Der Weiterbetrieb bestehender ineffizienter Kraftwerke führe darüber hinaus zu weiterhin hohen CO2-Emissionen. Die Dena fordert, dass "Politik und Energiewirtschaft gemeinsam möglichst schnell die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den unbedingt notwendigen Zubau neuer fossiler Kraftwerkskapazitäten schaffen, um die Einführung innovativer Stromerzeugungstechniken zu beschleunigen und die Stromnachfrage umweltfreundlich und energieeffizient zu decken und einen Anstieg der Strompreise zu verhindern."
Quelle: pte, Berlin
Mob22_03.2008
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Keine Vergabe der Fluglinie Lugano-Bern
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) kann die Fluglinie Lugano-Bern nicht vergeben. Eine der beiden Firmen, die eine Offerte einreichten, erfüllt die Voraussetzungen nicht, die andere konnte ihr Angebot nicht ausreichend konkretisieren. Der Bund wäre bereit gewesen, die Linie während drei Jahren mit maximal 1 Millionen Franken jährlich zu unterstützen.
Der Bundesrat hatte sich letztes Jahr grundsätzlich bereit erklärt, die Fluglinie Lugano-Bern finanziell zu unterstützen. Unter der Voraussetzung, dass sich auch der Kanton Tessin und die Stadt Lugano beteiligen, stellte der Bund einen Beitrag von höchstens 3 Millionen Franken verteilt auf drei Jahre in Aussicht. Die Fluggesellschaft Darwin hatte zuvor bekannt gegeben, die Fluglinie aus wirtschaftlichen Gründen einzustellen. Von Lugano aus bestehen noch innerschweizerische Linienverbindungen nach Zürich und Genf.
Im Auftrag des Bundesrates schrieb das BAZL im vergangenen November die Fluglinie Lugano-Bern öffentlich aus. Zwei Unternehmen reichten daraufhin eine Offerte ein. Während die eine Firma die Voraussetzungen für die Vergabe der Konzession nicht erfüllt, da sie über keine für Fluggesellschaften erforderliche schweizerische Betriebsbewilligung verfügt, konnte das andere Unternehmen sein Betriebskonzept nicht genügend konkretisieren.
Dem BAZL ist es somit nicht möglich, die Konzession für die Fluglinie Lugano-Bern zu vergeben. Die Aufnahme des Flugbetriebs wäre für Ende März vorgesehen gewesen. Das Amt hat das Ausschreibungsverfahren folglich als ergebnislos abgeschlossen. Das BAZL klärt nun gemeinsam mit den involvierten Kreisen das weitere Vorgehen ab.
Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Bern
Mob21_03.2008
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GV: eine europäische Vision von Service
Eine Weltneuheit, die ihrer Zeit weit voraus ist, stellt Frankreichs TGV High Speed
Service dar: Dieser bietet in den Zügen nicht nur Internet, sondern ein vollständiges Multimedia-Portal. Und da Mobilität in Europa keine Grenzen kennt, ist das neue Angebot auch Reisenden in und aus der Schweiz, Deutschland oder Luxemburg zugänglich.
Während ihrer Reise können TGV-Kunden mit Wi-Fi-fähigen Laptops im Internet
surfen, Videofilme oder Fernsehnachrichten anschauen, die Fahrtstrecke verfolgen,
Reisegeschwindigkeiten ablesen, sich in ihr Firmen-Intranet einloggen, einen
Restaurant-Tisch oder Theaterkarten reservieren, sich die Zeit mit PC-Spielen
vertreiben und vieles mehr. Der Service gilt für die Erste und Zweite Klasse.
Der Service zielt auf höchste Qualität ab, indem er eine Mischung technischer und
kommerzieller Innovationen bietet: Die Internetverbindung muss auch bei
Höchstgeschwindigkeiten bis zu 320 km/h stabil sein, um Filme über High-Speed-
Breitband via Satellit oder Wi-Fi in voller Länge unterbrechungsfrei zeigen zu können.
In kommerzieller Hinsicht müssen die Inhalte exakt auf Interessen und Erwartungen
der Reisenden zugeschnitten sein.
Mireille Faugère, Geschäftsführerin des Bereichs Voyageurs France Europe der SNCF
kommentiert: „Dieser Service ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, zwei Jahre
ehe der Markt für den Wettbewerb geöffnet wird. Für TGV ist Hochgeschwindigkeits-
Wi-Fi ein Schlüssel für mehr Marktanteile, sowohl in Frankreich als auch im Ausland.“
Ein vollwertiger Pilot-Service ist derzeit in drei Zügen des TGVs verfügbar,
einschließlich eines internationalen Zuges, der abwechselnd die drei Länder bereist.
Die Infrastruktur, auf die er aufbaut, kann in der gesamten TGV-Flotte eingeführt
werden. Nach dem erfolgreichen Start einer ersten Testphase im Dezember 2007 in
Frankreich, bei der 6000 TGV-Kunden teilnahmen, wurde das Testprogramm jetzt in
seiner zweiten Phase um den internationalen Service erweitert.
Die abgestellten Ressourcen spiegeln Maßstab und Bedeutung der Herausforderung
wider. Mit einem Investitionsvolumen von 19 Millionen Euro ist dies das größte
Forschungsprogramm der SNCF für 2007/2008. Die Implementierung liegt in den
Händen einer Gruppe von Dienstleistern, die durch eine europaweite Ausschreibung
ausgewählt wurden. Zu ihnen zählen Orange Business Services, Capgemini, Eutelsat
and Alstom Transport.
Auf Zielgruppe, Preis und Bedingungen legt sich die SNCF noch nicht fest, sondern
wird bis Mitte 2008 auf Grundlage der Ergebnisse der Testphase entscheiden, ob der
neue Service ausgeweitet wird. Der Zugang wird dann stufenweise für Reisende der
Ostlinien zugänglich gemacht, sowie ab 2010 für sämtliche Reisen (in Frankreich und
international), was 52 ausgestatteten TGV Zügen entspricht. Das bedeutet eine
Streckenabdeckung von 2000 Schienen-Kilometern, einschließlich des gesamten
ostfranzösischen Bahnnetzes mit Verbindungen nach Deutschland, in die Schweiz
und Luxemburg.
Als Antwort auf die Wünsche der Geschäfts- und Freizeitreisenden erweitert der TGV
sein Service-Angebot, um die Reise mit dem TGV zu einem unvergleichlichen Erlebnis
zu machen. So verwandelt die SNCF ihre europäische Vorstellung von Mobilität in
konkrete Wirklichkeit: durch einen effizienten, grenzüberschreitenden Service,
zugeschnitten auf die Wünsche des Kunden.
Quelle: SNCF
Mob20_03.2008
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Anzahl der Ausweisentzüge 2007 leicht gesunken
Auf Schweizer Strassen mussten 2007 etwas weniger Fahrzeuglenkerinnen und -lenker ihren Führerausweis abgeben als 2006. Das zeigen die neusten Zahlen aus dem Administrativmassnahmenregister (ADMAS) des Bundesamts für Strassen (ASTRA). Gesunken ist die Zahl der Entzüge wegen Drogensucht und Geschwindigkeitsübertretungen. Die Entzüge wegen Alkohol am Steuer haben dagegen leicht zugenommen.
Im vergangenen Jahr mussten in der Schweiz 72'051 Personen ihren Führerausweis abgeben. Das sind 148 weniger als 2006. Hauptgründe für den Ausweisentzug waren wie im Jahr zuvor das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit sowie Alkohol am Steuer. Die Ausweisentzüge wegen zu schnellen Fahrens nahmen um 4 Prozent auf 31'678 Fälle ab, die Entzüge wegen Angetrunkenheit (0,8 Promille oder mehr) stiegen leicht um 2,8 Prozent (19'133 Fälle).
Auffällig zugenommen haben die Zahlen der Ausweisentzüge wegen Krankheit und Gebrechen (2'552 Fälle; Plus 20 Prozent) und wegen Missachtens des Vortritts (3'689 Fälle; Plus 15 Prozent). Wegen Drogensucht mussten hingegen weniger Ausweise entzogen werden (1804 Fälle, Minus 16,5 Prozent).
Prozentual am stärksten ist die Anzahl Ausweisentzüge in der Altersgruppe der über 70-jährigen Fahrzeuglenkenden gestiegen (Plus 17,2 Prozent auf 3253 Fälle). In absoluten Zahlen sind die Ausweisentzüge in der Altergruppe der 20- bis 29-jährigen am höchsten (kumuliert 24'768 Fälle; Zunahme knapp ein Prozent), gefolgt von den 30 bis 39-jährigen (kumuliert 16494 Fälle, Minus 3,4%).
Die meisten Ausweisentzüge waren auf einen bis drei Monate befristet (knapp 70 Prozent), fast 14 Prozent der Ausweise mussten auf unbestimmte Zeit entzogen werden. Auffallend ist die starke Zunahme der lange dauernden Entzüge (Entzugsdauer sieben bis zwölf Monate: plus 17,9 Prozent auf 2829 Fälle; Entzugsdauer mehr als zwölf Monate: plus 18,6 Prozent auf 1594 Fälle). Hier wirkt sich das am ersten Januar 2005 eingeführte, verschärfte Recht erstmals messbar in der Statistik aus.
Verkehrssündern aus dem Ausland kann - bedingt durch internationales Recht - in der Schweiz der Ausweis nicht entzogen werden, ihnen wird aber der ausländische Führerausweis aberkannt, sie dürfen dann in der Schweiz kein Fahrzeug mehr lenken. Diese Zahl hat 2007 leicht auf 17'468 zugenommen (plus 3,2 Prozent). In den letzten fünf Jahren zeigt sich hier aber eine markante Steigerung von 70 Prozent.
Bemerkung
Die Anordnung von Administrativmassnahmen gegen fehlbare Fahrzeuglenkerinnen und -lenker obliegt den Kantonen. Sie melden die Massnahmen dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) weiter. Das ASTRA seinerseits führt das zentrale Administrativmassnahmenregister (ADMAS). Dieses wird unter anderem von Bundes- und Kantonsbehörden zur Beurteilung des automobilistischen Leumunds bei der Erteilung und beim Entzug von Führerausweisen benützt. Jeden Frühling veröffentlicht das ASTRA die ADMAS-Statistik des Vorjahrs.
Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA, Bern
Mob19_03.2008
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Was versteht man unter dem Wort "Hybrid"?
Bild: Hybridbus in der Schweiz ist Tatsache - Lenzburg hat ihn!
Das Wort "Hybrid" kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet "gemischt, von zweierlei Herkunft". Ein Hybridfahrzeug ist demzufolge ein Fahrzeug mit zweierlei Energiearten beziehungsweise Antrieben. Die am weitesten verbreitete Hybridvariante ist die Kombination aus Verbrennungsmotor (also Diesel oder Benziner) als Hauptenergiequelle und elektrischer Maschine mit einem elektrischen Speicher in Form einer Batterie, Brennstoffzelle oder SuperCaps.
- In der Botanik und in der Zoologie bezeichnet man als Hybriden (mask.) oder besser Hybride (fem.) ein Lebewesen, das durch Kreuzung von Eltern verschiedener Zuchtlinien, Rassen oder Arten hervorgegangen ist (auch Bastard).
- In der Kommunikationswissenschaft wird von Hybridisierung gesprochen, wenn sich mehrere Genre zu einem Neuen zusammensetzen. So gilt z.B. die Genrefamilie Reality TV als Hybridgenre (Bsp: soap opera + documentary = docu-soap; gameshow + documentary = reality gameshows)
- In der Kartografie bezeichnet man mit der Hybrid-Darstellung eine Ansicht, in der Straßen- und Ortsnamen in eine Luftbildaufnahme eingezeichnet sind
- In der Molekularbiologie bezeichnet man als Hybrid einen Vorgang, bei dem sich an einem Einzelstrang einer Desoxyribonukleinsäure oder Ribonukleinsäure ein komplementärer Einzelstrang als Hybridisierung anlagert - siehe dazu Hybridisierung (Molekularbiologie).
- In der Chemie und der Atomphysik werden Linearkombinationen von Orbitalen Hybrid-Orbitale genannt.
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Im Golfsport ist ein Hybrid (oder Rescue) ein Schläger, der die Schlaglänge eines Holzes mit der Spielbarkeit eines Eisen zu verbinden versucht.
- Im Tennis ist ein Hybrid eine Bespannung, bei der für die Längssaite eine andere Saite verwendet wird als für die Quersaite.
- In der Sprachwissenschaft bezeichnet hybrid bei Fremdwörtern die Zusammensetzung aus verschiedenen Sprachen, z.B. Lokalanästhesie (v. lat.: locus = Ort + griech.: ἄν- = nicht + αἴσθησις = Gefühl).
Automobilsalon 2008 in Genf - Hybridtechnologie im Automobilbau aktueller denn je!
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Hybrid in der Technik
Allgemein versteht man in der Technik unter Hybrid ein System, bei welchem zwei Technologien miteinander kombiniert werden.
- Hybridelektronik oder hybride Schaltung bezeichnet elektrische Schaltungen, die sowohl Analogtechnik als auch Digitaltechnik verwenden.
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Bei der Hybridfestplatte (HHD) wird eine herkömmliche Festplatte mit einem Flashspeicher kombiniert.
- Hybride Antriebssysteme bestehen aus einer Kombination von mindestens zwei verschiedenen Antrieben. In der Praxis handelt es sich meist um die Kombination aus einem Verbrennungsmotor und einem oder mehreren Elektromotoren in einem Fahrzeug. Die bekanntesten Fahrzeuge mit einem Hybrid-Antrieb sind der Toyota Prius, der Lexus RX 400h und GS 450h sowie der Honda Civic IMA.
- In der Automatisierungstechnik versteht man unter hybriden Systemen Systeme, die kontinuierliche und diskrete Zustände besitzen.
- In der Hochspannungstechnik beschreibt man Hybride Schaltanlagen als solche die für Freileitungsanwendungen und Kabelsysteme konzipiert sind.
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Die Hybride bei Mikroprozessoren oder das Hybridnetz (Netz aus Glasfaser- und Kupfer-Leitungen) oder etwa CDs mit verschiedenen Dateisystemen zugleich.
- Hybridverschlüsselungsverfahren kombinieren verschiedene Verschlüssungstechnologien.
- Armbanduhren, die sowohl eine analoge als auch eine digitale Zeitanzeige haben, werden als Hybriduhren bezeichnet.
im Bauwesen werden Verbundysteme und Verbundbaustoffe als Hybride bezeichnet.
- Auch beim Stahlbeton, dem Verbundwerkstoff aus Beton und Stahl, spricht man von einem Hybrid.
Hybridraketenmotoren sind eine Mischung aus Feststoff- und Flüssigkeitsantrieb.
- In der Architektur ist ein Hybrid eine Mischung aus verschiedenen Formen, Funktionen und Abläufen.
Hybridkapital: Finanzmarkttitel, die die Eigenschaften unterschiedlicher Wertpapiertypen vereinigen, z.B.: Anleihen, die mit einem Versicherungsvertrag vereinigt sind.
- Das Festival Ars Electronica stand 2005 unter dem Motto "Hybrid - living in paradox" und widmete sich den rasanten Prozessen von Entgrenzung und Verschmelzung in Kunst, Technologie und Gesellschaft.
- Hybrid Theory ist der frühere Name der Band Linkin Park
- Hybrid (band) sind zwei britische Musikproduzenten, die elektronische Rhythmen mit klassisch-symphonischen Elementen wie Streicherarrangements kombinieren.
- Unter hybriden Produkten versteht man Leistungsangebote, die sowohl eine Sach- als auch eine Dienstleistungskomponente umfassen.
- Unter hybriden Objekten versteht man in der virtuellen Realität Objekte, die halb aus realen, halb aus virtuellen Komponenten bestehen.
- In der Konsumforschung bezeichnet man hybrides Käuferverhalten als eine typische Mischform der heutigen Zeit. Käufer zeigen nicht mehr feste Bindungen an Marken oder Geschäfte, die ihren wirtschaftlichen Voraussetzungen entsprechen, sondern wechseln zwischen den Anbietern. Ein Aldi-Käufer kann somit auch bei Armani seine Jacke kaufen. Oder ein Pärchen verbringt den 300-Euro-Billigurlaub in der Türkei und einige Wochen später ein Wellnesswochenende für 400 Euro im 5-Sterne-Hotel im Schwarzwald. Man könnte in diesem Zusammenhang auch von der Unberechenbarkeit der Konsumenten sprechen.
Quelle: wikipedia
Mob18_03.2008
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Mercedes Vision GLK BLUETEC HYBRID (Foto: daimler.com)
Serienreife Lithium-Ionen-Batterie für Hybridautos
Effizientere Hybridfahrzeuge gehen bald in Massenproduktion
Die erste serienreife Lithium-Ionen-Batterie für ein Hybridauto hat der Daimler-Konzern auf dem Internationalen Auto-Salon Genf www.salon-auto.ch/de vorgestellt. Der Zulieferer Continental www.conti-online.com wird diese ab Herbst in Serie produzieren. Zum Masseneinsatz kommen wird der Energiespeicher ab nächstem Jahr zunächst im Mercedes S400 BlueHYBRID. "Das Gewicht und die Packdichte dürften der ausschlaggebende Vorteil gegenüber der Nickel-Metallhydrid-Technologie sein", kommentiert Wolfgang Pekny, Geschäftsführer der Plattform Footprint www.footprint.at, im Gespräch.
Continental gibt an, dass die Lithium-Ionen-Batterien eine höhere Energiedichte und damit Reichweite im Vergleich zur gängigen Technologie bieten. Gerade durch eine größere Reichweite im Batteriebetrieb kann der Treibstoff-Verbrauch von Hybridfahrzeugen reduziert werden. Damit sinkt auch der direkte Kohlendioxid-Ausstoß. Auch ein zweiter Vorteil von Lithium-Ionen-Akkus könnte dem Hybridauto zur echten Serienreife helfen. "Diese Akkus kennen den Memory-Effekt nicht", so Pekny. Damit verlieren sie im Laufe der Zeit nicht an Kapazität, ganz ohne zusätzliche technische Ladekontrollen.
Mit dem Mercedes S400 BlueHYBRID kommt Daimler Toyota zuvor, das im Januar auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit angekündigt hatte, bis 2010 die Forschung mit dem Ziel einer weiten Verbreitung von Hybrid-Fahrzeugen mit Lithium-Ionen-Akkus forcieren zu wollen. Auch General Motors wird ausgebremst. Der US-Konzern will nach Angaben von Chairman Rick Wagoner in Genf ab 2010 ein Fahrzeug mit einer Lithium-Ionen-Batterie des Herstellers Hitachi Vehicle Energy in Serie mit über 100.000 Einheiten pro Jahr produzieren.
  Am Automobilsalon 2008 in Genf den Mercedes Vision GLK BLUETEC HYBRID, unter dem Motto «Automobiltechnologie im Wandel der Zeit», speziell ins Bild gesetzt.
Bilder von Rolf Grob, Verlag «Mobilität», CH-8402 Winterthur
 
Wie schon auf der NAIAS xwerden auch in Genf zusätzlich luxuriöse Hybridfahrzeuge vorgeführt. Mercedes-Benz etwa zeigt die Vision GLK BlueTEC HYBRID, ein PS-starkes Konzept eines Dieselhybrid-SUVs. Einen vergleichbar kraftstrotzenden Dieselhybrid-Geländewagen präsentiert mit Vision EfficientDynamics auch BMW. Kompakter, doch mit einem Siebenganggetriebe ebenfalls beachtlich, wirkt Volkswagens Hybrid-Studie Golf TDI Hybrid. Das Fahrzeug soll vergleichsweise bald, im Herbst 2009, in den Handel kommen.
Quelle: pte, Genf
Mob17_03.2007
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Tag It Guide: Wird um Braillezeile erweitert (Foto: dlinfo.de)
Mobiles RFID-System mit Braillezeile
Die Firma Dräger & Lienert Informationsmanagement www.dlinfo.de hat ein mobiles RFID-System für Blinde mit integrierter Braillezeile entwickelt. Durch die Erweiterung des Systems "Tag It Guide" um eine Blindenschrift-Zeile ist es besser für laute Umgebungen geeignet. "Wir möchten etwa Supermärkte für Blinde zugänglich machen", meint Geschäftsführer Hansjörg Lienert. Auch für Bildungszwecke bringt die Braillezeile Vorteile. Vorgestellt wird das System vom 13. bis 15. März bei der Hilfsmittelausstellung im Rahmen der Center on Disabilities Conference der California State University Northridge www.csun.edu/cod/conf.
Der kabellose RFID-Reader des Tag It Guide liest Informationen aus RFID-Chips. In Verbindung mit mobilen Geräten wie PDAs, bestimmten Mobiltelefonen oder dem speziell für Blinde entwickelten Organizer Pronto der Firma Baum www.baum.at gibt das System nicht nur Audioinformationen aus, sondern zeigt die Daten im erweiterten System jetzt auch auf der Braillezeile an. In Umgebungen mit hohem Geräuschpegel wie etwa Supermärkten ist das von Vorteil, betont Lienert. Audioinformationen sind hier nicht unbedingt exakt zu hören und können mit dem verbesserten System einfach nachgelesen werden.
Auch für Bildungszwecke ist das System geeignet, etwa E-Learning oder die Erschließung taktiler Objekte in Museen. Sind diese mit RFID-Chips ausgestattet, kann der Tag It Guide deren Informationen abrufen. Auch hier ist die integrierte Braillezeile eine wichtige Erweiterung. "Wenn es um Wissen geht, macht es einen deutlichen Unterschied, die exakte Schreibweise eines Wortes nachlesen zu können", betont Lienert. Um den Tag It Guide weiter zu verbessern, ist ab Mai dieses Jahres eine Unterstützung von Daisy XML geplant.
Dieses strukturierte Dateiformat für Audiotexte nutzt der Konverter Max der DaisyMaker, dessen Version 2.0 ebenfalls bei der Hilfmittelausstellung vorgestellt wird. "Das Programm interpretiert impliziete Strukturen", erklärt Lienert. Damit werden etwa Kapitelstrukturen in PDF- oder Word-Dokumenten in vergleichbare Strukturen in Daisy XML konvertiert. Außerdem werden schriftliche Texte von Sprechrobotern in Audio umgewandelt. Im resultierenden Hörtext kann dann entsprechend den Dokumentstrukturen navigiert werden. Das Daisy-XML-Format ist auch für Hörbücher geeignet und wird aufgrund seiner Vorteile vermehrt von Verlagen angenommen, freut sich Lienert. "Auch für Sehende ist es gut, kapitelweise springen zu können", sieht er die Erklärung dafür.
Quelle: pte, Marburg
Mob16_03.2008
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Wasserstoffgewinnung aus Biomüll
Verfahren funktioniert ohne chemische Zusätze
Eine Forschergruppe des Dipartimento di Geoingegneria e Tecnologie Ambientali an der Universität von Cagaliari www.geoing.unica.it hat ein Verfahren entwickelt, das die Gewinnung von 75 Litern Wasserstoff aus einem Kilogramm Biomüll ermöglicht. Die sogenannte HyMeC-Technologie ist in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der römischen Universität La Sapienza entstanden.
"Das Problem bei der Herstellung von Wasserstoff ist, dass sie meist nicht mit Hilfe von erneuerbaren Energien geschieht und zudem sehr kostenaufwendig ist," erläutert Projektleiter Aldo Muntoni. "Unser biologisches Prinzip hingegen beruht im Wesentlichen auf dem Einsatz von Clostridia-Bakterien, die Abfälle unter Sauerstoffabschluss vergären und wenig Energiezufuhr benötigen. Im Gegensatz zu den an ähnlichen Verfahren arbeitenden Kollegen in Deutschland kommen wir mit 39 Grad Celsius und somit einer deutlich geringeren Betriebstemperatur aus."
"Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass HyMeC ohne chemische Zusätze oder thermische Vorbehandlung der Biomasse funktioniert", meint Muntoni. Hinzu komme die Tatsache, dass neben dem Feuchtmüll auch die bei der getrennten Müllsammlung verbleibende Trockenfraktion weiterverarbeitet werden könne. Dieser Teil sei meist mit verschiedenen organischen Stoffen versetzt, die normalerweise in der Müllverbrennungsanlage oder Deponie landen würden.
Nach zwei bis vier Tagen anaerobischer Vergärung bei 39 Grad entsteht ein stabiles Gemisch aus Wasserstoff und Kohlendioxid. Die verbleibende Masse wird einem zweiten, ebenfalls unter anaeroben Bedingungen arbeitenden Reaktor zugeführt, der je Kilogramm 700 Liter Methangas und CO2 produziert. Um die flüssige Restmasse zu stabilisieren, wird sie mit Holz- und Sägespänen vermengt, um dann als Dünger in der Landwirtschaft oder im Gartenbau eingesetzt zu werden.
Der gewonnene Wasserstoff wird nach der Trennung von Kohlendioxid und Methan in Pemfc-Brennstoffzellen gefüllt. Kohlendioxid und Methan können in Form von Mcfc-Brennstoffzellen weiterverwendet werden. "Im Fall einer großindustriellen Anwendung wird die herkömmliche Verwertung von Biomasse nicht nur durch ein weiteres Element bereichert, sondern gleichzeitig auch die durch Müll hervorgerufene Umweltbelastung reduziert", meint Muntoni abschließend.
Quelle: pte, Cagliari
Mob15_03.2008
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"Schutzengel": Der einfache Weg zur Einsparung von CO2
Nach ihrem Erfolg in der französischen Schweiz ging die Aktion "Schutzengel" diesen Monat auch in der Deutschschweiz an den Start. Mit der Aktion kann jeder seinen CO2-Ausstoss durch monatlich vorgeschlagene gute Taten senken. Es wurden bereits über 260 Tonnen CO2 eingespart.
Diese Aktion beruht auf der Homepage www.schutz-engel.ch, auf der den Teilnehmern jeden Monat zwei einfache gute Taten vorgeschlagen werden: zum einen die Tat "Umwelt und CO2 " (zum Beispiel lokale saisongemässe Produkte essen) und zum anderen die Tat "Glückbringer" (zum Beispiel Fremden ein Lächeln schenken). Die Aktionen tragen dazu bei, den CO2-Ausstoss eines jeden unter uns zu senken, stärker zusammenzuhalten und mehr auf die Gesundheit achten.
In der französischen Schweiz sind bereits 2600 Engel an der Gemeinde der "Schutzengel des Planeten" beteiligt, und durch ihre guten Taten konnten bis zum heutigen Tage rund 300 Tonnen CO2 eingespart werden.
Die durch diese Aktionen erreichten CO2-Einsparungen werden von dem Unternehmen Ecointesys Life Cycle Systems berechnet. Am Ende des Monats tragen die Teilnehmer ihre Taten auf der Homepage ein, quantifizieren sie und informieren sich über neue Taten. Auf der Homepage berechnen Rechner in Echtzeit die Gesamtmenge des eingesparten CO2 der Aktion und die der Tat des laufenden Monats.
Seit ihrer Einführung im Juni 2007 durch den Verein NiceFuture - dessen Ziel es ist, nachhaltige Entwicklung auf spielerische und kreative Weise zu fördern - zeigte diese Initiative sehr schnell einen durchschlagenden Erfolg und wurde ausserdem von zahlreichen Persönlichkeiten unterstützt. Diese Aktion konnte dank der Unterstützung des Bundesamts für Energie BFE, der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA und Energie Ouest Suisse (EOS) realisiert werden.
Für dieses erste Jahr in der Deutschschweiz werden 20.000 neue Schutzengel erwartet. Das Projekt zielt auf eine Vernetzung ab und will zahlreiche Partnerschaften mit den Schweizer NROs aufbauen und auf der Homepage deren zahlreiche Aktionen bewerten.
Quelle: ots, Lausanne
Mob14_03.2008
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Das geplante Airrail Center am Flughafen Frankfurt (Foto: fraport.de)
Fraport expandiert nach Saudi Arabien und China
Der Flughafenbetreiber Fraport www.fraport.de wird Managementverträge für zwei Flughäfen in Saudi Arabien unterzeichnen. Dabei handelt es sich um die Airports in Riad und Jeddah. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Euro in der Ausgabe vom kommenden Mittwoch. Fraport treibt damit sein externes Geschäft international weiter voran. In China existieren bereits unterzeichnete Vorverträge, so Fraport-Vorstands-Chef Wilhelm Bender. Die Investitionen in den Flughafen Xi'an, für den bereits ein Vertrag besteht, belaufen sich auf 50 Mio. Euro.

"Zu den Saudi-Arabien-Verträgen können wir noch keine Details kommunizieren. Die Vorverträge werden derzeit formuliert", erklärt Fraport-Sprecher Klaus Busch im Gespräch. Mit dem Flughafen Prag steht ein weiteres Expansionsprojekt auf der Fraport-Liste. Hierzulande sieht der Airport-Betreiber eine zu hohe Flughafendichte gegeben. "Die Kapazitäten müssen an der richtigen Stelle ausgebaut werden", betont Bender. Dieser verleiht in Hinblick auf die Vielzahl kleiner Regionalflughäfen seiner Forderung Nachdruck, einen subventionsfreien Luftverkehr zu schaffen.
Die Entwürfe zu den Ausbauvorhaben des Frankfurt Airports durchlaufen unterdessen noch die Instanzenwege. Geplant sind Modernisierungsmaßnahmen im Bestand und eine Kapazitätenerweiterung durch einen Ausbau des Bahnsystems, der Terminals und neuer Wartungseinrichtungen sowie die Weiterentwicklung der technischen Systeme zur Optimierung der Verkehrsflüsse. "Vier Mrd. Euro werden in den Ausbau investiert, Baubeginn soll Anfang 2009 sein", gibt Busch gegenüber pressetext an. Alleine in den Aviation-Bereich der nördlichen Terminals werden rund 500 Mio. Euro gesteckt. "Damit ist klar, dass wir dort die Kapitalkosten erst nach der Inbetriebnahme wieder erzielen, wenn die Erträge fließen", begründet Bender entgangene Erträge mit den Vorlaufkosten des Ausbaus.
Quelle: pte, Frankfurt
Mob13_03.2008
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Koordinierte Verkehrslenkung am Gotthard
Der Osterreiseverkehr auf der Gotthardroute soll auch dieses Jahr so flüssig und sicher wie möglich rollen. Erstmals steht die neue Verkehrsmanage-mentzentrale des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) gemeinsam mit der Verkehrspolizei des Kantons Uri im Einsatz. Damit kann der Verkehrsfluss interkantonal abgestimmt werden.
Mit der Neuordnung des Finanzausgleiches und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) hat das schweizerische Bundesparlament nicht nur das Eigentum der Nationalstrassen von Kantonen auf den Bund übertragen, sondern auch das Verkehrsmanagement (VM). Seit dem 1. Januar 2008 sind nicht mehr die Kantone auf den Autobahnen für das VM zuständig, sondern der Bund.
Diese Aufgabe hat seit dem 1. Februar die nationale Verkehrsmanagementzentrale (VMZ-CH), welche ihren Standort in Emmen LU hat, übernommen. Sie ergreift falls nötig Massnahmen, die den herrschenden Verkehr möglichst gleichmässig, ruhig, störungsfrei, emissionsarm und sicher fliessen lassen. Während dem Osterreiseverkehr steht sie deshalb in engem Kontakt mit der Verkehrspolizei in Göschenen.
Empfehlungen der Verkehrsmanagementzentrale und der Kantonspolizei Uri
Das alljährlich hohe Verkehrsaufkommen über die Ostertage wird voraussichtlich auch dieses Jahr zu zahlreichen Behinderungen führen. Auch vor dem Gotthard-Strassentunnel in Fahrtrichtung Süden ist mit Stau zu rechnen.
Die Verkehrsmanagementzentrale und die Kantonspolizei Uri empfehlen deshalb an folgenden Zeiten via Gotthard-Strassentunnel Richtung Süden zu fahren:
- Mittwochmorgen oder am Mittwochabend
- am frühen Gründonnerstagmorgen oder in der Nacht auf den Karfreitag
- am frühen Karfreitagmorgen oder am Karfreitagabend
Als Alternativroute steht dem Gesamtverkehr in Richtung Süden die A13 via Chur San Bernardino zur Verfügung.
Die Verkehrslenkungsmassnahmen für den Schwerverkehr und den Reiseverkehr sollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Tunnel und zur Verflüssigung des Gesamtverkehrs beitragen. Damit sie interkantonal abgestimmt werden können, kommt erstmals die neue Verkehrsmanagementzentrale des Bundesamtes für Strassen zum Einsatz.
Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Mob12_03.2008
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Solarthermische Kraftwerke finden wieder Zuspruch
Geplante Anlagen sollen dieselbe Leistung bringen wie fünf Atomkraftwerke
Erneuerbare Energien stehen hoch im Kurs. Mit solarthermischen Kraftwerken bekommt nun auch eine Technologie, um die es in den vergangenen Jahren ruhig geworden war, neuen Aufwind. Neben Pilotprojekten in den USA befinden sich Anlagen in Spanien, Algerien und Marokko im Aufbau. "Im Moment sind solarthermische Kraftwerke im Bau und in Planung, deren Leistung der von fünf großen Atomkraftwerke entspricht", bestätigt Karl-Heinz Funken vom Institut für technische Thermodynamik www.dlr.de/tt in Stuttgart im Gespräch.

Das Prinzip der Kraftwerke ist simpel: Mithilfe von tausenden Spiegeln wird Sonnenlicht gebündelt und ein Thermoöl auf ca. 400 Grad Celsius erhitzt, dessen Wärme zur Erzeugung von Wasserdampf übertragen wird. Der entstehende Dampf treibt Turbinen an die in Folge Elektrizität erzeugen. Im Vergleich zu Photovoltaik-Anlagen arbeiten solarthermische Kraftwerke effizienter. "Die Anlagen produzieren elektrischen Strom in einem größeren Maßstab. Im Vergleich zu Photovoltaik sind die Kosten deshalb niedriger", so Funken. Gegenüber fossilen Brennstoffen ist der Preis trotzdem noch zu hoch. "Wenn man die weitere technische Innovation und politische Initiativen zum Klimaschutz und zur Begleitung der Marktentwicklung mit einbezieht, sieht die Situation jedoch anders aus", gibt der Wissenschaftler zu bedenken.
Durch die technologische Weiterentwicklung arbeiten die Kraftwerke heute effizienter als früher und bieten weitere Vorteile. So können die Anlagen bereits Energie speichern und noch Stunden nach Sonnenuntergang abgeben. Die Kraftwerke brauchen jedoch enorm viel Platz und werden nicht nur deshalb in Wüsten gebaut. Solarthermische Kraftwerke machen da Sinn, wo es möglichst viel direkte Sonneneinstrahlung, also wenige Wolken, gibt. "Die Sahara, die Wüste in Namibia, die Hochebenen von Chile, Australien oder der Westen der USA sind gut geeignete Gebiete", erklärt Funken.
Mit der produzierten Energie würde vorerst der regionale Bedarf gedeckt. In Zukunft könnten auch weiter entfernte Gebiete versorgt werden, meint Funken: "Möglicherweise kann etwa ab 2020 daran gedacht werden, Strom aus diesen Gebieten über Leitungen in Industriezentren zu exportieren."
Quelle: pte, Stuttgart
Mob11_03.2008
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Bild: Kunststoff soll Highspeed-Verkabelung mit
Lichtwelleleiter günstiger machen (Foto: pixelio.de)
Highspeed-Web: Kunststoff löst Glasfaser ab
Kostengünstige Lichtwellenleiter erlauben unkomplizierte Installation
Die auf Glasfasertechnik spezialisierte Luceat SpA www.luceat.it mit Sitz in Dello bei Brescia hat einen aus Kunststoff gefertigten Lichtwellenleiter für die Datenübertragung im häuslichen Nahbereich entwickelt. Im Vergleich zu den aus Siliziumdioxid hergestellten Glasfaserkabeln zeichnet sich diese Technologie durch zahlreiche technische und wirtschaftliche Vorzüge aus. "Unser Lichtwellenreiter ist nicht nur kostengünstig und platzsparend, sondern auch vibrations- und stoßfest," erklärt Firmenchef Alessandro Nocivelli.
Ein weiterer Vorteil der neuen Kabeltechnik ist deren Gewicht und Flexibilität. Die extrem leichten Kabel - sie wiegen lediglich sechs Kilogramm pro Kilometer - können auf einfache Weise miteinander verbunden und sogar parallel zu vorhandenen Stromleitungen geschaltet werden. Damit käme auch eine Installation in älteren Gebäuden in Betracht. Zudem seien keine spezifischen Fachkenntnisse erforderlich, heißt es vonseiten des Unternehmens. "Jeder kann die unkomplizierten Lichtwellenleiter aus Kunststoff installieren. Bei Großaufträgen kommt die schnelle Plastikvariante sogar billiger als die bislang verwendeten Kupferkabel", streicht Nocivelli die Vorteile der Kunststoffkabel heraus.
Außerdem gebe es kaum klimatische Einschränkungen. "Die Kabel sind bei Temperaturen bis minus 40 und plus 85 Grad Celsius funktionsfähig," so der Ingenieur. "Die Verwendung von hochmolekularem Polyäthylen macht sie nicht nur gegen elektromagnetische Felder, sondern auch gegen Feuchtigkeit und Salzeinwirkung resistent. Deshalb sind bei uns Garantiezeiten von zwanzig Jahren üblich."
In die Entwicklung des innovativen Glasfaserkabels hat Nocivelli zusammen mit dem Gründungspartner Metallurgica Bresciana SpA zwei Mio. Euro gesteckt. Dabei stammt eine Mio. Euro aus Mitteln des sechsten und siebenten EU-Rahmenforschungsprogramms. In Dello steht das europaweit einzige Werk, in dem statt des herkömmlichen Quarzglases aus organischem Glas bestehende Lichtwellenleiter hergestellt werden. Zwei Drittel der Produktion gehen in die Domotik und Kameraüberwachung. Wegen der vorzüglichen physikalischen Eigenschaften sind die Produkte außerdem als Hintergrundbeleuchtung von Tastaturen, LCDs und Autoarmaturen sowie für Systeme des Home Networking geeignet.
Quelle: pte, Brescia
Mob10_03.2008
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High-Tech im HUB - System Alliance setzt auf digitales Videosystem
Hochmoderne Technik gibt bei System Alliance den Ton an: Seit kurzem vertraut die mittelständische Stückgut-Kooperation in ihrem HUB in Niederaula auf ein digitales Videosystem. Tag und Nacht wachen insgesamt 177 Kameras über die Aktivitäten in der Halle und auf dem Freigelände.
„Wir haben uns für die neueste Videotechnologie in unserem zentralen Konsolidierungspunkt entschieden“, verkündet Georg Köhler, Geschäftsführer von System Alliance, stolz. Kundenzufriedenheit steht bei der Stückgut-Kooperation an erster Stelle, und genau dieses Bestreben war auch ausschlaggebend für die kostenintensive Investition. Das intelligente Videosystem macht den Umschlag der Waren zuverlässiger, ermöglicht einen schnellen Zugriff auf Archivdaten, beschleunigt die Reaktionszeiten und erübrigt lange Wege im HUB. Die Beschaffenheit des Stückguts ist auf diese Art und Weise jederzeit nachvollziehbar.
Optimierter Umschlagprozess
144 elektronisch gesteuerte Kameras in der Halle sowie 33 dieser elektronischen Augen auf dem Freigelände zeichnen sämtliche Versandeinheiten während ihres gesamten Aufenthaltes im HUB auf. Und zwar rund um die Uhr, denn die Kameras der Firma „eseg“ mit einer Auflösung von 470.000 Pixel erkennen die verschiedenen Lichtsituationen und schalten automatisch von Tag auf Nacht um.
Jede Sendung, die durch eines der 90 Tore in die 8.500 Quadratmeter große Umschlaghalle kommt oder sie wieder verlässt, wird gescannt. Die Scanner sind mit einem leistungsstarken Transponder ausgestattet, der die Barcode-Daten an einen zentralen Server übermittelt. Wenn Informationen über ganz bestimmte Packstücke benötigt werden, reicht die Eingabe der Barcodenummer aus, damit die recherchierte Sendung auf den entsprechenden Kontroll-Monitoren angezeigt wird. „Mithilfe der Videoanlage können wir Packstücke vom Schreibtisch aus im HUB lokalisieren“, erläutert Georg Köhler. Über die Zusatzinformation, mit welcher Kamera das jeweilige Bild aufgenommen wurde, ist der Umschlagprozess, den das Sammelgut durchlaufen hat, und dessen Qualität nachzuvollziehen – in der Regel bis zu 30 Tage.
Quelle: transport logistic München und System Alliance GmbH
Mob09_03.2008
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SecurPneus: Höhere Fahrsicherheit durch optimiertes Gasgemisch
Zehn Prozent längere Lebensdauer durch konstanten Reifendruck
Die auf technische Gase spezialisierten Unternehmen Rivoira SpA und Siad SpA haben die von ihnen patentierte Technik zur Erhöhung der Sicherheit von Auto- und Motorradreifen optimiert. Mithilfe einer speziellen Gasmischung sollen sowohl die Fahrsicherheit als auch die Lebensdauer der Reifen erhöht werden. Wichtigstes Element des aus den Erfahrungen der Luftfahrt- und Rennsportindustrie entstandenen SecurPneus www.securpneus.it ist eine nicht brennbare Gasmischung, die für ein stabiles Fahrverhalten und konstanten Reifendruck sorgt.

"Die normalerweise beim Reifenaufpumpen verwendete Druckluft enthält neben Sauerstoff auch Feuchtigkeit und Öldampf, die in ihrem Zusammenwirken für ein vorzeitiges Altern von Gummi, Ventilen und Felgen sorgen", erklärt Siad-Marketingchef Enrico Roveda. "Zudem besteht im Fall einer Überhitzung oder eines nicht rechtzeitig entdeckten Risses die Gefahr, dass sich der Reifen entzündet. Durch den Einsatz von Stickstoff-haltigen Gasen und Edelgasen werden diese Probleme beseitigt."
SecurPneus sorgt nicht nur für einen stabilen Reifendruck, sondern auch für bessere Fahrleistungen. Das gilt insbesondere bei starker Beanspruchung wie bei engen Kurven und starken Lastwechseln oder in Ausnahmesituationen wie Aquaplaning. "Gleichzeitig erhöht sich die Lebensdauer um durchschnittlich zehn Prozent", so Roveda weiter. Durch den optimalen Rollwiderstand werde außerdem der Kraftstoffverbrauch niedrig gehalten ohne dass ein häufiges Kontrollieren des Reifendrucks erforderlich sei. Die Technologie gelte als umweltfreundlich, da die verwendeten Gase keinerlei schädliche Nebenwirkungen für Mensch und Natur haben.
SecurPneus ist von großen Reifensherstellern wie Pirelli, Michelin und Goodyear erfolgreich getestet worden. Das Produkt wird auch in Deutschland vertrieben. In Italien kostet die nur bei spezialisierten Reifenhändlern erhältliche Befüllung von vier Reifen insgesamt 20 Euro.
Quelle: pte, Mailand
Mob08_03.2008
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Bild: Autobahn zu Reisezeiten (Foto: pixelio.de)
Tourismus und Klima: Schaden überwiegt Nutzen
Deutsche-Bank-Studie prophezeit schwere Zeiten für Massenziele
Den Urlaubsländern rund um das Mittelmeer droht nach der jüngsten Studie der Deutschen Bank Research www.dbresearch.de in Zukunft jede Menge Ungemach. Jene Urlaubsziele, die für die Mitteleuropäer seit Jahren als Top-Favoriten gelten, werden unter dem Klimawandel besonders stark leiden. Betroffen sein werden neben der östlichen Mittelmeerregion, den nordafrikanischen Urlaubsländern Tunesien und Marokko auch Portugal und das beliebte Reiseziel Spanien. Andere Länder in Mittel- und Nordeuropa hingegen werden bei der Veränderungen des Klimas aller Wahrscheinlichkeit nach auf der Gewinnerseite liegen, kommt die Studie zum Schluss.

"Die Studie zeigt, dass der Klimawandel nicht alle Tourismusziele in gleicher Weise treffen wird", so Studien-Co-Autor Philipp Ehmer, Economist bei der Deutsche Bank Research im pressetext-Interview. "Kernaussage ist jedoch, dass die hohe wirtschaftliche Abhängigkeit die Problematik noch verschärft." Überproportional betroffen seien daher etwa die Mittelmeerländer, aber auch Österreich, Jamaika und die Bahamas sowie Thailand und Malaysia. "In Österreich sind die Tourismuseinkünfte sowohl durch den Sommer als auch durch den Wintertourismus gegeben. In Zukunft sind jedoch aufgrund der Schneeunsicherheit besonders die Wintersportregionen gefährdet", erklärt Ehmer. Höher gelegene Wintersportorte wie etwa in der Schweiz oder in Frankreich hätten dieses Problem nicht. Zu diesem Schluss kommt übrigens auch eine Studie des Schweizer Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus der Universität Bern www.fif.unibe.ch, die von Hansruedi Müller bei der ITB-Berlin vorgestellt wurde.
Besonders dramatisch werde sich die Klimaänderung allerdings für die ohnehin ärmeren Länder auswirken, betont Ehmer. "Kanada, die USA und Neuseeland werden die einzigen außereuropäischen Länder sein, deren Tourismusindustrie auf der Gewinnerseite stehen", so der Experte. "Gerade für jene armen Länder, die große Hoffnungen auf den Tourismus als Entwicklungsmotor setzen, wird der Klimawandel in erster Linie Lasten bringen." Das gelte etwa für die Inselstaaten im Indischen und im Pazifischen Ozean. "Wenn die Fremden hier ausbleiben, werden die finanziellen Einbußen besonders gravierend sein", subsumiert Ehmer. "Trotz der turbulenten Zeiten mit Terroranschlägen, Erkrankungen wie SARS oder der Vogelgrippe sowie stetig steigenden Treibstoffpreisen hat der globale Tourismussektor seit 2000 erstaunlicherweise ein jährliches Wachstum von vier Prozent hinlegen können", meint Ehmer. Nur 2003 habe SARS zu einem merklichen Rückgang der Ankunftszahlen geführt. "Offensichtlich ist der Drang des Menschen zur Mobilität stärker als die Angst vor Krisen oder Problemen." Für die Tourismusindustrie sei es auch hilfreich, dass bereits kurz nach Terrorsanschlägen oder Naturkatastrophen die Menschen erneut in die betroffenen Regionen reisen.
Als Gewinner des Klimawandels gehen übrigens Deutschland, Großbritannien, die Benelux-Länder, Dänemark sowie die Baltischen Staaten hervor, kommen Ehmer und Eric Heymann zum Schluss. Interessant sei, dass Frankreich und Italien dank der diversifizierten Tourismusstruktur bis 2030 trotz negativer Effekte in der Mittelmeerregion - aufgrund der höheren Temperaturen - sogar leicht begünstigt sind.
"Wie sich das Klima weltweit verändern wird, können wir natürlich auch nicht genau vorhersagen", so Ehmer. Die Studie basiere auf Angaben des IPCC. "Dennoch können unsere Ergebnisse als Warnsignal gesehen werden, denn es ist ausgeschlossen, dass sich die klimatische Situation in den Staaten mit negativem Ausblick in der Zeit nach 2030 bessert."
Quelle: pte, Berlin/Frankfurt
Mob07_03.2008
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Industriespionage verursacht 30 Mrd. Euro Schaden
"Wenn Informationen verloren gehen, ist auch der Job weg"
Der Industrie drohen in diesem Jahr Spionage-Schäden in Höhe von 30 Mrd. Euro, wie die Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) prognostiziert. Unternehmen seien hierzulande nur unzureichend auf die drohenden Gefahren durch Industriespionage vorbereitet und müssen sich der wachsenden Bedrohung bewusst werden. "Industriespionage verläuft hauptsächlich über Social Engineering, also über die eigenen Mitarbeiter. Diese geben Informationen entweder gutgläubig und unwissend weiter oder sind böswillig an der Weitergabe von Informationen an andere Unternehmen interessiert", erklärt Heinrich Weiss, Geschäftsführer des Bayerischen Verbands für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) www.bvsw.de, im Gespräch.
"Ein großes Problem ist, dass Personalabteilungen eher auf die Qualifikationen als auf den Hintergrund und die Vergangenheit der Bewerber achten", erläutert Weiss. In den Bereichen Anlagen- und Maschinenbau, Automobil- und Chemiebranche sowie in der Umwelttechnologie macht sich der Datendiebstahl zunehmend bemerkbar. Dabei sind die Spione nicht ausschließlich auf der Suche nach Know-how und neuen technischen Standards, sondern interessieren sich darüber hinaus für Pläne in der Unternehmensstrategie. "Unternehmen müssen ihre Informationen vertraulicher behandeln und jene Wege schützen, auf denen Informationen weitergegeben werden. Dies kann sowohl auf dem elektronischen Weg durch einen Ausbau der IT-Security als auch physisch zum Beispiel anhand einer Kennzeichnung von vertraulichen Informationen geschehen", so Weiss gegenüber pressetext.
ASW-Berechnungen zufolge habe die deutsche Industrie im vergangenen Jahr bereits Schäden in Höhe von 20 Mrd. Euro erlitten. "Bei den Mitarbeitern muss für eine allgemeine Sensibilisierung der Problematik gesorgt werden. Ihnen muss klar gemacht werden, dass, wenn die Informationen verloren gehen, auch der Job weg ist", meint der BVSW-Geschäftsführer. Konkurrenzspionage treffe hauptsächlich den Mittelstand, der auch immer häufiger Opfer von ausländischen Diensten würde. Russland und China seien besonders an den erschlichenen Informationen interessiert. "Spionage wird neben ausländischen Betrieben vornehmlich aus Osteuropa und Asien häufig auch von deutschen Unternehmen betrieben", schließt Weiss.
Quelle: pte, München/Berlin
Mob06_03.2008
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Bild: ThruVision findet versteckte Objekte (Foto: STFC)
Kamera erspäht Objekte durch die Kleidung
Astronomische Technologie für Sicherheitsanwendung
Das britische Unternehmen ThruVision hat eine Sicherheitskamera entwickelt, die durch Kleidung sehen kann. Auf bis zu 25 Meter Entfernung kann sie in geschlossenen Räumen ebenso wie im Freien versteckte Waffen, Sprengstoffe oder Drogen entdecken. Dazu nutzt das passive Bildgebungssystem T5000 die natürliche Terahertzstrahlung, die von allen Materialien ausgeht. Die genutzte Technologie wurde eigentlich für astronomische Zwecke entwickelt, unter anderem am Rutherford Appleton Laboratory (RAL) der Science and Technologies Facilities Council (STFC) www.scitech.ac.uk.

Im Gegensatz zu Röntgensystemen entsteht durch das ThruVision-System keine Strahlenbelastung. Statt aktiv Strahlung auszusenden, nutzt die Kamera passiv die von allen Materialien ausgehende Terahertzstrahlung. Sie kann dünne Hindernisse wie eben Kleidung und theoretisch auch bestimmte Wände durchdringen, heißt es vom STFC auf Anfrage von pressetext. Beim T5000 wird das genutzt, um metallische und nichtmetallische Objekte zu entdecken, die unter dem Gewand versteckt getragen werden. Entfernungen bis zu 25 Meter sind möglich. Damit übertrifft das System nicht nur gängige Röntgengeräte oder Metalldetektoren, sondern auch die zehn Meter Reichweite eines älteren ThruVision-Systems deutlich. Als besonderen Vorteil betont ThruVision, dass das System sowohl für Innenräume als auch den Außenbereich geeignet ist.
Bei der Entwicklung des Systems wurde darauf geachtet, dass bei der Aufnahme keine physischen Körperdetails wiedergegeben werden. Stattdessen ist nur eine Silhouette zu sehen, dazu kommen unter der Kleidung getragene Objekte. Die Intimsphäre wird damit gewahrt. Dennoch gibt es speziell in britischen Blogs und Medien bereits kritische Stimmen zur ThruVision-Ankündigung. Das T5000 würde zu sehr in die Privatsphäre eindringen, warnen Kritiker. Auch wird die Befürchtung geäußert, dass die Technologie ein weiterer Schritt in Richtung Überwachungsstaat sei.
Die für die Sicherheitskamera genutzte Technologie stammt aus einem Projekt der European Space Agency. Sie basiert auf der Forschung britischer Astronomen zur Beobachtung sterbender Sterne. "Astronomen nutzen Terahertzstrahlungskameras, die durch Staub und Wolken im Weltraum sehen und zeigen, was dahinter liegt", erklärt Liz Towns-Andrews, STFC Director of Knowledge Exchange. Die ThruVision-Anwendung zum Aufspüren versteckter Waffen sei ein ausgezeichnetes Beispiel, wie wissenschaftliche Forschung zum Wohle der Gesellschaft umgelegt werden kann.
Das ThruVision-System T5000 wird auf der morgen, Mittwoch, beginnenden Home Office Scientific Development Branch Exhibition offiziell vorgestellt. Mögliche Einsatzbereiche des Sicherheits-Systems umfassen unter anderem Flughäfen, Anlagen anderer öffentlicher Verkehrsmittel und große Sportveranstaltungen.
Quelle: pte, Abingdon
Mob05_03.2008
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Serienreife Lithium-Ionen-Batterie für Hybridautos vorgestellt
Die erste serienreife Lithium-Ionen-Batterie für ein Hybridauto hat der Daimler-Konzern auf dem Internationalen Auto-Salon Genf www.salon-auto.ch/de vorgestellt. Der Zulieferer Continental www.conti-online.com wird diese ab Herbst in Serie produzieren. Zum Masseneinsatz kommen wird der Energiespeicher ab nächstem Jahr zunächst im Mercedes S400 BlueHYBRID. "Das Gewicht und die Packdichte dürften der ausschlaggebende Vorteil gegenüber der Nickel-Metallhydrid-Technologie sein", kommentiert Wolfgang Pekny, Geschäftsführer der Plattform Footprint www.footprint.at, im Gespräch.
Continental gibt an, dass die Lithium-Ionen-Batterien eine höhere Energiedichte und damit Reichweite im Vergleich zur gängigen Technologie bieten. Gerade durch eine größere Reichweite im Batteriebetrieb kann der Treibstoff-Verbrauch von Hybridfahrzeugen reduziert werden. Damit sinkt auch der direkte Kohlendioxid-Ausstoß. Auch ein zweiter Vorteil von Lithium-Ionen-Akkus könnte dem Hybridauto zur echten Serienreife helfen. "Diese Akkus kennen den Memory-Effekt nicht", so Pekny. Damit verlieren sie im Laufe der Zeit nicht an Kapazität, ganz ohne zusätzliche technische Ladekontrollen.
Mit dem Mercedes S400 BlueHYBRID kommt Daimler Toyota zuvor, das im Januar auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit angekündigt hatte, bis 2010 die Forschung mit dem Ziel einer weiten Verbreitung von Hybrid-Fahrzeugen mit Lithium-Ionen-Akkus forcieren zu wollen. Auch General Motors wird ausgebremst. Der US-Konzern will nach Angaben von Chairman Rick Wagoner in Genf ab 2010 ein Fahrzeug mit einer Lithium-Ionen-Batterie des Herstellers Hitachi Vehicle Energy in Serie mit über 100.000 Einheiten pro Jahr produzieren.
Wie schon auf der NAIAS werden auch in Genf zusätzlich luxuriöse Hybridfahrzeuge vorgeführt. Mercedes-Benz etwa zeigt die Vision GLK BlueTEC HYBRID, ein PS-starkes Konzept eines Dieselhybrid-SUVs. Einen vergleichbar kraftstrotzenden Dieselhybrid-Geländewagen präsentiert mit Vision EfficientDynamics auch BMW. Kompakter, doch mit einem Siebenganggetriebe ebenfalls beachtlich, wirkt Volkswagens Hybrid-Studie Golf TDI Hybrid. Das Fahrzeug soll vergleichsweise bald, im Herbst 2009, in den Handel kommen.
Quelle: pte, Genf
Mob04_03.2008
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Neues von der Wasserstofffront ( „Wasserstoff-Spiegel“ Nr. 1/08 des DWV)
Kongress
Der 4. Deutsche Wasserstoff-Congress fand am 20. und 21. Februar in Essen statt. Der erste Tag war Übersichtsvorträgen aus Politik, Wirtschaft, Technik und Wissenschaft gewidmet. Außer den Fachleuten wurden auch politische Entscheidungsträger, Versicherungen und Finanzfachleute angesprochen. Gleichzeitig bot ein Fortbildungs- und Informationstag mehr als 100 Schülern, Studenten und Lehrern die Möglichkeit, sich über die zukünftigen Technologien, Qualifizierungsmöglichkeiten, Berufsbilder und Bildungsangebote zu informieren. In einem Schülerquiz zu Wasserstoff und Brennstoffzellen konnten die Schüler Ihr Wissen unter Beweis stellen.
Am zweiten Kongresstag wurde über den Stand von Forschung, Entwicklung und Demonstration bei der Herstellung, Verteilung und Speicherung von Wasserstoff sowie über den Einsatz von Brennstoffzellen in verschiedenen Anwendungsgebieten berichtet.
Pressekonferenz
Am 26. Februar hatte der DWV zu seiner Jahrespressekonferenz eingeladen, um einen Überblick über das vergangene Jahr und eine Ausblick in die unmittelbare Zukunft zu geben. Der Verband hatte auch dieses Mal wieder einen umfassenden Bericht über das abgelaufene Jahr vorbereitet.
Über den Stand der Schaffung der Joint Technology Initiative in Brüssel berichtete André Martin, der dort für den JTI-Industrieverband New Energy World tätig ist. Am Tag zuvor hatte es vom Europäischen Rat grünes Licht dafür gegeben (siehe die Meldung „Europa“). Gibt es bei der Herstellung und Verwendung von Wasserstoff denn nicht auch Verluste? Und wenn ja, hat Wasserstoff dann bezüglich des Wirkungsgrades noch einen Sinn? Diese Frage wurde von DWV-Vorstandsmitglied Reinhold Wurster beantwortet.
Der Jahresbericht und auch die übrigen Materialien der Pressekonferenz liegen zum Download bereit (Pressemitteilung 2/08 des DWV vom 26. Februar 2008). Es ist geplant, die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder um diese Zeit abzuhalten.
Island
Im April wird eine Brennstoffzellen-Hilfsanlage an Bord des isländischen Walbeobachtungsschiffes „Elding“ („Blitz“) in Betrieb genommen werden. Es handelt sich nach Angaben von Icelandic New Energy um die erste derartige Anlage an Bord eines gewerblich genutzten Schiffs. Wenn die Mannschaft auf See Wale sichtet, sollen die Dieselmaschinen abgeschaltet werden, damit die zahlenden Gäste die Geräusche der Tiere hören können. In dieser Phase wird das Schiff dann von der Brennstoffzelle mit Energie versorgt.
Auf den Straßen der nordatlantischen Insel laufen derzeit elf Wasserstoffautos verschiedener Bauart. Bei Icelandic New Energy sieht man optimistisch in die Zukunft. Geschäftsführer Jon Björn Skulason erwartet bis zum Jahresende bis zu 20 Wasserstoffautos auf den Straßen, und in zweieinhalb Jahren das Doppelte. 2030 oder 2035 könnte die Mehrzahl der isländischen Fahrzeuge mit Wasserstoff laufen. Man müsse die Sache langfristig sehen. Vor sieben Jahren habe INE eine Prognose abgegeben, wie lange der völlige Umbau des isländischen Verkehrs dauern würde. „Wir sind jetzt etwa 12 bis 18 Monate hinter dem Plan zurück. Wenn man das auf 50 Jahre umlegt, ist es recht wenig“. (Reuters, 23. Januar 2008)
HyWays
Zwischen 2025 und 2035 kann der Einsatz von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb in der Europäischen Union aller Wahrscheinlichkeit nach rentabel sein. Unter den richtigen Bedingungen könne bis 2050 der Ölverbrauch im EU-Straßenverkehr dadurch um 40 % verringert werden. Diese Zahl basiert auf der Annahme, dass es 2030 in der EU 16 Millionen Wasserstofffahrzeuge geben wird und 60 G€ in den Aufbau der notwendigen Infrastruktur investiert worden sind. Diese Aussagen stammen aus einer von der EU geförderten Untersuchung unter dem Projektnamen „HyWays“. Darin haben Wissenschaftler die Ausgaben für Wasserstoffgewinnung, Aufbau eines Versorgungsnetzwerks und Bau von entsprechenden Fahrzeugen mit den Einsparungen verglichen, die sich aus der Ablösung herkömmlicher Kraftstoffe und Fahrzeuge ergeben.
Ausgangspunkt war die Lage in Deutschland, Frankreich, Finnland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Spanien und Großbritannien. Für die Prognose waren unterschiedliche Formen der Wasserstoffgewinnung untersucht worden. Die Energiewirtschaft kann eine zunehmende Wasserstoffproduktion nutzen, um stärker auf erneuerbare Energiequellen zu setzen. Zum Beispiel könnte Windenergie, die heute häufig nur schwierig im Stromnetz unterzubringen sei, im großen Maßstab zur Herstellung von Wasserstoff verwendet werden. Der Einsatz von Wasserstoff ist nach Meinung der Kommission „eine der realistischsten Optionen“, um den Straßenverkehr ökonomisch und ökologisch verträglicher zu machen. Die erforderliche Übergangszeit eröffnet Europa die Chance, in der Entwicklung der Technologie die Führung zu übernehmen. Die richtigen Schritte müssen schnell gemacht werden, wenn Europa nicht den Preis für den zu späten Markteintritt zahlen will.
Leuchtturm
Ein erstes „Leuchtturmprojekt“ für die Anwendung von Wasserstoff und Brennstoffzellen ist in England realisiert worden. Der weltweit erste Brennstoffzellen-Leuchtturm ist der historische South Gare-Leuchtturm; er weist Seeleuten einen sicheren Weg zu den Häfen von Tees und Hartlepool, zwei der meist genutzten Tiefwasserhäfen in Großbritannien. Dass er ungeschützt dem rauen Nordseewetter ausgesetzt ist, stellt extreme Anforderungen an die Brennstoffzelle und die Wasserstoffversorgung. Das Ziel der Projektpartner ist es, die Leistungsfähigkeit moderner Wasserstoffenergiesysteme auch unter solchen Bedingungen zeigen. Neben der Hafenbehörde und dem Leuchtturmbetreiber gehören zu den Partnern auch der Brennstoffzellenhersteller Schunk und Air Products für den Wasserstoff. Ian Williamson von Air Products freut sich ganz besonders über die neue Anwendung: „Gerade die extreme Lage des Leuchtturms an der Nordsee zeigt das Potential von Wasserstoff als Energieträger bei der Versorgung von anspruchsvollen Anwendungen.“ (Air-Products-Pressemitteilung vom 20. Dezember 2007)
Hamburg
Die Hamburger Hochbahn betreibt im Moment die größte Flotte an Brennstoffzellenbussen in Europa. Ab 2010 sollen nun Hybridfahrzeuge durch die Hansestadt rollen. Die Brennstoffzellen laden Batterien, die Radnabenmotoren versorgen. Diese zweite Generation wird deutlich sparsamer sein als die derzeit rollenden Pilotfahrzeuge. Der Verbrauch soll von 20 auf 10 bis 12 kg Wasserstoff auf 100 km sinken. Die neue Busgeneration wird auch komfortabel: „Die Wasserstoffhybridtechnik ist perfekt für Linienbusse geeignet. Sie bietet mehr Komfort durch ruckfreies Anfahren und nutzt die Vorteile der Hybridtechnik optimal - der Stop-and-go-Zyklus erzeugt viel Bremsenergie zum Aufladen der Batterie“, urteilt Hochbahn-Vorstand Jost Knebel. Eine technische Herausforderung ist jedoch noch nicht gelöst: die Hochleistungsbatterie. Sie muss bis zu 200-mal so leistungsstark sein wie heutige Bus-Akkus und entsprechend groß und teuer. (Hamburger Abendblatt, 25. Februar 2008)
Wind und Wasserstoff
Das Oldenburger Projekt HyWindBalance hat den mit 5000 € dotierten Transferpreis beim „Preis Umwelt Unternehmen: Nordwest“ 2007 gewonnen. Prämiert werden in dem Wettbewerb Aktivitäten, die sich durch herausragendes, vorbildliches und freiwilliges Umweltengagement auszeichnen und mehr erfüllen als gesetzliche Vorgaben. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Systems, das Windparks mit dem leicht zu speichernden Energieträger Wasserstoff kombiniert. So soll die schwankende Einspeisung von Strom aus Windenergieanlagen insbesondere in Flautenzeiten ausgeglichen werden.
(Pressemitteilung vom 29. Februar 2008)
Spielzeug
Der britische Spielzeughersteller Corgi will immer mehr Spielzeuge mit Brennstoffzellen als Stromversorgung ausstatten. Den Anfang macht ein ferngelenktes Spielzeugauto namens H2Go, dass auf der Nürnberger Spielwarenmesse im Februar präsentiert wurde. Laut Hersteller muss „das Kind zum Spielen lediglich Wasser in das Tankelement füllen“. Um dieses in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten, wird noch ein Akku gebraucht. Gegen Aufpreis gibt es ein Solar-Ladegerät. Die Erwachsenen sind schon hell begeistert: das Modell wurde auf der Messe mit dem Neuheitenpreis ToyAward 2008 in der Klasse Elektronik und Technik ausgezeichnet. Etwa 175 € soll das kleine Auto kosten, wenn es im September auf den Markt kommt. (Pressemitteilung vom 6. Februar 2008)
Brennstoffzellen
Telefon
Die kanadische Firma Angstrom Power hat einen Metallhydridtank und eine Brennstoffzelle in ein handelsübliches Motorola-Telefon eingesetzt und bietet damit die doppelte Laufzeit der Batterie. Betankt werden kann das System über herkömmliche Wasserstoffdruckgasflaschen. Das Gehäuse des Geräts musste für den Einbau der Brennstoffzelle nicht verändert werden. Es ist das erste Mal, dass eine Brennstoffzelle komplett in ein Serientelefon integriert werden konnte. (Pressemitteilung vom 8. Januar 2008)
Geprüft
Die amerikanische Firma Medis Technologies Ltd. hat ihr Medis Power Pack vom TÜV Rheinland auf Übereinstimmung mit den einschlägigen europäischen Richtlinien prüfen lassen und die Berechtigung erworben, das CE-Zeichen auf den Geräten anzubringen. Insbesondere wurde die Übereinstimmung mit der Norm IEC 62282-6-1 für Mikro-Brennstoffzellen untersucht. Bei dem Power Pack handelt es sich um Ladegerät auf Brennstoffzellenbasis, das einem Mobiltelefon etwa 30 Stunden zusätzliche Sprechzeit oder einem iPod 60 bis 80 Stunden zusätzliche Spielzeit verschaffen kann. Nachladen kann man das Gerät allerdings nicht. (Pressemitteilung vom 20. Februar 2008)
Kartuschen
Der französische BIC-Konzern, der weltweit größte Hersteller von Kugelschreibern, Einwegfeuerzeugen und Einwegrasierern, will eine Infrastruktur für die Brennstoffversorgung von Direkt-Methanol-Brennstoffzellen für tragbare Elektronik aufbauen. Zu seinen Verkaufsklassikern sollen sich bald Methanol-Kartuschen gesellen, um die Brennstoffzellen in Laptops oder Telefonladern zu betreiben. Das Ergebnis soll ein unauffälliges, aber allgegenwärtiges Produkt sein, das für wenige Euro zuverlässig Energie liefert. (Der SPIEGEL online, 2. Januar 2008)
Energie und Klima
Autobranche
Die deutschen Autohersteller sind zufrieden mit ihren Fortschritten bei der Verminderung der CO2-Emissionen. Verbandspräsident Matthias Wissmann äußerte am 6. Februar, 2007 seien die durchschnittlichen CO2-Werte neu zugelassener Pkw in Deutschland insgesamt um 1,7 % auf unter 170 g/km gesunken. Dabei konnten die deutschen Hersteller einen kräftigeren Rückgang (-2 %) erzielen als die Importeure (-1,3 %). Die geringsten Einsparungen erreichten die Japaner (-0,6 %) und die Franzosen (-0,8 %). Wissmann führte das auf die hohe Innovationskraft der deutschen Autobauer zurück. Er appellierte an die Europäische Kommission, ihren Kurs bei den geplanten zwingenden Vorgaben für die Reduzierung der Emissionen zu ändern (Pressemitteilung des VDA vom 6. Februar 2008).
Auf Anfrage des DWV stellte die Pressestelle des VDA die von Wissmann verwendeten Werte zur Verfügung (alle Absolutwerte in g CO2 / km).
|
2006 |
2007 |
Δ |
Deutsche |
175,2 |
171,7 |
-1,96% |
Gesamt |
172,7 |
169,7 |
-1,73% |
Importeure |
167,2 |
165,0 |
-1,27% |
Japaner |
165,8 |
164,7 |
-0,64% |
Italiener |
159,0 |
156,6 |
-1,51% |
Franzosen |
155,3 |
154,1 |
-0,80% |
Anmerkung: Wissmann verschweigt aus leicht verständlichen Gründen, dass die deutschen Hersteller bei den CO2-Emissionen immer noch auf einem deutlich höheren Niveau liegen als der Rest der Welt. Der Hinweis auf die europäische Selbstverpflichtung von 1998 auf eine CO2-Emission von 140 g/km bis 2008 und 120 bis 2012 löst schon lange nur noch ein mildes Lächeln aus.
Aber da sind ja auch noch die deutschen Kunden, die das alles kaufen. In den meisten anderen Ländern der EU blasen Neuwagen wesentlich weniger Klimagas in die Luft. Und selbst die ins europäische Ausland verkauften deutschen Wagen erzeugen im Schnitt weniger CO2 als die im Inland abgesetzten. Merke: die Macht der Produzenten kommt aus den Brieftaschen der Käufer.
Ausstieg
Das Bundesenergieministerium der USA (DoE) hat sich aus einem Projekt zurückgezogen, in dessen Rahmen das erste „saubere“ kohlebefeuerte Kraftwerk der USA gebaut werden sollte. Das Projekt FutureGen sollte an einer Anlage mit 275 MW Techniken für das Abtrennen von Kohlendioxid aus dem Abgas von kohlebefeuerten Kraftwerken sowie seine Endlagerung demonstrieren und 2012 in Betrieb gehen. Jetzt haben sich aber die Kosten auf 1,8 G$ verdoppelt, von denen das Ministerium 75 % übernehmen sollte. Verhandlungen mit den Industriepartnern über eine Neuaufteilung der Kosten waren gescheitert. (Nature 451 (2008) 612-3)
Politik
Deutschland
Das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellen (NIP) ist jetzt im vollen Umfang gestartet. „Gemeinsam mit der Industrie stellen wir in den nächsten zehn Jahren eine Milliarde Euro für die Entwicklung und Anwendung dieser Technologe zu Verfügung“, so Bundesverkehrsminister Tiefensee am 18. Februar in Berlin bei der Gründung der Bundesgesellschaft NOW (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie). Die Gesellschaft ist jetzt Anlaufstelle für das Programm. Sie hat ihren Sitz in Berlin und wird neun Mitarbeiter haben.
(Pressemitteilung des BMVBS vom 18. Februar 2008)
Europa
Die Forschungsminister der EU haben den Vorschlag der Kommission gebilligt, eine Joint Technology Initiative (JTI) zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzellen zu gründen. Bei einer Sitzung des Wettbewerbsfähigkeits-Rates am 25. Februar wurde Einverständnis über die Grundelemente der JTI erzielt. Das neue Instrument soll Forschung und Entwicklung so beschleunigen, dass Wasserstoff und Brennstoffzellen in Europa zwischen 2010 und 2020 in den Markt eintreten können. Die EU wird über sechs Jahre 470 M€ beitragen, die privaten Partner die gleiche Summe. Forschungskommissar Potocnik äußerte bei der Sitzung, im Moment seien verbesserte Energieeffizienz und die Schaffung von Märkten für kohlenstoffarme Energietechnologien die wichtigsten Bemühungen für die Verminderung der Treibhausgasemissionen. Die langfristige Lösung sei dagegen das Investieren in erneuerbare Energien.
Nachruf
Tapan K. Bose
Am 24. Januar verstarb in Kanada im Alter von 69 Jahren Prof. Tapan K. Bose, eine der bekanntesten Persönlichkeiten auf dem Wasserstoffgebiet in der Welt. Den größten Teil seines Berufslebens war er Physikprofessor an der Universität Québec im von ihm mitbegründeten Forschungszentrum in Trois-Rivières. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Beiträge zum Fortschritt der Wissenschaft und Technologie sowie für seine Förderung vieler Partnerschaften und Projekte. Mehrere Jahre lang war er Vorsitzender des Normungskomitees ISO TC 197 „Hydrogen Technologies“. Zeitweise saß Bose auch im Vorstand der National Hydrogen Association in den USA. Zuletzt war er Vizepräsident der Canadian Hydrogen Association sowie Vorstandsmitglied der International Association for Hydrogen Energy (IAHE) und der Partnership for Advancing the Transition to Hydrogen (PATH).
Nachlese
Wasserstoff als Energieträger — Technik, Systeme, Wirtschaft
Von C.-J. Winter, J. Nitsch, 2., überarb. u. erw. Aufl., 1989, 384 S. 197 Abb., Geb., ISBN: 978-3-540-50221-0, 93,00€
Hier ist keine neue Publikation, sondern die erneute Verfügbarkeit eines Klassikers anzuzeigen. Der „Winter-Nitsch“, ein lange vergriffenes Standardwerk, ist jetzt als „print-on-demand“-Veröffentlichung wieder lieferbar.
Und dann war da noch …
Öko ist Trumpf
Ein Autoquartett völlig neuer Art namens „Eco Vehicle Trump Cards“ wurde von der britischen Marches Energy Agency entwickelt. Die Modellpalette an Öko-Mobilen aller Art reicht vom Hybrid Toyota Prius über den Honda FCX mit Brennstoffzelle bis zum Elektroscooter Vectrix. Als technische Daten sind weder PS oder kW noch Beschleunigung gegeben; stattdessen können die Spieler CO2-Emissionen oder Kraftstoffkosten miteinander vergleichen.
An sich ist das nichts weiter als ein netter Gag, doch er löste in der englischen Bleifußpresse ein wüstes Geheule aus. „Immer wenn man glaubt, die Welt könnte nicht mehr bescheuerter werden, kommt so ein bärtiger Umweltfuzzi daher“, hieß es in einer Autozeitschrift. Einen Redakteur beschlich die trübe Ahnung: „Es ist deprimierend, dass sich eine ganze Generation junger Leute irgend ein trostloses Bild eines Hybridautos über das Bett hängen wird.“ Man solle dagegen vor den Schulen Protestplakate mit Lamborghinis verteilen. Kris McGowan, Projektleiter bei Marches Energy Agency, sieht das recht gelassen. „Kinder lieben Statistiken, und die CO2-Emissionen sind wichtiger als PS oder Zylinderzahl. Die Höchstgeschwindigkeit ist ja noch dabei, und einige dieser Fahrzeuge sind wirklich sehr schnell.“
Anmerkung: Wenn das so weiter geht, werden bald die kleinen Kinder nach dem Reifenabrieb ihres Tretrollers fragen.
Quelle: Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV), Berlin
Mob03_03.2008
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Navigationsgerät hört aufs Wort
Auto-Sprachcomputer erhöhen Akzeptanz automatischer Dialogsysteme
Der Navigationshersteller Garmin www.garmin.de hat auf der CeBIT sein neues Premium-Navigationsgerät nüvi 860 vorgestellt. Das portable Navigationsgerät verfügt nach Firmenangaben über die neueste Sprachsteuerungstechnologie, dank derer sich nahezu alle Funktionen des Gerätes per Sprache steuern lassen. "Die Sprachsteuerung macht die Navigation einfacher und sicherer als je zuvor", erklärt Olaf Meng, Produktmanager Automotive bei Garmin Deutschland. "Ab sofort kann ich als Fahrer beide Hände am Lenkrad lassen. Ich sage dem nüvi 860 einfach, was es tun und wohin es mich leiten soll. Das ist unsere Vorstellung von komfortabler Navigation und bedeutet entspanntes Ankommen für Fahrer und Beifahrer."

Zur Aktivierung der Sprachsteuerung müsse man eine kleine Fernbedienung am Lenkrad befestigen. Weitere Einstellungen oder Kenntnisse seien nicht nötig. Es könnten nahezu alle Navigationsfunktionen aufgerufen werden, ohne das Gerät auch nur einmal zu berühren. Auch der Zugriff auf die Datenbank mit Sonderzielen, wie Hotels oder Käufhäuser, sei per Sprachkommando schnell und einfach möglich.
"Da das nüvi 860 mittels Bluetooth-Technologie mit einer Vielzahl von kompatiblen Telefontypen verbunden werden kann und da auch Telefonnummern per Stimme angewählt werden können und bei ausgewählten Telefonen sogar der Zugriff auf eingegangene, entgangene und selbst gewählte Anrufe möglich ist, ist das Gerät zugleich eine vollwertige und komfortable Freisprecheinrichtung. Es versteht wahlweise amerikanisches oder britisches Englisch, europäisches Französisch, Spanisch, Deutsch, Italienisch und Niederländisch und bietet somit Sicherheit und Orientierung in sechs verschiedenen Sprachen", erläutert Meng.
Auch die Suchmethode für Sonderziele sei vereinfacht worden. So erscheine nach der Ansage "Suche nächstes italienisches Restaurant" ein Auswahlmenü mit den nächst gelegenen Lokalen. Per Sprachkommando könne man den Wunschitaliener auswählen und werde zum Ziel navigiert. Für höchstmögliche Sicherheit könne jederzeit die Frage "Wo bin ich?" gestellt werden. "Das Gerät zeigt daraufhin den nächstgelegenen Straßennamen oder Kreuzung sowie Krankenhäuser, Polizeistationen und Tankstellen in unmittelbarer Umgebung an. Zusätzlich liefert es auch die exakten Koordinaten mit Längen- und Breitengrad", so Meng.
Sprachgesteuerte Navigationsgeräte sind nach Auffassung von Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Days www.voicedays.de, ein wichtiger Baustein, um die Akzeptanz von automatischen Dialogsystemen voranzutreiben und die hohe Intelligenz der Geräte unter Beweis zu stellen. "Bei telefonischen Diensten muss immer noch Aufklärungsarbeit geleistet werden. Da haben die Verbraucher in der Vergangenheit sehr viele negative Erfahrungen gesammelt. Beim Anwendungsfall im Auto, bei Elektronikgeräten oder bei der barrierefreien Bedienung von Ticketautomaten wird der Kunde sehr schnell überzeugt, wie leistungsfähig die automatische Spracherkennung mittlerweile ist", erklärt Steimel im Gespräch mit pressetext.
Quelle: pete, Hannover
Mob02_03.2008
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Mikroflugzeug nach Mauersegler-Vorbild gebaut
Variable Flügelform für hohe Beweglichkeit und Effizienz
Das Mikroflugzeug RoboSwift www.roboswift.nl, dessen Flügel nach dem Vorbild des Mauerseglers gestaltet sind, hat seinen ersten Flug erfolgreich hinter sich gebracht. Dies hat das niederländische Projektteam aus Luft- und Raumfahrttechnik- Studenten der Technischen Universität Delft www.tudelft.nl und der Experimental Zoology Group der Universität Wageningen www.ezo.wur.nl nun bekannt gegeben. "Es ist sehr gut gelaufen, gerade was die Vorführung der formflexiblen Flügel betrifft", freut sich Jan Wouter Kruyt vom RoboSwift-Team im pressetext-Gespräch. Diese variable Flügelform ist die Eigenheit von RoboSwift und soll hohe Beweglichkeit und Flugeffizienz bewirken.

Die Flügel des RoboSwift können nach dem Vorbild des Mauerseglers ihre Form den Flugbedingungen anpassen. So ist es bei dem Mikroflugzeug möglich, die Gesamtfläche der Flügel ähnlich dem Zusammenfalten von Federn zu reduzieren oder die Stellung der Flügel zum Rumpf zu verändern. Damit soll das weniger als 100 Gramm schwere Fluggerät besondere Beweglichkeit und Effizienz im Flug erreichen. Weitere Teile von RoboSwift sind ein leiser Elektromotor sowie drei Kameras. Die Form ähnelt auch insgesamt der eines Mauersegels, um ein möglichst unauffälliges Fluggerät zu erhalten. "Durch das Design eignet es sich als Beobachtungsflugzeug", meint Kruyt.
Bei der International Micro Air Vehicle Competition in Agra wird das Team vom 10. bis 15. März eine Anwendungsmöglichkeit demonstrieren. "In Indien fliegen wir ein Geisel-Szenario", erklärt Kruyt. Die Idee ist, dass RoboSwift die Vogelperspektive eines Gebietes liefert, um mit so gewonnenen Informationen Einheiten am Boden zu unterstützen. Auch zur Überwachung von Menschenmengen wäre das Gerät damit geeignet. Kruyt nennt Fußballstadien als Beispiel, wenn etwa Ausschreitungen durch Hooligans zu befürchten sind. Allerdings befindet sich RoboSwift noch in der Entwicklungsphase, wie Kruyt betont. Dennoch zeigt das niederländische Landespolizeikorps Korps landelijke Politiediensten (KLPD) bereits Interesse. Das KLPD sponsert die Teilnahme des RoboSwift-Teams am Wettwerb in Indien.
"Die Ornithologie ist ein zweites großes Anwendungsgebiet, speziell die Verhaltensforschung bei Vögeln in großer Höhe", so Kruyt weiter. Das ist nicht verwunderlich, wurde das RoboSwift-Design doch durch eine Studie der aerodynamischen Eigenschaften des Mauerseglers inspiriert. Sie wurde vom Zoologen David Lentink von der Universität Wageningen im April 2007 im Journal Nature veröffentlicht. Etwa gleichzeitig startete das Projekt mit dem Ziel, seine Flugeigenschaften technisch mit RoboSwift nachzuahmen. "So gut wie ein Vogel zu fliegen, liegt allerdings noch in weiter Ferne ", gibt Kruyt zu.
Quelle: pte, Wageningen/Delft
Mob01_03.2008 |