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Archivorgganisation Juni 2007

Archiv 1 = hier unten: archivierte Beiträge aus "Im Blickpunkt" in Erscheinungsreihenfolge

Archiv 2 = nächste archivierte Nachrichten > oben anklicken: Editorials vom Juni 2007

Archiv 3 = nächste archivierte Nachrichten: Messen und Märkte, Veranstaltungen
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Inhaltsverzeichnis (die vollständigen Beiträge finden Sie nachfolgend)
Mob41_06.2007 - Öffentlicher Verkehr:
Erster Hybridbus in der Schweiz ist Tatsache - Lenzburg hat ihn!
Mob40_06.2007 - Forschung +Entwicklung:
Ionische Flüssigkeiten recyceln Kunststoffe umweltfreundlich
Mob39_06.2007 - Luftverkehr:
Kollisionswarnung: Wie weiter?
Mob38_06.2007 - Strassentransport: Neue Vorschriften für Car- und LKW-Chauffeure sollen mehr Sicherheit bringen
Mob37_06.2007 - Motorenentwicklung: Diesel produziert künftig noch weniger Schadstoffe
Mob36_06.2007 - Fachmesse transport logistic: Ausstellerstimmen transport logistic 2007
Mob35_06.2007 - Patentierung: Von der Schweiz geforderte Reformen beim Europäischen Patentamt sind notwendig
Mob34_06.2007 - Luftverkehr: BAZL legt erstmals Sicherheitsbericht vor
Mob33_06.2007 - Automobilbau: Crashtest Brilliance BS6 - Grosse Defizite beim ersten China-Auto
Mob32_06.2007 - Fachmesse transport logistic: SBB Cargo feierte mit einem Extrazug das 125. Jubiläum der Gotthardbahn
Mob31_06.2007 - Strassenverkehr: Schweizer Vorliebe für schwere Autos hemmt Absenkung des Treibstoffverbrauchs
Mob30_06.2007 - Luftverkehr: Integration von SWISS in den Lufthansa Konzern erfolgreich abgeschlossen
Mob29_06.2007 - Luftverkehr: Luftverkehrsabkommen: Wegen Swiss-Übernahme etliche Anpassungen
Mob28_06.2007 - transport logistic 07: Masterplan muss Meilenstein für die Logistikbranche werden
Mob27_06.2007 - Umeltschutz:
CO2-Abgabe: Bundesrat schliesst sich Parlamentsentscheid an
Mob26_06.2007 - Strassenverkehr: SFA - Aktuelle Promillegrenzen in Europa
Mob25_06.2007 - Luftverkehr: Flughafen Zürich: Piste 16/34 kann saniert werden
Mob24_06.2007 - transport logistik 07: Deutsches Verkehrsforum präsentierte 10-Punkte-Plan zur sicheren Transportkette
Mob23_06.2007 - Gepäck-Logistik: Rasendes Gepäck im Bauch des Drachen
Mob22_06.2007 - Schienenverkehr: Schienenkorridor mit der Betuwe-Linie in Betrieb
Mob21_06.2007 - Schienenverkehr: Schienenkorridor Holland-Italien: Leuenberger an der Eröffnung der Betuwe-Linie
Mob20_06.2007 - Fachmessen: Techtextil und Avantex 2007 mit Spitzenergebnis
Mob19_06.2007 - Fachmessen:
transport logistic 2007 im Zeichen der boomenden Branche
Mob18_06.2007 - Luftverkehr: Finanzielle Unterstützung für Fluglinie Lugano-Bern
Mob17_06.2007 - Energie:
Startschuss für Wettlauf um Gas
Mob16_06.2007 - Umweltpolitik: Verbandsbeschwerderechts-Initiative liegt nun beim Parlament
Mob15_06.2007 - Verkehrspolitik: Verlagerungspolitik wird weitergeführt
Mob14_06.2007 - Mensch und Arbeit: Gesünderes Arbeiten dank Simulationstechnik
Mob13_06.2007 - Luftverkehr: CD unterstützt Piloten beim lärmarmen Fliegen
Mob12_06.2007 - Postwirtschaft:
Kommission Poststellen behandelt erste Ymago-Agenturen
Mob11_06.2007 - Postwirtschaft: Postmarkt: Zwei neue Paketkonzessionäre
Mob10_06.2007 - Schienenverkehr (CARGO): Neue Kehrichtanlage mit unterirdischem Bahnanschluss
Mob09_06.2007 - Wirtschaft: Das Bruttoinlandprodukt im 1. Quartal 2007: Lebhafte Konjunktur
Mob08_06.2007 - Logistik: RFID-Pilotprojekt bringt Durchsicht in das Waren-Dickicht
Mob07_06.2007 - Alternative Antriebe: Strom aus Alkohol - Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle betreibt Fahrzeug
Mob06_06.2007 - Energieforschung: Schwerpunkte der Energieforschung für die Jahre 2008-2011
Mob05_06.2007 - Militär: Sachplan Militär: Mitwirkungsverfahren eröffnet
Mob04_06.2007 - Gesellscharft, Jugend:
"Pfadfinder sind Fahrsicherheitstraining für Demokratie"
Mob03_06.2007 - Luftverkehr:
Flugveranstaltung in Interlaken bewilligt

Mob02_06.2007 - Luftverkehr: BAZL erhält zusätzliches Personal für Sicherheitsaufsicht
Mob01_06.2007 - Automobiltechnologien:Jubiläum bei ABS, ASR und ESP®  150 Millionen Bremsregelsysteme von Bosch

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Bildansichten: Enthüllung bei Hybridbustaufe in Lenzburg (Bilder: Rolf Grob, Mobilität, Winterthur)

Erster Hybridbus in der Schweiz ist Tatsache - Lenzburg hat ihn!



Der erste Hybridbus der Schweiz fährt inzwischen bei Eurobus. Der Gelenkbus mit energieregenerierendem Hybridantrieb ist bei der Regionalbus Lenzburg AG (RBL) im Einsatz und bietet 51 Sitzplätze und 85 Stehplätze. Mit dem Solaris Urbino 18 setzt man auf zukunftsgerichtete Technik. Die Betreiber rechnen mit bis zu 20 Prozent Einsparungen beim Treibstoffverbrauch und namhaft niedrigeren Schadstoffemissionen.

Die Hybrid-Antriebstechnologie ist für den Einsatz im öffentlichen Regionalverkehr besonders geeignet. Vom amerikanischen Getriebehersteller Allison entwickelt, vereint der parallele Hybridantrieb die Vorzüge mehrerer Antriebssysteme. Unter der Bushaube arbeitet, parallel mit zwei Elektromotoren, ein klassischer, der EURO IV Norm entsprechender und mit einem Abgasreinigungssystem (CRT) ausgerüsteter, 340 PS starker Dieselmotor .

Funktionsweise
Der Elektromotor bezieht seine Energie aus Hochleistungsbatterien auf dem Fahrzeugdach. Bei höherer Geschwindigkeit setzt der Dieselmotor ein und versorgt den Antriebsstrang mit zusätzlicher Kraft. Bremst der Bus ab, lädt das Parallel-Hybrid-System die Batterien auf und gewinnt somit etwa 20 % der ansonsten verlorenen Bremsenergie zurück. Dank der Energierückgewinnung läuft der Hybrid-Antrieb im Verkehr in dicht besiedelten Gebieten und tiefen Durchschnittsgeschwindigkeiten besonders effizient und schont sowohl fossile Brennstoffe als auch die innerstädtischen Luftverhältnisse.

Neben einem sinkenden Kraftstoffverbrauch, geringerem Schadstoff- und Partikelausstoss verspricht der Hersteller leisere Fahrgeräusche und ruckloses Beschleunigen.

Der Solaris Bus Urbino 18, der für 136 Personen Platz bietet, kostete Eurobus 720 0000 Franken und liegt rund 20 % über den Beschaffungskosten für einen Gelenkbus herkömmlicher Bauart. Die Mehrkosten sollen sich problemlos rechnen, wenn sich die bisherigen Messwerte bestätigen und keine markanten technischen Störungen grössere Betriebsunterbrüche verursachen.

Die Lage auf dem Rohstoffmarkt, ständig steigende Mineralölpreise und die zunehmende
Verschmutzung der Umwelt waren für Eurobus Gründe genug, um nach einem Bus mit alternativem Antrieb zu suchen. Erdgas, Biodiesel oder Brennstoffzellen waren in der Evaluationsphase häufig genannte  Varianten. Die Frage, was denn aber am umweltfreundlichsten und derzeit auch ökonomisch sinnvollsten sein könnte, lag auf der Hand. Erdgasantriebe erfordern spezielle Tankstellen, Busse mit Biodiesel bringen keinen geringeren Verbrauch und der Brennstoffzelle fehlt noch die Serienreife – was nun? Schlussendlich entschied man sich für den inzwischen auch für Busse angebotenen Hybridantrieb, der momentan als klügste Variante übrig blieb.

Der Hybridantrieb in PKW’s behauptet sich bereits seit geraumer Zeit und millionenfach erfolgreich im Markt. Der Einsatz in Bussen beschränkte sich bisher auf vereinzelte Prototypen. Die Stadtverkehrsbetriebe DVB AG in Dresden testet seit dem 8. März 2007 im Linienbetrieb ein analoges Modell der Eurobus-Beschaffung. Der Eurobus Solaris Urbino 18 ist somit europaweit der zweite hybridbetriebene Bus der täglich im Linienbetrieb unterwegs ist.

Quelle: www.eurobus.ch
Bilder: Rolf Grob, Mobilität, Winterthur
Mob41_06.2007

Was versteht man unter dem Wort "Hybrid"? Mehr >

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Ionische Flüssigkeiten recyceln Kunststoffe umweltfreundlich

Japanische Forscher lösen Nylon in Bestandteile auf

Japanischen Forschern ist es gelungen, Plastik in seine ursprünglichen Bestandteile aufzuspalten. Dazu nutzten sie so genannte Ionische Flüssigkeiten. Die Forscher sehen in der Methode eine Chance wertvolle Kunststoffe wiederzuverwerten, berichten sie in der Fachzeitschrift Organic Letters.

„Ionische Flüssigkeiten sind Flüssigkeiten, die ausschließlich Ionen enthalten“, so der Chemiker Andreas Bösmann von der Universität Erlangen http://www.crt.cbi.uni-erlangen.de im pressetext-Interview. „Ionische Flüssigkeiten zeichnen sich durch eine Reihe interessanter Eigenschaften aus: Sie sind Salze, die unter 100 Grad schmelzen, sie sind thermisch stabil, nicht entzündlich, haben einen äußerst geringen, kaum messbaren Dampfdruck und verfügen über sehr gute Lösungseigenschaften für zahlreiche Substanzen“, erklärt der Forscher. Vor allem hochwertige Kunststoffe wie etwa das von den beiden japanischen Forschern untersuchte Kevlar würden sich für diese Methode eignen.

“Aus Kevlar bestehen etwa hochwertige Textilien wie Fallschirme oder kugelsichere Westen, aber auch Glasfasern und Teile im Automobilbau“, erklärt Bösmann. Natürlich könne man Kevlar auch verbrennen, aber das sei zu schade, weil schon die Herstellung sehr aufwändig sei. Die japanischen Wissenschaftler Akio Kamimura und Shigehiro Yamamoto von der Yamaguchi Universität http://www.yamaguchi-u.ac.jp in Ube haben in Laborversuchen Nylon mit Hilfe von verschiedenen ionischen Flüssigkeiten bei 300 Grad Celsius und einem Katalysator in den chemischen Bestandteil - Caprolactam - zerlegt. Dabei nehmen die Wissenschaftler an, dass das Erhitzen dazu beigetragen hat, dass der Katalysator die langen Polymerketten des Nylons leichter in seine Bestandteile brechen konnte. Der Test fand allerdings unter „normalen“ Bedingungen - ohne erhöhten Druck oder extreme Hitze - statt.

“Die ionischen Flüssigkeiten bieten umfangreiche Möglichkeiten für zahlreiche Anwendungen wie etwa in der Feinchemie oder auch die Schaffung von Chemierohstoffen aus Holz“, so Bösmann. An der Universität Erlangen wird demnächst das Pilotprojekt „Lignocellulose-Bioraffinerie“ beginnen, erklärt der Forscher abschließend im Interview.

Quelle: pressetext.austria; Ube/Erlangen
Mob40_06.2007

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Kollisionswarnung: Wie weiter?

Die in der Luftfahrt am Boden und in der Luft verwendeten Systeme zur Warnung vor Kollisionen müssen besser koordiniert werden. Damit könnte die Sicherheit im Luftverkehr verbessert werden, schreiben die Eurocontrol und das Civil Aviation Safety Office (CASO) des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) in einem gemeinsamen Bericht.

Eurocontrol und CASO weisen in dem Bericht auf die Notwendigkeit hin, zentrale Fragen hinsichtlich der Interaktion und der Interoperabilität des bodengestützten Sicherheitssystems Short Term Conflict Alert (STCA) und des luftgestützten Kollisionswarnsystems Airborne Collision Avoidance System (ACAS) anzugehen. "Verschiedene zentrale Schwierigkeiten haben damit zu tun, dass das STCA und das ACAS unabhängig von einander als technische Lösungen von Sicherheitsproblemen entwickelt wurden", sagte Andrea Muggli, Civil Aviation Safety Officer des UVEK. "Dies ist eine Realität, die in der Vergangenheit zu schwerwiegenden Zwischenfällen und sogar zu Unfällen beigetragen hat."

Der CASO würdigt die Vorreiterrolle von EUROCONTROL bei der Erstellung eines geeigneten Aktionsplanes für die Abhandlung der Workshop-Themen und das künftige Vorgehen.

"Es besteht weiterhin Handlungsbedarf, um die Interaktion zwischen den beiden Sicherheitssystemen für alle Benutzer transparenter und verständlicher zu gestalten", so Martin Griffin, ATC Domain Manager von EUROCONTROL. "In dieser Hinsicht unternimmt EUROCONTROL ohne Verzug alle nötigen Anstrengungen."

Der Bericht erwähnt als kurzfristige Verbesserungsmöglichkeiten die Aus- und Weiterbildung, sowie die Bewusstseinförderung, insbesondere zwischen Fluglotsen, Piloten, technischem und Führungspersonal. Eine weitergehende Datenanalyse ist für ein umfassenderes Verständnis der der Entwicklung längerfristiger Strategien erforderlich.

Das STCA und das ACAS sind gut etablierte Sicherheitssysteme, die der Warnung vor Flugzeugkollisionen ausschliesslich während der Flugphasen dienen. Das STCA warnt den Fluglotsen, der sofort die Lage beurteilt, das optimale Vorgehen feststellt und seine Instruktionen an die betroffenen Piloten abgibt. Das ACAS seinerseits gibt Verkehrswarnungen ("Resolution Advisories") direkt an die Piloten ab, wenn das Kollisionsrisiko imminent ist. Ein wesentlicher Unterschied der beiden Sicherheitssysteme besteht darin, dass das ACAS noch vor seiner Mandatierung vollumfänglich standardisiert war, während die Standardisierung und Mandatierung des STCA erst kürzlich eingeleitet wurden.

Das Civil Aviation Safety Office (CASO) ist vom UVEK hauptsächlich mit der Überwachung der Luftfahrtsicherheit beauftragt. Es berät das Departement in allen Fragen der Luftfahrt-Sicherheitspolitik und überwacht die Arbeit des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL). Ausserdem befindet das CASO über die Implementierung der Sicherheitsempfehlungen des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) und formuliert entsprechende Instruktionen zuhanden des BAZL.

Quelle: Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)
Mob39_06.2007

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Neue Vorschriften für Car- und LKW-Chauffeure sollen mehr Sicherheit bringen

Wer ab dem 1. September 2009 mit Cars, Kleinbussen oder Lastwagen Personen oder Güter transportieren will, muss zusätzlich zum Führerausweis den Fähigkeitsausweis für den Personen- und/oder Gütertransport erwerben und sich regelmässig weiterbilden. Dies hat heute der Bundesrat entschieden. Er hat eine entsprechende neue Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugführern und -führerinnen zum Personen- und Gütertransport auf der Strasse (Chauffeurzulassungsverordnung) verabschiedet. Ziel der Neuerung ist eine Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Mit der Neuregelung müssen die Schweizer Berufschauffeure künftig die gleichen Anforderungen erfüllen wie ihre Kolleginnen und Kollegen in der EU. Im Landverkehrsabkommen zwischen der Schweiz und der EU hat sich die Schweiz verpflichtet, für gleichwertige Regelungen des Personen- und Güterverkehrs zu sorgen. Dies geschieht durch eine Übernahme der EU-Anforderungen ins schweizerische Recht. Von der Verbesserung der Ausbildung und der neu eingeführten Verpflichtung zur Weiterbildung der Berufschauffeure verspricht sich der Bundesrat eine Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie eine umweltschonendere und energieeffizientere Fahrweise.

Die Verordnung sieht vor:
- Wer mit Cars oder Kleinbussen (Kat. D1 oder D) berufsmässig Personen transportieren will, muss den Fähigkeitsausweis für den Personentransport erwerben.

- Wer mit Lastwagen (Kat. C1 oder C) berufsmässig Güter transportieren will, muss den Fähigkeitsausweis für den Gütertransport erwerben.

Die Neuregelung gilt ab 1. September 2009. Wer nach diesem Datum das Gesuch um einen entsprechenden Lernfahr- oder Führerausweis beim Strassenverkehrsamt einreicht, muss die neue Prüfung ablegen. Sie ist umfang- und anforderungsreich und umfasst einen theoretischen wie praktischen Teil. Wer am 1. September 2009 den entsprechenden Führerausweis bereits besitzt (oder zumindest das Gesuch eingereicht hat), erhält den Fähigkeitsnachweis prüfungsfrei.

Für die Ausbildung werden keine speziellen Vorschriften erlassen.

Alle fünf Jahre ist Weiterbildung Pflicht

Die Weiterbildungspflicht gilt für alle Inhaberinnen und Inhaber des Fähigkeitsnachweises. Die Kursdauer beträgt 35 Stunden und muss alle fünf Jahre nachgewiesen werden. Dementsprechend wird der Fähigkeitsausweis jeweils auf fünf Jahre befristet. Für die Verlängerung muss der Berufschauffeur sein Wissen und Können bei einer von den Kantonen anerkannten und beaufsichtigten Weiterbildungsstätte auffrischen. Um diejenigen zu belohnen, die sich freiwillig weiterbilden, werden ab 1.1.2007 besuchte Weiterbildungen an die Pflichtstunden angerechnet, sofern sie den Inhalten der neuen Verordnung entsprechen.  

Quelle: Bundesamt für Strassen (ASTRA)
Mob38_06.2007

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Diesel produziert künftig noch weniger Schadstoffe

Mit einem neuen Motor- und Abgasmanagement von Siemens erreichen Dieselmotoren problemlos die verschärften Schad­stoffnormen Euro 5 und 6. Mit dem modular angelegten Systemansatz wird nicht nur den Ausstoß von Partikeln und Stickoxiden reduziert, sondern auch der Verbrauch und die CO2-Emissionen weiter gesenkt. Dabei bleibt der Verbrauchsvorteil des Dieselmotors gegenüber dem Benziner erhalten. Das Konzept basiert auf einem Baukasten mit innermotorischer Optimierung, Abgasnachbehandlung und intelligenter Motorsteuerung. Die Bausteine lassen sich je nach Fahrzeug- und Leistungsklasse optimal kombinieren – vom Kleinwagen bis zum Geländewagen schaffen damit alle Dieselfahrzeuge die Normen Euro 5 und 6. Diese schreiben ab 2009 bzw. 2014 noch schärfere Grenzwerte für Partikel und Stickoxide vor.

Das Motor- und Abgasmanagement optimiert die Kraft- und die Sauerstoffzufuhr im Motor, um den Verbrennungsablauf exakter zu steuern. Der Einspritzdruck wird gesteigert sowie die Anzahl der Teileinspritzungen durch mehr und feinere Löcher erhöht. Immer exaktere Motorsensorik ermöglicht noch besser gesteuerte Verbrennungsprozesse. Zur Abgasnachbehandlung sieht das Konzept der Automobilelektronikexperten von Siemens VDO neben dem bereits für Euro 5 obligatorischen Partikelfilter für Euro 6 Anwendungen auch NOx-Speicher- und Ammoniak-Katalysatoren vor.

Daher arbeitet Siemens VDO an einem elektronischen Motormanagement, das alle denkbaren Kombinationen der einzelnen Module steuert. Je nach Modellpolitik, Leistungs- und Kostenrahmen können die Fahrzeug- und Motorenhersteller eine für sie optimale Modulstruktur wählen.

Dass Siemens VDO beim Umweltschutz große Erfahrung hat, belegt das Unternehmen mit vielen Innovationen. Allein die Piezo-Einspritzung senkt den CO2-Ausstoß gegenüber herkömmlicher Dieseldirekteinspritzung um drei Prozent. Seit der Einführung im Jahr 2000 sparten Diesel-Piezo-Common-Rail-Systeme von Siemens VDO rund eine Million Tonnen Kohlendioxid.

Bei Benzinern spart die Piezo-Direkteinspritzung sogar bis zu 20 Prozent Kraftstoff und CO2-Emissionen gegenüber einer konventionellen Saugrohreinspritzung. Viele weitere Komponenten ermöglichen der Autoindustrie eine deutlich bessere CO2-Bilanz: Assistenz-Systeme für verbrauchsoptimiertes Fahren, elektrische statt hydraulische Lenkhilfen, Reifendrucküberwachung und andere Beispiele zeigen, dass Autos bereits mit heute verfügbarer Technologie deutlich umweltfreundlicher fahren können.

Quelle: Siemens (IN 2007.06.3)
Mob37_06.2007

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Ausstellerstimmen transport logistic 2007

Aden Detthold, Präsident, BLG Logistics Group, Deutschland
„Wir waren sehr zufrieden mit der starken Präsenz Osteuropas, unseren Logistikpartnern der Zukunft. Die Zunahme an Ausstellern und Besuchern war beeindruckend: Die transport logistic hat sichtlich ihre angestrebte Position als weltweit führende Messe erreicht.“

Boes Manfred F., Präsident FIATA (Fédération Internationale des Associations de Transitaires et Assimilés), Schweiz
„Die transport logistic in München ist die wichtigste Messe unseres Gewerbes.“

Brahim Abdelmalek, CEO, Enterprise Portuaire de Ghazaouet, Algerien
„Wir sind das erste Mal aus Algerien bei der transport logistic dabei. Wir werden 2009 sicher nach München kommen: Die Messe war für uns eine hervorragende internationale Kontaktbörse.“

Dr. Bensel Norbert, Vorstand, DB Logistics, Deutschland
„Die transport logistic hat ihren Ruf als Leitmesse der Transport- und Logistikbranche dieses Jahr eindrucksvoll unterstrichen. Die Besucher werden nicht nur immer zahlreicher, sondern auch immer internationaler. Nirgendwo sonst ist es möglich so viele Kunden in so kurzer Zeit zu treffen. Aus unserem Messekalender ist die transport logistic nicht mehr wegzudenken.“

Dr. Zecevic Pia-Maria, Director Communications, DPD GeoPost GmbH & Co. KG, Deutschland
„Mit der Resonanz auf unseren Messeauftritt sind wir sehr zufrieden. Der Besucherandrang an unserem Stand hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen.“

Esteva Josep M., Assistant Manager, Barcelona Catalunya Centre Logistic, Spanien
„Die Vollständigkeit der transport logistic ist herausragend: Jeder Logistik- bzw. Transportsektor belegt mindestens eine komplette Messehalle. Die Qualität der Besucher ist beeindruckend - die Mehrzahl aller Besucher verfügt über Entscheidungskompetenz.“ 

Graumann Eva, Director Public Relations, Hamburg Süd, Deutschland
„Die transport logistic ist für uns eine wertvolle Plattform, um unseren Schifffahrtsbereich den internationalen Besuchern zu präsentieren und bestehende Geschäftsverbindungen zu pflegen.“

Hemmrich Thomas, Sprecher der Geschäftsführung, MAN Truck & Bus, Deutschland
„Wir sehen die Messe transport logistic als Plattform für qualitativ hochwertige Kundenkontakte, sprich Klasse statt Masse.“

Hornig Peter, Direktor Verkauf Lkw, Scania Deutschland Österreich
„Für uns ist die Messe eine feste Größe. Wir haben unsere gesamte Bandbreite an Dienstleistungen präsentiert und erwartungsgemäß ein interessiertes Fachpublikum zu Gast gehabt. Die vielen guten Gespräche zeigen uns, dass Serviceangebote wie Fleet Management oder Fahrertrainings für den Transportunternehmer eine wichtigere Rolle spielen.“

Kastner-Simon Birgit, Bereichsleiterin Marketing, Dachser, Deutschland
„Die transport logistic als die wichtigste Kommunikationsplattform der Branche übertrifft auch in diesem Jahr wieder unsere Erwartungen. Vertreter von Unternehmen aller Branchen suchen den Dialog mit uns. Kompliment an den Veranstalter, dem es immer wieder gelingt, München für eine Woche zur Drehscheibe der Logistik werden zu lassen.“

Keller Andreas, Senior Manager Business Development, NYK Logistics, Deutschland
„Die transport logistic verläuft für uns bisher sehr erfolgreich. Bereits am Eröffnungstag war unser Stand sehr hoch frequentiert und wir haben unsere eigenen Kontaktvorgaben pro Tag täglich um 50 Prozent übertreffen können. Die Messe war für uns bisher eine optimale Plattform, um Businesskontakte zu knüpfen und auch unseren Bekanntheitsgrad enorm zu steigern. Zudem bemerken wir die hohe Qualität der Besucher.“

Kerkloh Michael, Vorsitzender der Geschäftsführung, Flughafen München, Deutschland
“transport logistic including Air Cargo Europe proved again, to be an excellent platform for networking and finding business opportunites in our global air cargo industry. The growing importance of this event corresponds with the rise of Munich Airport to a major european logistic center. Congratulations to the organizers for this thrilling and successful international event at Munich.”

Korfmacher Claus, Pressesprecher, DHL, Deutschland
„Wie schon die Jahre zuvor ist die transport logistic eine hervorragende Plattform für Erstkontakte, vertiefende Geschäftsgespräche und Networking in der Logistikbranche. Darüber hinaus erhält man auch einen guten Überblick zu den Trends in der Logistik. DHL ist sehr zufrieden und freut sich auf 2009.“

Kubenz Michael, Präsident, Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV)
„Logistik ist weltweit auf der Überholspur. Noch nie zuvor hatte die transport logistic so viele Aussteller, noch nie war sie so international. Auf der Messe finden Aussteller die Kontakte und Informationen, die sie sonst nur mit großem Aufwand und langem Atem knüpfen könnten.“

Kurdi Monika, Marketing Director, MAV Cargo, Ungarn
“transport logistic provided a great opportunity to present not only our novelty services like the E-Freight system but to meet partners and potential customers and all players in the cargo business and the field of logistics.”

Lampinen Heikki, Operations Director, Port of Helsinki, Finnland
“This was the ideal place to market our new projects to be completed at the end of 2008 in the Helsinki Safar. We are very pleased with the interest of our present and potential customers. This was our first but for sure not the last participation in this fair.”

Ludewig Johannes, Exekutivdirektor, Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (CER), Belgien
„Die transport logistic 2007 bot wieder eine beeindruckende Plattform für den gesamten europäischen Eisenbahnsektor. Viele unserer Mitglieder aus allen Teilen Europas waren als Aussteller vertreten. Die transport logistic 2007 hat die Dynamik des liberalisierten Güterverkehrsmarktes bestens demonstriert.“

Luz Alejandro Huergo, Marketing Manager and Responsable for Foreign Markets, Logistics and Cargo Area, RENFE, Spanien
“Die transport logistic hat ein großes Angebotsspektrum und wir halten diese Veranstaltung für eine der bedeutendsten in unserer Branche, dem Eisenbahntransport. Alle wichtigen Kontakte auf europäischer Ebene sind präsent und ermöglichen Kontakte zu diesem, sehr bedeutenden Zeitpunkt unseres Sektors."

Marquardt Jörg Frank, Leiter Strategie Business Development, Dispolok GmbH, Deutschland
„Die transport logistic ist die Leitmesse der Branche und eine optimale Kommunikationsplattform. Wir treffen hier Kunden und potentielle Kunden von Schweden bis Rumänien.“

Müller Frank, Gebietsverkaufsleiter Bayern, Thermo King Bayern, Deutschland
„Die transport logistic 2007 bietet uns eine sehr gute Kundenfrequenz und ein Fachpublikum von hoher Qualität. Wir haben bereits gute Geschäftsabschlüsse getätigt.“

Niemiec Krzysztof, Member of the Management Board/Director of Development Department, Polen
„Die transport logistic hat eine große Bedeutung für unser Geschäft. Wir treffen hier Kunden, die uns in Zukunft große Projekte bringen. So können wir uns schneller in Westeuropa weiterentwickeln.“

Ogiermann Ulrich, Präsident und Geschäftsführer, Cargolux, Airlines International, Luxemburg
„Die transport logistic beeindruckt durch ihr Wachstum. Es gibt kein anderes Event, das übergreifend die Key Player der gesamten Transportkette so komplett versammelt: von Spediteuren, über Flughäfen, IT und Logistikdienstleister.

Proffits Michael, CEO, Dubai Logistics City, Dubai
“An excellent event for all sectors of the industry to come together to network and identify new business opportunities.”

Probst Karl Michael, Geschäftsführer, Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e. V., Deutschland
„Die transport logistic hat ihren besonderen Wert für uns, weil sie eine Messe der kurzen Wege ist – nirgends sonst ergeben sich so schnell so viele Kontakte, sind so viele Partner und Kunden vor Ort – damit ist die Messe für den BÖB ohne Alternative.“

Rodríguez Armando López, Area Manager Corporative Relations and Communication, PUERTOS DEL ESTADO (Spanish Port Administration), Spanien
„Die transport Logistic 2007 ist eine Plattform, die uns eine unvergleichliche Gelegenheit bietet, die spanischen Häfen einer Vielzahl von Logistik-Unternehmen aus ganz Europa zu präsentieren."

Saling Bob, Head International & Sales Communications, The Boeing Company, USA
“Our attendance and participation in Air Cargo Europe 2007 provided a great opportunity to maintain and enhance relationships with important customers and to keep Boeing in the forefront of key players in the air cargo industry.”

Schmidt Stefan, Leiter Marketing, Fraunhofer Gesellschaft, Deutschland
„Die Messe zeigt mit hohem qualitativen Niveau die Präsenz der gesamten Branche Transport und Logistik. Eine gute Anzahl hochqualifizierter Kontakte machen die Entscheidung leicht, bei der nächsten transport logistic wieder dabei zu sein.“

Seitz Manfred, Geschäftsführer Wasserstraßengesellschaft Via Donau, Österreich
„Die transport logistic ist ohne Zweifel die wichtigste Veranstaltung für Transport und Logistik im Donauraum.“

Skiba Michael, Head of Communications, bremenports, Deutschland
„Die transport logistic ist eine optimale Kommunikationsplattform. Man trifft hier alle, die im Transport- und Logistikbereich wichtig sind.“

Spohr Carsten, Vorstandsvorsitzender Lufthansa Cargo, Deutschland
„Wir schätzen die transport logistic als DIE zentrale Plattform auf dem europäischen Kontinent. Hier in München kommen wir in den Dialog mit unseren Kunden – und können die Aktivitäten der Lufthansa Cargo-Gruppe optimal präsentieren. München ist insofern eine Pflichtveranstaltung.“

Tiefensee Wolfgang, Bundesverkehrsminister, Deutschland
„Die transport logistic spiegelt die stetig wachsende Bedeutung der Branche wider. Die Messe ist zu einem internationalen Marktplatz geworden, der diesem Wirtschaftszweig Impulse für seine weitere Entwicklung gibt.“

Van Heezen Mico, Pressesprecher, Hafengesellschaft Rotterdam, Niederlande
„The 2007 edition offered considerably more contacts from further away as compared to the 2005 event. At the same time the “old” and established media kept coming so the transport logistic was more busy for me then ever. transport logistic is the only event I really visit and this will remain so.”

Wohler Markus, Senior General Manager PR Communications & Social Affairs, TNT express, Deutschland
„Für uns ist die transport logistic die ideale Plattform, um neben Services und Produkten den Dialog mit unseren Stakeholdern zu pflegen. Ob Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten oder Branchen-Experten – der Erfahrungs- und Meinungsaustausch steht im Vordergrund.“

Quelle: Messe München
Mob36_06.2007 (24.06.-27.06.07)
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Von der Schweiz geforderte Reformen beim Europäischen Patentamt sind notwendig

Ein Vorstoss der Schweiz, die zusammen mit drei anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation den Abbau von Steuerprivilegien für ehemalige Bedienstete fordert, stösst auf gewerkschaftlichen Widerstand. Die Schweiz hält an ihrer Position fest: Damit das Europäische Patentamt die steigende Arbeitslast auch in Zukunft mit hoher Qualität bewältigen kann, muss es von starren Strukturen und komplizierten Vorgängen befreit werden. Zudem ist ein erhöhtes Kostenbewusstsein notwendig.

Seit März 2000 ist der Direktor des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (IGE), Herr Roland Grossenbacher, Präsident des Verwaltungsrats der Europäischen Patentorganisation. Unter seiner Leitung wurden wichtige Voraussetzungen für eine professionellere Führung des Europäischen Patentamts (EPA) geschaffen. Dazu gehören die Straffung der Entscheidfindung im Verwaltungsrat durch Einrichtung eines schlanken Büros, die Umstellung der Rechnungslegung des EPA auf die International Financial Reporting Standards sowie die Offenlegung der wahren Finanzlage des EPA mittels einer externen Expertise. 

Jetzt verlangt die Schweiz als Mitglied der Europäischen Patentorganisation gemeinsam mit drei anderen Mitgliedstaaten den Abbau von Steuerprivilegien für ehemalige Bedienstete des EPA. Dies führt zum Unmut der Internationalen Gewerkschaft im Europäischen Patentamt (IGEPA); diese hat deshalb für heute zu einer Demonstration des EPA-Personals in Bern aufgerufen. 

Zwischen dem Verwaltungsrat der Organisation und dem Personal besteht Übereinstimmung, dass die Qualität der vom EPA erteilten Patente hoch bleiben und weiter gesteigert werden muss. Während das Personal dafür jedoch mehr Zeit in Anspruch nehmen und den Personalbestand ausbauen will, verlangt der Verwaltungsrat eine Steigerung von Produktivität und Qualität getreu dem Motto ,weniger, aber bessere Patente". Dafür muss das EPA von starren Strukturen und komplizierten Vorgängen befreit werden, und es ist ein erhöhtes Kostenbewusstsein erforderlich. 

Die IGEPA stösst sich auch daran, dass der Vertreter der Schweiz im Verwaltungsrat der Europäischen Patentorganisation gleichzeitig Direktor der schweizerischen Patentbehörde ist. Sie sieht darin einen Konflikt zwischen den Interessen der Organisation und jenen des betrieblich autonomen IGE, das im Falle einer Aufhebung des Steuerprivilegs finanziell entlastet würde. Diese Sichtweise verkennt zweierlei: Zum einen vertritt die vom Bundesrat gewählte Schweizer Delegation die Haltung der ihr vorgesetzten politischen Entscheidungsträger. Zum anderen gibt das IGE seine Einsparungen mittels Gebührensenkungen direkt an die Benützer des Patentsystems und damit an die Wirtschaft weiter. 

Entgegen anderslautender Darstellungen richtet sich der Vorschlag der Schweiz für weitere Reformen beim Europäischen Patentamt daher nicht gegen das europäische Patentsystem, sondern soll vielmehr zu dessen laufender Verbesserung und Verbilligung beitragen.

Quelle: Generalsekretariat EJPD (Eidg. Justiz- und Polizeidepartement)
Mob35_06.2007

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BAZL legt erstmals Sicherheitsbericht vor

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) veröffentlicht einen jährlichen Bericht mit aktuellen Themen aus der Schweizer Aviatik. Als Teil der diesjährigen Ausgabe hat das Amt erstmals einen Sicherheitsbericht erstellt. Er gibt Auskunft über die Aufsichtstätigkeit des BAZL und den Stand der Sicherheit in der schweizerischen Zivilluftfahrt.

Der Sicherheitsbericht 2006 liefert eine Zusammenfassung der Aktivitäten des BAZL im Sicherheitsbereich, die gewonnenen Erkenntnisse und die vom Amt daraus abgeleiteten Massnahmen in seiner Aufsichtstätigkeit. So bringt er unter anderem zum Ausdruck, dass das BAZL 2006 in der Industrie gesamthaft über 800 Inspektionen und Audits durchführte. Weiter enthält der Bericht Informationen über die Hauptrisiken und den Stand der Sicherheit im System Luftfahrt. Der Sicherheitsbericht soll in Zukunft ebenfalls jährlich erscheinen.

Das BAZL versteht ihn als Kommunikationsmittel im Dialog mit der Industrie, aber auch mit der Politik und der breiten Öffentlichkeit. Da Vergleichswerte zu früheren Jahren fehlen, ist die Aussagekraft des Sicherheitsberichts 2006 noch beschränkt. Dieser Zustand wird sich jedoch ändern, wenn Jahr für Jahr weitere Daten und Analysen hinzukommen und sich die Entwicklung der Sicherheit in der schweizerischen Luftfahrt über einen längeren Zeitraum hinweg nachverfolgen lässt.

Der Sicherheitsbericht 2006 als Teil der Broschüre über die Schweizer Zivilluftfahrt 2007 ist auf der Website des BAZL via folgenden Link abrufbar:

http://www.bazl.admin.ch/dokumentation/studien/00337/01178/index.html?lang=de

Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL)
Mob34_06.2007


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(Bilder:RG; Brilliance-Modell am Genfer Autosalon 2007)

Crashtest Brilliance BS6 - Grosse Defizite beim ersten China-Auto

Der TCS nahm zusammen mit anderen Automobilclubs den Brilliance BS6 unter die Lupe. Das Ergebnis ist ernüchternd: Das erste für den Schweizer Markt vorgesehene chinesische Auto erhielt insgesamt nur einen von fünf Sternen. Dies vor allem, da beim Frontal- wie beim Seitenaufprall die Frontpassagiere sehr schlecht geschützt sind, denn Airbags ohne eine stabile Fahrgastzelle reichen nicht für ein gutes Resultat. Einzig der Kinderschutz (auf den Rücksitzen) fällt befriedigend aus.

Der Brilliance BS6 erreichte beim Frontcrash mit 64 km/h nur 4 von 16 möglichen Punkten. Bedingt durch die sehr instabile Fahrgastzelle ist davon auszugehen, dass die eindringenden Fahrzeugteile bei einem realen Frontalzusammenstoss ein unkontrollierbares Risiko für die Insassen darstellen und schwerste Verletzungen verursachen. Mit diesem Ergebnis wird deutlich gezeigt, dass sich Brilliance noch nicht mit den in Europa anerkannten Sicherheitsstandards auseinandergesetzt hat.
Lenkrad, Instrumententafel und Vorderrad dringen derart massiv in den Fahrgastraum ein, dass kaum noch Überlebensraum vorhanden ist. Die gravierenden Folgen sind schwere Kopfverletzungen, Einklemmen des Fahrers und zerquetschte Beine und Füße. Die verklemmte Fahrertüre erschwert zusätzlich die Bergung des Fahrers, da sie nur mit Werkzeug ausgebaut
werden kann. Ausserdem ist durch unzureichende Abstimmung des Beifahrerairbags und fehlende Gurtkraftbegrenzer die Brusteindrückung des Beifahrers unnötig hoch.

Einen fatalen Sicherheitsmangel stellt das Airbagkabel in der Lenksäulenverkleidung dar. Durch die lose Verlegung in der Nähe der scharfkantigen Lenkradhöhenverstellung kann das Kabel leicht beschädigt werden. Bei einem realen Aufprall könnte dies zu Problemen bei der Airbagauslösung führen.

Der Brilliance BS6 erreichte beim Seitenaufpralltest mit 50 km/h nur 8 von 16 möglichen Punkten. Der BS6 ist weder mit Kopf- noch Seitenairbags ausgestattet und im Kopfaufprallbereich der Insassen befinden sich keine stossabsorbierenden Materialien. Die Deformation des Armaturenbretts ist so stark, dass die biomechanische Grenze für die Brust- und Bauchbelastung überschritten wurde. Aus diesem Grund wird der zweite Stern in der Gesamtbewertung gestrichen.
Zusätzlich kommt noch eine Abwertung wegen zu hoher Brustbelastung zur Anwendung. Auch im Seitencrash hat der BS6 grosse Defizite in der Fahrgastzellenstabilität.

Der Brilliance BS6 erreichte beim Crashtest nach Euro NCAP-Vorgaben insgesamt 12 von 40 möglichen Punkten. Das ergibt eine Gesamtbewertung von zwei Sternen, wobei der letzte der beiden gestrichen wird, weil die Messwerte für Brust- und Bauchbereich beim Seitenaufprall die biomechanischen Grenzwerte übersteigen. Dieses Ergebnis zeigt deutlich, dass es nicht ausreicht, zusätzliche Sicherheitssysteme einzubauen, sondern es müssen grundlegende Veränderungen in der Konstruktion vorgenommen werden.

Neben dem Insassenschutz für Erwachsene wird auch die Kindersicherheit bewertet: Hier erreichte der Brilliance 30 von 49 Punkten. Die verwendeten Kindersitze bieten in Front- und Seitencrash einen guten Schutz. Dagegen gibt es in der Bewertung der Kindersicherheit im Fahrzeug zahlreiche Mängel. So sind die Fahrzeuggurten nach europäischen
Einbauanforderungen zu kurz, um eine rückwärtsgerichtete Babyschale verwenden zu können. Ausserdem sind nur die äusseren Sitzplätze mit Dreipunkgurten ausgestattet. Zusätzlich sind die Warnhinweise für rückwärtsgerichtete Kindersitze auf dem Beifahrersitz völlig unzureichend.

Quelle: TCS, Emmen (LU)
Mob33_06.2007
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SBB Cargo feierte mit einem Extrazug auf dem Messegelände das 125. Jubiläum der Gotthardbahn

SBB Cargo stellte an der Fachmesse transport logistic 2007 das Jubiläum der Alpenquerung per Bahn am Gotthard in den Mittelpunkt ihres Auftritts. Die Fachmesse fand vom 12. bis 15. Juni in München statt und war mit mehr als 1500 Ausstellern aus fast 60 Ländern das grösste Branchenereignis des Jahres in Europa. Die Schweizer Güterbahn SBB Cargo war im Freigelände (Gleis 1/4) mit einem speziellen Extrazug vertreten.

«Schliesslich wollten wir das zeigen, was wir am besten können – internationale Bahnlogistik», sagte Annette Jordan, Geschäftsführerin SBB Cargo Deutschland. Besser als mit einem Güterzug könne der internationale Bahnlogistikdienstleister aus der Schweiz seine Kompetenz auf der Nord-Süd-Strecke gar nicht unter Beweis stellen. Mehr als 410 Züge der SBB Cargo sind heute bereits Woche für Woche zwischen den deutschen Nordseehäfen und Italien unterwegs.

Auf dem rollenden Messestand bei der transport logistic 2007 fanden die Besucher einen Wagen mit zwei Containern mit integrierter Lounge. Dort servierte ein Showbarkeeper nicht nur leckere Getränke, sondern auch bekannte Schweizer Spezialitäten zum essen. Ein anderer Wagen des SBB-Cargo-Zuges zeigte eine interaktive Ausstellung zum 125-Jahr-Jubiläum der Gotthardbahn durch die Alpen – mit Filmen, einem Nord-Süd-Spiel und der Möglichkeit, per Internet Fotogrüsse an die Daheimgebliebenen zu versenden.

Höhepunkt in diesem Waggon war aber ein Simulator, wie er sonst zur Ausbildung der Lokführer bei SBB Cargo eingesetzt wird. Hier konnten sich alle Besucher ihren Jugendtraum erfüllen und – fast realitätsnah – durch die Schluchten des Gotthard-Massivs fahren. «Die Konsole wurde dem tatsächlichen Führerstand einer Lokomotive nachgebildet, inklusive aller Hebel und Schaltknöpfe», erklärte Annette Jordan. Und selbstverständlich war rund um die Uhr ein echter Lokführer anwesend, der alle Fragen zum Fahrbetrieb beantwortete. Ein Shuttle-Service mit umweltfreundlichen Elektromobilen brachte interessierte Messeteilnehmer von den Hallen direkt zum Güterzug von SBB Cargo auf dem Freigelände.

In einem von SBB Cargo gesponserten Event-Weblog, das unter der Adresse www.cargo-blog.de zu erreichen war, wurden täglich aktuelle News von der transport logistic 2007 und Kommentare aus dem SBB-Cargo-Management zum Messegeschehen veröffentlicht. Ebenso wurden Live-Eindrücke von der Gotthard-Strecke vermittelt. «Mit diesem Experiment wollten wir den Dialog mit unseren Kunden verstärken, selbst wenn sie nicht persönlich in München bei unserem rollenden Messestand anwesend sein konnten», betonte Geschäftsführerin Annette Jordan

Quelle: SBB Cargo
Mob32_06.2007
(21.06-24.06.07)

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Schweizer Vorliebe für schwere Autos hemmt Absenkung des Treibstoffverbrauchs

7.62 Liter Treibstoff pro 100 Kilometer beträgt der durchschnittliche Treibstoffverbrauch der im Jahr 2006 in der Schweiz verkauften neuen Personenwagen. Dies entspricht einer Abnahme von lediglich 0.05 Liter (0.65%) gegenüber dem Vorjahr. Der zwischen UVEK und auto-schweiz vereinbarte Zielwert für 2006 von 6.90 l/100 km wurde damit deutlich verfehlt. Das angestrebte Reduktionsziel von 6.4 l/100 km bis 2008 kann kaum mehr erreicht werden. Ab 2009 sollen deshalb weitergehende Massnahmen und allenfalls Zulassungvorschriften eingeführt werden. Hauptgrund für die zögerliche Abnahme des Treibstoffverbrauchs ist die anhaltende Vorliebe der Schweizer Autokäuferinnen und -käufer für schwere Fahrzeuge: Mit 1'491 kg hat das durchschnittliche Leergewicht der Neuwagenflotte gegenüber 2005 um 13 kg (0.9%) zugenommen, trotz eines grossen Angebots an leichten, energieeffizienten Autos.

In der im Februar 2002 unterzeichneten Zielvereinbarung legten das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und auto-schweiz (Vereinigung der Schweizer Automobilimporteure) eine durchschnittliche Absenkung des spezifischen Treibstoffverbrauchs neuer Personenwagen um 3% pro Jahr fest. Bis ins Jahr 2008 soll so ein Wert von 6.4 l/100 km erreicht werden. Gemäss der heute veröffentlichten 11. Berichterstattung von auto-schweiz ist der durchschnittliche Treibstoffverbrauch im Jahr 2006 um lediglich 0.65% (2005: -1.98%) gesunken: Mit 7.62 l/100km (2005: 7.67 l/100km) wurde das Zwischenziel von 6.90 l/100 km für das Jahr 2006 somit um über 10% verfehlt. Das zwischen dem UVEK und auto-schweiz vereinbarte Reduktionsziel von 6.4 l/100 km bis 2008 kann unter diesen Voraussetzungen kaum mehr erreicht werden.

Schweizer bevorzugen schwere Autos
Lag im Jahr 1990 der Verbrauch eines 1'000 kg schweres Fahrzeug noch bei über 7.5 l/100 km, benötigt ein gleich schweres Auto heute nur noch 5.11 l/100 km. Trotz dieser grossen technischen Fortschritte in der Energieeffizienz sinkt der durchschnittliche Treibstoffverbrauch der Neuwagenflotte nur mässig, da die höhere Effizienz durch die stetig steigende Nachfrage nach immer grösseren, leistungsstärkeren und schwereren Fahrzeugen (mehr Sicherheits- und Komfortausstattungen, grössere Motoren und Fahrzeugvolumen) kompensiert wird. Die Abweichung von den vereinbarten Reduktionszielen ist zu einem grossen Teil auf diesen Nachfragetrend zurückzuführen, der trotz zunehmendem Angebot an leichten, energieeffizienten Fahrzeugen anhält.

Das durchschnittliche Leergewicht aller neu verkauften Personenwagen ist gegenüber dem Vorjahr wiederum um 13 kg (2004: +16 kg) angestiegen. Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1990 hat das Leergewicht von durchschnittlich rund 1'200 kg auf 1'491 kg zugenommen, davon alleine 128 kg in den letzten 6 Jahren. 100 kg Mehrgewicht entsprechen einem Mehrverbrauch von rund einem halben Liter auf 100 km.

Hybrid- und Erdgasfahrzeuge im Vormarsch
Im Jahr 2006 wurden in der Schweiz insgesamt 269'421 Personenwagen neu zugelassen, wovon 265'482 (2005: 257'886) in der verkaufsbasierten Auswertung von auto-schweiz erfasst sind, darunter auch 2'159 Hybrid- und 1'090 bi- oder monovalente Erdgasfahrzeuge. Bei der Differenz handelt es sich primär um nicht erfasste Direkt- und Parallelimporte und um Fahrzeuge von Marken, die nicht dem Verband auto-schweiz angehören.

Der Dieselanteil an der Neuwagenflotte stieg nur noch wenig an und betrug 29.7% (2005: 28.8%).

CO2-Emissionen insgesamt leicht gesunken

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen liegen bei 187 Gramm pro Kilometer und haben gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen (- 2 g/km bzw. -1.06%). Die Benzinfahrzeuge erreichen dabei einen Durchschnittswert von 190 g/km (2005: 193 g/km), die Dieselfahrzeuge 181 g/km (2005: 176 g/km). Gründe für den Anstieg beim Diesel sind das überproportional angestiegene Durchschnittsgewicht und der vermehrte Einsatz von Partikelfiltern. 

Neue Instrumente zur Senkung des Treibstoffverbrauchs
Die Vereinbarung mit auto-schweiz und die energieEtikette für Personenwagen genügen nicht, um die CO2-Ziele des Bundes zu erfüllen. Auf Bundesebene wird deshalb zurzeit die Einführung von neuen Instrumenten geplant, die mittelfristig zu einer Senkung des Treibstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen des Individualverkehrs in der Schweiz beitragen sollen:

> Die Umweltkommission (UREK) des Ständerats berät im Sommer über die Einführung eines finanziellen Anreizsystems für den Kauf energieeffizienter und emissionsarmer Fahrzeuge (Bonus-Malus-System). Da der Preis ein wichtiges Kaufkriterium ist, kann von einem Bonus-Malus-System eine hohe Lenkungswirkung erwartet werden.

> Der Bundesrat kann eine CO2-Abgabe auf Benzin einführen, wenn der im Oktober 2005 auf Benzin und Dieselöl erhobene Klimarappen nicht die gewünschten Wirkungen zeigt. Die Stiftung Klimarappen muss bis Mitte 2007 den Nachweis erbringen, dass sie die vereinbarten Ziele erreichen kann.

> Im Rahmen der laufenden Arbeiten zum Aktionsplan Energieeffizienz werden zudem neue Zielsetzungen ab 2009 sowie weitergehende Massnahmen, wie beispielsweise Zulassungsvorschriften, geprüft.

Quelle: Bundesamt für Energie, Bern.
Mob31_06.2007
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Integration von SWISS in den Lufthansa Konzern erfolgreich abgeschlossen

Mayrhuber und Franz: Weichenstellung von 2005 bringt nachhaltige Vorteile für alle 

Nachdem die notwendigen Verkehrsrechte gesichert sind, übernimmt die Deutsche Lufthansa AG ab dem 01. Juli 2007 sämtliche Anteile an der Swiss International Air Lines AG. Ab diesem Zeitpunkt hält Lufthansa über die Schweizer Gesellschaft AirTrust AG 100 Prozent des Aktienkapitals an der Swiss International Air Lines AG.

Die Eingliederung von SWISS in den Lufthansa Unternehmensverbund konnte schneller und erfolgreicher umgesetzt werden als erwartet. Mit über 200 Millionen EUR (rund 300 Millionen CHF) allein für das Jahr 2006 lagen auch die erzielten Synergien deutlich höher als geplant. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Wolfgang Mayrhuber, sagt: "Das Ergebnis unterstreicht den Wert unserer Partnerschaft, es untermauert die Nachhaltigkeit der teamorientierten Strategie und es ist der Lohn einer ausgezeichneten Arbeit der SWISS Führungsmannschaft und ihrer engagierten Mitarbeiter." Mayrhuber betonte weiter: "Das Geschäftsmodell der SWISS ist ein voller Erfolg; die Airline  befindet sich weiter im Steigflug und ist sehr gut unterwegs. Auch in Zukunft wird SWISS mit eigenem Markenauftritt ihre Stärken weiter entwickeln und ihr Gewicht am Standort Schweiz erhöhen. SWISS bleibt SWISS - auch mit Lufthansa".

Christoph Franz, Chief Executive Officer der SWISS: "Die Vorteile für die Kunden beider Airlines stehen bei der Partnerschaft klar im Fokus. Als Teil des Lufthansa-Konzerns und Mitglied der Star Alliance kann SWISS ihren Kunden ein erweitertes Netz mit mehr Zielorten und besseren Verbindungen, durchgängige Vielfliegerprogramme und Loungezugänge anbieten." Franz führte weiter aus: "Die Zusicherungen bei der Ankündigung der Integration wurden mehr als eingehalten. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Restrukturierung wächst unsere Langstreckenflotte deutlich stärker als 2005 in Aussicht gestellt. Damit schaffen wir in der Schweiz zahlreiche neue Arbeitsplätze und stärken das Drehkreuz Zürich."

Das erfolgreiche Geschäftsmodell sieht unverändert vor, dass SWISS im Rahmen der Konzernstrategie eine eigenständige Fluggesellschaft mit Geschäftsleitung und Sitz in der Schweiz sowie mit eigener Crew und Flotte bleibt. Das Drehkreuz Zürich wird im Rahmen der Lufthansa Multihub-Strategie auch in Zukunft neben den Drehkreuzen Frankfurt und München weiter entwickelt. Darüber hinaus wird auch die SWISS-Flotte weiter gestärkt: Neben den bereits angekündigten fünf zusätzlichen Langstreckenjets werden im Laufe des kommenden Jahres drei weitere Flugzeuge vom Typ A340-300 in ihre Flotte aufgenommen und zwei A330-200 der bestehenden Flotte ersetzt. Eine hohe Auslastung im bestehenden Langstreckennetz sowie das anhaltende Marktwachstum ermöglichen die Flottenerweiterung. Alle drei Airbus A340-300 verfügen in einer Dreiklassen-Konfiguration über 228 Sitzplätze: 8 Sitze in der First-, 48 Sitze in der Business- und 172 Sitze in der Economy-Klasse. Damit stärkt SWISS ihre Position als Qualitätsairline, die zu ersetzenden A330 waren lediglich mit einer Zweiklassen-Konfiguration im Einsatz. Christoph Franz: "Wir investieren in die SWISS-Flotte und steigern damit die Qualität unseres Angebotes".

Gemeinsam betonen Wolfgang Mayrhuber und Christoph Franz: "Vom Erfolg profitieren alle; unsere Kunden durch bessere Angebote, der Standort Schweiz durch ein wachsendes Streckennetz und die Mitarbeiter sowie die Aktionäre durch bessere Perspektiven".

Zahlen zu Lufthansa und SWISS

Mit der Integration von SWISS stärkt der Konzern seine Stellung als international führendes Unternehmen. Im vergangenen Jahr flogen mit Lufthansa 53,4 Millionen Passagiere zu 185 Zielen. SWISS beförderte 10,5 Millionen zu derzeit 70 Zielen. Lufthansa betreibt eine Flotte von 430 Flugzeugen, SWISS setzt derzeit 73 Flugzeuge ein. Der Konzern beschäftigt weltweit 101.000 Mitarbeiter aus 165 Nationen.

Quelle: Swiss International Air Lines AG
Mob30_06.2007

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Luftverkehrsabkommen: Wegen Swiss-Übernahme etliche Anpassungen

Im Zusammenhang mit der Übernahme der Swiss durch die Lufthansa mussten die Verkehrsrechte mit etlichen Ländern neu verhandelt werden. Damit Fluggesellschaften mit Sitz in der Schweiz andere Länder im Linienverkehr anfliegen können, brauchen sie entsprechende Verkehrsrechte. Diese Verkehrsrechte auszuhandeln ist eine der Aufgaben des BAZL. Nicht betroffen war die EU, da das bestehende Luftverkehrsabkommen bereits ein weitgehend freier Himmel (Open Sky) kennt.

Die nachfolgende Faktenzusammenstellung informiert über die Situation mit den Luftverkehrsabkomen Mitte 2007.

Luftverkehrsabkommen mit dem Ausland

Damit Fluggesellschaften mit Sitz in der Schweiz andere Länder im Linienverkehr anfliegen können, brauchen sie entsprechende Verkehrsrechte. Diese Verkehrsrechte auszuhandeln ist eine der Aufgaben des BAZL. Mit der EU besteht, gestützt auf das bilaterale Luftverkehrsabkommen, ein weitgehend freier Himmel (Open Sky).

Eine Fluggesellschaft benötigt, um Destinationen im Ausland anfliegen zu können, Verkehrsrechte des entsprechenden Staates. Diese Rechte räumen sich die einzel-nen Staaten in bilateralen Luftverkehrsabkommen ein. Die Schweiz hat bisher mit über 140 Ländern solche Abkommen abgeschlossen. Diese enthielten traditioneller-weise unter anderem Bestimmungen über die Fluggesellschaften, die Besitzverhält-nisse, Frequenzen und Kapazitäten, die angeflogen werden dürfen.

Je nach Bereitschaft und Interessenlage des jeweiligen Landes präsentieren sich heute die Inhalte der Verträge ziemlich unterschiedlich. Bis vor kurzem sahen die meisten Abkommen vor, dass die Verkehrsrechte nur durch Gesellschaften in An-spruch genommen werden können, die sich entweder in staatlichem Eigentum befinden oder Staatsangehörigen des jeweiligen Vertragslandes gehören.

Die Schweizer Behörden streben seit mehreren Jahren bei Verhandlungen über bila-terale Luftverkehrsabkommen an, diese einschränkende «Ownership-and-Controll»-Klausel durch das liberalere Kriterium des Hauptgeschäftssitzes («Principal Place of Business») zu ersetzen, so wie es international vermehrt praktiziert wird. Nicht mehr das Eigentum an einer Fluggesellschaft soll im Vordergrund stehen, sondern ledig-lich der Ort, an welchem die entsprechende Fluggesellschaft den Hauptsitz ihrer geschäftlichen Tätigkeiten hat.

Insbesondere mit der Übernahme der Swiss durch Lufthansa mussten etliche Luft-verkehrsabkommen neu ausgehandelt werden. In einzelnen Fällen genügte eine Er-klärung, dass der betreffende Staat das bestehende Abkommen auch unter neuen Besitzverhältnissen weiterhin als gültig erachtet. Weitgehend liberalisiert ist das bila-terale Luftverkehrsabkommen mit der EU aus dem Jahr 2002, wodurch Schweizer Fluggesellschaften ungehinderten Zugang zu sämtlichen Zielen in den EU-Mitgliedstaaten haben. Auch sind Staatsangehörige aus EU-Ländern Schweizerinnen und Schweizern in Bezug auf die Möglichkeit, Luftverkehrsunternehmen in der Schweiz zu besitzen, gleichgestellt. Eine durch Staatsangehörige aus einem EU-Land kontrollierte Swiss gilt somit unverändert als schweizerische Gesellschaft, die durch das bilaterale Luftverkehrsabkommen mit der EU die Flughäfen dieser Staaten weiterhin uneingeschränkt anfliegen kann.

Länder, mit denen die Schweiz eine liberale «Principle Place of Business»-Regelung hat:
Alle EU-Staaten Syrien
Alle EFTA-Staaten Tansania
Albanien Türkei
Australien Argentinien*
Äquatorialguinea Aserbeidschan*
Brasilien China*
Chile Gabun*
Dominikanische Republik Georgien*
Israel Ghana*
Jemen Kambodscha*
Jordanien Kamerun*
Kenia Kroatien*
Kirgisistan Malediven*
Kuba Marokko*
Libyen Oman*
Malaysia Paraguay*
Neuseeland Saudi Arabien*
Pakistan Südafrika*
Peru Thailand*
Singapur Ukraine*
Sri Lanka
* Abkommen ausgehandelt, aber formell noch nicht in Kraft.

Länder, die eine «Principal-Place-of-Business»-Regelung akzeptieren, ohne dass das Luftverkehrsabkommen formell angepasst wurde:
Ägypten
Indien
Japan
Kanada
Russland
Serbien
USA

Ländern, mit denen die Verhandlungen oder Gespräche in Bezug auf «Owners-hip-and-Controll»-Klausel noch nicht abgeschlossen sind:
Hongkong
Mazedonien
Vereinigte Arabische Emirate

Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Bern, 21.06.2007
Mob29_06.2007

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Forum auf der Messe „transport logistic“: Welche Logistikstrategie braucht Deutschland?
Masterplan muss Meilenstein für die Logistikbranche werden

Das Deutsche Verkehrsforum stellte auf der Messe „transport logistic“ in einem Expertenforum der Frage, mit welcher Strategie die Verkehrspolitik und die Logistikbranche auf Megatrends wie Globalisierung, Containerboom, Klimaschutz oder Security reagieren kann.

Antworten soll vor allem der „Masterplan Güterverkehr und Logistik“ liefern, den die
Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaft und Wissenschaft erarbeitet. Damit
wird versucht, zwei Ziele zu erreichen

• die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Standort Deutschland

• die Steigerung der Effizienz des Gesamtverkehrssystems und die bessere Nutzung
aller Verkehrsträger durch Integration.

„Der Containertransport wird enorm ansteigen: Bis zum Jahr 2025 wird sich das
Volumen mindestens vervierfacht haben. In den deutschen Seehäfen rechnen wir
mit jährlichen Wachstumsraten von 7,1 Prozent. Dieses Volumen ist im Investitionsrahmenplan
2006 – 2010 bei weitem nicht berücksichtigt“, so Detthold Aden,
Mitglied des Präsidiums Deutsches Verkehrsforum und Vorsitzender des Vorstandes
BLG Logistics Group AG & Co. KG. Er hält ein Gesamtkonzept für Güterverkehr
und Logistik für „längst überfällig“, da bisher eher Stückwerk betrieben worden
sei – z.B. der unterfinanzierte Bundesverkehrswegeplan oder die stockende
Vermarktungsoffensive Logistik.

Der Masterplan ist für Aden ein klares Zeichen, dass die Politik die hohe Bedeutung
von Mobilität und Logistik für Wachstum und Beschäftigung erkannt hat und
die Branche durch eine entsprechende Verkehrs- und Infrastrukturpolitik unterstützt.
„Wir müssen das vorhandene Geld gezielter in die Infrastruktur investieren
und private Investoren, etwa über den Infrastrukturfonds Deutschland, einbinden.“

Johannes Wieczorek, Leiter Referat A 14 Güterverkehr und Logistik Bundesministerium
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: „Der Masterplan bindet erstmalig
alle Verkehrsträger in die Planung ein. So werden die Schnittstellen zwischen den
Verkehrsträgern und in der Infrastruktur weiter verbessert.“ Die Bundesregierung
will den Masterplan „Güterverkehr und Logistik“ Ende 2007 veröffentlichen.

Auf dem Forum diskutierten:
• Albert Blum Leiter Verkehrswesen BSH Bosch und Siemens Hausgeräte
GmbH,

• Alfred Kolb, Vorsitzender des Aufsichtsrates Andreas Schmid Logistik AG

• Bernhard Schnittger, Hauptverwaltungsrat, Abteilung Logistik, Innovation,
intelligenter Verkehr & Ko-Modalität, DG TREN , Europäische Kommission

Thomas Hailer, Geschäftsführer Deutsches Verkehrsforum, fasste die Erwartungshaltung
der Verkehrswirtschaft zusammen: „Die Fakten sind auf dem Tisch, die
Wirtschaft braucht nun schnelle Beschlüsse. Wichtig sind klare und konkrete
Handlungsempfehlungen, die bei den Themen Infrastruktur, Sytemeffizienz und
Vermarktung des Logistikstandortes Deutschland Fortschritte bringen. Der Masterplan
wird kein „Erlösungsereignis“ sein, aber er muss unbedingt zu einem Meilenstein
auf dem Weg zu einem effizienteren Güterverkehrssystem und einer höheren
Akzeptanz der Logistikbranche als Jobmotor werden“, so Hailer.

Quelle: Deutsches Verkehrsforum, München, 14. Juni 2007
Mob28_06.2007 (19.06-21.06.07)
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CO2-Abgabe: Bundesrat schliesst sich Parlamentsentscheid an

Falls die CO2-Emissionen nicht in genügendem Umfang sinken, kann die CO2-Abgabe ab Januar 2008 in drei Stufen eingeführt werden. In seiner letzten Sitzung hat sich der Bundesrat diesem Entscheid des Parlaments angeschlossen. Die CO2-Verordnung wurde entsprechend geändert und soll am 1. Juli 2007 in Kraft treten.

Im März 2007 hat das Parlament die CO2-Abgabe unter der Bedingung gutgeheissen, dass sie vom Bundesrat abhängig von der schrittweisen Zielerreichung bei der Verminderung der CO2-Emissionen in drei Stufen eingeführt wird:

1) ab 2008 eine Abgabe in Höhe von 12 Franken pro Tonne CO2 (dies entspricht 3 Rappen pro Liter Heizöl), falls die Emissionen aus Brennstoffen im Jahr 2006 gegenüber 1990 um weniger als 6 Prozent gesunken sind;

2) ab 2009 eine Abgabe in Höhe von 24 Franken pro Tonne CO2 (dies entspricht 6 Rappen pro Liter Heizöl), falls die Emissionen im Jahr 2007 gegenüber 1990 um weniger als 10 Prozent gesunken sind;

3) ab 2010 eine Abgabe in Höhe von 36 Franken pro Tonne CO2 (dies entspricht 9 Rappen pro Liter Heizöl), falls die Emissionen im Jahr 2008 gegenüber 1990 um weniger als 13,5 Prozent oder in einem der folgenden Jahre um weniger als 14,25 Prozent gesunken sind.

Der Bundesrat hat dem Vorschlag des Parlaments zugestimmt und an seiner letzten Sitzung die CO2-Verordnung entsprechend geändert (siehe Kasten).

CO2-Abgabe im Jahr 2008?
Die Energie- und CO2-Statistiken für das Jahr 2006 werden zeigen, ob die Abgabe 2008 eingeführt werden muss. Die Daten werden im Juli 2007 verfügbar sein. Neuesten Schätzungen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die erste Stufe der Abgabe 2008 eingeführt wird, bei ungefähr 50 Prozent.

Abgabebefreiung von Unternehmen möglich
Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, können sich Unternehmen von der Abgabe befreien lassen, indem sie sich gegenüber dem Bund zu einer Verringerung ihres CO2-Ausstosses verpflichten. Zu diesem Zweck müssen sie beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) einen Vorschlag zur Verringerung ihrer Emissionen einreichen. Dieser wird in der Regel gemeinsam mit der Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) ausgearbeitet, die dazu vom Bund beauftragt wurde. Falls die CO2-Abgabe 2008 eingeführt wird, muss der Vorschlag bis zum 1. September 2007 beim BAFU eingereicht werden. 

Unternehmen, die bereits eine Vereinbarung zur Senkung ihrer Emissionen haben, müssen die Überführung dieser bislang freiwilligen Vereinbarung in eine Verpflichtung beantragen, um von der Abgabe befreit zu werden. Dafür gelten verlängerte Fristen. 

Um die Unternehmen und die Öffentlichkeit zu informieren, hat das BAFU ein Dossier mit praktischen Hinweisen zur CO2-Abgabe (Modalitäten der Einführung und der Rückverteilung der Erträge, Möglichkeiten zur Abgabebefreiung) auf seiner Internet-Seite publiziert. 

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)
Mob27_06.2007
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SFA - Aktuelle Promillegrenzen in Europa

Die Sommerferien nahen, und wer mit dem Auto oder dem Motorrad ins Ausland fährt, sollte mit den dort geltenden Promillegrenzen vertraut sein. In allen unseren Nachbarländern und in der Mehrheit der europäischen Länder gilt der Grenzwert 0,5 Promille. Die Schweiz hat die Promillegrenze anfangs 2005 von 0,8 auf 0,5 Promille herabgesetzt und ihre Limite damit dem in Europa üblichen Wert angepasst. Schweden, Norwegen und Polen haben mit 0,2 Promille einen tieferen Grenzwert. In einigen osteuropäischen Ländern dürfen sich Lenkerinnen und Lenker nur nüchtern ans Steuer setzen. In England und in Irland liegt die Grenze bei 0,8 Promille.

Diese Werte sind der Europa-Karte der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zu entnehmen. Die SFA hat eine praktische Parkscheibe herausgegeben, mit der sich unter Berücksichtigung von Geschlecht, Gewicht und konsumierter Alkoholmenge der eigene Promillewert schätzen lässt. Die Parkscheibe kann bei der SFA gratis bestellt werden. Bitte ein frankiertes und adressiertes Antwortcouvert an SFA, Postfach 870, 1001 Lausanne, senden (bis 5 Stück gratis).

Die Europakarte mit den Promillegrenzen und die Parkscheibe mit Promille-Schieber können im Internet heruntergeladen respektive bestellt werden:
http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=64&IDcat24visible=1&langue=D

Quelle: (ots) - Lausanne
Mob26_06.2007

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Bild: UNIQUE Zürich

Flughafen Zürich: Piste 16/34 kann saniert werden

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat der Flughafen Zürich AG die Plangenehmigung für die Sanierung der Piste 16/34 (Blindlandepiste) erteilt. Die längste Piste des Flughafens kann somit in den Sommermonaten 2007 und 2008 vollständig saniert werden.

Die Piste 16/34 (Blindlandepiste) des Flughafens Zürich ist wegen der starken Beanspruchung in einem baulich schlechten Zustand. Gemäss dem vom UVEK genehmigten Projekt wird die Piste 16/34 auf ihrer ganzen Länge von 3700 Metern umfassend saniert. Die Arbeiten erfolgen in den Monaten August bis November 2007 und März bis Oktober 2008 jeweils in der Nacht nach Beendigung des Flugbetriebs bis 06.00 Uhr morgens. Tagsüber, von 06.00 Uhr bis zum Ende des Flugbetriebs, wird die Piste normal benutzbar sein. Es ist deshalb keine Änderung des Betriebsreglements nötig.

Vor dem Entscheid des UVEK hatte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) den Kanton Zürich angehört und das Gesuch öffentlich aufgelegt. Den sechs eingegangenen Einsprachen, die sich gegen befürchtete Lärmbelastungen durch die nächtlichen Bauarbeiten richteten, wird durch Massnahmen nach der Baulärm-Richtlinie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) Rechnung getragen So sollen Abschirmungen gegen den Baulärm eingerichtet und besonders lärmintensive Baurarbeiten soweit möglich an den Arbeitsbeginn verlegt werden. Die Gemeinde Rümlang hat ihre Einsprache in der Folge zurückgezogen.

Das BAZL führte zudem eine luftfahrtspezifische Prüfung des Sanierungsprojekts durch um zu gewährleisten, dass die Sicherheit trotz der Pistensanierung gewährleistet ist. Die Prüfung ergab, dass die Sanierung wie vorgesehen erfolgen kann, der Flughafen aber zur Gewährleistung der Sicherheit einige technische Auflagen erfüllen muss.

Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Bern, 19.06.2007
Mob25_06.2007

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Deutsches Verkehrsforum präsentierte
10-Punkte-Plan zur sicheren Transportkette

Auf der Leitmesse für die Transport und Logistikbranche „transport logistic“, präsentierte das Deutsche Verkehrsforum zehn Eckpunkte als Rahmen für eine einheitliche Regelung der Sicherheit der Transportkette. Damit richtet sich das Verkehrsforum direkt an die Adresse der EUKommission, die eine Überarbeitung der im letzten Jahr zurück gezogenen Verordung für die Lieferkettensicherheit innerhalb des Binnenmarktes plant.

Das Deutsche Vekehrsforum nennt in seinem Eckpunkte-Papier die wichtigsten Handlungsfelder für eine Überarbeitung der alten Verordnung. Danach soll insbesondere der Zollkodex die Grundlage für die Verbesserung von Sicherheitsmaßnahmen der EU-Außengrenzen bilden.

Kritisiert werden dabei die großen nationalen Spielräume bei der Umsetzung der EU-Sicherheits-vorgaben durch die jeweiligen Mitgliedsstaaten. „Da kann es ganz schnell zu Wettbewerbsverzerrungen kommen, wenn der Status des „zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten“ unterschiedlich bewilligt wird.“ warnt Dr. Florian Eck, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Verkehrsforums. „Die EU muss zudem darauf achten, dass die Sicherheitsmaßnahmen gegenseitig anerkannt werden, auch von internationalen Zollbehörden. Wir müssen global denken. Deuschland ist Exportweltmeister und daher auf eine schnelle Abwicklung angewiesen, ohne Doppelprüfungen.“, so Eck weiter.

Keinesfalls darf es zu einer Ausweitung der Sicherheitsanforderungen auf die Verkehre des europäischen Binnenmarktes kommen. Nach Auffassung des Verkehrsforums käme dies der Wiedereinführung von Zollauflagen im Binnenbarkt gleich, was dem Sinn und Zweck eines Binnenmarktes widerspricht.

Zur Verbesserung der Sicherheit im Güterverkehr bedarf es nach dem Verkehrsforums-Papier keiner neuen Vorschriften, sondern einer Übernahme bereits vorhandener Sicherheitsregime. Diese müssen im Rahmen einer Risikoanalyse auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden, was bisher noch nicht passiert ist. Erst darauf hin können eventuell bestehende Sicherheitslücken geschlossen werden. Letztendlich müssen die vorhandenen Sicherheitsregime im europäischen Binnenmarkt standardisiert werden, z.B. durch die Nutzung einer übergeordneten Plattform wie der Norm ISO 28 000.

Positiv sieht das Verkehrsforum die Initiative des Europäischen Parlaments, wonach eingeführte, staatliche Sicherheitsregime und die damit verbundenen Maßnahmen in regelmäßigen Abständen auf ihren Sinn und Wirkungsgrad überprüft werden sollen.

Die 10-Eckpunkte:

1) Schutz vor Terrorismus ist Daseinvorsorge
Abwehr terroristischer Gefahren ist hoheitliche Aufgabe.

2) Risiken analysieren, zielsicher handeln
Klassifizierung der Risiken und Differenzierung der Transportmittel mit
Risikoanalyse ist Vorausseztung für ein erfolgreiches Sicherheitsregime.

3) Außengrenzen absichern, Binnenmarkt erhalten
Der ab 2008 mit Zollrechtsreform verfügbare Status des „zugelassenen
Wirtschaftsbeteiligten“ bildet den Mindeststandard für die Sicherheit in der Lieferkette
an den Außengrenzen. Darüber hinaus gehende Maßnahmen müssen
sorgfältig geprüft werden, da jeder Eingriff in den EU-Binnenverkehr den Aufbau
neuer effizienzhemmender Handelsschranken bedeutet.

4) Standardisierung vorantreiben, vorhandene Lösungen anerkennen
Die bereits vorhandenen Sicherheitsregime müssen in die Standardisierungsaktivitäten
von CEN und ISO aufgenommen werden.

5) Globale Standards unterstützen, Schnittstellen vorsehen
Europäische Lösungen müssen auf globale Standards aufsetzen oder
zumindest handhabbare Schnittstellen bieten, ohne dabei europäische Interessen
aufzugeben.

6) Freiheiten schaffen, Anreize setzen
Sicherheitsmaßnahmen setzen sich nur durch, wenn echte Anreize geschaffen
werden. D.h. Betriebskosten bei den Unternehmen müssen sich dadurch
reduzieren.

7) Haftungsfragen klären, Schwächen auffangen
Innerhalb eines Sicherheitsregimes muss geklärt sein, wie die Haftung
der Unternehmen innerhalb der Transportkette geregelt ist und wie die Ladung
nicht zertifizierter Partner in die Logistikkette integriert wird.

8) Bürokratie vermeiden, Eigeninitiative fördern
Logistikkosten dürfen nicht durch zusätzliche Bürokratie erhöht werden.
Bereits vorhandene Sicherheitssysteme müssen auf ihre Potenziale geprüft
werden. Eine Selbsterkärung der Unternehmen bietet eine Alternative zu bürokratielastigen
Zertifizierungen.

9) Maßstabsgerechte Lösungen, Wettbewerbsnachteile verhindern
Für mittlere und kleinere Unternehmen müssen adäquate Lösungen gefunden
werden, die auch finanziell tragbar sind.

10) Effizienz- und Dienstleistungsorientierung der Verwaltung steigern
Neue und höhere Sicherheitsregime müssen seitens der Verwaltung
bearbeitet werden. An dieser Stelle muss entsprechend qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen.

Quelle: Deutsches Verkehrsforum
Mob24_06.2007 (17.06-21.06.07)

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Rasendes Gepäck im Bauch des Drachen

Siemens errichtet derzeit im neuen Terminal des Pekinger Flughafens eine der modernsten Gepäckbeförderungsanlagen der Welt. Sie kann pro Stunde mehr als 19.000 Gepäckstücke sortieren und transportieren. Herzstück ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, auf der Koffer elf Meter pro Sekunde zurücklegen. Insgesamt benötigt die Anlage weniger als 25 Minuten, um ein Gepäckstück vom Check-in das am weitesten entfernt geparkte Flugzeug zu befördern. Das System geht im Frühjahr 2008 in Betrieb – rechtzeitig vor Beginn der Olympischen Spiele im August.

Mit dem neuen Terminal wird der Flughafen zu den größten der Welt gehören. 60 Millionen Passagiere, 1,8 Millionen Tonnen Fracht und insgesamt 500.000 Flugzeuge sollen pro Jahr bewegt werden. Ein Superlativ ist auch die Architektur. Sie ist einem Drachen aus der chinesischen Sage nachempfunden. Im Kopf befinden sich die Eingangshalle, insgesamt 330 Check-in-Schalter und das Inlandsterminal. Durch den Rumpf fahren die Passagiere mit einer Bahn zum internationalen Terminal in den hinteren Teil des Fabeltieres.

Für den Fluggast unsichtbar, aber für die Abwicklung von bis zu zwei Flugzeugen pro Minute unverzichtbar, ist die Gepäckbeförderungsanlage, die Siemens Industrial Solutions and Services (I&S) in den Katakomben installiert. Mit etwa 50 Kilometern Fördertechnik und einer Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde ist sie eine der größten und schnellsten der Welt. Durch einen 2,5 Kilometer langen Tunnel, der beide Terminals verbindet, rasen die Koffer buchstäblich unter den Füßen der Fluggäste dahin.

Damit die Gepäckstücke bei dem Tempo nicht vom Band fallen, verfrachtet sie das System nach dem Check-in auf kleine, mit RFID-Chips ausgestattete Kastenwagen. Bevor die Wagen das Gepäck durch die Anlage sicher zum richtigen Abflugterminal verfrachten, bekommen die Chips den Inhaber und Zielflughafen des Koffers im Bruchteil einer Sekunde per Funk einprogrammiert.

Bereits vor der Inbetriebnahme hat Siemens die Software der Anlage ausgiebig getestet – an einer der komplexesten Beförderungsanlagen Deutschlands im Siemens Airport-Center in Fürth, dem Simulations-Flughafen des Unternehmens. So konnten die Experten die Ausfallrisiken des Systems schon im Vorfeld minimieren. Mit Erfolg: die erste Abnahme der Anlage durch den Auftraggeber, dem Beijing Capital International Airport, wird bereits im Juli dieses Jahres erfolgen.

Quelle: Siemens (IN 2007.06.1)
Mob23_06.2007

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Schienenkorridor mit der Betuwe-Linie in Betrieb

Nach 15-jähriger Bauzeit nehmen die Niederländer am 16. Juni eine der modernsten Güterzugverbindungen Europas in Betrieb. Die Betuwe-Route verbindet den Hafen Rotterdam mit dem deutschen Emmerich und knüpft damit den größten Tiefseehafen Europas besser an das europäische Schienennetz an. Die ausschließlich für den Güterverkehr vorgesehene Strecke ermöglicht einen Fahrtzeitgewinn von bis zu anderthalb Stunden auf der bedeutenden Achse zwischen Rotterdam und dem Ruhrgebiet.

Mit Inbetriebnahme der Betuwe-Route will die niederländische Regierung den Anteil des Schienengüterverkehrs aus dem Hafen Rotterdam bis 2010 verdoppeln und 50 Millionen Tonnen Güter von der Straße auf die Schiene verlagern. Seit 1998 verzeichnet der Hafen ein jährliches Wachstum von rund acht Prozent mit steigender Tendenz. Über die nach einem niederländischen Landschaftsstrich genannte Güterzuglinie sollen rund 60 Prozent des gesamten deutsch-niederländischen Verkehrs abgewickelt werden. Inklusive der Hafenlinie nach Maasvlakte hat die Betuwe-Route eine Länge von 160 Kilometern bis zum Grenzbahnhof Zevenaar. Ihre Fortsetzung auf deutscher Seite bildet die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen, welche ab 2012 einen nahtlosen interoperablen Anschluss im europäischen Güterverkehrskorridor A bilden wird.

Die Betuwe-Route ist mit modernster Technik, wie dem europäisch genormten Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) und dem Wechselstromsystem 25 Kilovolt (kV) 50 Hertz (Hz) ausgestattet. "Damit wird eine der ersten reinen Güterzugverbindungen mit europäischen Standards geschaffen, um Grenzprozesse zu beseitigen und eine bessere Qualität zu bieten", sagte Dr. Norbert Bensel, Vorstand Transport und Logistik der Deutschen Bahn AG.

Der Beginn der Harmonisierung im Schienengüterverkehr hat eine Anpassung des Fahrzeugparks der Eisenbahnen zur Folge. Railion rüstet derzeit für rund 30 Millionen Euro 26 Mehrsystemloks der Baureihe 189 und 22 Loks der Baureihe 6400 auf ETCS um. Da noch zwei Teilstrecken mit Gleichstrom1,5 kV und der niederländischen Zugsicherungstechnik ausgestattet sind, müssen die Fahrzeuge zusätzlich diese Systeme integrieren. Die Eisenbahnen sind somit einem hohen Kostenblock zur Ertüchtigung ihrer Fahrzeuge ausgesetzt.

Die Güterbahn Railion ist von der Bedeutung der Betuwe-Route überzeugt und wird diese Investitionen tätigen. "Ab 2008 werden wir den überwiegenden Teil der Verkehre auf dieser Strecke fahren, damit die produktionellen Vorteile eines durchgehenden grenzüberschreitenden Verkehrs voll ausgespielt werden können. Verbunden mit einer kürzeren Fahrtzeit erhöhen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit der Seehafenhinterlandverkehre von den Westhäfen ganz wesentlich", sagt Dr. Klaus Kremper, Vorstandsvorsitzender der Railion Deutschland AG.

Quelle: DB Deutsche Bahn
Mob22_06.2007

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Schienenkorridor Holland-Italien: Leuenberger an der Eröffnung der Betuwe-Linie

Bundesrat Moritz Leuenberger hat einen Tag nach der Einweihung des Lötschberg-Basistunnels in Holland an der Eröffnung der Betuwe-Linie teilgenommen. Die neue, Güterzügen vorbehaltene Bahnstrecke bindet den Hafen Rotterdam ans europäische Güterfernverkehrsnetz an. Mit der Teilnahme brachte der UVEK-Vorsteher die Wertschätzung der Schweiz für die niederländischen Anstrengungen zur Förderung des Schienengüterverkehrs zum Ausdruck.

Die Betuwe-Linie wurde am Samstagnachmittag durch die holländische Königin Beatrix eröffnet. Unter den Gästen war EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot. Die EU hat den Bau der 4,6 Milliarden Euro teuren Verbindung mit 135 Millionen Euro mitfinanziert; sie gehört zu den vorrangigen Projekten des transeuropäischen Verkehrsnetzes und bildet ein Glied des europäischen Transitkorridors 24 (Rotterdam-Genua), der auch durch die Schweiz führt.  Ebenso nahmen Verkehrsminister aus mehreren EU-Staaten teil.

Leuenberger schätzt die Bedeutung der neuen Strecke für den Erfolg der Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene hoch ein. Sie ist ein Zubringer zur Nord-Süd-Transitachse und führt vom bedeutendsten europäischen Hafen Rotterdam auf direktem Weg an die deutsch-holländische Grenze bei Emmerich. Sie ist 160 Kilometer lang, kann mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde befahren werden und hat eine Kapazität von zehn Güterzügen pro Stunde und Richtung. 

Die Betuwe-Verbindung wurde ungefähr zur selben Zeit in Angriff genommen wie die NEAT. ,Der Bau einer neuen Hochleistungsbahnlinie durch dicht besiedeltes Gebiet ist politisch eine ebenso grosse Herausforderung wie die Erstellung einer Flachbahn durch die Alpen", sagte Leuenberger. Die Qualität des Güterverkehrs auf der Schiene wird aber nicht nur mit Investitionen in die Infrastruktur gesteigert, sondern auch mit betrieblichen Verbesserungen. Die Schweiz arbeitet mit Holland, Deutschland und Italien im Rahmen der Arbeitgruppe IQC (International Group for Quality Improvement of Rail Freight Traffic on the North-South Corridor) zur Verbesserung der Qualität im internationalen Schienengüterverkehr seit sechs Jahren eng zusammen, um rechtliche, bürokratische und technische Hindernisse bei den Grenzübertritten der Güterzüge zu beseitigen. Die Massnahmen umfassen eine Vereinfachung der Zollformalitäten und eine Reduktion der Grenzaufenthalte. Angestrebt wird eine verstärkte Zusammenarbeit der Infrastrukturgesellschaften der verschiedenen Länder bei der Fahrplanerstellung und bei den Kapazitätsausbauten sowie bei der Verbesserung der Pünktlichkeit im internationalen Güterverkehr. Im Zuge dieser Massnahmen haben die Verkehrsminister der vier Länder in einer Absichtserklärung den Willen bekräftigt, den Güterverkehrskorridor zwischen Rotterdam und Genua mit dem Zugsteuerungssystem ETCS auszurüsten. Dazu wurden die nötigen Gremien geschaffen. Beim Rollmaterial sollen die Zulassungen länderübergreifend gegenseitig anerkannt werden, womit Doppelprüfungen wegfallen.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Bern, 16.06.2007
Mob21_06.2001

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Techtextil und Avantex 2007 mit Spitzenergebnis

Die beiden Innovationsmessen für Technische Textilien und Intelligente Bekleidung in Frankfurt am Main haben mit einem Rekordergebnis von 23.200 Fachbesuchern (2005: 21.730) aus 80 Ländern geschlossen.

„Mehr Aussteller und sieben Prozent mehr Fachbesucher als vor zwei Jahren machen Techtextil und Avantex zur größten Veranstaltung seit ihrer Gründung – und zur erfolgreichsten: Aussteller und Besucher haben beiden Messen Traumnoten für die Business-Qualität vergeben“, bilanziert Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, die im Zweijahres-Turnus stattfindenden Messen. Der Anteil ausländischer Fachbesucher stieg um acht auf 54 Prozent. Damit kam jeder zweite Besucher aus dem Ausland, allen voran aus Europa, Nordamerika und Asien.

Der hohe Internationalitätsgrad überzeugte gemeinsam mit der starken Fach- und Einkaufskompetenz der Besucher die Aussteller beider Messen. Rund 60 Prozent der Besucher der 12. Techtextil, Internationale Fachmesse für Technische Textilien und Vliesstoffe (1.086 Aussteller), sind Führungskräfte mit Entscheidungs- und Einkaufskompetenz aus unterschiedlichen Industriezweigen. Die 4. Avantex, Internationales Forum für Innovative Bekleidungstextilien (33 Aussteller), begrüßte insbesondere Fachleute aus Industrie, Mode, Design, Sportbekleidung und Medizintechnik.

„Techtextil und Avantex sind und bleiben die beiden weltweit führenden Fachmessen: Das Angebot an innovativen Textilien für die unterschiedlichen technischen Anwendungen war noch nie so umfangreich und differenziert wie in diesem Jahr. Die Branche steht vor einem Quantensprung im industriellen Einsatz technischer Textilien“, sagte Michael Jänecke, Brand-Manager Techtextil und Avantex.


Alfonso Saenz de Cabezon, Sales Manager EMEA Advanced Fibre Systems, und Global Marketing-Leiter Edouard Cassal von Du Pont de Nemours International (Schweiz) sehen darin „den einzigartigen Messevorteil von Techtextil und Avantex: Als Unternehmen mit einem sehr diversifizierten Portfolio finden wir hier für jedes unserer Produkte die bestehenden Kunden und neue dazu. Insbesondere für den Launch unseres neuen Filtrations-Produkts hat sich die Techtextil als ideale, hochprofitable Plattform für uns bestätigt: So viel internationale Aufmerksamkeit und individuelle Kundenansprache auf höchstem Niveau hatten wir nicht erwartet!“

Die Branchenkonjunktur wird so positiv wie nie zuvor bewertet:
88 Prozent der Aussteller und 89 Prozent aller Besucher teilen diesen Optimismus, der bei den Besuchern aus dem Inland sprunghaft auf 91 Prozent anstieg (2005: 75 Prozent), aber auch 87 Prozent der ausländischen Besucher erfasst hat (2005: 77 Prozent).

„Technische Textilien erfahren heute endlich die öffentliche Anerkennung, die sie sich in den vergangenen Jahren intensiver Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erarbeitet haben. Sie stellen einen der wachstumsstärksten Industriezweige und einen wichtigen Exportfaktor Europas dar“, sagte Luis-Filipe Girão, Leiter der Abteilung Textilien und Mode des Generaldirektorats Unternehmen der Europäischen Kommission, in seiner Rede zur Eröffnung der Techtextil- und Avantex-Symposien. „Techtextil und Avantex haben zu diesem Erfolg in den vergangenen Jahren beigetragen und werden auch künftig eine Triebfeder für die Entwicklung dieser Branchen sein.“

Mehr Zuspruch fanden auch die beiden Symposiumsreihen mit 1.039 Besuchern. „Die leichte Steigerung zeigt uns, dass die Symposien als integraler Bestandteil dieser hochwertigen Messe sehr gefragt sind“, sagte Michael Jänecke. In 120 Seminaren und Fachvorträgen hatten Referenten aus dem In- und Ausland aktuelle Fragestellungen aus Forschung und Entwicklung, Technik und Industrie sowie aus Vermarktungs- und Anwendersicht erörtert. Dr. Guy Némoz, Berater für Technische Textilien aus Lyon (Frankreich) und Moderator für die Vortragsreihe „Composites“ verzeichnete reges Interesse am Themenkreis Karbonfasern und Verbundwerkstoffe, die sich derzeit im Markt als Material der Wahl für die Transportindustrie (Gase) und für Windkraftanlagen etablieren. William Lakin, Generaldirektor des europäischen Textildachverbands EURATEX (Belgien): „Die Symposien spiegeln wider, mit welch hoher Geschwindigkeit und Diversifikation textile Innovationen im Markt angenommen werden. Die Symposien sind angesichts dieser Gangart ein wichtiger Bestandteil der beiden Erfolgsmessen. Es ist uns eine Freude, Schirmherr der Symposien zu sein.”

Die zehn führenden Besuchernationen aus Europa waren nach Deutschland Italien, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Belgien, Spanien, die Schweiz, Schweden, Polen und Tschechien. Bei den außereuropäischen Ländern lagen die USA, Japan und Indien an der Spitze.

Zu einer Messe der Superlative trug die Zufriedenheit der Besucher und Aussteller bei: Sensationelle 97 Prozent der Besucher bewerteten ihren Messebesuch als Erfolg. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als 2005. Sie interessierten sich vor allem für das Angebot an Geweben und Fasern, an Textilveredelungen, Armierungen und Verbundtextilien sowie an innovativer Bekleidung. Auf Ausstellerseite erreichte die Zufriedenheit mit der Besucherqualität und dem Erreichen der gewünschten Kundengruppen mit 98 Prozent ebenfalls einen Höchstwert.

Dr. Ralf Nörenberg, Leiter des Kompetenzzentrums Technische Textilien der BASF AG (Deutschland): „Unsere Unit positioniert sich derzeit im Markt der technischen Textilien. Dieses Jahr präsentieren wir erste innovative Nano-Beschichtungen, für die wir hier ganz konkret Kunden gewonnen haben. Und dazu hat nicht zuletzt die Auszeichnung mit dem Innovationspreis beigetragen. Vor allem Fachleute aus Europa und Nordamerika nehmen unsere Technologien hier sehr gut an. Die Techtextil war und ist für das Wachstum unseres Zentrums in jeder Hinsicht eine Initialzündung.“ Michael Haag, PR W.L. Gore & Associates GmbH, Technical Laminates Division, (Deutschland): „Wir sind sehr zufrieden mit der Messe! Die Techtextil hat in diesem Jahr wieder ihren Ruf als internationale Fachmesse mit einem erlesenen Fachpublikum bestätigt. Wir hatten nicht nur Besuch von Kunden, sondern konnten auch vielversprechende Kontakte knüpfen. Die Techtextil ist für uns eine sehr wichtige Plattform für die internationale Kommunikation.“

Auch die Textiltechnologieanbieter verbuchten ihre Messeteilnahme als Erfolg. Yvonne Heinen-Foudeh, Marketing and Communications Manager Europe, Gerber Technology (USA/Deutschland): „Wir sind begeistert von der Techtextil und sehr positiv überrascht. Der Bereich CAD/CAM ist inzwischen viel besser in das Gesamtkonzept integriert, so dass wir sicher auch 2009 wieder auf der Techtextil ausstellen werden. Sehr erfreulich finden wir auch den hohen Internationalitätsgrad der Besucher, vor allem aus Europa, speziell aus Spanien, Italien und Skandinavien.“

Die Avantex punktete in diesem Jahr mit einer Reihe von serienreifen nanotechnologischen und Bluetooth-basierten Innovationen. Insbesondere die Sonderschau der Avantex-Innovationspreisträger und die praxisnahe Präsentation von „Smart Textiles“ für Outdoor, Sport, Medizin und Mode in Halle 3.1 war ein Publikumsmagnet, der das Gesamtangebot bereichert hat. Tiago Calhau, Quality Manager Fallsafe online Lda (Portugal): „Wir sind in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Avantex und sehr zufrieden. Momentan sind wir vor allem in Skandinavien, den USA und Malaysia aktiv, aber wir wollen gerne Kontakte in andere Länder wie Deutschland knüpfen. Dafür ist die Avantex mit ihrer internationalen Besucherstruktur eine gute Gelegenheit.“

Erstmals auf der Techtextil und Avantex präsentierten sich auch junge innovative Unternehmen aus Deutschland: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ermöglicht ihnen mit einem neu aufgelegten Förderprogramm die Teilnahme an internationalen Leitmessen in Deutschland. Nach Angaben des Programm-Verantwortlichen im Ministerium, Volker Hauck, war der Gemeinschaftsstand „für die Jungunternehmer ein voller Erfolg und beispielhaft für alle Beteiligten. Das betrifft nicht nur die Organsiation durch die Messe Frankfurt, sondern auch die außerordentlich gute Messenachfrage und den internationalen Zulauf an den Ständen.“


Frank Weil, Geschäftsführer CTC Nanotechnology GmbH (Deutschland), ist als einer der Teilnehmer sehr angetan. „Wir haben nicht nur spannende Gespräche geführt, sondern auch sehr interessante Angebote bekommen und Abschlüsse getätigt. Besonders gefreut hat uns, dass viele deutsche Textilunternehmen und junge Designer auf uns zugekommen sind, die mit Innovationen aus dem Nano-Bereich auf den Markt gehen wollen.“

Wegweisende Produkt-Innovationen wurden am Montag Abend im feierlichen Rahmen ausgezeichnet. Sechs Techtextil-Innovationspreise und drei Avantex-Innovationspreise wurden vergeben. Die Preisträger kommen aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien. Die Siegerprojekte des Förderpreises zum 9. Studentenwettbewerb „Textile Strukturen für neues Bauen“ aus Deutschland, Österreich, Mexiko und den USA begeisterten die Besucher in Halle 4.1 mit ausgefallenen Entwürfen für Anwendungen in der Innen- und Außenarchitektur.

Die nächsten Fachmessen Techtextil und Avantex in Frankfurt am Main finden vom 16. bis 18. Juni 2009 statt.

Quelle: Messe Frankfurt
Mob20_06.2007

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transport logistic 2007 im Zeichen der boomenden Branche

• 47.000 Fachbesucher: + 18 Prozent
• 1.580 Aussteller: + 19 Prozent
• 86.000 Quadratmeter Fläche: + 15 Prozent

Die Globalisierung und die prosperierende Branchenkonjunktur spiegeln sich auf der transport logistic 2007 voll und ganz wider. Zur 11. Internationalen Fachmesse für Logistik, Telematik und Verkehr kamen vom 12. bis 15. Juni 47.000 Fachbesucher aus 113 Ländern. Dies bedeutet im Vergleich zur Vorveranstaltung ein Plus von 18 Prozent.

„Die transport logistic verzeichnet eindrucksvolle Zuwächse bei Ausstellern, Besuchern und Fläche. Sie hat die Trendthemen, die die Branche bewegen, über die Ländergrenzen hinweg aufgegriffen“, sagt Eugen Egetenmeir, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München. Michael Kubenz, Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) und Fachbeiratsvorsitzender der transport logistic: „Logistik ist weltweit auf der Überholspur. Noch nie zuvor hatte die transport logistic so viele Aussteller, noch nie war sie so international.“ Dies bestätigt auch die Ausstellerseite: „Die transport logistic hat sichtlich ihre angestrebte Position als weltweit führende Messe erreicht“, bekräftigt Detthold Aden, Präsident der BLG Logistics Group.

Die Top Ten-Besucherländer waren neben Deutschland – in dieser Reihenfolge – Österreich, Niederlande, Italien, Schweiz, Tschechische Republik, Polen, Frankreich, Belgien, Großbritannien und Nordirland sowie Slowenien. Bemerkenswert war vor allem das stark gewachsene Interesse aus den Ländern Ost- und Südosteuropas und dem Nahen Osten. Ram Menen, Cargo-Chef von Emirates Airline: „Die transport logistic 2007 verlief hervorragend. Sie vereinte die multimodale Welt des Transports und der Logistik.”

Insgesamt kamen rund 14.000 Fachbesucher aus dem Ausland, was einem Anteil von über 30 Prozent an der Gesamtbesucherzahl entspricht. Der internationale Fachbesuch hat damit gegenüber der Vorveranstaltung um rund ein Drittel zugelegt. „Die Besucher werden nicht nur immer zahlreicher, sondern auch immer internationaler. Nirgendwo sonst ist es möglich, so viele Kunden in so kurzer Zeit zu treffen, sagt der Vorstand der DB Logistics, Dr. Norbert Bensel.

Ein starker Fokus der Messe lag auf dem Thema „Mobilität, Ökologie und Klima“. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in seiner Eröffnungsrede: „Wie können wir die Lebensqualität der Bürger einerseits erhalten und trotzdem die Transporte gewährleisten? Wie schaffen wir den neuen Ost-West-Verkehr? Innovation ist gefragt, viele neue Ideen und ich hoffe, dass die transport logistic als eine Art Marktplatz diese Ideen aufgreift und transportiert.“

Eine Reihe weiterer hochrangiger Politiker besuchte die internationale Fachmesse. Der Bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber würdigte die Messe als passenden Rahmen für die Verleihung des Innovationspreises „Intelligenz für Verkehr und Logistik“: „Die transport logistic ist mittlerweile eine internationale Leitmesse, darauf kann die Messe München stolz sein.“ Unter anderem reisten die norwegische Transportministerin Liv Signe Navarsete, der tschechische Vize-Transportminister Emanuel Šip und der russische Vize-Transportminister Alexander S. Misharin nach München. Russland verdreifachte dieses Jahr seine Präsenz und präsentierte bei einem Russland-Tag die Bedeutung des Landes als Transportkorridor zwischen Osten und Westen.

In den Ausstellungshallen präsentierten 1.580 Unternehmen aus 57 Ländern – ein Plus von 19 Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung – eine Vielzahl von Innovationen und Dienstleitungen für die intelligente und umweltfreundliche Bewältigung des weltweiten Güterverkehrs. Auch bei den Ausstellern verzeichnete die Messe eine starke internationale Beteiligung mit 40 Prozent. Gerade die Vollständigkeit und Breite des Angebotes stießen bei den Fachbesuchern auf große Wertschätzung: 95 Prozent bewerteten dies bei der Befragung von tns infratest mit „ausgezeichnet bis gut“. Sowohl die Aussteller (91 Prozent) als auch die Besucher (90 Prozent) attestierten der transport logistic ihren Leitmessecharakter und die internationale Führungsrolle als Fachmesse für die Branche. Josep M. Esteva von Barcelone Catalunya Centre Logistic in Spanien: „Die Vollständigkeit der transport logistic ist herausragend: Jeder Logistik- bzw. Transportsektor belegt mindestens eine komplette Messehalle. Die Qualität der Besucher ist beeindruckend - die Mehrzahl aller Besucher verfügt über Entscheidungskompetenz."

Highlights im Rahmenprogramm der transport logistic 2007 waren auch in diesem Jahr die zwei Fachkonferenzen Air Cargo Europe und marilog, bei denen sich die Key Player der Luftfracht beziehungsweise maritimen Logistik in München austauschten. In weiteren 27 Foren, Workshops und Länderspecials gaben 200 hochkarätige Experten aus Industrie, Transportwirtschaft und Politik fundierte Analysen zu den aktuellen Themen der Logistik sowie Einblicke in spannende Märkte wie Russland, Indien, Hubs im Baltikum oder die neuen EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Rumänien. Insgesamt besuchten rund 4.000 Fachbesucher die Konferenzen und das Rahmenprogramm – ein Zuwachs von über 40 Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung.

Die nächste transport logistic findet vom 12. bis 15. Mai 2009 in München statt.

Quelle: Messe München, D-München
Mob19_06.2007

In den nächsten Tagen finden Sie in unserer Bildergalerie (Frontbild anklicken, und Sie kommen bequem zu vielen visuellen Eindrücken und textlichen Kurzhinweisen) umfangreiches Bildmaterial zur 11. transport logistic 2007 in München.

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Finanzielle Unterstützung für Fluglinie Lugano-Bern

Der Bundesrat ist bereit, sich an der Fluglinie Lugano-Bern finanziell zu beteiligen. Er unterstützt das aus dem Kanton Tessin vorgebrachte Anliegen und hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) beauftragt, die Voraussetzungen zu schaffen, um eine entsprechende finanzielle Unterstützungen zu ermöglichen.

Der Bundesrat hatte sich in seinem Ende 2004 verabschiedeten luftfahrtpolitischen Bericht bereit erklärt, eine Förderung der Luftverkehrsanbindung des Tessins an die restliche Schweiz zu prüfen.

Aus dem Tessin war in jüngster Zeit verschiedentlich das Anliegen an den Bund herangetragen worden, die Fluglinie Lugano-Bern finanziell zu unterstützen. Der Kanton Tessin und die Stadt Lugano hatten sich bereit erklärt, ebenfalls einen Beitrag zu leisten. Inzwischen hat die Fluggesellschaft Darwin angekündigt, den Linienverkehr zwischen Lugano und Bern per 10. Juni 2007 aus wirtschaftlichen Gründen einzustellen.

Der Bundesrat ist grundsätzlich bereit, das Verfahren für eine Unterstützung der Linie Lugano-Bern einzuleiten. Nach Ansicht des Bundesrates ist eine Bundesbeteiligung an der Flugverbindung Lugano-Bern bis auf Weiteres zu unterstützen, um eine gute Verbindung zwischen den Wirtschaftszentren des Tessins und der Bundeshauptstadt zu gewährleisten. Das BAZL wurde damit beauftragt zu klären, welche Voraussetzungen für die Leistung solcher Unterstützungen erfüllt sein müssen. Für den Bund würden voraussichtlich Kosten in Höhe von drei Millionen Franken, verteilt auf drei Jahre, entstehen.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Bern, 08.06.2007
Mob18_06.2007

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Gasanlage in Sibirien (Foto: eon-ruhrgas.com)

Startschuss für Wettlauf um Gas


Europäische Abhängigkeit von politisch instabilen Regionen steigt

Die Bedeutung von Gas als Primärenergieträger wächst. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung A.T.

Kearney http://www.atkearney.de soll der Gasverbrauch in Deutschland bis 2020 um 20 Prozent, in Europa gar um 30 Prozent steigen, während die Eigenförderung stark zurückgeht. Um die Versorgung zu gewährleisten, müssen die europäischen Energiekonzerne nun die Import-Infrastruktur massiv ausbauen. Für Pipeline- und Liquified-Natural-Gas-Projekte sind Investitionen in Höhe von 25 Mrd. Euro notwendig.

In Pipeline-Projekte wie den Bau der geplanten Nordeuropäischen Gaspipeline von Russland durch die Ostsee nach Deutschland und die Nabucco-Pipeline von der Türkei nach Österreich fließen rund 15 Mrd. Euro. "Die zusätzlichen Pipeline-Kapazitäten können den Importbedarf aber nur teilweise decken", betont A.T.-Kearney-Vice-President Florian Haslauer. Von 510 Mrd. Kubikmetern Zusatzbedarf könnten 342 Mrd. über Pipelines abgedeckt werden. Die Differenz müsse durch Liquified Natural Gas (LNG) ausgeglichen werden.

Der Anteil an LNG wird laut Studie deshalb bis zum Jahr 2020 um 252 Prozent zunehmen. Europa wird dann 168 Mrd. Kubikmeter Gas über LNG-Terminals importieren. Durch die größeren Kapazitäten verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit von LNG. Darüber hinaus können mit LNG weiter entfernte Gasquellen erschlossen werden - bei im Vergleich zu Pipelinegas geringerer Abhängigkeit von Transportkosten. Der größte Wettlauf um LNG werde im Nahen Osten und in Afrika stattfinden, prognostiziert A.T. Kearney.

Trotz der Diversifizierung des Gasimports werde die Abhängigkeit Europas von politisch instabilen Regionen weiter zunehmen, warnt Studienautor und A.T.-Kearney-Principal Kurt Oswald. Zurzeit kommen 90 Prozent der europäischen Gasimporte aus Russland, Algerien und Norwegen. "Allerdings wird auch Russland langfristig mit Lieferengpässen zu kämpfen haben", sagt Oswald gegenüber pressetext. Neben Europa werden künftig China und Indien verstärkt um russisches Gas rittern.

"Europäische Unternehmen, die den Wettlauf um Gas gewinnen möchten, stehen unter Zugzwang", führt Haslauer aus. "Sie müssen sich so rasch wie möglich Zugang zu Pipeline- und LNG-Gas verschaffen." Nur hier würden in Zukunft Margen verdient, zeigt sich Haslauer überzeugt. Das Retailgeschäft verspreche im zukünftig liberalisierten EU-Gasmarkt nur geringe Gewinnspannen. Auch Stromerzeuger, die auf Gaskraftwerke setzen, stehen unter dem Druck, sich ausreichende Gasmengen zu sichern. Zudem könnten Gasunternehmen selber stärker in die "Gasverstromung" einsteigen.

Die großen europäischen Energiekonzerne sieht Oswald im Kampf um Gas derweil bereits gut aufgestellt. "Die deutsche E.ON Ruhrgas hat etwa bereits Lieferverträge mit der russischen Gazprom abgeschlossen und baut ein Terminal für die LNG-Versorgung aus", erklärt der Experte im pressetext-Gespräch. Die österreichische OMV engagiere sich mit dem Nabucco-Projekt im Pipeline-Geschäft, forciere aber ebenfalls die LNG-Anstrengungen.

Quelle: pressetext.Deutschland
Mob17_ 06.2007

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Verbandsbeschwerderechts-Initiative liegt nun beim Parlament


An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat zuhanden des Parlaments die Botschaft zur Volksinitiative der FDP Zürich verabschiedet.

Am 2. Mai 2007 hatte der Bundesrat beschlossen, die Initiative ,Verbandsbeschwerderecht: Schluss mit der Verhinderungspolitik - Mehr Wachstum für die Schweiz!" ohne Gegenvorschlag zur Annahme zu empfehlen. Heute hat er die entsprechende Botschaft dazu verabschiedet. Als nächstes wird sich das Parlament mit dem Geschäft befassen.

Die Initiative war im Mai 2006 mit 119'000 Stimmen eingereicht worden. Sie will das Verbandsbeschwerderecht dann ausschliessen, wenn es um Entscheide des Volkes oder von Parlamenten geht.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, (UVEK), Bern, 08.06.2007
Mob16_06.2007

Das PDF mit dem Vernehmlassungstext können Sie hier> herunterladen!

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Verlagerungspolitik wird weitergeführt

Der Bundesrat hat entschieden, wie er die Schweizer Verlagerungspolitik weiterführen will. Er hat die Botschaft zum Güterverkehrsverlagerungsgesetz zuhanden der eidgenössischen Räte verabschiedet. Der Bahngüterverkehr wird weiterhin finanziell gefördert. Zudem soll die gesetzliche Grundlage für die Einführung einer Alpentransitbörse geschaffen werden. Das Verlagerungsziel soll so schnell wie möglich erreicht werden.

Das Güterverkehrsverlagerungsgesetz soll das bis Ende 2010 befristete Verkehrsverlagerungsgesetz ablösen. Der Bundesrat hält daran fest, dass das bisherige Verlagerungsziel von 650'000 Lastwagenfahrten pro Jahr durch die Schweizer Alpen so rasch als möglich erreicht werden soll. Als Zwischenziel soll im Jahr 2011 die Millionengrenze unterschritten werden. Zur Fortsetzung der finanziellen Förderung des Bahngüterverkehrs ist ein Finanzrahmen von 1,6 Milliarden Franken für die Jahre 2011 bis 2018 vorgesehen. Die Effizienz der eingesetzten Mittel wird deutlich erhöht.

Alpentransitbörse
Um die Verlagerung der Güter auf die Schiene voranzutreiben, soll eine Alpentransitbörse eingeführt werden. Mit dem Güterverkehrsverlagerungsgesetz wird  die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen. Die Alpentransitbörse soll das Durchfahrtsrecht für den Schwerverkehr marktwirtschaftlich regeln. Sie wurde in der Vernehmlassung begrüsst und soll in Abstimmung mit der EU und den Nachbarländern eingeführt werden. Zurzeit ist eine gemeinsame Studie der Alpenländer und der EU in Arbeit.

Zahl der Lastwagen im Transit nimmt ab
Die schweizerische Verlagerungspolitik ist gut auf Kurs. Mit weniger als 1,2 Millionen Lastwagen über die Alpen waren es 2006 rund 16 Prozent weniger als im Referenzjahr 2000. Gleichzeitig haben die Bahnen ihren Marktanteil in den letzten Jahren auf rund 66 Prozent steigern können. Die vom Bundesrat verabschiedete Botschaft legt die Stossrichtung für die Verlagerungspolitik der kommenden Jahre fest. Der bisherige Massnahmen-Mix soll fortgeführt werden. Bis zur Einführung der Alpentransitbörse liegen die Schwerpunkte bei der finanziellen Förderung des unbegleiteten kombinierten Verkehrs (Transport von Wechselbehältern und Containern) sowie einer internationalen Ausschreibung eines ausgebauten Angebots der Rollenden Landstrasse mit 400'000 Stellplätzen. Daneben werden verschiedene Erleichterungen im Bahntransportrecht vorgeschlagen.

In der 2006 durchgeführten Vernehmlassung zum Güterverlagerungsgesetz hatte diese Variante die meiste Zustimmung erhalten. Die Ergebnisse der Vernehmlassung sind im Vernehmlassungsbericht zur Güterverkehrsvorlage ersichtlich.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, (UVEK), Bern, 08.06.2007
Mob15_06.2007

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Gesünderes Arbeiten dank Simulationstechnik


Computersimulationen ermöglichen die frühzeitige Optimierung und ergonomiegerechte Gestaltung von Montagearbeitsplätzen bei der BMW Group

Das größte Kapital jedes Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Deshalb sollte die Gesundheit der Beschäftigten im Mittelpunkt der Gestaltung jedes Arbeitsplatzes stehen. Die BMW Group setzt daher Computersimulationen ein, um eine frühzeitige und genaue Planung von Montagetätigkeiten zu ermöglichen. So werden nicht nur zu hohe körperliche Belastungen vermieden, es entstehen auch effizientere Arbeitsplätze.

Die optimale Gestaltung von Arbeitsplätzen spielt eine enorme Rolle für die Gesundheit der Angestellten sowie für die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit jedes Unternehmens. Das gilt noch mehr für einen Fahrzeughersteller wie die BMW Group. Um eine möglichst frühzeitige Planung der Produktionsabläufe zu ermöglichen und Fehler bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen zu vermeiden, bevor hohe Folgekosten entstehen, befassen sich dort mehrere Mitarbeiter mit der Optimierung von Arbeitsabläufen und Montagetätigkeiten. Bereits in frühen Phasen des Planungsprozesses werden virtuelle Prototypen von Arbeitsplätzen erstellt. Diese CAD-Modelle werden daraufhin nach zahlreichen Kriterien ausgewertet. Im Zentrum solcher computerunterstützten Ergonomieanalysen steht die Verminderung der körperlichen Belastung während der Montage sowie eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit des eingesetzten Personals.

Die Planung und Analyse der Produktionsabläufe erfolgt bereits während der Entwicklungsphase von neuen Fahrzeugmodellen. Arbeitsumgebung und Montagereihenfolge sind bei den Computersimulationen vorgegeben. Gleiches gilt auch für die Position des Fahrzeugs auf dem Fließband, einschließlich der Höhe und der Neigung der Karosserie. Anschließend werden die erforderlichen Daten aus der Fahrzeugentwicklung mit den genauen Maßen und Formen der einzelnen zu verbauenden Fahrzeugteile direkt in die CAD-Simulationen der zukünftigen Arbeitsumgebungen eingebunden. So kann dann mittels der Simulationsprogramme der Ablauf jeder Montagetätigkeit getestet und eventuelle Konflikte frühzeitig identifiziert werden: Sind am Standpunkt des Mitarbeiters alle erforderlichen Befestigungspunkte gut und frei einsehbar? Sind alle Befestigungspunkte gut zugänglich und in Griffweite? Ist die Arbeitshaltung während der Tätigkeit bequem? Welche Kräfte müssen aufgewendet werden? Welche kurzfristigen und langfristigen körperlichen Belastungen treten auf? "Das klingt erstmal relativ einfach", sagt Domingo Rodriguez-Flick, verantwortlich für die Simulation von Montagetätigkeiten in der Gesamtfahrzeugintegration bei der BMW Group. "Aber die Anzahl der Parameter, die hier ins Spiel kommen, ist weit höher als man anfangs vermutet. Denken Sie nur zum Beispiel an die Körpergröße. Natürlich gehen wir hier von Durchschnittsgrößen aus, trotzdem muss sich der Arbeitsplatz aber auch für sehr viel kleinere oder größere Mitarbeiter eignen."

Da die Simulationen zurzeit noch hohen Zeit- und Rechenaufwand erfordern, konzentriert man sich bei den ergonomischen Analysen in erster Linie auf Arbeitsplätze mit neuen, bisher noch nicht untersuchten Tätigkeiten. Aber auch bestehende Arbeitsplätze werden immer wieder aufs Neue überprüft und optimiert. Für die Simulationen nutzt die BMW Group die Software eM-Human (UGS-Tecnomatix) mit dem integrierten 3D-Menschmodell RAMSIS. Dieses Menschmodell wurde gemeinsam mit anderen Partnern aus der Fahrzeugindustrie entwickelt, ursprünglich, um die Gestaltung des Fahrzeuginnenraums und die Konzeption von Fahrer- und Passagierplätzen zu optimieren. Später wurde das Modell dann auf zusätzliche Einsatzgebiete übertragen, so dass es inzwischen auch zur Analyse von Produktions- und Arbeitsabläufen verwendet werden kann. Ergonomische Menschmodelle wie RAMSIS ermöglichen eine automatische Berechnung der Körperhaltung bei einer vorgegebenen Aufgabenstellung. Auch der Haltungskomfort wird automatisch erfasst, die Software ist also in der Lage, unterschiedliche Körperhaltungen auf die dabei auftretenden Belastungen zu bewerten. Zudem können mit RAMSIS Bewegungsräume, Greifbereiche und Sichtbereiche, vom Scharfsicht- bis zum Maximalsichtbereich, für verschiedene Körpergrößen und Proportionen berechnet werden. Ausgangspunkt für die Analyse sind dabei durchschnittliche Körpergrößen (bei Frauen 1,67 m, bei Männern 1,78 m), später testet man die gleichen Arbeitsvorgänge nochmals mit größeren und kleineren Menschmodellen. Bestimmte Tätigkeiten allerdings erfordern zwingend eine gewisse Körpergröße, in diesem Fall wird eine Empfehlung ausgesprochen, hier nur Mitarbeiter mit der entsprechenden Größe einzusetzen.

Fortschritt und Effizienzgewinn für die Produktionsplanung
Aufgrund des Rechenaufwandes können allerdings einige Parameter noch nicht einbezogen werden. Domingo Rodriguez-Flick: "Hier besteht sicherlich noch Verbesserungspotenzial. Kräfte, die bei bestimmten kritischen Haltungen auftreten, etwa beim Abstützen mit den Händen oder auch so genannte ‚Kollisionsvermeidungen' berechnet das Programm bisher noch nicht automatisch. Das bedeutet, der Anwender muss selbst darauf achten, dass sein Menschmodell nicht einfach durch bestimmte Gegenstände ‚hindurchgreift'." Auch "Blindmontagen", die routinierte Mitarbeiter ohne Sichtkontakt verrichten, lassen sich nur schwer simulieren. Aus diesem Grund ist eine gewisse Routine im Umgang mit der Software notwendig.

Trotzdem bringen die Simulationen erhebliche Fortschritte und Effizienzgewinne für die Planung der Produktion. So wird zum Beispiel häufig die Montagereihenfolge nochmals überdacht, die Position des Fahrzeugs am Band geändert (Höhe oder Neigung), um eine bessere Zugänglichkeit zu gewährleisten. Mit der Simulation werden etwaige Zugänglichkeitsprobleme unmittelbar erkannt, so können Änderungen am Bauteil und an dessen Geometrie frühzeitig vorgenommen werden, was maßgeblich zur Kostenreduzierung beiträgt. Aber auch kleinere Verbesserungen, wie etwa die Einführung von Sonderbetriebsmitteln (Podeste, Sitzhilfen) für bestimmte Arbeitsplätze, bringen oft erhebliche Erleichterungen für die Mitarbeiter. Denn der Mensch lässt sich keineswegs einfach durch Maschinen ersetzen, meint Rodriguez-Flick: "Maschinen können sich bei weitem nicht so flexibel an eine Umgebung anpassen wie der Mensch. Deshalb werden wir noch sehr lange viel mit den Händen arbeiten. Ergonomische Aspekte werden dabei aber eine immer wichtigere Rolle für die Gestaltung unserer Umgebung spielen. Nicht zuletzt, weil wir alle immer älter werden."

Quelle: BMW Group München
Mob14_06.2007

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CD unterstützt Piloten beim lärmarmen Fliegen

Die Lärmauswirkungen des Luftverkehrs sind nicht nur auf den grossen Flughäfen, sondern auch auf den kleineren Flugplätzen in der Schweiz immer wieder ein Thema. Obwohl Piloten während ihrer Ausbildung lernen, möglichst lärmarm zu fliegen, besteht in diesem Bereich noch Potenzial für Verbesserungen. Um dafür eine einheitliche Grundlage zu schaffen, haben die Bundesämter für Zivilluftfahrt (BAZL) und Umwelt (BAFU) zusammen mit dem Aero-Club der Schweiz und der Limamedia GmbH eine CD als Lehrmittel für Piloten erarbeitet.

Dank der CD mit dem Titel «Fluglärmminderung» können in Zukunft alle Piloten und Flugschüler zu Hause am Bildschirm lernen, wie sie ein Flugzeug möglichst lärmarm betreiben können, ohne dabei die Sicherheit zu vernachlässigen. Von den akustischen Grundlagen über die technischen Massnahmen bis zu den Möglichkeiten des Piloten werden alle Belange der Entstehung und Verminderung von Fluglärm ausgeleuchtet. Am Schluss besteht die Möglichkeit, das Gelernte in einem kurzen Test zu überprüfen.

Motorfluggruppen, Flugschulen und Flugplätze erhalten in den nächsten Tagen das neue Lehrmittel zugestellt. Zusätzliche Exemplare können gratis beim BAZL bestellt werden unter der E-Mail-Adresse info@bazl.admin.ch. Die CD «Fluglärmminderung» gibt es im Moment lediglich auf Deutsch. Eine französische Fassung wird gegen Ende Jahr ebenfalls verfügbar sein.

Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Bern, 07.06.2007
Mob13_06.2007

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Kommission Poststellen behandelt erste Ymago-Agenturen

Die Kommission Poststellen behandelte an ihrer Sitzung vom 5. Juni 2007 drei Eingaben von Gemeinden gegen die Schliessung ihrer Poststellen. Gestützt auf die Kriterien der Postgesetzgebung sprach sie zustimmende Empfehlungen zur Errichtung von Agenturen in den beiden bündnerischen Gemeinden Pany und Feldis/Veulden sowie zur Schliessung der Poststelle Zürich-Hauptbahnhof aus. Der Zugang der Bevölkerung zu den Dienstleistungen der Grundversorgung bleibt in allen drei Fällen in angemessener Distanz gewährleistet.

An ihrer Sitzung vom 5. Juni 2007 hat die vom UVEK eingesetzte, unabhängige Kommission Poststellen drei Eingaben von Gemeinden gegen Schliessungsentscheide der Post behandelt.

In den beiden bündnerischen Gemeinden 7243 Pany (politische Gemeinde Luzein) und 7404 Feldis/Veulden will die Post die bisherigen Kleinstpoststellen mit kurzen Öffnungszeiten durch Agenturen in den dortigen Volg-Läden ersetzen. Die Kommission behandelte mit diesen beiden Fällen erstmals seit dem Entscheid der Post über die Umsetzung von Ymago vom Oktober 2006 zwei konkrete Umsetzungsentscheide. Sie konnte in beiden Fällen eine zustimmende Empfehlung aussprechen, da alle Kriterien der Postgesetzgebung erfüllt sind. Die Kommission hat mit Interesse davon Kenntnis genommen, dass die Post sich für Agenturen entschieden hat, obwohl in beiden Gemeinden auch die Einführung des rein betriebswirtschaftlich günstigeren Hausservices oder gar eine ersatzlose Schliessung der Poststelle möglich gewesen wären. Die Post kam damit nebst Marktüberlegungen auch dem Wunsch der Gemeinden nach einer weiteren physischen Präsenz der Post vor Ort nach. Diese gewichten die Gemeinden offenbar höher als das Angebot der vollen Grundversorgung an der Haustür beim Hausservice. Durch die Zusammenarbeit der Post mit dem Volg-Laden wird zudem die lokale Infrastruktur gestärkt. Dies liegt durchaus im Interesse der Kundschaft, die zwar auf die Bareinzahlung vor Ort verzichten muss, dafür jedoch künftig für die alltäglichen Postgeschäfte von wesentlich längeren Öffnungszeiten profitieren kann.

Gestützt auf die Kriterien der Postgesetzgebung kam die Kommission auch hinsichtlich der Schliessung der Poststelle im Hauptbahnhof Zürich zu einer zustimmenden Empfehlung. Die bestehende Poststelle fällt dem Umbau des Hauptbahnhofs zum Opfer; die Schliessung beruht somit nicht auf einem freien Entscheid der Post. Durch die Schliessung wird die flächendeckende Grundversorgung in Zürich City in keiner Weise gefährdet. Auch der Bahnhofkundschaft steht mit der Sihlpost in nächster Nähe zum heutigen Standort weiterhin eine Poststelle mit Vollangebot und sehr attraktiven Öffnungszeiten zur Verfügung. Damit sind nach Ansicht der Kommission auch die vom Stadtrat geltend gemachten speziellen regionalen Gegebenheiten genügend berücksichtigt, zumal sich die Pendlerströme durch den Bahnhofsumbau noch weiter Richtung Sihlquai/Sihlpost verlagern werden, als dies bereits heute der Fall ist.

Die Empfehlungen der Kommission werden im Wortlaut im Internet unter der Adresse www.postreg.admin.ch (PostReg/Kommission Poststellen) veröffentlicht.

Quelle: Postregulationsbehörde PostReg Bern, 07.06.2007
Mob12_06.2007

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Postmarkt: Zwei neue Paketkonzessionäre

Bundesrat Moritz Leuenberger hat auf Antrag der Postregulationsbehörde (PostReg) zwei privaten Anbietern eine Konzession für die Beförderung von Paketen erteilt. Damit ist die Zahl der Konzessionäre auf 25 gestiegen.

Private Unternehmen, die Pakete bis zu 20 Kilogramm, Briefe über 100 Gramm im Inland oder Briefe ins Ausland befördern und damit einen Jahresumsatz von 100 000 Franken erzielen, müssen bei PostReg eine Konzession beantragen. Nur wer branchenübliche Arbeitsbedingungen garantiert, erhält eine Bewilligung.

Moritz Leuenberger, Vorsteher des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), hat auf Antrag von PostReg zwei privaten Anbietern eine Konzession erteilt: Neue Konzessionärin ist die Alloga AG, eine Tochter der Galenica-Gruppe. Die Firma wird künftig als Nebengeschäft auch adressierte Pakete bis 20 Kilogramm an Drittkunden zustellen. Deshalb benötigt sie eine Konzession.

Die zweite Konzessionärin - die Natural AG - arbeitet als Speditions- und Logistikunternehmen sowohl national wie auch international und gehört zur Agility-Gruppe. Sie befördert hauptsächlich Expresspakete und Container und - im bescheidenen Umfang - adressierte Pakete unter 20 Kilogramm. Deshalb war die Firma bereits der Meldepflicht unterstellt. Weil sie mit diesem Zusatzgeschäft nun die Umsatzschwelle von 100 000 Franken pro Jahr überschreitet, braucht sie neu eine Konzession.

Die beiden neuen Konzessionärinnen bieten gute Arbeitsbedingungen: Der Jahreslohn liegt bei beiden Firmen um mehrere tausend Franken über dem branchenüblichen Mindestlohn von 42 000 Franken. Die Regelarbeitszeit beträgt bei Alloga AG 42 Stunden die Woche; bei Natural AG 41 Stunden.

Mit den zwei neuen Konzessionärinnen steigt die Zahl der privaten Paketanbieter in der Schweiz auf 25.
Die Liste mit den Konzessionären ist unter www.postreg.admin.ch publiziert.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Bern, 07.06.2007
Mob11_06.2007

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Neue Kehrichtanlage mit unterirdischem Bahnanschluss


Auf der Kehrichtbahn nach Lausanne Tridel

SBB Cargo und das Partnerunternehmen ACTS AG transportieren jährlich über 700 000 Tonnen Entsorgungsgüter in der Schweiz umweltfreundlich auf der Schiene. In Lausanne fährt der Abfall seit neustem auf der Schiene und  – als Premiere – unterirdisch direkt in die Kehricht-Verbrennungs-Anlage.

Der Kehricht gelangt durch einen unterirdischen Tunnel zur neuen Kehricht-Verbrennungs-Anlage Lausanne Tridel. Die frühere Anlage musste ersetzt werden, weil sie nicht mehr den Umweltnormen entsprach. Am 1. Januar 2006 wurde die hochmoderne Anlage in Lausanne in Betrieb genommen. Jetzt ist ein Bahnanschluss dazugekommen. Dank dem Tunnel fahren täglich 50 Lastwagen weniger durch die Stadt Lausanne.  

Der in der Region Lausanne gesammelte Kehricht wird per LKW angeliefert und in den verschiedenen Bahnhöfen im Kanton Waadt auf die Bahntragwagen umgeschlagen. Vereinfacht wird der Umschlag durch Spezialcontainer, die einen Kran überflüssig machen. Die letzten 3800 Meter bis zur Anlage legt der Abfall dann unter der Stadt zurück. Auch die Kehrichtschlacke, die bei der Verbrennungsanlage entsteht, wird durch den Tunnel zurücktransportiert wird“.

Abfalltransporte in der ganzen Schweiz
Gemeinsam mit der Firma ACTS transportiert SBB Cargo in der ganzen Schweiz den in Spezialcontainer abgefüllten Kehricht. Hauptabnehmer sind Winterthur, gefolgt von Weinfelden und Bazenheid. Mit etwas kleineren Mengen werden auch Kehrichtverbrennungsanlagen im Raum Zürich, in Thun und in Landquart beliefert. Um die Restkapazitäten von einzelnen Kehrichtverbrennungsanlagen in der Deutschschweiz auszunutzen, wird auch Kehricht aus dem Tessin nach Norden transportiert. Der Kanton Tessin verfügt bislang über keine eigene Kehrichtverbrennungsanlage. Auf diese Weise transportieren wir mit der Firma ACTS AG insgesamt über 700 000 Tonnen Entsorgungsgüter pro Jahr.

Quelle: SBB, Bern, 7. Juni 2007
Mob10_06.2007

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Das Bruttoinlandprodukt im 1. Quartal 2007: Lebhafte Konjunktur mit starkem Aussenbeitrag und privatem Konsum

Die positive Entwicklung der Schweizer Wirtschaft setzte sich im 1. Quartal 2007 fort. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz nahm im Vergleich zum Vorquartal um 0,8% zu*. Verwendungsseitig wurde das Wachstum vor allem durch den privaten Konsum und die Nettoexporte gestützt. Produktionsseitig gingen die stärksten Wachstumsimpulse von der Wertschöpfungsentwicklung der binnenmarktorientierten Dienstleistungen sowie des Finanzsektors aus. Im Vergleich mit dem ersten Quartal des Vorjahres resultierte ein BIP-Wachstum von 2,4%**.

Der private Konsum hat im 1. Quartal mit 0,7% gegenüber dem Vorquartal kräftig zugelegt. Erneut haben die privaten Haushalte auch für diejenigen Konsumgruppen grössere Ausgaben getätigt, die eher von der Konjunkturentwicklung abhängig sind. Allen voran sind dabei die Gruppen Nachrichtenübermittlung, Möbel und Haushaltsgeräte, Bekleidung und Schuhe sowie Freizeit und Kultur zu nennen. Die Konsumausgaben des Staates verzeichneten demgegenüber bloss ein Wachstum vom 0,2%.

Die Gesamtinvestitionen büssten auf hohem Niveau 0,6% ein. Der Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen (-0,3%) war jedoch in erster Linie auf einen Sondereffekt zurückzuführen (geringere Investitionen in Flugzeuge). Die restlichen Komponenten - allen voran die Investitionen in Software - entwickelten sich mehrheitlich positiv. Trotz der ausgezeichneten Witterung im 1. Quartal verzeichneten die Bauinvestitionen einen Rückgang um 1,0%.

Leicht verlangsamt setzte sich das Wachstum der Exporte von Waren und Dienstleistungen fort (+1,6%). Getragen wurde dieses Wachstum massgeblich von den Warenausfuhren (+2,6%), während die Exporte von Dienstleistungen um 1,0% zurückgingen. Nach dem Rekordergebnis im 4. Quartal nahmen die Importe von Waren und Dienstleistungen um 2,6% ab. Dafür verantwortlich waren die Wareneinfuhren (-3,1%), wobei sich dieser Rückgang hauptsächlich auf die Abnahme der Importe von Wertsachen zurückführen lässt. Ohne diesen Sondereffekt resultiert eine geringe Zunahme der Warenimporte von 0,2%. Die Einfuhren von Dienstleistungen nahmen ebenfalls geringfügig um 0,2% zu.

Produktionsseitig ist die Wertschöpfung vor allem im Bereich Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtendienste (+1,5%) sowie im durch Finanzmarktdienste dominierten Sektor deutlich gestiegen (+1,0%). Auch das Baugewerbe (+0,6%) und der durch öffentliche Dienstleistungen (+0,5%) geprägte Bereich verzeichneten eine Wertschöpfungszunahme. Demgegenüber nahm die Wertschöpfung im durch die Industrie dominierten Sektor um 0,5% ab. Bei der Landwirtschaft fiel die Wertschöpfungsabnahme hingegen deutlich aus (-4,8%).

Beim Deflator des Bruttoinlandproduktes war im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal ein Anstieg von 1,0% zu verzeichnen. Der Konsumdeflator stieg um 0,3% und die Preise für Ausrüstungsgüter nahmen um 0,6% ab. Dagegen erhöhten sich die Baupreise erneut deutlich (+4,9%). Im Aussenhandelssektor nahmen die Preise exportierter Güter und Dienstleistungen um 2,2% und diejenigen der Importe gar um 3,0% zu.

Detaillierte Erläuterungen *
*Ohne gegenteilige Anmerkung werden die hier aufgeführten Veränderungsraten gegenüber dem Vorquartal aus saison- und preis-bereinigten Reihen berechnet. «Real» steht dabei als Abkürzung für die Formulierung «zu Preisen des Vorjahres, verkettete Werte, Referenzjahr 2000».

**Am 31. August 2007 wird das Bundesamt für Statistik (BfS) die neuen Jahresreihen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung bis 2006 veröffentlichen. Diese Publikation beinhaltet unter anderem eine grössere Revision der unterstellten Bankdienstleistungen (FISIM). Die FISIM werden dabei aufgrund einer anderen Datenbasis ermittelt und auf die volkswirtschaftlichen Sektoren aufgeteilt. Diese Revision wird sich sowohl auf das Niveau als auch auf die Veränderungsraten des BIP der Schweiz auswirken. Die Schätzungen des 2. Quartals 2007 durch das SECO, die am 4. September dieses Jahres publiziert werden, werden anhand der neuen Jahreszahlen des BfS erfolgen, womit auch bei den Quartalszahlen mit gewissen Revisionen zu rechnen ist.

Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Mob09_06.2007

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RFID-Pilotprojekt bringt Durchsicht in das Waren-Dickicht
Neue Technologie erstmals Echtbetrieb

Die Karstadt Warenhaus GmbH optimiert ihr Warenwirtschaftssystem mit modernster RFID-Technologie. Im Rahmen eines gerade gestarteten Pilotprojektes wird die Technologie ab August erstmals in einer Pilotfiliale eingesetzt. Das Ziel: Zufriedene Kunden, die ihr gewünschtes Produkt mit allen Größen und Farben jederzeit im Filialbestand vorfinden, sowie eine Vielzahl verbesserter Verkaufsprozesse und ein vollständiger Überblick über alle Bestände. Karstadt-Kunden und das Unternehmen profitieren somit gleichermaßen von der neuen Technologie. Realisiert wird das Projekt in Zusammenarbeit mit ADT, einem Top-Anbieter von elektronischen Sicherheitslösungen, sowie RF-iT-Solutions, führender Anbieter für RFID-Software und Technologieberatung.

RFID steht für "Radio Frequency Identification" und ermöglicht eine berührungslose Datenübertragung auf Basis von Radiowellen. Als erster Einzelhändler in Deutschland testet Karstadt diese Technologie im regulären Verkauf. Zuvor wird die Technik in Laborsituationen von den Projektpartnern ADT und RF-iT-Solutions auf ihre Funktionalität getestet.

Testobjekt bei Karstadt ist das komplette Jeans- und Jeanswear-Sortiment einer Filiale. Ein an den Etiketten der Kleidungsstücke angebrachter Chip meldet jederzeit den aktuellen Lagerort. Das ermöglicht den Mitarbeitern den Überblick, wie viele Textilien sich noch im Regal befinden und wie viele im Filial- und Nachschublager. Die Radiowellen zeigen dabei den exakten Standort jeder einzelnen Textilie an und ersetzen zum Beispiel die störende Jahresinventur. Zusätzlich ermöglichen sie durch häufigere Bestandsaufnahmen, die Verfügbarkeit von Waren zu erhöhen, sowie eine schnellere Reaktionszeit bei Preisveränderungen.

Auch bei Lieferanten findet das Projekt deutliche Zustimmung: Sie schlossen sich mit Karstadt zu einer Arbeitsgruppe zusammen, die Erfahrungen im Umgang mit RFID sammeln soll. Ziel sind beschleunigte Lieferprozesse, um die Nachfrage schneller bedienen zu können und dadurch die Zufriedenheit der Kunden zu erhöhen.

Damit der Datenschutz gewährleistet bleibt, wird beim Kauf gekennzeichneter Kleidung der Chip an der Kasse entfernt. Kunden werden zudem auf den Einsatz der neuen Technologie durch Informationen hingewiesen.

Rainer Jilke, Bereichsleiter Prozessorganisation Einkauf und Prozessleiter RFID bei Karstadt: "Dieses Projekt ist wegweisend und erzeugt einen Mehrwert für Kunden und Unternehmen.

Das Unternehmen Karstadt
Rudolph Karstadt eröffnete am 14. Mai 1881 in Wismar sein erstes Geschäft. 125 Jahre nach der Gründung gehört die Karstadt Warenhaus GmbH, eine 100prozentige Tochter der KarstadtQuelle AG, zu Europas führenden Warenhausunternehmen. Täglich besuchen zwischen 2,5 und drei Millionen Kunden die 90 Warenhäuser und 32 Karstadt-Sporthäuser. Vorsitzender Geschäftsführung ist Peter Wolf, Mitglied des Vorstands der KarstadtQuelle AG (Essen).


Quelle: pressetext.at, Graz (05.06.2007)
Mob08_06.2007

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Strom aus Alkohol - Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle betreibt Fahrzeug

Einem Forscherteam der Hochschule Offenburg www.fh-offenburg.de ist es nach jahrelanger Arbeit gelungen, eine Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle zu bauen, die auch stark genug ist, ein Fahrzeug anzutreiben. Dabei haben die Wissenschaftler auf die Technologie der alkalischen Brennstoffzelle zurückgegriffen, deren Weiterentwicklung vor 20 Jahren abgebrochen wurde.

Bei herkömmlichen Brennstoffzellen wird elektrischer Strom erzeugt, indem meist Wasserstoff mit Sauerstoff reagiert. Beide Stoffe werden durch eine Membran getrennt, auf beiden Seiten der Membran befinden sich Katalysatoren. Bei der am weitesten verbreiteten sauren PEM-Brennstoffzelle diffundiert ein positiv geladenes Teilchen - ein sogenanntes Proton - durch die Membran, die zugehörige negative Ladung wird um die Membran herumgeführt. "Wenn als Brennstoff nicht Wasserstoff sondern Ethanol eingesetzt werden soll, sind die Anforderungen an die Katalysatoren allerdings ungleich höher", erklärt der Wissenschaftler und Teamleiter Ulrich Hochberg. Das sei auch der Grund dafür gewesen, warum diese Technologie damals abgebrochen wurde. Damals standen keine geeigneten Membranen zur Verfügung. Mit Membranen, die zur Abwasseraufbereitung entwickelt worden sind, gelang es nun, eine alkalische Ethanol-Brennstoffzelle ausreichender Grösse zu bauen.

Im Fall des Ethanols muss eine C-C-Bindung katalytisch aufgetrennt werden. Das sei ungleich schwieriger, berichtet der Wissenschaftler. Zudem sind geeignete Katalysatoren noch in der Entwicklung. Gegenüber herkömmlichen Brennstoffzellen hat die neue Zelle den Vorteil, dass andere, effektivere Katalysatoren eingesetzt werden können. Dass die neue entwickelte Brennstoffzelle einiges kann, hat das Forscherteam mit dem Experimentalfahrzeug namens "Schluckspecht" www.schluckspecht.net während des Shell Eco-Marathons 2007 gezeigt: Das 60 Kilogramm schwere Fahrzeug hat seine Sparsamkeit unter Beweis gestellt und ist mit einem Liter Treibstoff 2.716 Kilometer weit gefahren.

Quelle: pressetext.at, Offenburg, 05.06.2007
Bilder: Experimentalfahrzeug "Schluckspecht" (Copyright: FH-Offenburg)
Mob07_06.2007

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Schwerpunkte der Energieforschung für die Jahre 2008-2011

Die Eidgenössische Energieforschungskommission (CORE) hat das Konzept der Energieforschung des Bundes für die Jahre 2008-2011 verabschiedet. In das Konzept eingeflossen sind die Ergebnisse der Schweizerischen Energieforschungskonferenz vom 27. und 28. März 2007 in Neuchâtel. Das neue Konzept sowie die wichtigsten Resultate der Konferenz sind auf Internet unter www.energieforschung.ch verfügbar.

Die Energieforschung ist ein grundlegender Pfeiler der schweizerischen Energiepolitik. Ihr Ziel ist die Bereitstellung von effizienten, wirtschaftlichen und nachhaltigen Lösungen zur Deckung des aktuellen und künftigen Energiebedarfs. Die Ausrichtung der schweizerischen Energieforschung ist im Konzept der Energieforschung des Bundes festgelegt, welches alle vier Jahre von der Eidgenössischen Energieforschungskommission CORE aufdatiert wird.

Der Entwurf der CORE zum neuen Konzept, welches den Rahmen der Energieforschung für die Jahre 2008 bis 2011 festlegt, wurde anlässlich der 8. Schweizerischen Energieforschungskonferenz vom 27./28. März in Neuchâtel von rund 150 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Industrie, Wirtschaft, Politik und Verwaltung diskutiert und gutgeheissen. Die Ergebnisse der Konferenz sind in das definitive Konzept der CORE eingeflossen. Dieses sowie die Zusammenfassungen der Referate, die Ergebnisse der Gruppenarbeiten und der Diskussionen anlässlich der Energieforschungskonferenz sind unter www.energieforschung.ch verfügbar.

Schwerpunkte des neuen Konzepts sind:
- Technologien und Systeme mit sehr hohem Wirkungsgrad und sehr geringen Emissionen in den Bereichen der Mobilität, der Gebäude und der Elektrizität;
- Technologien zur Nutzung der Umgebungswärme, der Solarwärme und der Biomasse;
- Technologien zur maximalen Ausschöpfung der kurz- bis mittelfristigen Potenziale der Wasserkraft und der Geothermie;
- Technologien, die mittel- bis langfristig zur Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern beitragen (Photovoltaik, Wasserstoff, Kernkraftwerke der 4. Generation).

Weiter enthält das Konzept die Empfehlung, die öffentlichen Forschungsgelder bis ins Jahr 2011 von heute 160 Millionen pro Jahr auf 200 Millionen Schweizer Franken pro Jahr zu erhöhen. Diese Erhöhung soll insbesondere auch dazu dienen, Pilot- und Demonstrationsprojekten zu finanzieren und so eine raschere Umsetzung der erzielten Forschungsergebnisse in die Praxis zu ermöglichen.

Quelle: Bundesamt für Energie, Bern, 05.06.2007
Mob06_06.2007

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Sachplan Militär: Mitwirkungsverfahren eröffnet


Das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) eröffnet das Mitwirkungsverfahren zur Anpassung des Sachplans Militär. Vom 4. Juni bis am 3. Juli 2007 können die Bevölkerung und interessierte Organisationen ihre Stellungnahmen zuhanden der Behörden einreichen.

Im Juli 2005 hat der Chef des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Bundesrat Samuel Schmid, das Stationierungskonzept der Armee mit den zwischen Armee und Kantonen vereinbarten Anpassungen genehmigt. Auf der Basis dieses inzwischen weiter konkretisierten Konzepts erfolgt nun die Anpassung des Sachplans Militär. Damit soll die raumplanerische Abstimmung des Stationierungskonzepts der Armee überprüft und wo noch nötig sichergestellt werden.

Zu diesem Zweck hat das VBS die beiden bisher gültigen militärischen Sachpläne vollumfänglich überarbeitet. Nach einer ersten Anhörung der eidgenössischen und kantonalen Behörden im letzten Herbst liegt nun der Vernehmlassungsentwurf vor.

Während der 30-tägigen Frist bis am 3. Juli 2007 können Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen ihre Anliegen und Bemerkungen zuhanden der Behörden einreichen. Die Auflageorte und die Modalitäten des Mitwirkungsverfahrens sind kantonal geregelt. Sie werden in den kantonalen Amtsblättern bekannt gegeben. Auskünfte erteilen die kantonalen Raumplanungsfachstellen.

Nach Eingang der kantonalen und kommunalen Stellungnahmen im Verlaufe des Monats September 2007 wird das VBS die Eingaben prüfen und in einem Vernehmlassungsbericht zusammenfassen.

Nach Abschluss der notwendigen Bereinigungen wird der Bundesrat voraussichtlich im ersten Quartal 2008 über den neuen Sachplan Militär einen Beschluss fassen.

Der überarbeitete Sachplan Militär liegt ab Montag, 4. Juni 2007 zur Einsichtnahme auf. Er steht auch im Internet unter www.sachplanmilitaer.ch zum Herunterladen bereit.

Bei den drei Hauptjetflugplätzen der Armee - Meiringen, Payerne und Sion - gibt der Sachplan den bisher bekannten Planungsstand wieder. Anlässlich seiner Besuche hat Bundesrat Schmid mit den drei Regionen vereinbart, Arbeitsgruppen einzusetzen. Diese sollen eine bessere Abstimmung der gegenseitigen Interessen erreichen.

Bei den Flugplätzen Payerne und Sion können die entsprechenden Arbeiten einen Einfluss auf die Lärmbelastungskurven im Sachplan haben. Wenn dies der Fall sein sollte, werden die Kurven im Sachplan umgehend aktualisiert und den Regionen im Rahmen des laufenden Mitwirkungsverfahrens zur Stellungnahme unterbreitet.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Bern, 04.06.2007
Mob05_06.2007

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"Pfadfinder sind Fahrsicherheitstraining für
Demokratie"
Weltweite Kinder- und Jugendbewegung feiert ihr 100-jähriges Jubiläum

Die Pfadfinderbewegung feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Mit zahlreichen Veranstaltungen begehen die 38 Mio. Pfadfinder aus über 200 Ländern weltweit dieses Jubiläum. 1907 setzte der britische General Robert Baden-Powell seine Idee der Jungpfadfinder um und veranstaltete mit 20 Burschen das erste Zeltlager auf der kleinen Insel Brownsea im Süden Großbritanniens. "Baden-Powells Bemühungen galten den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder. Seine damaliger Aufruf 'Look at the boys' steht auch heute - Look at the kids - noch im Mittelpunkt der Pfadfinderarbeit und ist nach wie vor modern", sagt Christian Letz, Präsident der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ) http://www.ppoe.at, gegenüber pressetext.

"Wir sehen eigentlich immer nur dann auf die Kinder und Jugendlichen, wenn es Probleme gibt, sei es in der Schule oder im Umgang mit Alkohol", kritisiert Letz. Der Pfadfinder-Gedanke setze hierbei früher an. "Das Ziel ist es seit 100 Jahren, den Kindern einen Freundeskreis zu schaffen, in dem sie gemeinsam Abenteuer erleben. In dieser Gemeinschaft lernen sie verantwortlich und respektvoll mit Mitmenschen und der Umwelt umzugehen", erläutert Letz. Das vorherrschende Motto ist dabei "learning by doing". "Die Pfadfinder sind ein Fahrsicherheitstraining für Demokratie", meint der ORF-Moderator und Pfadfinder Tarek Leitner. "Die Kinder und Jugendlichen lernen, wie der Meinungsbildungsprozess abläuft und dass es spannend ist, Verantwortung für die Gesellschaft, die Mitmenschen oder auch die Umwelt zu übernehmen und Geplantes in die Tat umzusetzen."

Die Pfadfinder verstehen sich als demokratische, parteipolitisch unabhängige Kinder- und Jugendbewegung, die allen Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Kultur oder Religion offen steht. Diese weltoffene Haltung streicht auch Irene Rojnik, Vertreterin der World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) http://www.wagggs.org , hervor: "Es geht darum, Vorurteile abzubauen sowie Verständnis für andere zu entwickeln und sich mit fremden Kulturen und Lebensweisen zu beschäftigen." Dafür werden von den Pfadfindern entsprechende Projekte gefördert. Als aktuelles Beispiel nennt Rojnik "Helfen mit Herz und Hand", wo in diesem Jahr der Stamm der El Molo in Kenia unterstützt wird, sowie "Gifts4Peace", einem internationalen Projekt zur Friedenserziehung.

Weltweite Kontakte werden natürlich am einfachsten auf internationalen Pfadfinderlagern, sogenannten "Jamborees" geknüpft. Jamboree bedeutet aus einer indianischen Sprache übersetzt "Friedliches Treffen aller Stämme". Ein solches Treffen findet zum Jubiläum in diesem Sommer im Gründungsland England statt http://eng.thejamboree.org. Es werden 40.000 Jugendliche - darunter 500 Teilnehmer aus Österreich - erwartet.

Das Wochenende von 16. und 17. Juni steht österreichweit im Zeichen der Jubiläumsfeiern. In Wien wird der Rathausplatz am Sonntag (17. 6.) zur Scout World http://www.scoutworld.at , wo sich die Pfadfinder mit verschiedenen Aktivitäten präsentieren. Für den 1. August ist der "Tag des Halstuchs" ausgerufen, an dem aktive und ehemalige Pfadfinder das Halstuch tragen werden. Erste-Bank-Chef und Pfadfinder Andreas Treichl sei von der Idee begeistert und wolle das Pfadfinder-Zeichen an diesem Tag tragen, berichtet Philipp Pertl, Sprecher der Wiener Pfadfinder. Die nächste große 100-Jahr-Feier steht den österreichischen Scouts bereits in drei Jahren ins Haus. Die ersten pfadfinderischen Aktivitäten in Österreich sind aus dem Jahr 1910 in Wiener Neustadt verzeichnet http://www.wienerneustadt1.net .

Quelle: Pressetext.at, Wien
Mob04_06.2007

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Flugveranstaltung in Interlaken bewilligt

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat die Flugveranstaltung vom 15. Juli 2007 in Interlaken (Red Bull Air Race) bewilligt. Die Sicherheitsauflagen des Amtes für Flugveranstaltungen sind erfüllt und das Einverständnis der lokalen Behörden liegt vor. Auf Wunsch der Bundesbehörden haben sich die Organisatoren verpflichtet, die Veranstaltung CO2-neutral durchzuführen.

Voraussetzung für eine Bewilligung durch das BAZL ist, dass Flugveranstaltungen sicher durchgeführt werden können. Insbesondere die Sicherheit der Zuschauer muss jederzeit gewährleistet werden. Auch haben die Veranstalter zu gewährleisten, dass die Piloten über die notwendigen Lizenzen und die eingesetzten Maschinen über die erforderliche Zulassung verfügen.

Die Flugveranstaltung, welche Red Bull am 15. Juli 2007 in Interlaken plant, erfüllt die Sicherheitsanforderungen des BAZL. Dies hat die detaillierte Prüfung des Gesuchsdossiers ergeben. Insbesondere die Abstände zwischen den Akrobatik-Flügen und den Zuschauern sind gewährleistet. Auch finden keine Flugmanöver über den Köpfen der Zuschauer statt. Überdies liegt die Einwilligung der kantonalen und lokalen Behörden für die Durchführung des Anlasses vor. Deshalb hat das BAZL der Veranstaltung die notwendige Bewilligung erteilt. Inspektoren des Amtes werden, wie bei solchen Veranstaltung üblich, über die Einhaltung der Sicherheits-Vorschriften wachen.

Auf Wunsch der Bundesbehörden hat sich Red Bull verpflichtet, die Veranstaltung umweltschonend durchzuführen. Dazu werden Massnahmen ergriffen, um den Besucherverkehr zu steuern: Das Publikum soll entweder unmotorisiert, mit dem öffentlichen Verkehr oder in Fahrgemeinschaften anreisen. Zudem werden die CO2-Emissionen des Individualverkehrs wie auch der eingesetzten Flugzeuge kompensiert. Das Biotop auf dem Flugplatz Interlaken wird von der Veranstaltung nicht berührt.

Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Bern, 04.06.2007
Mob03_05.2007

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BAZL erhält zusätzliches Personal für Sicherheitsaufsicht

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) erhält mehr Personal. Der Bundesrat hat das UVEK beauftragt, eine Anpassung der Gebühren des BAZL vorzubereiten. Damit können vorerst mindestens 16 Stellen geschaffen werden. Der dringendste Personalbedarf für die immer komplexere und aufwändigere Aufsicht über die Schweizer Zivilluftfahrt lässt sich damit fürs Erste abdecken. Durch die Anpassungen bei den Gebühren des BAZL bleibt der Ausbau ohne Auswirkungen auf den Bundeshaushalt. Für eine zweite Tranche von rund zwei Dutzend weiteren Stellen suchen das UVEK und das BAZL nach ergänzenden Finanzierungsmöglichkeiten. Gutgeheissen hat der Bundesrat die Einführung von FLAG (Führen mit Leistungsauftrag und Globalbudget) im BAZL.

Die Schweiz ist durch die Mitgliedschaft in der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und das bilaterale Luftverkehrsabkommen mit der EU vollständig in das weltweite und europäische Regelwerk eingebunden. In der jüngsten Zeit hat vor allem auf europäischer Ebene die Harmonisierung und Weiterentwicklung der Normen eine hohe Dynamik erfahren. Die Anzahl der Standards und Vorgaben, aber auch deren Umfang nimmt laufend zu.

Der Anstieg der Regelungsdichte im Interesse der technischen Sicherheit erhöht die Komplexität und die Aufgaben der nationalen Luftfahrtbehörden. Diese Entwicklung wird durch die EASA, die neue Sicherheitsagentur der EU, noch verstärkt. Hinzu kommt, dass die EU die Schutzmassnahmen gegen terroristische Übergriffe auf die Luftfahrt in den letzten Jahren mehrfach verschärft hat. Die einzelnen Staaten sind sowohl in der Umsetzung der Normen als auch in der Diskussion über deren Fortentwicklung gefordert.

Um die Aufsicht über die Schweizer Luftfahrt unter dem sich laufend verändernden Regelwerk und in einer von Verkehrswachstum geprägten Phase sicherstellen zu können, braucht das BAZL zusätzliche personelle Ressourcen. Eine Analyse der heutigen und in absehbarer Zeit auf das Amt zukommenden Aufgaben hat einen Bedarf von 44 Stellen für die Erfüllung der künftigen Aufsicht ergeben. In seinem Bericht über die Luftfahrtpolitik hatte der Bundesrat Ende 2004 festgelegt, dass die Schweizer Luftfahrt einen im europäischen Vergleich hoch stehenden Sicherheitsstandard aufweisen soll.

Mit Blick auf diesen Grundsatz hat die Landesregierung den Bedarf für einen Ausbau des Personalbestandes im BAZL grundsätzlich bejaht. Sie hat grundsätzlich einer Erhöhung der Gebühren des BAZL zugestimmt, die es ermöglicht, in einer ersten Tranche mindestens 16 Stellen zu schaffen. Diese Aufstockung erfolgt haushaltsneutral. Die letzte Revision der entsprechenden Verordnung datiert aus dem Jahr 2003. In einem zweiten Schritt prüfen das UVEK und das BAZL Finanzierungsmöglichkeiten für maximal weitere 28 Stellen. Möglich wäre zum Beispiel, im Zuge der anstehenden Revision der Luftfahrtgesetzgebung neue Gebührenkategorien zu schaffen (zum Beispiel Konzessionsgebühren für Flughäfen und Fluggesellschaften). Das letzte Wort zu den vom Bundesrat genehmigten Stellen des BAZL werden die Eidgenössischen Räte im Rahmen der Budgetberatung für 2008 haben.

 Das BAZL hatte 2004 letztmals zusätzliche personelle Ressourcen erhalten. Die Aufstockung um 60 auf 230 Stellen war Teil einer umfassenden Reorganisation der Sicherheitsaufsicht als Folge einer Reihe schwerer Unfälle in der Schweizer Zivilluftfahrt.

 Gutgeheissen hat der Bundesrat im Weiteren die Einführung des Prinzips «Führen mit Leistungsauftrag und Globalbudget» (FLAG) im BAZL auf Anfang 2008. Unter dem Begriff FLAG wendet der Bund die wirkungsorientierte Verwaltungsführung an. Mit FLAG wird das BAZL seine Leistungsfähigkeit und Wirkung als Aufsichtsbehörde zusätzlich verbessern können, indem es in der Erfüllung seiner Aufgaben mehr Handlungsspielraum erhält. Ämter mit FLAG-Status bekommen vom Bundesrat alle vier Jahre die Vorgaben in Form eines Leistungsauftrages, den das zuständige Departement jährlich als Leistungsvereinbarung konkretisiert.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Bern, 30.05.2007
Mob02_06.2007

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Jubiläum bei ABS, ASR und ESP®  150 Millionen Bremsregelsysteme von Bosch

Produktionsjubiläum bei Bosch: Das Unternehmen lieferte kürzlich das 150-millionste Bremsregelsystem aus. Die Erfolgsgeschichte begann bereits 1978 mit dem Fertigungsstart des ersten elektronisch geregelten Antiblockiersystems (ABS). 1986 folgte die Antriebsschlupfregelung (ASR) und 1995 die Antischleuderhilfe ESP® (Elektronisches Stabilitäts-Programm). Alle diese Systeme sind Entwicklungen von Bosch. Das Unternehmen fertigt an sechs Standorten weltweit pro Arbeitstag rund 65 000 Bremsregelsysteme. 2007 wird das Fertigungsnetz um eine Produktion in Brasilien erweitert.

"Anfangs ein Sonderzubehör für Fahrzeuge der Oberklasse, ist ABS mittlerweile Standard in allen Neufahrzeugen innerhalb der Europäischen Union und in vielen Teilen der Welt. ABS hat das Bremsen sicherer gemacht und damit einen großen Beitrag zur Unfallreduzierung geleistet", fasst Herbert Hemming, Bereichsvorstand des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control (Bremsregelsysteme), den Erfolg dieser Technik zusammen. Wog das 1978 eingeführte ABS-System noch über sechs Kilogramm, liegen die kompaktesten Varianten heute bei 1,4 Kilogramm. Zudem arbeiten sie deutlich schneller und bieten so noch mehr Sicherheit.



 

 

 

 

 




42 Prozent aller neu zugelassenen Pkw in der EU rollen sogar bereits mit einem ESP® auf die Straße. "Bosch arbeitet intensiv an der Vernetzung des ESP® mit anderen Systemen im Kraftfahrzeug, um die Sicherheit für den Autofahrer noch weiter zu erhöhen", so Hemming.

Bremsregelsysteme unterstützen den Fahrer, indem sie den Bremsdruck in kritischen Situationen an jedem einzelnen Rad individuell regeln. Das Fahrzeug bleibt dadurch beherrschbarer und folgt den Lenkvorgaben des Fahrers bestmöglich. ABS verhindert beim Bremsen das Blockieren der Räder. Dadurch bleibt das Auto auch bei voll getretenem Bremspedal lenkbar und der Fahrer kann Hindernissen ausweichen. Die Antriebsschlupfregelung (ASR) verhindert zusätzlich das Durchdrehen der Räder beim Anfahren oder Beschleunigen auf Schnee, Eis und nassen Straßen. Das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP®) umfasst die Funktionen des ABS und ASR und wirkt zusätzlich dem Schleudern des Fahrzeugs entgegen. Erkennt das System ein drohendes Ausbrechen des Fahrzeugs, nimmt es blitzschnell die Motorleistung zurück und bremst einzelne oder mehrere Räder gezielt ab. Die Folge: Das Fahrzeug bleibt auf dem vom Fahrer gewünschten Kurs.

Den Nutzen von Bremsregelsystemen, allen voran das ESP®, zeigt mittlerweile eine Vielzahl von Untersuchungen. So hat beispielsweise die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) ermittelt, dass die serienmäßige Ausstattung aller Fahrzeuge mit ESP® gut ein Drittel aller Alleinunfälle in den USA verhindern würde.

Alleinunfälle sind Unfälle, die sich ohne den Einfluss anderer Verkehrsteilnehmer ereignen. Die NHTSA hat daher im April eine Regelung verabschiedet, nach der stufenweise bis zum Modelljahr 2012 alle Pkw in den USA mit dem aktiven Sicherheitssystem ausgerüstet werden müssen. Die Regelung tritt im Juni 2007 in Kraft.

Zur Bosch-Gruppe
Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 260 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 43,7 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 50 Ländern. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Bosch gibt mehr als drei Milliarden Euro pro Jahr für Forschung und Entwicklung aus und meldete für 2006 über 3 000 Patente weltweit an. Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861-1942) in Stuttgart gegründet.

Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte sind mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Quelle: Robert Bosch GmbH
Mob01_06.2007