| Archivorganisation Juni 2008
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Inhaltsverzeichnis gesondert archivierte Spezials (die vollständigen Beiträge finden Sie nachfolgend)
2. Kampfjet landet automatisch auf Flugzeugträger (Editorial 22-06.08.....)
1. Billig-Autos überschwemmen den Markt (Editorial 16.06-22-06.08)
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- (Foto: pixelio.de/invisibleki) Landungen auf Flugzeugträgern sind eine Herausforderung für Piloten
Kampfjet landet automatisch auf Flugzeugträger
Ein System berechnet aus GPS-Daten ein sicheres Anflugsmanöver. Forscher des US-Unternehmens Honeywell International www.honeywell.com haben ein System entwickelt, mit dem Kampfflugzeuge vollkommen automatisch auf einem Flugzeugträger landen können. Die Lösung, die James Waid mit seinen Technikerkollegen entwickelt hat, verwendet GPS als Steuerungssystem. Das Satellitennavigationssystem muss dabei sowohl am Flugzeug als auch am Trägerschiff installiert sein und die genauen Positionsdaten laufend miteinander austauschen. Ein entsprechendes Patent wurde von den Entwicklern bereits angemeldet, berichtet der NewScientist.
Die Landung auf einem Flugzeugträger gestaltet sich immer schwierig. Selbst für die besten und erfahrensten Piloten ist ein derartiges Manöver noch immer eine Herausforderung. Vor allem muss bedacht werden, dass nicht nur das Flugzeug sondern auch das riesige Schiff ständig in Bewegung ist und daher ausgefeilte und oft auch gefährliche Anflugsbewegungen notwendig sind. Dazu kommt, dass das Verkehrsaufkommen hoch ist und einem Flugzeug sofort ein weiteres folgt. Bisherige Versuche, diese Landeanflüge mithilfe von Computern zu steuern, gestalteten sich laut Waid in jedem Fall schwierig.
Ein Problem dabei war stets, dass das Funksignal zwischen dem Kampfjet und dem Träger oft abreißt, somit die automatische Anflugskontrolle ausfällt und der Pilot wieder selbst für die sichere Landung verantwortlich ist. Schuld daran sind zumeist Interferenzen oder eine absichtliche Störung der Funkfrequenzen. Die Honeywell-Lösung hat nun Zugriff auf beide GPS-Systeme, jenes am Träger sowie das an Bord des Jets. Für den Fall des Signalverlustes wird vom Bordsystem automatisch auf Basis der vorhandenen Daten errechnet, ob eine sichere Landung möglich ist. Falls nicht, wird der Vorgang abgebrochen.
Quelle: pte, Morristown
Mob14_06.2008
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(Foto: tatanano.com)
Billig-Autos wie der Tata Nano verzeichnen rasantes Wachstum
Billig-Autos überschwemmen den Markt
Produktionsanstieg von über 70 Prozent krempelt gesamte Branche um. Auf die Auto-Branche kommen in den nächsten zehn Jahren angesichts einer bevorstehenden Wachstumsexplosion im Bereich Billig-Autos signifikante Veränderungen zu. Das Segment Low Cost wird bis 2017 einen Produktionsanstieg von 74 Prozent erleben. Die Marke von 15 Mio. produzierten Einheiten wird schon 2015 überschritten, wie das Essener Marktforschungsunternehmen R. L. Polk http://eu.polk.com aufzeigt.
Demgegenüber soll die herkömmliche Auto-Herstellung mit einem Wachstum von nur 30 Prozent im gleichen Zeitraum deutlich hinterher hinken. Der Anstoß zu dem Boom wurde vom indischen Autobauer Tata Motors mit seinem Billig-Auto Nano gegeben. Die Konkurrenz ließ jedoch nicht lange auf sich warten. So kündigte Renault www.renault.de in Zusammenarbeit mit Nissan und dem indischen Hersteller Bajaj Motors Anfang Mai einen vergleichbaren Wagen unter dem Codenamen ULC zu einem Preis von rund 1.600 Euro an.

Das Joint-Venture-Werk im indischen Chakan wird jährlich 400.000 Fahrzeuge produzieren, die zunächst ausschließlich für Indien, später auch für weitere Schwellenländer bestimmt sind. Im Gegensatz zu Renault schließt Tata Europa als mögliche Absatzregion für den Nano jedoch nicht völlig aus. Höhere Sicherheits- und Umweltauflagen würden eine Markteinführung in Europa verhindern, heißt es hingegen von Renault. Generell gilt derzeit Asien als Top-Zielmarkt für Billig-Autos. Dies liegt nicht zuletzt an der geringen Verbreitung des Automobils als Verkehrsmittel. Besonders in Indien dominieren derzeit noch Motorräder die Verkehrslandschaft unter nicht öffentlichen, motorisierten Fahrzeugen. Hier versprechen sich die Hersteller eine Vielzahl kaufkräftiger Abnehmer.
Während der Produktionsanstieg im Vorjahr neun Prozent auf weltweit 9,4 Mio. Einheiten betrug, ist besonders in den kommenden drei Jahren mit einem enormen Wachstumsschub bei Autos unter 10.000 Euro zu rechnen. In dieser Preisklasse werden auch Volkswagen mit dem "VW UP!" oder Toyota mit einer neuen Stufenhecklimousine unter dem Codenamen EFC mitspielen. 2011 werden weltweit bereits 14 Mio. Billig-Autos hergestellt. Der Asien-Boom führe dazu, dass sich allein das dortige Produktionsvolumen auf mehr als neun Mio. Einheiten verdoppeln wird, was deutlich mehr als die Hälfte der weltweit produzierten Billig-Autos ausmacht. Darüber hinaus tragen besonders Lateinamerika und Russland zum rasanten Wachstum bei Autos der untersten Preisklasse bei. Ob die Hersteller mit ihrer Billig-Strategie richtig liegen, ist derzeit allerdings noch nicht absehbar. Besonders höhere Kundenansprüche und die steigende Kaufkraft der asiatischen Konsumenten könnten dazu führen, dass die hohen Erwartungen an den Markt nicht erfüllt werden.
Quelle: pte, Essen/Brühl
Mob13_06.2008
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